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Teenager-Tochter bestiehlt micht

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Mit der Whatsapp ergab sich so, dass ich ihr nocheinmal eine Chance geben wollte, mir zu sagen, wo der Schmuck ist. Ich dachte mir, dass es ihr auf diesem Weg leichter fällt als in der direkten Konfrontation.
Außerdem habe ich es ehrlich gesagt nicht ausgehalten abzuwarten, bis sie nach Hause kommt. Ich habe den Schmuck dann ja auch bei ihr gefunden. War zumindest eine gewisse Erleichterung.

Mit den Freunden könntest du recht haben. Sie geht in einem sehr reichen Umfeld zur Schule und erwähnt oft, was die Kids dort alles haben. Und das mit dem Rauchen hat sie zu unserem großen Leidwesen auch angefangen.
Ihre nähere Umgebung hingegen speist sich hauptsächlich aus ihrer Pfadfindergruppe. Die treffen sich auch sehr viel in der Freizeit. Und das sind eigentlich alles ganz "normale" bodenständige Kinder.
Aber ja, das schulische Umfeld, in dem sie sich bewegt, ist sehr speziell. Ich hätte mir damals eine "gemischtere" Schule für sie gewünscht. Aber sie hat sich für diese entschieden.

Ich würde sie konkret mal ansprechen, ob sie sich im Vergleich zum Umfeld arm fühlt. Falls das der Fall ist: Ich würde sie, wenn man es sich leisten kann (und jetzt noch will), besser ausstatten. Dies wäre nicht als Belohnung für den Diebstahl, sondern weil es schlimm ist, in einem „reichen“ Umfeld kurz gehalten zu werden.
Alternativ würde ich auf Nebenjobs hinweisen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf solche Fragen bekomme ich keine Antworten.
Sie hat aber immer schon sehr wenig Respekt vor meinem Eigentum gezeigt. Sehr, sehr oft hat sie z.B. Kleidung, Schminksachen oder sonstige Gegenstände von mir genommen. Ich habe ihr x-mal gesagt: "Frag mich bitte vorher!" Aber nichts zu machen. Dabei weiß sie, dass ich in aller Regel ja sagen würde.
Klingt, als bliebe es bei Bitten. Als sei ihr klar, dass ihr Handeln sowieso keine Konsequenzen hat.

Auch Kommunikation via WhatsApp ist einfach keine gute Idee. Konflikte und ernste Angelegenheiten muss (!) man persönlich besprechen. Der Raum für eine schnelle, unbedachte Reaktion, die auch noch schriftlich fixiert ist und obendrein jede Menge Potential für Missverständnisse hat, ist zu groß.

Dass sie sagt, es ginge ihr schlecht, würde ich Ernst nehmen. Und dem nachträglichen Zurücknehmen nicht stattgeben. Warum genau sie so taktiert, ist erst einmal egal. Was sie aber damit macht: Sie geht mit dem "schlecht gehen" der Auseinandersetzung aus dem Weg. Und wenn sie es später zurücknimmt, geht sie dieser Auseinandersetzung auch aus dem Weg. Das Ergebnis ist, dass sich weder mit dem Diebstahl noch mit ihrer Verfassung beschäftigt wird.
Vielleicht will sie Euch auch entlasten. Sie wird merken, dass es Dir hochgradig unangenehm ist und Du Dich damit gar nicht befassen willst.
 
Ich würde sie konkret mal ansprechen, ob sie sich im Vergleich zum Umfeld arm fühlt. Falls das der Fall ist entweder wenn man es sich leisten kann (und jetzt noch will) besser ausstatten, nicht als Belohnung für den Diebstahl, aber weil es schlimm ist, in einem „reichen“ Umfeld kurz gehalten zu werden oder ich würde auf Nebenjobs hinweisen.
Einen Nebenjob hat sie in der Tat vor wenigen Monaten angefangen. Ein wirklich angenehmer Job, der ihr Spaß macht und auch recht gut bezahlt wird.
Wäre interessant zu wissen, ob sie Geld und Schmuck vor Beginn dieses Jobs geklaut hat. Mal sehen, ob sie mir eine Antwort gibt. Für heute Abend habe ich mir jedenfalls ein Gespräch zu dritt gewünscht. Aber sie hat jetzt schon gesagt, dass sie keine Zeit hat. Nicht für ein Gespräch, nicht für eine Therapie
 
Per whatsapp hat sie ihm gerade (!) geschrieben, dass es ihr ja gar nicht gut geht und sie nur so tut als ob...
Ich weiß einfach nicht, ob ich ihr das glauben soll.
Sie neigt wahnsinnig zum Dramatisieren und jedes Mal, wenn es Probleme gibt, kommt sie damit an, dass es ihr ja so wahnsinnig schlecht geht.

Ich fände es fatal, das nun wiedr nicht glauben zu wollen und wegzuschieben, sie zur Dramaqueen zu stilisieren, weil es so bequemer für euch ist.

Kurz darauf ist alles vergessen und sie hat auch schon mehrfach zugegeben, dass das gar nicht gestimmt hätte (also dass es ihr nicht gut ging).

Resignation, evtl. gepaart mit nicht belasten wollen?

Es ist eun dicker, fetter Wurm drin seit Kindertagen. Verschließt nicht die Augen, auch wenn die Wahrheit unangenehm ist.
Stellt euch eurer Verantwortung und kommt ins sinnvolle Handeln, wenn ihr noch etwas erreichen wollt.
 
An Reden war bisher nicht zu denken. Der Vorfall liegt jetzt 2 Tage zurück. Da ich sehr aufgewühlt bin, hat mein Mann mehrfach das Gespräch gesucht. Wird aber abgeschmettert.
Per whatsapp hat sie ihm gerade (!) geschrieben, dass es ihr ja gar nicht gut geht und sie nur so tut als ob...
Ich weiß einfach nicht, ob ich ihr das glauben soll.
Sie neigt wahnsinnig zum Dramatisieren und jedes Mal, wenn es Probleme gibt, kommt sie damit an, dass es ihr ja so wahnsinnig schlecht geht.
Kurz darauf ist alles vergessen und sie hat auch schon mehrfach zugegeben, dass das gar nicht gestimmt hätte (also dass es ihr nicht gut ging).
Sie weiß halt auch ganz genau, wie sie mich manipulieren kann. Ich habe ja meine Vorgeschichte mit psychischen Problemen und bin da extrem empfänglich und neige dann dazu, alles zu verzeihen. Ich glaube schon, dass sie das auch ausnutzt. Will ihr aber auch nicht unrecht tun.
Wieviel bekommt Deine Tochter denn von Deinem Schmerz und Deiner Trauer mit? Und kannst Du diese Gefühle richtig spüren und zulassen oder ist da nur ein aufgewühltes Durcheinander in Dir?
Gehört das nicht auch dazu, daß man mit den Emotionen des anderen konfrontiert wird, die das eigenen Fehlverhalten auslöst?
Whatsapp und das Gespräch mit dem Vater, den das alles eigentlich nicht so tangiert, führt doch nur dazu, daß da eine Distanz entsteht.
Ich meine keine Vorwürfe oder Schuldzuweisungen, sondern echte Trauer. Die wenigsten Kinder läßt es kalt, wenn sie echte Trauer ihrer Eltern spüren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht will sie Euch auch entlasten. Sie wird merken, dass es Dir hochgradig unangenehm ist und Du Dich damit gar nicht befassen willst.

Das stimmt so nicht. Ich war und bin immer diejenige in der Familie, die sich mit den Problemen befasst. Zumindest nach einem ersten Moment des Schocks und des Zumachens.
Und dann bin ich aber auch wieder bereit, zu verzeihen oder eben zu verdrängen.
Aber ich weiß halt sonst auch nicht, wie ich weitermachen soll? Und mit ihren teils drastischen Äußerungen macht sie es mir halt auch schwer, konsequent zu bleiben.
Gestern bin ich mehrfach abends in ihre Zimmer gegangen um nachzusehen, ob mit ihr alles in Ordnung ist.
 
Ich fände es fatal, das nun wiedr nicht glauben zu wollen und wegzuschieben, sie zur Dramaqueen zu stilisieren, weil es so bequemer für euch ist.

Aber wir hatten das halt schon ganz häufig: Sobald ein Problem auftaucht, beschreibt sie ihr Leben in den schrecklichsten Farben (ohne jedoch konkret zu werden). So nach dem Motto "ich weiß, ich bin ein schrecklicher Mensch, alles ist ganz furchtbar, mir macht nichts Spaß". Und kurz danach ist wieder alles bestens und wehe, man spricht sie auf ihre früheren Äußerungen an!
Und sie verträgt auch sonst überhaupt keinen Kritik. Bricht sofort in Tränen aus, rennt raus, schlägt die Türen zu.
Wobei das alles nur relativ kurze Momentaufnahmen sind, denn ansonsten führen wir zurzeit ein wirklich recht harmonisches Familienleben. In den Weihnachtsferien haben wir z.B. gemeinsam ihre Filmliste abgearbeitet. Abend für Abend ein anderer Film, den sie immer schon mal sehen wollte. Alles völlig entspannt.
 
Ich war und bin immer diejenige in der Familie, die sich mit den Problemen befasst. Zumindest nach einem ersten Moment des Schocks und des Zumachens.
Und dann bin ich aber auch wieder bereit, zu verzeihen oder eben zu verdrängen.
Aber ich weiß halt sonst auch nicht, wie ich weitermachen soll? Und mit ihren teils drastischen Äußerungen macht sie es mir halt auch schwer, konsequent zu bleiben.

Angesichts der langjährigen Probleme eurer Tochter findest du dies sinnvoll?

Aber wir hatten das halt schon ganz häufig: Sobald ein Problem auftaucht, beschreibt sie ihr Leben in den schrecklichsten Farben (ohne jedoch konkret zu werden). So nach dem Motto "ich weiß, ich bin ein schrecklicher Mensch, alles ist ganz furchtbar, mir macht nichts Spaß". Und kurz danach ist wieder alles bestens und wehe, man spricht sie auf ihre früheren Äußerungen an!
Und sie verträgt auch sonst überhaupt keinen Kritik. Bricht sofort in Tränen aus, rennt raus, schlägt die Türen zu.

Du willst das auf eine bestimmte Weise sehen, man kann das aber eben auch völlig anders sehen.
Da seit der Kindheit ganz offensichtlich gravierende Probleme bestehen, würde ich nicht von "ganz entspannt" sprechen.
Das kann man sich nur vorgaukeln, wenn man Tatsachen verdrängt.
Das hilft deiner Tochter aber kein Stück.
Und darum sollte es doch gehen, oder?
Ihr zu helfen?
 
Sie bekommt das natürlich schon mit. Dann kommt auch schon von ihr (per whatsapp) "Ich habe Angst, dass du dir etwas antust". Wobei ich ganz weit entfernt von so etwas bin. Ich bin mittlerweile psychisch eigentlich recht stabil.

Das spricht Bände.
Euer Kind hat große Probleme.
Du bist überfordert, schützt dich selbst indem du wegsiehst.
Der Vater ignoriert und macht sein Ding.

Ganz große Not an allen Fronten.
Holt euch Hilfe.
 
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