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Telefonische Krankschreibung und Blaumachen? Eure Meinung!

Ist halt einfach post hoc ergo propter hoc.

Es wird einfach mal so ein kausaler Zusammenhang unterstellt, weil zeitlich nacheinander - bleibt aber eine Fehlannahme. Wollen wir Politik auf Basis von solchen falsch-kausalen Unterstellungen?
Und woher weißt du so genau, dass es eine Fehlannahme ist? 🤔😉

Man müsste eine eventuelle Kausalität ja erstmal näher untersuchen und dabei zu überzeugenden Ergebnissen gelangen, bevor man (mehr oder weniger sicher) wissen kann, ob die eine oder andere Möglichkeit zutrifft.
 
Man müsste eine eventuelle Kausalität ja erstmal näher untersuchen und dabei zu überzeugenden Ergebnissen gelangen, bevor man (mehr oder weniger sicher) wissen kann, ob die eine oder andere Möglichkeit zutrifft
Richtig.

Und ... wurde das hier gemacht? So wie ich das sehe basiert das Aussage, die tel. Krankmeldung wäre Schuld, allein auf den Gefühlis von irgendwelchen CEOs und Politikern. Oder wurde das ordentlich nachgeforscht, so richtig wissenschaftlich und so?
 
Die ersten drei Tage gibt es gar keinen Lohn, danach 7 Tage 80%, danach 100% für 42 Tage, wie bisher.
Ganz vergessen, natürlich verstünde es sich von selbst, dass eine solche Regelung mit einer üppigen Reduktion an Sozialabgaben einherginge? Immerhin bekäme man im Falle des Falles ja auch weniger zurück. Warum sollte man dann die gleichen Beiträge abführen?
 
Ein weiterer Punkt ist, es gibt Menschen die 10 Jahre und länger nicht mehr krank waren. Andere sind es mehrmals pro Jahr. Vielleicht sollten sich manche mal Gedanken machen, warum sie xmal pro Jahr erkältet und krank sind und andere nicht.🤔
Hm, dann klär mich mal auf, welche Gedanken ich mir machen soll: ich bin so jemand, der nimmt wirklich jede Erkältung mit. Während mein Mann dann nur einen leichten Schnupfen hat, liege ich 2 Wochen richtig flach.
vor Corona (seither ist es etwas besser, frag mich nicht warum) war ich 10 mal pro Jahr mindestens eine Woche flach gelegen, während mein Mann kaum einen Krankentag hatte, obwohl er offenbar immer den gleichen Infekt abbekommen hat.
So und was genau hab ich jetzt hier bedacht?
Und nein: Ich habe mich nicht krankschreiben lassen, denn ich bin selbständig. Ich kann mich garnicht krankschreiben lassen. Für mich bringt eine Erkrankung nichts als Ärger und Verdienstausfall.
Also ich habe definitiv keine Motivation krank zu sein.
Also welche Gedanken soll ich mir machen?
Außer natürlich den, dass ich es unfair finde, dass es mich immer so hart erwischt und ich zusätzlich zur Krnakheit auch noch auf Einnahmen verzichten muss.
ich rauche nicht, trinke nur wenig, habe kein Übergewicht, ernähre mich gesund, habe keine chronische Erkrankung, laufe im Winter nicht leichtbeleidet durch die Gegend, arbeite nicht mit Kindern oder sonstigen "Virenverbreitern"....also was genau habe ich übersehen?

Eigentlich müsste es umgekehrt sein: mein mann müsste häufiger krank "machen", denn er ist ja Angestellter....

Ich stehe seit 3 Jahrzehnten im Berufsleben. Was muss ich da belegen?
Kommen deine Kollegen etwa Mittwochs wieder auf die Arbeit wenn sie bis Freitags krankgeschrieben sind? Im Leben nicht.
Dann hast Du komische Kollegen.
 
Du begehst ja genau denselben Fehler, auf den du bei anderen hinweist, indem du einfach behauptest, dass keine Kausalität bestehe..
Na gut, dann äußere ich mich präziser - ich nahm an, das wäre selbstverständlich:

Ich persönlich betrachte die Annahme als Fehlschluss, solange sie nicht ordentlich & sauber geprüft wurde. Ich persönlich kann mir diverse andere Ursachen vorstellen, die ich zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls nicht nachweisen kann. Ich persönlich vermute einen Fehlschluss, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen, sofern eine Kausalität oder zumindest eine hohe positive Korrelation zwischen den Variablen tel. Krankmeldung und Krankheitstagen nachgewiesen werden kann.
 
sofern eine Kausalität oder zumindest eine hohe positive Korrelation zwischen den Variablen tel. Krankmeldung und Krankheitstagen nachgewiesen werden kann.
Das wurde auch schon untersucht:
Laut einer aktuellen Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sei vielmehr die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für die hohen Zahlen verantwortlich. Auch sie wurde im Zuge der Corona-Pandemie eingeführt und sie führt dazu, dass Krankmeldungen sofort vom Hausarzt dem Arbeitgeber und den Krankenkassen gemeldet werden. Zuvor mussten Beschäftigte ihre Krankschreibung selbst einreichen. Die abrupt gestiegenen Zahlen sind also eher die Folge einer geschlossenen Informationslücke als von Menschenmassen, die nun entscheiden sich per Anruf krankzumelden, obwohl sie arbeiten könnten.
Sprich: Während man vorher einen gewissen Zeitraum hatte, für den es keine Datensätze gab (bzw bei dem es durchaus so war, dass eben für die ersten Tage der Krankheit garkeine AU ausgestellt werden musste oder nicht nicht vorlag) haben wir JEZTZT Zahlen.
Also es gibt so gesehen eine Kausalität zwischen dem Anstieg der registrierten AUs und der neuen Form der gründlicheren Bürokratischen Erfassung. Aber KEINEn Zusammenhang zwischen einem tatsächlichen Anstieg der krankheitstage.
Weiter heißt es da übrigens:
In Schweden beispielsweise ist der erste Krankheitstag unbezahlt, danach zahlt der Arbeitgeber für 14 Tage 80 Prozent des Lohnes. Wenig überraschend verzeichnet das skandinavische Land weniger als halb so viele bezahlte Krankheitstage wie Deutschland.
Auch wieder logisch oder?
Also wenn ich nicht bezahlte Krankentage nicht mitzähle, hab ich natürlich auch weniger Krankentage. DH aber eben NICHT, dass die Leute weniger krank sind....
 
Sprich: Während man vorher einen gewissen Zeitraum hatte, für den es keine Datensätze gab (bzw bei dem es durchaus so war, dass eben für die ersten Tage der Krankheit garkeine AU ausgestellt werden musste oder nicht nicht vorlag) haben wir JEZTZT Zahlen.
Interessant. Sowas wurde ja schon vermutet, ich finde diese Erklärung deutlich schlüssiger, als dass plötzlich mehr Blaumacher entstehen, nur weil man nicht mehr zur Praxis fahren muss.

Ich z.B. habe meine AUs auch nie an die KK geschickt. Wozu auch? Ich wusste ja, dass es nur kurzzeitig ist und ich definitiv kein Krankengeld in Anspruch nehmen muss.
 
Ich z.B. habe meine AUs auch nie an die KK geschickt. Wozu auch? Ich wusste ja, dass es nur kurzzeitig ist und ich definitiv kein Krankengeld in Anspruch nehmen muss.
Eben. Und so wird das doch bei den meisten menschen sein. Entweder der Chef will für die ersten tage garkeine AU oder er will sie nicht unbedingt.
In all diesen fällen würde halt voder Automatisierung einfahc kein Krankheitstag erfasst, obwohl sehr wohl einer vorlag. Und jetzt plötzlich werden halt diese tage auch mit erfasst und schon gehen die Zahlen hoch, ohne dass die tatsächliche Krankheitszeit sich ändern würde.
Also ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber ich höre eigentlich nur von entspannten Chefs, die erst am dritten Tag eine AU wollen....
 

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