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Todesstrafe

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@rei
du selbst würdest den freitod als täter wählen, somit suchst auch du den einfacheren weg. zu sagen, ein täter hat sich seiner strafe zu stellen und selber, wenn er täter wäre, sich seiner strafe zu entziehen. zeugt genauso von widersprüchen, wie dein kommentar an mich.
ach und mädel, es ist schön dass du mir soeben gezeigt hast dass du auch nicht nur im mindesten verstehst was ich meine.DENK BITTE EIN EINZIGES MAL NACH!das ist ohne dich verletzen zu wollen eine echt dumme schlussfolgerung, und wenn du es fertiggebracht hast ein klein wenig zu reflektieren und immer noch nicht kapiert hat worum es mir geht, sag bescheid dann erklär ichs dir
 

Hallo Rei,

schau mal hier: Todesstrafe. Hier findest du vielleicht was du suchst.

ich verurteile nicht die betroffenen! ich wiederhole mich jetz schon zum dritten mal ALS BETROFFENER WÜRDE AUCH ICH GANZ ANDERS DENKEN DASS KAN MAN NICHT VERGLEICHEN.aber sobald ich angehörig und betroffen bin denke ich nicht mehr VERNÜNFTIG sondern handele aus RACHE und VERGELTUNG.natürlich das ist ja auch menschlich und das verurteile ich keineswegs, aber es ist nunmal kein rationales denken mehr!

Warum sollen die Betroffenen "vernünftig" sein? Der Täter wurde ja auch nicht von Vernunft geleitet.

Kannst DU oder ICH nur ansatzweise beurteilen wie sich Betroffene fühlen? ICH kanns nicht.

Und weil ICH es nicht kann, muss ICH und MEINE Sichtweise einen Schritt zurücktreten.

Ich meine nicht, dass man den Täter vor die Betroffenen schmeißt und sagt "hier, macht mit ihm was ihr wollt".......das wäre zu platt.

Gerade die Betroffenen müssen begleitet werden, ihnen muss geholfen werden und -meine Meinung- im "Sonderfall" Kindesmisshandlung und -tötung- unter Umständen die Entscheidungsmöglichkeit gegeben werden, ob dieser Täter lebenlang eingesperrt oder ebenfalls getötet werden soll.

Jetzt wird wieder laut geschrien - ich hörs schon.
Aber, so eine Entscheidung trifft man nicht von heute auf morgen. Auch jeder Fall ist einzigartig.

Jeder einzelne Betroffene wird anders reagieren (oder ähnlich). Es wird welche geben, die den Täter nicht sehen wollen oder können und sagen, dass der Staat die Strafe aussprechen soll. Andere wollen ihn am liebsten gleich "hängen" sehen. Andere wollen ihn leiden lassen, so wie ihr Kind gelitten hat.
All das gilt es zu berücksichten.

Ich plädiere also für die "Möglichkeit" dass Betroffene einen Täter sterben sehen wollen, aber.....ich bin davon überzeugt, dass die allermeisten Menschen bei richtiger seelischer Begleitung von der Todesstrafe absehen würden.

Das ist der Unterschied zur Lynchjustiz. Da wird das Hirn nicht eingeschaltet und deshalb meist mehr als brutal und grausam.

Angenommen das Kind wurde gerade erst getötet, der Täter gleich gefunden und sofort gäbe man den Betroffenen eine Pistole in die Hand - ich glaube viele Menschen würden unter diesen emotionalen Umständen sofort abdrücken............und es evtl. bereun.

Nach längerer Zeit würden die gleichen Menschen wahrscheinlich viel differenzierter denken und auch handeln.

Ohnmacht erträgt man in dem Fall nur schwer oder gar nicht.

Macht -weise genutzt und mit bedacht genutzt- kann für alle Beteiligten nützlich sein.
 
Kennt ihr Anne Coleman? Sie hat eine Tochter durch Mord verloren und sie ist aktive Kämpferin gegen die Todesstrafe.

Sie hat einen langen Brief geschrieben, das Fazit daraus möchte ich euch hier einstellen:

Als Zusammenfassung will ich sagen, dass über 400000 Menschen ermordet wurden, seitdem mein Kind niedergeschossen wurde und in 1/3 dieser Fälle ist nie jemand zur Verantwortung gezogen worden. Von den anderen wurden bei 65% geringere Strafen als die Todesstrafe verhängt.Die einzigen Menschen, die immer zum Tode verurteilt werden sind arm, Mitglieder von Minderheiten, geistig krank oder geistig behindert.
Weniger als 1% sind dazu auserwählt zum Tode verurteilt zu werden. Die Benachteiligung ist so offensichtlich. So viele Männer haben inkompetente Anwälte im Verfahren.
Wenn 1/3 von uns ohne jede Antwort auskommen müssen, da es zu viel Geld kostet kalte Fälle aufzurollen und fast 2/3 etwas anderes als die Todesstrafe bekommen, dann kann ich nur einen Grund sehen, warum wir die Todesstrafe haben. Sie ist für die Politiker um höhere Posten zu gewinnen, in dem sie sagen, sie tun das, was wir wollen.
Ich habe erzählt, welchen Schmerz ich fühlte, als ich meine Tochter verlor, und ich habe in den letzten Jahren lernen müssen, dass Schmerz Schmerz ist und es dabei keine Rolle spielt, woher er kommt, denn
Schmerz kann man nicht abwägen. Die Mutter eines Todestraktinsassen hat das gleiche Recht, Schmerz zu fühlen wie die Mutter des Opfers, und ich weiß, dass sie genauso viel Schmerz fuehlt wie ich.
Meine Tochter war für mich ebenso kostbar wie Sie für Ihre Mutter und das, so denke ich, muss der Maßstab sein – dass jedes menschliche Leben kostbar ist. Wir in den USA müssen darüber nachdenken, dass "wir das Volk", diejenigen sind, die etwas verlieren, wenn wir jemanden hinrichten. "Wir das Volk" - nicht das Hinrichtungsteam. Jedes Mal, wenn der Staat jemanden hinrichtet, ist es in meinem Namen, und
ich erhebe unermüdlich Einspruch dagegen.
Anne Coleman,
Delaware State Abolition Coordinator for Amnesty (2000)

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Leute, mir ist klar, dass dieses Thema viele Emotionen aufwühlt aber bitte bleibt sachlich und beleidigt einander nicht.

Soul...
 
Wir reden hier von einem Kind das gequâlt ,geschändet und anschliessend getötet wurde!
Reicht das nicht aus um die Täter als Abschaum zu bezeichnen?
Muss noch Schlimmeres geschehen?

JA ,ICH würde sie lebenslang hinter Schloss und Riegel bringen wenn ich das könnte!


Und von dir Video verlange ich kein VerstÄndnis,DU setzt Katzen ÜBER Menschen.

Sag mir doch mal welche Strafe DU für angemessen hälst??


Lise
 
Man sollte vielleicht auch mal darüber nachdenken, daß womöglich der Zeitraum 15 Jahre - nachdem zum ersten Mal geprüft werden kann, ob eine Haft noch sinnvoll ist - nicht auch handfeste Gründe hat?

Und natürlich lise, man kann alle möglichen schrecklichen Szenarien ausbreiten. Der Gesetzgeber kann aber nicht auf alle Eventualitäten eingehen. Er kann nicht Leben und ein anderes Leben gewichten - daran ist Schäuble schon gescheitert - Mord bleibt immer Mord. Ob das Opfer drei oder neunzig Jahre alt war.
 
@Rei,das wir dir Video sicher gerne erklären.


@Mike

Ja Mike,ich habe den "Fall" Pascal ja nur als Beispiel genommen.
Ob Kinder oder Erwachsene,das bleibt gleich.

Es gibt keine Entschuldigung für solche Verbrechen.



Lise
 
Soviel ich weiß, wurde bei "Pascal" alles eingestellt.
Natürlich gibt es keine Entschuldigung für Verbrechen. Nur - man sollte sich auch mal überlegen, ob der Mensch nach 15 Jahren ( es sind meistens ja mehr ) überhaupt noch mit der Schuld etwas anfangen kann. Es hat ja seine Gründe warum der Staat nach frühestens 15 Jahren nachprüfen kann, ob eine Strafe überhaupt noch was bewirken kann. Wenn aber eine Strafe nicht mehr wirkt - weil z.B. der Mensch nach den vielen Jahren ein völlig anderer geworden ist - was soll das dann noch? Ich sage Dir´s: Dann wird die "Strafe" zur Rache. Und deswegen ist die derzeitige Regelung auch richtig. Trotz der vereinzelten Rückfälle - die bei Mördern wirklich selten sind. Und selbst wenn, dann muß die Gesellschaft entscheiden, welches Restrisiko sie gehen will. Ein Leben ohne Restrisiko gibt es nicht! Denn - das hatte ich schon mal erwähnt - wenn die Maßgabe ist, das kein Flugzeug mehr abstürzen darf, dann muß man das Fliegen sofort verbieten. Wenn also von 100 Mördern 10 nach Verbüßung der Strafe, rückfällig werden - und man auf "nie mehr rauslassen" plädiert, dann sperrt man 90 ein, die nie mehr rückfällig werden.
Und so weiter und das gilt für alle Straftaten.
 
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