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Tochter gegen den Willen der Mutter treffen?

kunos

Aktives Mitglied
Hallo Forum,

mich treibt seit langem die Frage um, ob ich aktiv werden sollte oder nicht beim Versuch, meine leiblichr Tochter zu sehen! Vorab die Rahmenbedingungen.

Leibliche Tochter ist im Laufe einer Kurzbeziehung (5 Wochen) entstanden und ich wollte die Schwangerschaft damals nicht. Habe weitere Kinder von andeen Müttern und war massiv mit der Situation überfordert. Tochter ist jedoch geboren worden, ist schon 8 Jahre. Mutter hat neuen Partner und einen kleinen Sohn geboren.

Viele Versuche der Kontaktaufnahme sind in der Vergangenheit gescheitert, obwohl in der gleichen Stadt wohnhaft. Alles musste über Jugendamt und Anwälte laufen. Habe Tochter noch nie gesehen!


Hatte vor 1 Jahr einen Brief an Tochter geschrieben. Den hat sie wohl auch erhalten, da sie in einem Brief mit Bildern antwortete. Der erste Satz in ihrem Brief war, "ich möchte dich nicht sehen"! Danach berichtete sie von Ihrem Leben und ihren Freundinnen, wie es Zweitklässler so machen.

Eine weitere Karte von mir zu Weihnachten blieb unbeantwortet. Frage per SMS an die Mutter, warum, wurde mit keinem Wunsch der Tochter begründet. Seitdem Funkstille.

Wie würdet ihr denken! Soll ich Tochter in der Schule "begegnen" und hallo sagen. Sie hat mich ja noch nie gesehen. Blöd, aber anders scheint es unmöglich. Bequem wäre einfach zu warten und in ca. 8 Jahren von Tochter vermutlich die Frage zu hören, du hast es ja nie versucht!

Viel Zeit könnte ich ihr ja nicht bieten und ich möchte mich da in die Familienwelt auch nicht einmischen, jedoch empfinde ich in mir ein großes Unwohlsein damit, dass sie mich nicht mal gesehen hat und ich nicht einmal dafür auch gegen den Willen der Mutter angekämpft habe! Fühle mich wie ein Lappen, wenn ich daran denke.

Wie würdet Ihr denken. Einfach mal Tochter abpassen und HALLO sagen oder weiter akzeptieren?

😕😕😕
 
Weshalb kommt Dir erst jetzt die Idee Kontakt haben zu wollen und wie soll dieser künftig aussehen, wenn Du eh nicht viel Zeit für die Tochter hast?
 
Hallo Kunos,

wenn sie aktuell erst in die zweite Klasse geht würde ich keine weiteren Versuche unternehmen sie zu treffen.

Zum einen würde sie in diesem Alter niemals anders denken als ihre Mutter. Und zum anderen gibt es für sie auch keinen Grund. Sie hat eine Familie. Alles weitere würde sie auch ein Stückweit überfordern. Sie kann mit dieser Situation ja gar nichts anfangen.

Ich würde die Zeit reifen lassen damit sie älter werden kann und eine eigene Meinung entwickelt. Erst später ab dem Teeni Alter fängt man an, die Familiensituation zu hinterfragen. Und irgendwann wird auch der Wunsch ganz automatisch entstehen, dich kennenlernen zu wollen.

Deine Briefe hat sie evtl. dann noch und vielleicht fallen sie ihr irgendwann dann wieder in die Hände. Dann erfährt sie nochmal, das du an Kontakt interessiert gewesen bist. Das ist mitunter eine heute gebaute Brücke, von welcher ihre beide in ein paar Jahren profitieren könnt. Des weiteren besitzt du ihre Antwort ja auch schriftlich, das sie für dich in dieser frühen Lebensphase noch nicht bereit ist. Und deshalb hattest du dich entschieden auf sie zu warten.

Das wäre dann auch alles erklärbar. Nur weshalb du für eine Abtreibung gewesen bist, wirst du ihr dann wenn ihr Kontakt habt erklären müssen. Aber auch das steht in einer späteren Vater / Kind Beziehung nicht im Wege. Ein toller Kontakt wäre dann eine Bereicherung für euch beide. Und dann sind die früheren Gegebenheiten vergessen.

Ich wünsche dir Geduld und Einsicht.
 
Lass das. Du bringst sie nur durcheinander und wenn Du Pech hast, Dich in eine Situation, die Dir später Steine in den Weg legst. Einer 8-jährigen kannst Du nicht auflauern, sie hat Dich ja noch nie gesehen! Da könnte ja jeder kommen und sagen, er sei ihr Vater.

Geh lieber zum Familiengericht und stelle Antrag auf Regelung des Umgangs. Dann kannst Du sie regelmäßig sehen und meist wird in dem Zusammenhang auch die vorsichtige Annäherung unterstützt.

Geh lieber gerade Wege.
 
du hast "weitere Kinder mit anderen Müttern "?
Dann bist du offenbar ja sehr leichtsinnig mit der Fruchtbarkeit umgegangen, oder?
Auch als Mann darf man sich um Verhütung kümmern, wenn man denn keinen Nachwuchs möchte.
Da du dich ja nicht um dieses Mädchen gekümmert hast, wird ein jetziger Kontaktaufbau wohl in erster Linie dein eigenes Interesse sein.
Das Mädchen hätte dich ja normalerweise von Anfang an gebraucht. Jetzt lebt sie ihr Leben, was soll sie mit dir?
Eventuell wird sie später als Jugendliche nach ihren Wurzeln suchen, dann hast du Gelegenheit, sie kennen zu lernen.
Dann kannst du versuchen, ihr zu erklären, warum und wieso das alles nicht geklappt hat.
Die unangenehmen Fragen, warum du damals einfach gegangen bist, dich auch nicht um sie gekümmert hast und evtl sogar für einen Schwangerschaftsabbruch warst, wirst du ehrlich beantworten müssen.
 
@TE

Hast Du noch Kontakt zu den anderen Kindern? Wie ist der denn? Und der zu den jeweiligen Müttern?

Hast Du Unterhalt bezahlt für die Kinder?
 
Erst einmal Danke für die zahlreichen Antworten, die mir kleine Wegweiser sind und nicht nur Vorwürfe enthalten. Es ist auf jeden Fall nichts gut gelaufen, damals. Details gibt es Viele, die unschön sind. Auf jeden Fall waren wir Beide mit Verhütung unvorsichtig und in anderen nicht ganz abgeschlossenen Partnerschaften! Soll nichts rechtfertigen, aber Hinweise auf Beweggründe geben, warum es nicht klappen konnte....

Juristisch will ich nicht an die Grenzen gehen. Es macht keinen Sinn, wenn die Mutter nicht will, Sie mit Hilfe eines Gerichtsbeschlusses zu mir zu Zwingen. Würde nur viel Zeit, Geld und Emotionen kosten und dann auch keinen Mehrwert für die Tochter haben.

Mir geht es hier in erster Linie um die Tochter. Wenn ich nichts echt versucht habe, fühlt sich das krass schlecht an. Vom Willen der Mutter und ihren negativen Gefühlen mir gegenüber abhängig zu sein. Wann sollte ich aktiv nochmal Versuche starten. Die Tochter befindet sich ja in einem Loyalitätskonflikt und wird sich somit wohl erst in 10 Jahren wenn nicht sogar nie melden. Darauf kann ich doch nicht warten? Oder muss ich? Einige meinen es so :wein:!

Gibt es da Erfahrungen? Oder Erfahrungen mit dem auf dem Schulhof kennenlernen?
 
Jetzt erst gesehen.

Also, Unterhalt zahle ich an alle, bei der genannten Tochter ist es aber über das Jugendamt geregelt, da ja keine Kommunikation nach der 11. Schwangerschaftswoche mehr möglich war. Die anderen Kinder sehe ich je nach Entfernung, Alter und Kontakt zur Mutter oft bzw. regelmäßig. Will ich im genannten Fall aber gar nicht so geregt wissen. Nur ab und an zu hören oder wie ein Onkel zu begleiten wäre toll.

In der Realität sieht es so aus, dass wie kürzlich geschehen man auf der Straße mit dem Fahrrad sich entgegen kommt sich nicht erkennt. Da die Mutter dabei ist, weiß ich, das ist die Tochter....
 
Das hat nichts mit "juristisch an die Grenzen gehen" zu tun. Du hast ein Recht auf Deine Tochter und sie eins auf Dich.

Wenn Du Dich nicht mit den dafür vorgesehenen Mitteln einsetzt, dann kann sie später zu recht behaupten, Du wolltest nichts mit ihr zu tun haben und habest nichts dafür getan, dass Ihr eine Beziehung habt und ihr Vater auch ein Vater war.

Der Rest, Umstände, Unterhalt, moralische Zeigefinger sind da fehl am Platze. Hier und auch in Kommunikation mit der Mutter. Dein Umgangsrecht hat nichts mit all dem zu tun. Lass Dich nicht auf diese argumentatorische Schiene ziehen.
 

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