ich verurteile nicht die betroffenen! ich wiederhole mich jetz schon zum dritten mal ALS BETROFFENER WÜRDE AUCH ICH GANZ ANDERS DENKEN DASS KAN MAN NICHT VERGLEICHEN.aber sobald ich angehörig und betroffen bin denke ich nicht mehr VERNÜNFTIG sondern handele aus RACHE und VERGELTUNG.natürlich das ist ja auch menschlich und das verurteile ich keineswegs, aber es ist nunmal kein rationales denken mehr!
Warum sollen die Betroffenen "vernünftig" sein? Der Täter wurde ja auch nicht von Vernunft geleitet.
Kannst DU oder ICH nur ansatzweise beurteilen wie sich Betroffene fühlen? ICH kanns nicht.
Und weil ICH es nicht kann, muss ICH und MEINE Sichtweise einen Schritt zurücktreten.
Ich meine nicht, dass man den Täter vor die Betroffenen schmeißt und sagt "hier, macht mit ihm was ihr wollt".......das wäre zu platt.
Gerade die Betroffenen müssen begleitet werden, ihnen muss geholfen werden und -meine Meinung- im "Sonderfall" Kindesmisshandlung und -tötung- unter Umständen die Entscheidungsmöglichkeit gegeben werden, ob dieser Täter lebenlang eingesperrt oder ebenfalls getötet werden soll.
Jetzt wird wieder laut geschrien - ich hörs schon.
Aber, so eine Entscheidung trifft man nicht von heute auf morgen. Auch jeder Fall ist einzigartig.
Jeder einzelne Betroffene wird anders reagieren (oder ähnlich). Es wird welche geben, die den Täter nicht sehen wollen oder können und sagen, dass der Staat die Strafe aussprechen soll. Andere wollen ihn am liebsten gleich "hängen" sehen. Andere wollen ihn leiden lassen, so wie ihr Kind gelitten hat.
All das gilt es zu berücksichten.
Ich plädiere also für die "Möglichkeit" dass Betroffene einen Täter sterben sehen wollen, aber.....ich bin davon überzeugt, dass die allermeisten Menschen bei richtiger seelischer Begleitung von der Todesstrafe absehen würden.
Das ist der Unterschied zur Lynchjustiz. Da wird das Hirn nicht eingeschaltet und deshalb meist mehr als brutal und grausam.
Angenommen das Kind wurde gerade erst getötet, der Täter gleich gefunden und sofort gäbe man den Betroffenen eine Pistole in die Hand - ich glaube viele Menschen würden unter diesen emotionalen Umständen sofort abdrücken............und es evtl. bereun.
Nach längerer Zeit würden die gleichen Menschen wahrscheinlich viel differenzierter denken und auch handeln.
Ohnmacht erträgt man in dem Fall nur schwer oder gar nicht.
Macht -weise genutzt und mit bedacht genutzt- kann für alle Beteiligten nützlich sein.