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These: Hartz Vier verletzt Menschenrechte

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Dann könnten wir wieder Arbeitslager errichten mit der Aufschrift "Sozial ist was Arbeit schafft" oder wie es Anfang der 30er hieß "Sozial ist wer Arbeit schafft und später "Arbeit macht frei/liberal".

Nein. Es sollte primär um Vermittlung in die freie Wirtschaft gehen. Dass derartige staatlich kontrollierte Arbeit, wie du sie hier vorschlägst, zu nichts führt hat die Vergangenheit zur genüge bewiesen; siehe auch kommunistische/sozialistische Systeme.

Natürlich sollten die Arbeitsbedingungen und die Entlohung fair sein; aber ich habe die Hoffnung, dass sich so etwas mit der Zeit von selber regelt über Angebot und Nachfrage (Denn wer will schon längere Zeit für wenig Geld viel arbeiten?), evtl. mit gesetzgeberischer Unterstützung wie z.B. Mindestlöhne.


Blackjack meinte:
Natürlich nicht, denn schon wenn ein Kind auf die Welt kommt wird es mit Sozialleistungen beglückt. (...)

Stimmt, du hast recht; daran habe ich nicht gedacht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man für ALG II durchaus Gegenleistungen verlangen kann; und diese auch so aussehen können, dass man bestimmte Jobs annehmen "muss", um weiter Geld zu erhalten. Schließlich ist niemand gezwungen, für immer in diesen Jobs zu bleiben; und dann siehe oben.
 
Ah, cool. Sich versklaven zu lassen ist also besser, als soviel Stolz und den Mumm zu haben "Nein" zu solchen Firmen zu sagen, die Menschen hemmungslos ausbeuten.

Zum einen hat das nichts mit "versklaven" zu tun; man kann sich jederzeit einen anderen Job suchen. Zum anderen kann man auch "Nein" zu der Firma sagen, indem man sich möglichst schnell etwas besser bezahltes sucht; oder eben eine der Bezahlung entsprechende Arbeitsmoral an den Tag legt. 😉



Rose meinte:
loooooooooooooooooooooool Alles ganz easy und so.....
Nö, nicht easy. Aber durchaus machbar.
 
Hier verwechseln manche Hartz IV (nach dem SGB II) mit der Sozialhilfe nach SGB XII, die es immer noch gibt, die aber erst nachrangig gewährt wird - siehe:[h=1]§ 2 SGB XII Nachrang der Sozialhilfe[/h](1) Sozialhilfe erhält nicht, wer sich vor allem durch Einsatz seiner Arbeitskraft, seines Einkommens und seines Vermögens selbst helfen kann oder wer die erforderliche Leistung von anderen, insbesondere von Angehörigen oder von Trägern anderer Sozialleistungen, erhält.

Nochmal: Hartz IV ist für Erwerbsfähige gedacht und dass Kinder auch daraus Geld beziehen, liegt daran, dass sie mit dem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (Eltern) in einer BEDARFSGEMEINSCHAFT (§ 7 SGB II) leben und deshalb auch aus dem SGB II Geld beziehen.
Und in einer kalten Wohnung sitzt da niemand - denn die Kosten für Heizung und Unterkunft werden vom Amt ZU dem Regelbedarf dazugezahlt. Außer die Haushaltsenergie, aber die ist mit dem pauschalen Regelbetragssatz abgegolten.
 
Für mich wäre es würdelos daheim rumzuhängen und nichts zu tun.Klar ist es Sche...wenn man unterbezahlt wird, aber es ist erst mal ein Schritt bei dem man sich wieder an einen normalen Tagesrythmus gewöhnt und man hat Chancen zu einem vernünfitigen Tarif übernommen zu werden.Der Kontakt zu anderen Menschen ist ebenfalls ein wichtiger Faktor.Vor lauter Langeweile den ganzen Tag im Forum abzuhängen ist auch keine guteLösung, zudem man sich an diesen Zustand gewöhnen kann und die Gefahr besteht, daß jedes Interesse an Arbeit verloren geht.Das Leben ist dann im Prinzip ein Dahinvegetieren.Wenn jemand krank ist, sehe ich ein, dass er so "lebt".Bei gesunden Personen ohne Bock auf Arbeit, würde ich radikal alles kürzen , denn das ist in meinen Augen ausnutzen der Gesellschaft. Leider ist es in vielen Fällen so.Morgens ausschlafen zu können, erspart das Geld zum Frühstück.Ach, ist das so praktisch.Als nächstes vielleicht auch noch Urlaub den die Arge finanziert .Ja, und neue Zähne sind sicher auch machbar.Eigentlich ist man doof, wenn man täglich arbeitet, kriegt doch vieles nachgeworfen.Es hat auch was mit Stolz zu tun sich Geld vom Staat zu holen, quasi andere für mich arbeiten zu lassen.
Wie erwähnt, bei kranken Menschen vollkommen in Ordnung, aber gesunde sollten alles versuchen eine Arbeit zu bekommen
Da hört bei mir die Toleranz au!
 
Klar ist es Sche...wenn man unterbezahlt wird, aber es ist erst mal ein Schritt bei dem man sich wieder an einen normalen Tagesrythmus gewöhnt und man hat Chancen zu einem vernünfitigen Tarif übernommen zu werden.

Und du glaubst diese Märchen?

Fakt ist das bei ein großes Börsennotiertes Unternehmen Bundesweit gerade im 4-stelligen Bereich langjährige zuverlässige Zeitarbeitskraften entlassen worden sind weil die sonst zu teuer wurden. Das diese jetzt durch neue frische billigere Zeitarbeitskraften ersetzt werden ist klar, weil die Arbeit muss weiter gemacht werden, nur so spart man halt Geld.

Ob diese Menschen dein Beitrag so wirklich nachvollziehen können? 🙄
 
Und du glaubst diese Märchen?

Fakt ist das bei ein großes Börsennotiertes Unternehmen Bundesweit gerade im 4-stelligen Bereich langjährige zuverlässige Zeitarbeitskraften entlassen worden sind weil die sonst zu teuer wurden. Das diese jetzt durch neue frische billigere Zeitarbeitskraften ersetzt werden ist klar, weil die Arbeit muss weiter gemacht werden, nur so spart man halt Geld.

Ob diese Menschen dein Beitrag so wirklich .nachvollziehen können? 🙄

Guten Morgen,
dieses Märchen ist kein Märchen.Ich kenne solche Fälle.Ich würde nichts darüber in HR schreiben, wenn ich es nicht selbst in meinem engeren Umkreis so erlebt hätte.Es ist ein Einstieg ins Atbeitsleben.Hast Du ne Ahnung wieviel Hartz 4
Empfänger besoffen zu Vorstellungsterminen kommen, um nur bloss eine Absage zu erhalten.Das ist alles nicht über einen Kamm zu scheren, aber leider nicht die Ausnahme
 
Hartz 4 war einfach die Antwort auf die Tatsache, daß es immer - und in der Zukunft noch mehr - Arbeitslose geben wird. Erstaunlich für die "Christsozialen" das dies ausgerechnet ein "Sozialdemokrat" zuerst bemerkt hat. Denn auch jetzt ist die Zahl der geleisteten Gesamtarbeitsstunden ( trotz des "Jobwunders" ) nicht größer. Will heißen es handelt sich um das bekannte Spiel bei dem immer ein Stuhl zu wenig da ist. Lediglich die Zahl der besetzten Stühle verändert sich mit anderen Personen. ( und wenn es so weitergeht mit immer spärlicher bezahlten Personen )
Wenn alle Menschen nur noch halbtags arbeiten würden, wäre sogar Vollbeschäftigung wieder möglich.😀
 
@ nessuno

Du hast vollkommen Recht. Der gutgläubige Beschäftigte ist heutzutage sich selbst überlassen. Outsourcing, fehlende Stellen, Zeitarbeit und 1 Euro Jobs verheissen nichts gutes. Das System kränkelt und es kränkelt sicherlich nicht deshalb, weil auch Faule Äpfel darunter sind.

Aber ich kann mich halt nicht hinstellen wie andere hier im Forum und eiskalt aussagen, dass die Anzahl der Schmarotzer die eine Gesellschaft zu tragen hat, egal sei. Das kann es halt auch nicht sein.

Das Problem ist auch hierbei das man der Bevölkerung zugesteht, sich hier auf die Hinterbeine zu stellen und sich gegen diese Ungerechtigkeiten zu wehren. Zb. durch Ablehnung von Niedriglohnjobs.
Auf der anderen Seite schlüpfen aber auch diejenigen darunter, die prinzipiell noch nie Bock auf Arbeit hatten und dementsprechend schon zu Schulzeiten einen "Karriereweg" ebneten, welcher nichts anderes später von der Qualifikation erwarten ließ, als eben diesem Niedriglohnsektor anzugehören. Und auf diesen hat er dann natürlich ebenfalls keinen Bock.

Ich persönlich kann einfach nicht "jeden" durchwinken und am besten noch ein aufmunterndes Schulterklopfen mit auf den Weg geben - im Kampf gegen die Fehler des Systems. Ich differenziere und am liebsten wäre es mir, der Staat würde dies auch tun. Das wäre fair für alle. Unverdient arbeitslose müssen ordentlich unterstützt und gesponsort werden. Faule Schweine die über jegliches System jammern aber ihrerseits auch nie etwas geleistet haben um nicht zu dieser Kategorie zu gehören, sollten unter die Brücke.

Ich lebe auch nur 1x und stehe morgens um 5🤐5 auf um dann 12 Stunden außer Haus zu sein. Momentan ist das schönste Wetter draußen. Habe ich da irgendetwas davon? Kann ich irgendwo im Park oder an einem See sitzen und Enten zählen? Nein, ich sitze im Bunker vor einem grell leuchtenden Monitor und muss Zahlen jonglieren.

Solidarität? Ja, zeige ich! Mit Leuten denen es genauso geht, nicht mit faulenzern die meinen das Geld müsste ohne jegliche Gegenleistung fließen.
 
Nein. Es sollte primär um Vermittlung in die freie Wirtschaft gehen. Dass derartige staatlich kontrollierte Arbeit, wie du sie hier vorschlägst, zu nichts führt hat die Vergangenheit zur genüge bewiesen; siehe auch kommunistische/sozialistische Systeme.

Das System auf das ich Verweise hat mehr mit den Parolen der Nazis gemein. Übrigens nur weil es Nationalsozialismus hieß, war es alles andere als sozialistisch.

Natürlich sollten die Arbeitsbedingungen und die Entlohung fair sein; aber ich habe die Hoffnung, dass sich so etwas mit der Zeit von selber regelt über Angebot und Nachfrage (Denn wer will schon längere Zeit für wenig Geld viel arbeiten?), evtl. mit gesetzgeberischer Unterstützung wie z.B. Mindestlöhne.

Regeln kann sich das nur wenn die Verhandlungspartner auf der selben Augenhöhe verhandeln. Wenn einer davon in seiner finanziellen Existenz bedroht ist sagt er zu allem Ja und Amen. Das ist übrigens das was uns H4 beschert hat. Man hat die Position des Arbeitnehmers geschwächt mit der Maßgabe - Zitat Schröder: "Wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt."
Der Mindestlohn ist keine Lösung, sondern bringt Löhne einer großen Gruppe Menschen auf das gleiche Lohnniveau. Sie haben aber nach wie vor die selbe schwache Position in denen man sie in Abhängigkeit staatlicher Hilfe mit Sanktionsandrohungen gefügig macht.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass man für ALG II durchaus Gegenleistungen verlangen kann; und diese auch so aussehen können, dass man bestimmte Jobs annehmen "muss", um weiter Geld zu erhalten. Schließlich ist niemand gezwungen, für immer in diesen Jobs zu bleiben; und dann siehe oben.

Von Kindern in der Schule erhofft man spätere gesellschaftliche Gegenleistungen, man verlangt es nicht. Man motiviert sie und zeigt ihnen was sie durch Leistung erreichen können. Kinder sollen sich in der Schule anstrengen damit sie später mal ein gutes Leben haben und nicht weil man ihnen erzählt das sie bestraft werden wenn sie sich nicht anstrengen. Und man sagt ihnen auch nicht sie sollten doch bitteschön mehr Dankbarkeit zeigen und ein schlechtes Gewissen haben weil sie auf Kosten des armen hart arbeitenden Steuerzahlers sich durch das Bildungssystem schmarotzen.

Mit so einem System produzierst du zwei Sorten von Menschen. Einmal ein unselbstbewussten Menschen der seine ganze Energie nicht in sein Können steckt, sondern in die Aufgabe nicht als Versager und Gesellschaftsschädling zu gelten. Und dann produzierst es neben den Menschen die sowieso die soziale Hängematte bevorzugen zusätzlich resignierte Menschen die in ihrem Verantwortungsgefühl gegenüber der Gesellschaft es dieser Gesellschaft gleichtun und mit Egoismus, Leck mich am A****-Verhalten und ich denk an mein eigenes Säckel heimzahlen.

In solch einem System bekommt der Schädling neidvoll anmutende Aufmerksamkeit und derjenige der sich bemüht nichts. Was der Schädling als freudige Herausforderung sieht, davor hat der Mensch der sich bemüht Angst.

Arno Dübel hat es geradezu zelebriert das Amt auszutricksen.
 
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