Geißblatt67
Sehr aktives Mitglied
Hallo,
meine 16 jährige Tochter habe ich ende Oktober von der Realschule auf die Mittelschule umgemeldet, weil sie die 9 Klasse nicht geschafft hat, die Nachprüfung in Mathe (nichts gelernt) mit 6 bestanden und bei der Klassewiederholung weiter nichts gelernt hat.
In der Mittelschule habe ich sie für die Nachmittagsbetreuung von Montag bis Donnerstag angemeldet, weil sie zu Hause nichts lernt. Wir haben M -Zug gewählt.
Ich weis nicht, ob sie in der Nachmittagsbetreuung wirklich lernt. In der Schulaufgabe Mathematik hat sie eine 4 und in Werken (wäre wichtig für ihr Ausbildung) auch eine 4.
Damit sie in die 10 kann, muss sie erst mal Quali schaffen. Ich weis nicht, wie schwer ist das, und ob sie das schafft.
Das Problem noch, dass sie raucht: sie hat normale Zigaretten, EC, Cannabis EC und auch Cannabis -Kraut ausprobiert. Aus dem Grund war schon Polizei in der Schule und wir waren schon 1mal bei Jugendamtpsychologin. Als wir erstes mal das mitgekriegt haben war sie 15, das war für uns Schock. Sie hat da abgestritten, angeblich gehört ihr das nicht. Natürlich haben wir mit ihr das bezüglich Gespräche geführt und haben ihr seit sie in der neue Schule ist auch Taschengeld gestrichen, damit sie sich das nicht kaufen kann. Alles was sie benötigt wird ihr gekauft. Beigebracht wurde ihr in ihrer Clique. Der Zeug ist unter Jugendlichen heut zu Tage gang und gäbe.
Sie von dieser Clique wegzubringen wird wohl nicht möglich sein. Sie gehen mit einander respektvoll um und an sich auch gute Menschen, aber halt kiffen. Gestern war sie unterwegs und nach Hause bekifft gekommen. Ich habe sie gefragt, ob sie das wieder gemacht hat. Sie hat abgestritten. Wir geben zwar kein monatliches Taschengeld, aber bei ausgehen für Eintritt und fürs Essen und trinken bekommt sie Geld.
Heute wolle sie wieder ausgehen. Ich habe gesagt, dass sie nicht schon wieder ausgehen braucht, außerdem wenn sie in der Zukunft wieder Geld braucht, soll sie sich einen Job suchen, damit kann sie ihr Kiffen finanzieren. Das Mädchen aus unserem Dorf seit sie 14 ist , trägt die Zeitungen aus, anderes Mädchen seit sie 16 ist - jeden Samstag bei Edeka arbeitet und lernen beide noch in Gymnasium. Unsere bekommt alles. sieht das ganze wie selbstverständlich und denkt, dass sie weder in der Schule noch zu Hause was dafür leisten muss.
Was denkt ihr, war das richtig?
Das Problem ist nicht das Taschengeld.
Du hast die schulischen Probleme deiner Tochter schon 2023 hier beschrieben, damals noch ohne das Kiffen.
Wenn deine Maßnahmen in den letzten 3 Jahren nicht gewirkt haben, werden sie jetzt nicht plötzlich funktionieren.
Motivation muss von innen kommen, nicht von außen.
Deine Tochter verlässt sich aber komplett auf euch Eltern. Das ist vielleicht das Problem.
Sie denkt, ihr werdet schon alles irgendwie richten.
Da würde ich ansetzen. Führe ein Gespräch mit ihr, dass du lange genug versucht hast, ihr zu helfen und es daher jetzt bleiben lässt.
Sprich mit der Schule, welche Möglichkeiten deine Tochter hat, wenn sie weiterhin schlechte Noten schreibt.
Am besten führt ihr das Gespräch gemeinsam, Tochter, Eltern und Klassenleitung.
Es muss deutlich sein, dass die Verantwortung bei deiner Tochter liegt, nicht bei dir.
Und wenn sie keinen Abschluss macht, dann soll sie ungelernt irgendwo arbeiten. Bei manchen kommt die Einsicht erst später.