Nein. Es sollte primär um Vermittlung in die freie Wirtschaft gehen. Dass derartige staatlich kontrollierte Arbeit, wie du sie hier vorschlägst, zu nichts führt hat die Vergangenheit zur genüge bewiesen; siehe auch kommunistische/sozialistische Systeme.
Das System auf das ich Verweise hat mehr mit den Parolen der Nazis gemein. Übrigens nur weil es Nationalsozialismus hieß, war es alles andere als sozialistisch.
Natürlich sollten die Arbeitsbedingungen und die Entlohung fair sein; aber ich habe die Hoffnung, dass sich so etwas mit der Zeit von selber regelt über Angebot und Nachfrage (Denn wer will schon längere Zeit für wenig Geld viel arbeiten?), evtl. mit gesetzgeberischer Unterstützung wie z.B. Mindestlöhne.
Regeln kann sich das nur wenn die Verhandlungspartner auf der selben Augenhöhe verhandeln. Wenn einer davon in seiner finanziellen Existenz bedroht ist sagt er zu allem Ja und Amen. Das ist übrigens das was uns H4 beschert hat. Man hat die Position des Arbeitnehmers geschwächt mit der Maßgabe - Zitat Schröder: "Wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt."
Der Mindestlohn ist keine Lösung, sondern bringt Löhne einer großen Gruppe Menschen auf das gleiche Lohnniveau. Sie haben aber nach wie vor die selbe schwache Position in denen man sie in Abhängigkeit staatlicher Hilfe mit Sanktionsandrohungen gefügig macht.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass man für ALG II durchaus Gegenleistungen verlangen kann; und diese auch so aussehen können, dass man bestimmte Jobs annehmen "muss", um weiter Geld zu erhalten. Schließlich ist niemand gezwungen, für immer in diesen Jobs zu bleiben; und dann siehe oben.
Von Kindern in der Schule erhofft man spätere gesellschaftliche Gegenleistungen, man verlangt es nicht. Man motiviert sie und zeigt ihnen was sie durch Leistung erreichen können. Kinder sollen sich in der Schule anstrengen damit sie später mal ein gutes Leben haben und nicht weil man ihnen erzählt das sie bestraft werden wenn sie sich nicht anstrengen. Und man sagt ihnen auch nicht sie sollten doch bitteschön mehr Dankbarkeit zeigen und ein schlechtes Gewissen haben weil sie auf Kosten des armen hart arbeitenden Steuerzahlers sich durch das Bildungssystem schmarotzen.
Mit so einem System produzierst du zwei Sorten von Menschen. Einmal ein unselbstbewussten Menschen der seine ganze Energie nicht in sein Können steckt, sondern in die Aufgabe nicht als Versager und Gesellschaftsschädling zu gelten. Und dann produzierst es neben den Menschen die sowieso die soziale Hängematte bevorzugen zusätzlich resignierte Menschen die in ihrem Verantwortungsgefühl gegenüber der Gesellschaft es dieser Gesellschaft gleichtun und mit Egoismus, Leck mich am A****-Verhalten und ich denk an mein eigenes Säckel heimzahlen.
In solch einem System bekommt der Schädling neidvoll anmutende Aufmerksamkeit und derjenige der sich bemüht nichts. Was der Schädling als freudige Herausforderung sieht, davor hat der Mensch der sich bemüht Angst.
Arno Dübel hat es geradezu zelebriert das Amt auszutricksen.