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Trauer um Lebenswunsch

Ist für dich Stabilität nicht ein Wert an sich? Magst
du lieber instabil sein? Hm.

Nein, ich meine an meiner Stabilität arbeite ich schon solange, dass es einfach nebenbei ist. Also es ist nicht mein Ziel "Yuhu ich möchte in 5 Jahren stabil sein und dass es mir gut geht", mir fehlt gerade überhaupt ein Ziel um wirklich weiter machen zu wollen. Also weiter an meinen Problemen zu arbeiten. Therapie ist ja bekanntlich auch anstrengend.

In Phasen der Hoffnungslosigkeit weiß ich oft nicht wos hingeht... wofür sich das so dolle lohnt.
 
... mir fehlt gerade überhaupt ein Ziel um wirklich weiter machen zu wollen. Also weiter an meinen Problemen zu arbeiten. Therapie ist ja bekanntlich auch anstrengend.

In Phasen der Hoffnungslosigkeit weiß ich oft nicht wos hingeht... wofür sich das so dolle lohnt.

Völlig verständlich. Dass man am Leben ist beinhaltet
ja nicht automatisch auch ausreichend Sinn oder die
Motivation, weiter machen zu wollen.

Naheliegend ist da, Hoffnung im Weiterleben in Form
eines Kindes zu suchen. In deinem Alter habe ich heraus-
gefunden, dass ich keine Kinder haben kann und für mich
war das auch nie ein Ziel ehrlich gesagt. Auch dass es das
eigene Leben wertvoller oder spannender macht, dass
man irgendwie "weiterlebt", erschließt sich mir nicht.
Das ist doch nur eine Illusion, denn am Ende ist das
ganze Universum vorbei und egal, wie viele Kinder oder
sonstwas man in die Welt gesetzt hätte, das wäre alles
weg und vergessen.

Das "Lohnen", die "Hoffnung" (falls du das brauchst, um
ein gutes Leben zu haben) ist vermutlich leichter in dem
zu finden, was du konkret tust. Da gibt es ja schon gradu-
elle Unterschiede an Qualität im Tun. Ob du z. B. Musik
machst, an der andere sich freuen oder ob du nichts tust,
macht einen Unterschied (für dich und die anderen).

Die Welt bietet ja jede Menge Gelegenheiten an, sich
zu äußern, zu beteiligen, etwas zum Gelingen des Lebens
beizutragen – nicht nur, Kinder in die Welt zu setzen. Es
sind ja z. B. schon viele Kinder da, die Unterstützung beim
Erwachsenwerden bräuchten. Wenn du da mal die Augen
aufmachst, bin ich sicher, es findet sich eine sinnvolle He-
rausforderung für dich. Ich habe etwa mal in einer Grund-
schule Lesetraining gemacht ehrenamtlich. Das war sehr
erfolgreich und hat Spaß gemacht.
 
Auch dass es das
eigene Leben wertvoller oder spannender macht, dass
man irgendwie "weiterlebt", erschließt sich mir nicht.
Das ist doch nur eine Illusion, denn am Ende ist das
ganze Universum vorbei und egal, wie viele Kinder oder
sonstwas man in die Welt gesetzt hätte, das wäre alles
weg und vergessen.
Ich verstehe das schon, wobei Usu das ja so auch nicht gesagt hat. Es ist vermutlich einfach ein biologischer Drang...man ist sich darüber im Klaren, dass nichts von einem bleibt, wenn man mal geht. Jedenfalls kenne ich diesen Gedanken, das kann traurig machen. Natürlich wird sich die Welt weiter drehen und gibt es genug Kinder, aber....
 
Hallo U.,

ich kenne deine psychische Krankheitsgeschichte nicht, aber bei den Ereignissen der letzten Monate ist es bestimmt hart.
Ich kann verstehen, dass du es gefühlsmäßig nicht so wahrnehmen möchtest. Aber es zeigt doch, dass dieser Wunsch sehr stark bei dir ausgeprägt ist und du daran festhalten möchtest. Deshalb kannst du denke ich versuchen diese Sache loszulassen. Vergehen wird es nicht.
Diese Dinge sind dir wichtig. Aber man muss auch etwas anderes tun können, um Stabilität zu gewinnen. Man brauch Erlebnisse und Wege, die einem zeigen, dass man kann und das man eine Art Erfülltsein vom Leben bekommt. Nur Therapie bringt denke ich nicht so viel, wie wenn man Aufgaben hat und sie einen erfüllen können. Ich denke, dass du keinen Kopf brauchst, sondern ein Leben.
Ich wünsch dir jedenfalls gute Besserung und Erholung und Abstand. Und hoffe, dass du bald mehr Licht erleben kannst in deinem Leben.
Mach was aus dir!

lg t
 
Es war einfach mein Wunsch, ich kann und möchte das gar nicht näher erklären an dieser Stelle.

Ich möchte mich dafür nicht rechtfertigen. Ich möchte viel mehr versuchen, einfach an den Erlebnissen nicht unter zu gehen.

Ich danke euch für euren Input, ich werde darüber nachdenken gehen.
 

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