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Traum vom Leben als Aussteiger

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Unter Aussteigern finden sich solche Gedanken sehr oft.
Ich bin da eher die Ausnahme, die sich keine Gedanken über so was macht.
Oft habe ich auch den Eindruck, dass manche Leute aussteigen, nur wegen Weltuntergangsgedanken.

Kann ja alles sein.
Aber mal was neues:
Die Welt wird definitiv untergehen, die Frage ist nur wann. 😉😀
Egal ob die Menschen dann alle Bananenpflücker sein werden oder high tech haben, spielt keine Rolle.
Also ich mach mir da nicht so nen Kopf drum.
Vor allem, wenn man so extrem aussteigt, ist so ein bisschen Wirtschaftsschwäche oder Ressourcenknappheit usw. die in den nächsten 50 Jahren kommen KÖNNTEN, eher das geringste Problem...🙄
Vielleicht kommen ja wieder neue Erfindungen, essen aus der Petrischale was auch immer... aber auch wenn nicht, ich glaub ich werd hier trotzdem wahrscheinlich länger leben, als am A**** der Welt.
Ich muss nicht alles mit machen, ich kann Mittel und Wege finden, um in der Gesellschaft so zu leben, wie ich mag und mich auch viele Dinge entziehen, die ich nicht mag.
 
A

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Re: Traum vom Leben als Aussteiger
Das ist der große Pluspunkt, besonders wenn man mit den Primaten nicht so viel anfangen kann. 😀

[off topic]Das muss jetzt nicht zwangsweise etwas mit diesem Thema zu tun haben,aber wir haben heute am späten Nachmittag unsere Entlassungsfeier gehabt,wo unsere Abiturzeugnisse ausgehändigt wurden.Da der G8 und G9 Jahrgang zu Beginn der Einführungsphase zusammengelegt wurden,war das Ganze dementsprechend eine ziemlich große (und auch laute) Veranstaltung gewesen und die Verleihung dieser wertvollen Dokumente hat eine halbe Ewigkeit in Anspruch genommen. - Wie zu erwarten,wollte jeder durch extravagante Klamotten aus der Masse herausstechen.Daher liefen die Herren in aufgetakelten Anzügen und die Damen in ausgefallenen Kleidern umher und waren natürlich die ganze Zeit damit beschäftigt gewesen sich ihrer Kleidung entsprechend zu verhalten (heißt,prunken ohne Ende...).Der wohl einzige Typ,dem es absolut egal gewesen ist und den diese Oberflächlichkeiten in keinster Weise interessiert haben,war ... ich.Bin da ganz entspannt in einem Kapuzenpullover,Jeans und abgetretenen Sportschuhen hingeschlendert (letzten Endes war ich der Auffassung,dass ich ehe nur ein paar Zettel und evtl. ein kleines Präsent erhalten würde).Aber sofort wird man mit starrenden Blicken durchlöchert und darf sich flüsterndes Geläster anhören,weil man nicht den "Anstand" hatte,sich ein teures Jackett oder der Gleichen für einen Nachmittag zu kaufen ... man bin ich froh diese Leute losgeworden zu sein.Nur soviel zu Primaten.

nur um sich das mal konkret auf der Zunge zergehen zu lassen:
wir haben fast 30.000 Jahre gebraucht um auf 3,6 mrd Menschen Weltbevölkerung anzuwachsen.
um dann in 50 Jahren genau die gleiche Menge oben drauf zu knallen. (<-- Schenkelklopfer 😉 )

Daher frage ich mich verzweifelt,woher denn die Mittel herkommen sollen,um so eine schier riesige Masse an Menschen problemlos und auf einem höheren Standard versorgen zu können?Vieles scheint schon bereits restlos ausgeschöpft/ausgebeutet zu sein oder steht davor "geleert" zu werden (z.B. Ölvorkommen,seltene Erden;natürliche,fruchtbare Böden usw.)Das MUSS einfach zusammenbrechen,eine andere,nachhaltigere Möglichkeit sehe ich da einfach nicht.

~MrHokusPokus
 
Macht sich denn niemand darüber Sorgen?Oder erwarten alle,dass in Zukunft begrenzter Raum,immer weiter unbegrenzt Ressourcen und Fläche liefert?
Die Menschen sind leider auf kurzfristiges Denken ausgelegt. Schnell viel ergattern können. Ist glaub glaub ich so ne evolutionäre Überlebensgeschichte. Nachhaltiges Denken und Wirtschaften geht nur sehr schleppend voran, weil das Steinzeitdenken so fest einprogrammiert ist. Obwohl es heutzutage mit den technischen Möglichkeiten und der Überbvölkerung und den sich daraus ergebenden Folgen nicht mehr zeitgemäß ist.
 
[Aber sofort wird man mit starrenden Blicken durchlöchert und darf sich flüsterndes Geläster anhören,weil man nicht den "Anstand" hatte,sich ein teures Jackett oder der Gleichen für einen Nachmittag zu kaufen ... man bin ich froh diese Leute losgeworden zu sein.Nur soviel zu Primaten.
man Anzüge auch mieten 😉

sry, aber man kann es auch übertreiben.
offensichtlich geht deine Motivation alleine zu sein, viel weiter als bisher ersichtlich.

ich weiß grad nicht, ob ich für dich hoffen soll, dass du dich zb. mal verliebst und dir dieses Mädel zeigt, dass es im Leben viel mehr als nur Weltuntergangsszenarien gibt oder ob ich für dich hoffen soll, dass du diese Erfahrung grade nicht machst, damit deine Motivation für dein Vorhaben nicht ins Wanken gerät.
denn allein da draußen wirst du jedes Fitzelchen Motivation dringend brauchen.
 
offensichtlich geht deine Motivation alleine zu sein, viel weiter als bisher ersichtlich.

Ja,ich finde gruppendynamische Prozesse auf die Dauer äußerst anstregend,weshalb ich mich selten nach anderen Vorstellungen und Meinungen richte.Das soll jetzt nicht bedeuten,dass ich alle Regeln,Höflichkeiten oder der Gleichen konsequent missachte,aber wenn ich keine Lust für etwas entwickeln kann,sage ich das offen raus und es ist mir absolut gleichgültig,was andere meinen über mich denken zu müssen.Sich schick aufzupolieren,dass ist halt nichts für mich.Oder stickige Discotheken oder Kneipen besuchen.Mit Alkohol kann ich nichts anfangen.Genau so wenig,wie mit irgendwelchen hippen Drogen,die mittlerweile schon ausgiebig von meinen (ehemaligen) Mitschülern/-innen konsumiert werden.Aber für diesen "Verzicht" wird man sofort als Spießer/Langweiler gebrandmarkt. - Ich bin bisher nur wenigen Menschen begegnet,die ebenfalls diese Einstellung teilen und sich nicht permanent von Außenstehenden beeinflussen lassen.

ich weiß grad nicht, ob ich für dich hoffen soll, dass du dich zb. mal verliebst und dir dieses Mädel zeigt, dass es im Leben viel mehr als nur Weltuntergangsszenarien gibt oder ob ich für dich hoffen soll, dass du diese Erfahrung grade nicht machst, damit deine Motivation für dein Vorhaben nicht ins Wanken gerät.

Schrieb ich nicht,dass das nur einer meiner vielen Gründe ist?Diese Wunschvorstellung für mein späteres Leben setzt sich aus mehreren Betrachtungsweisen auf diverse Dinge zusammen.Das fängt bei den zwischenmenschlichen Beziehungen an und endet beim menschenübergreifenden,gesellschaftlichen System.

(Wenn du die Sprache beherrschst, wird dir sicher auch der Herr in diesem Artikel behilflich sein können. Er lebt bereits als eremit in Sibirien und der Artikel vermittelt einen lebendigen Eindruck. Finde ich.http://www.zeit.de/gesellschaft/2015...edler-natur-fs)

Den Artikel kenne ich bereits (habe ihn bereits hier zum Thema verlinkt) und so etwas ähnliches schwebt mir vor.

~MrHokusPokus
 
Hallo HokusPokus,

mir kommt Deine Einstellung wie eine Art Flucht vor. Oder sollte man Verweigerung sagen? Ich frage mich auch, ob man wirklich mit 18 schon so weit ist, um diese ganze Angelegenheit wirklich objektiv genug beurteilen zu können. Läßt Du Dich nicht vielleicht eher zu stark von Emotionen regieren? Ist das alles wirklich durchdacht?

Mit 18 denkt man zB an eine berufliche Ausbildung etc. Verlierst Du nicht wertvolle Jahre (mit einer Flucht vor den Tatsachen des Lebens)?

Wem nützt Du in der Einöde oder Wildnis? Deiner Unlust, Dich der Wirklichkeit zu stellen? Und wenn Dich die Zivilisation in der Einöde einholt? Einöde und Wildnis bedeutet auch Gesetzlosigkeit oder sagen wir das Gesetz des Dschungels. Das Gesetz des Stärkeren. Wo bleibt da das Menschliche? In dem Milieu, das Du suchst, findest Du nicht nur gleichgültige Menschen, sondern Menschen, die Dir nach dem Leben trachten. Ich fürchte, westliche Kulturstandards bekämen Dir doch besser - es sei denn, Du bist lebensmüde.

Ich vermute, dass es für Dich besser wäre, wenn Du Dich den Gegebenheiten der Wirklichkeit stellst und Dich mit ihnen auseinandersetzt. Abkratzen im Widerstand ist immer noch besser als auf der Flucht 😉.

Vielleicht wäre auch eine Idee, wenn Du Dich mal an Rüdiger Nehberg wenden würdest. Das ist der wohl bekannteste Survival-"Papst" in Deutschland (unter anderem mit Amazonas-Erfahrung). Ich glaube, der könnte Dir das Für und Wider Deines Plans verdeutlichen. Siehe auch seine Homepage: http://www.ruediger-nehberg.de/
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man da so hinter her ist, wird mans wahrscheinlich wohl machen müssen.
Mein Rat jedenfalls, erstmal noch ne Hintertür aufhalten.
Es kann auch sein, dass es nachher eine ganz andere Wertschätzung für unser Leben hier geben wird und dann hats ja auch was gebracht.:blume:
Gruppendynamik halte ich auch nix von, aber ich bin deshalb auch in überhaupt keiner Gruppe.
Welche Gruppe?😀
Man muss überhaupt nix mit machen... außer die Sachen wo für man im Knast landen kann vielleicht, wie viel Geld verdienen = viel Steuern zahlen zb.
Ich schaue seit über 10 Jahren kein TV mehr, lese kaum Nachrichten etc.
Man kann einfach alles ignorieren, auf das man kein Bock hat...
Ich muss so gut wie gar nichts... die Menschen lassen sich einfach nur von anderen verrückt machen, anstatt die Wege zu sehen und nicht gezielt auf die Stopp Schilder zu zu laufen...
Nur sehr sehr wenige Menschen werden in der kompletten Wildnis die Freiheit finden die sie sich erhoffen.

Es gibt auch genug Aussteiger die keine abgaben bezahlen.
Vielleicht weil die irgendwo untergekommen sind usw. was auch immer oder Amt zahlt 😉.
Dazu müssen die alle nicht nach Sibirien... EU ist groß und nicht überall gehts zu win in D oder Ruhrpott

LG
 
Zuletzt bearbeitet:
Erst einmal im voraus: Dankeschön,dass hier so zahlreich und hilfreich geantwortet wird!

Was genau hindert Dich nun am Auswandern?

Nun,zurzeit habe ich weder die finanziellen Mittel,noch beherrsche ich ausreichend eine Fremdsprache (außer gutes Englisch),welches mir in meinem Zielland so einiges erleichtern würde.Zudem,und das ist wohl mit Abstand das größte zu bewältigende Problem,habe ich bis auf ein paar Nächte,die ich mit minimalster Ausrüstung im Wald verbracht habe,praktisch null Erfahrung,um auch nur ein paar Wochen zumindest meine Grundbedürfnisse/meinen grundlegenden Energieverbrauch einigermaßen decken zu können.Das alles zu erlernen,wird wahrscheinlich noch ein paar Jahre in Anspruch nehmen.Nicht zu vergessen,dass man in Russland erst nach einer fünfjährigen Arbeitserlaubnis die Staatsbürgerschaft beantragen und sich somit erst dann vollends legal in den Wäldern aufhalten kann.

Mit 18 denkt man zB an eine berufliche Ausbildung etc. Verlierst Du nicht wertvolle Jahre (mit einer Flucht vor den Tatsachen des Lebens)?

Ich habe eher hier das Gefühl,wertvolle,unersetzbare Lebensjahre zu verlieren,über die ich mich dann in der Rente ausweinen darf.45 Jahre arbeiten?Für Geld das ich nicht brauche?Eine Wohnung,die ich gar nicht haben will,weil mir vier Betonwände vorkommen wie ein selbst geschaffenes Gefängnis?Sinnlosen Trends,denen ich nicht hinterherlaufen möchte?Da sehe ich meine Erfüllung doch eher in der schlichten Selbstversorgung.

Ich vermute, dass es für Dich besser wäre, wenn Du Dich den Gegebenheiten der Wirklichkeit stellst und Dich mit ihnen auseinandersetzt.

Warum sollte ich mich schon jetzt an die Leine binden lassen,wenn ich doch (noch) die Möglichkeit habe,mich von der Gesellschaft abzukapseln?Ist denn unsere fragwürdige Lebensform die einzige Wirklichkeit,der ich mich annehmen muss?Ich kann aber auch natürlich verstehen,dass ich vor den gut Integrierten momentan wie ein orientierungsloser Feigling wirke.

Vielleicht wäre auch eine Idee, wenn Du Dich mal an Rüdiger Nehberg wenden würdest. Das ist der wohl bekannteste Survival-"Papst" in Deutschland (unter anderem mit Amazonas-Erfahrung). Ich glaube, der könnte Dir das Für und Wider Deines Plans verdeutlichen.

Denn (mittlerweile schon 81 Jahre alten) Mann kenne ich.Er ist mir auf jeden Fall sehr sympathisch.Aber dennoch danke für den Tipp.

Man kann einfach alles ignorieren, auf das man kein Bock hat...

Das ist leider einfacher gesagt als getan.Vor allem als Abiturient erwartet man von mir ein konformeres Verhalten.Aber es kann auch natürlich sein,dass ich mir das nur schleichend unterbewusst eingebildet habe.

Sagen dir die Familienlandsitze in Russland was?

Ich habe mal etwas davon gehört,mich aber nicht weiter damit beschäftigt.Sind das zur Eigenbewirtschaftung gestellte,ein Hektar große Flächen,die von Familien genutzt werden (dürfen)?Habe ich das so richtig in Erinnerung?

~MrHokusPokus
 
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