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Tochter zieht Oma vor

Wenn man mal die Familie meines Freundes betrachtet, da hat bestimmt noch kein einziger Therapie gemacht. Komisch, dass die so viel warmherziger als meine Familie ist und natürlich besuchen sie meine beeinträchtigte Tochter, das steht außer Frage.
Bleib mal bei Dir. Du schiebst alles weg von Dir und erwartest viel von anderen. Du wirst die anderen aber nicht ändern können
Was heißt hier"viel", ich erwarte, dass sie meine Tochter nicht im Stich lässt und dahingehend meine Töchter beeinflusst, dass ist ja wohl menschlich und nicht zuviel verlangt. Und auch, wenn ich sie nicht ändern kann, werfe ich es ihr vor und akzeptiere es nicht.
Dann musst Du so weitermachen
Immerhin besuche ich meine Tochter und lasse sie nicht im Stich, auch wenn das mitunter schwer und belastend ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer weiß, so ein "Experte" würde mir vielleicht auch einreden, dass ich meine Tochter besser im Stich lassen sollte, wenn es mir dann besser geht….das war jedenfalls so in etwa das, was mir meine Mutter dazu "geraten" hat.
 
Und ich ärgere mich, dass sie diese Morallosigkeit meinen Kindern vorlebt.
Zum Beispiel die Besuche bei meiner beeinträchtigten Tochter. Sie werden mit meiner Ältesten reden nach dem Motto, wenn dir das nicht gut tut, sie zu besuchen, dann lass es einfach. Aber bestimmt sagen sie ihr nicht so ein altmodisches Zeug wie, nimm dich zusammen und denke daran, wie es deiner Schwester geht, im Gegenteil.

Wer weiß, so ein "Experte" würde mir vielleicht auch einreden, dass ich meine Tochter besser im Stich lassen sollte, wenn es mir dann besser geht….das war jedenfalls so in etwa das, was mir meine Mutter dazu "geraten" hat.
Oh je. Ich verstehe Dich. Deine Mutter ist aber nicht Deine Therapeutin!

Und einreden will ein/e gute/r Therapeut/in Dir auch nix. Der/Die will Dir helfen, Deine schon in Dir angelegten Lösungsfähigkeiten (wieder) zu finden, weiter zu entwickeln, ggf. zu ergänzen und anzuwenden, das gleiche mit Bewältigungsstrategien für das Klarkommen mit belastenden Erlebnissen, die wir objektiv nicht mehr ändern können.

Hey, vielleicht gibt's ja nicht nur schwarz-weiß?
Also früher war Moral, Zusammenreißen, alles geben bis man/frau zusammenbricht, Recht auf eigene Bedürfnisse nahe Null.
Jetzt ist Selbstverwirklichung angesagt um jeden Preis, nur die eigene Bedürfnisse zählen, die anderen sollen gucken wo sie bleiben, kalte Herzen, kalte Welt.

Dazwischen gibt's haufenweise Grautöne und vor allem viele bunte Farben, in denen DU Dein Leben gestalten darfst - zu Deinem Wohl UND zu dem Deiner Kinder und sonstigen Mitmenschen.

Aber damit Du das wieder kannst und nicht unter der Fuchtel eines Wusts aus Schuldgefühlen und -zuweisungen, Hass, Trauer, Enttäuschung, Ansprüchen, Idealen, Empörung, Erschöpfung usw. stehen musst, brauchst Du eine Person, die nicht persönlich in Deine Angelegenheiten involviert ist und dazu ausgebildet ist, Menschen zu helfen beim Entwirren und Bearbeiten und Verarbeiten.

Eine Therapie beeinflusst Dich selbstverständlich (sonst wäre sie überflüssig), aber sie ist doch keine Gehirnwäsche, die Dich dazu bringen will, all Deine Werte über Bord zu werfen.

Du kannst zu Beginn Ziele definieren und auch abklopfen, ob Dein Wertesystem mit dem der Therapeutin zusammenpasst.
Das sind ja auch nur Menschen, und zwar sehr unterschiedliche - zum Glück. Da findest auch Du jemanden, dem Du Dich anvertrauen kannst.

(Ich empfehle Dir jemanden mit viel Erfahrung und mit Kenntnissen im Bereich Schematherapie und unbedingt systemischer Ausrichtung.)

Voraussetzung ist natürlich immer, dass Du bereit bist, auch an unbequemen Themen zu arbeiten und natürlich auch stellenweise Deine bisherige Sicht- und Herangehensweise zu hinterfragen.
Wenn Du so, wie Du momentan tickst, klar kommen würdest, wäre ja alles in Ordnung.

Verstehst Du, was ich meine?
Natürlich ist mir klar, dass viel von Deinem/Eurem aktuellen Leid durch Fehler anderer Leute entstanden ist oder verschärft wurde, und dann kam sicher auch noch Pech dazu.
Aber an alledem kannst Du nichts ändern
Ändern kannst Du allein Dich selbst und Deinen Umgang mit dem, was passiert ist.
(Damit ist natürlich NICHT gemeint, dass es nur um Dich geht, wenn die Schuldfragen auf dem Tisch liegen!)

Ein komplexes System, wie eine Familie es ist, ist wie ein Mobile: alle Teile hängen irgendwie zusammen, mindestens indirekt, und wenn sich an einer Stelle etwas deutlich verändert, bleibt das nicht ohne Auswirkungen auf die anderen Teile.
Sei mutig, fang an Dich zu bewegen. Um Deinetwillen UND fürs "große Ganze".

Such Dir jemanden außerhalb vom Mobile, der/die mit der Perspektive von außen helfen kann, dass Du Dich nicht länger im Kreis drehen musst, sondern gute und heilsame Bewegungen machen kannst.

Du bist ja schon dabei! Aber Du musst und solltest da nicht alleine durch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja schon krass, dass sie mich ständig blockiert, anstatt mir mal Rede und Antwort zu stehen.
Ich weiß, dass ich eigentlich eine Therapie machen müsste, denn die Gedankenspiralen und negativen Gefühle holen mich immer wieder ein. Aber dann schaue ich mir meine "Bezugspersonen "an, die mich allesamt verraten und im Stich gelassen haben aber doch alle sehr Therapie- Erfahren sind. Ich schaue sie an und denke: Was hat euch zu solch kalten herzlosen A*** werden lassen und dann überlege ich mir, ob das mit der Therapie zusammen hängt. Als Beispiel das Phänomen mit dem Sündenbock. Sie alle wissen, wie da die Mechanismen sind, haben das alles in ihren Therapien hoch und runter gelernt- ja und wofür? Um es dann einzusetzen, wenn es für sie am besten passt.
Wozu die ganze Therapie, wenn sie dann die eigene Tochter zum Sündenbock macht und statt sich auseinander zu setzen auf den Blockier- Button drückt- ja warum, ich denke mal, weil sie in der Therapie "gelernt " hat, dass sie kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn sie sich und ihre Bedürfnisse an erster Stelle stellt.
Die Moral ist dabei aber auf der Strecke geblieben.
Ich fand die Therapeuten, mit denen ich bisher gesprochen habe auch sehr System- Konform und Werte und Tugend sind eigentlich nicht das Ziel.
Eher, denke zuerst an dich und steh für deine Bedürfnisse ein.
Da stimme ich dir zu. Habe ich oft schon beobachtet. Aber weißt du, ich denke dass diese Menschen noch viel mehr gestraft sind, weil sie ihre Anteile leugnen anstatt das Problem zu lösen. Diese Menschen klammern sich dann an eine fein ausgewählte Gruppe, die ihnen nach dem Mund reden und wehe da kommt jemand dazwischen, der sie enttarnt. Täter Opfer Umkehr ist heute Salonfähig geworden. Keiner ist perfekt. Aber mir sind schon viele Menschen begegnet, die nicht zu ihren Fehlern stehen wollen oder können. Daher: mach's besser! Räume deine Fehler ehrlich ein, zur Not mit einem Brief, wenn die andere Seite so feige ist, und dann beiße in den Sauren Apfel, dass viele Menschen eben viel zu stolz sind, ihre Fehler einzusehen.
Ich belächelt diese Menschen heute... Es sind ganz arme Schweine. Gefangen in einem sozialem Umfeld, das so fragil ist, weil es jederzeit zusammenbrechen könnte, wenn jemand kommt und mal hinter die Kulissen schaut. Das sind dann auch so Menschen, die dem anderen gerne mal Unwahrheiten andichten, überall die Menschen vorweg manipulieren, als Vorsichtsmaßnahme, damit ihre fragile Welt nicht zusammenbricht.
Wichtig ist am Ende, dass DU dir in den Spiegel schauen kannst, dass DU dir sagen kannst : hey, ich habe es versucht und wenn der andere keine Einsicht hat, dann ist das nicht mehr dein Problem.
Aber bitte trage diesen Konflikt nicht auf dem Rücken deiner Tochter aus. Und stehe zu dem, was du falsch gemacht hast. Wirf den ersten Stein in die Runde und schau, ob die anderen mitgehen oder ihr Stolz sie weiterhin treibt.
Konflikte, Missverständnisse, lassen sich selten alleine Lösen, dazu braucht es alle Beteiligten. Sind sie dazu nicht bereit, Frage dich, was mit ihnen nicht stimmt, dass sie an keiner Lösung auf Augenhöhe bereit sind. Es liegt oft in ihnen selbst.
 
Und ich ärgere mich, dass sie diese Morallosigkeit meinen Kindern vorlebt.
Zum Beispiel die Besuche bei meiner beeinträchtigten Tochter. Sie werden mit meiner Ältesten reden nach dem Motto, wenn dir das nicht gut tut, sie zu besuchen, dann lass es einfach. Aber bestimmt sagen sie ihr nicht so ein altmodisches Zeug wie, nimm dich zusammen und denke daran, wie es deiner Schwester geht, im Gegenteil.
Deine Kinder mussten in ihren jungen Jahren schon extrem viel durchmachen. Das wird gewaltige Spuren hinterlassen haben.

Vielleicht kann sich deine ältere Tochter zur Zeit einfach nicht noch um deine Wünsche und Vorstellungen kümmern.
Es wird für sie nicht einfach sein, zu Wissen, dass ihre Schwester durch Drogenabhängigkeit in dieser schlimmen gesundheitlichen Verfassung ist.
Möglicherweise hat sie deshalb auch keine Kraft frei, um ihre Schwester zu besuchen.

Respektiere ihren Wunsch, dadurch hat sie die Chance, ihre eigenen Bedürfnisse zu erfahren.
Und wer weiß, vielleicht möchte sie dann aus eigenem Antrieb ihre Schwester besuchen.
So wäre es doch wünschenswert, oder nicht?
 
Zum Beispiel die Besuche bei meiner beeinträchtigten Tochter. Sie werden mit meiner Ältesten reden nach dem Motto, wenn dir das nicht gut tut, sie zu besuchen, dann lass es einfach. Aber bestimmt sagen sie ihr nicht so ein altmodisches Zeug wie, nimm dich zusammen und denke daran, wie es deiner Schwester geht, im Gegenteil.
Und das ist auch richtig so. Warum soll sie zu einem Besuch gezwungen werden, wenn sie z. B. denkt, es nicht gut zu verkraften? Was weißt du von ihren Gedanken und Gefühlen? Vielleicht nimmt sie der Schwester übel, dass sie durch die Drogen und das daraus resultierende Leben, dass sie nun hat, der Familie noch zusätzlichen Kummer bereitet hat?
Und vor allem, was ändert es für dich, wenn sie sich zu häufigeren Besuchen zwingt? Außer dass du dann deinen Willen durchgesetzt hast und es dir nicht mehr peinlich vor der Familie deines Partners Ist?

Du bist absolut nicht unbeteiligt daran, dass alles in eurer Familie nun so ist wie es ist. Hör auf, an andere Forderungen zu stellen und kümmere dich in einer Therapie einfach mal nur um dich.

Du erinnerst mich sehr an meine Mutter, die mir auch mal gesagt hat, die Therapeuten hätten mir doch alles nur eingeredet und es sei doch alles gar nicht so schlimm gewesen. Nein! Hundertmal nein! Kein Therapeut redet einem etwas ein. Man redet da von allein und es kommen ganz viele Dinge hoch. Das ist kein Spaß und auch alles andere als leicht. Und selbst wenn man den Kontakt zur Familie komplett abbricht, leidet man trotzdem weiter darunter.
 
Ja vielleicht sollte ich sie nicht mehr anrufen, von sich aus meldet sie sich eh nicht bei mir. Möglicherweise empfindet sie mich eher als Last, als dass sie unbedingt viel positives mit mir assoziiert.
Und ich kann da nichts machen, es verletzt mich, dass sie ihrer Oma so nah steht. Das spüren sie natürlich beide, für meine Tochter bedeutet es einen Loyalitätskonflikt, den sie aber ja schon längst entschieden hat und meiner Mutter bringt es Spaß, Salz in meine Wunden zu streuen.
 
Du kannst nur dich selber verändern und nicht die anderen Leute.
Versuche anderen Leuten nicht immer wieder etwas Böses zu unterstellen.
Für dich haben stets nur die anderen Leute an allem die Schuld.
Das ist nicht fair.

Tue etwas für dich und mache eine Therapie.
 
Ich hätte halt nie gedacht, dass meine Tochter so alleine gelassen wird- sie kann noch nicht mal eine Therapie machen.
Ich finde das nicht fair, nicht ihr gegenüber und mir gegenüber auch nicht.
Aber klar, ich kann andere nicht ändern und mir bleibt eigentlich nur der Rückzug. wenn ich das alles nicht ertragen kann.
Und was kann ich schon bei meiner Mutter ausrichten, gar nichts, höchstens mir die Zähne ausbeißen.
Und sie hat es sich ja schön eingerichtet, mich mit der Hilfe ihres Umfeldes zum Sündenbock gemacht, keine bedrückenden Besuche bei meiner Tochter und als Sahnehäubchen noch meine Älteste.
Laufe, wer noch laufen kann.
 
Ich bin dankbar, dass das Universum mir die Chance gegeben hat meiner Mutter alles zu verzeihen, was sie bei mir "falsch" gemacht hat.

Ich bin dankbar, dass ich durch mein verzeihen für mich an Lebensqualität gewonnen habe und ihr Liebe geben konnte, was nicht immer leicht war.

Egal, was (m)eine Mutter auch immer falsch gemacht haben könnte - sie hat mich unter Schmerzen auf diese Welt gebracht! Ich bin dankbar, dass ich in der Lage bin zu übersehen was schief gelaufen ist und was verändert werden konnte -durch die Kraft des verzeihens.

Grisu
 

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