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Suizid- Was denkt ihr darüber?

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nee, darüber würd ich mich auch nicht freuen. aber das ist auch nicht das "leben", sondern scheinbar umstände während deines lebens, die dir die kräfte rauben. was das ist, weißt du besser als ich. beheb doch einfach das, was dir kräfte raubt.

das hat mit dem dasein selbst gar nichts zu tun.

Du machst es dir n bischen einfach.
ES gibt umstände, die lassen sich nicht ändern.
 
ich finde es unverständlich, dass du nicht zu schätzen weißt, dass du lebst. alternative wäre NICHTS. nicht alle spermien haben das glück, das du hast! ich habe demut vor dem dasein. wieso freust du dich nicht? all die schönen dinge, die es gibt!
Liebe Sunn, glaubst du, dass ein gutes und interessantes Gespräch mit jemandem zustande kommt, der am anderen Ende des Meinungsspektrums steht, wenn du ihm zu Anfang gleich deine Sichtweise aufdrücken willst? Ich bin nun wahrlich nicht suizidgefährdet, aber sogar MICH regt es auf, wenn ich so einen Satz lese wie "wieso freust du dich nicht? all die schönen dinge, die es gibt!" -_-
Es gibt Phasen im Leben, da siehst du nichts mehr. Da ist ein Schmetterling ein Insekt mit ekligen Fühlern. Da ist die Sonne dieses Scheißteil am Himmel, die es viel zu heiß auf Erden macht und in den Augen wehtut.
Und nur weil man als Spermium zufällig als erster in die Eizelle gespült wurde, wüsste ich nicht, was man daraus für ein angenehmes Selbstwertgefühl ziehen sollte... Ich würde es auch nicht "Glück" nennen. Geh doch mal zu Menschen, die ein entsetzliches Leben führen, die verstümmelt, vergewaltigt und sonstwas worden sind und erzähl denen mal diesen Satz. Auf die Reaktion bin ich gespannt!
Was mich persönlich daran aufregt, ist, dass du eine Wertung für andere vornimmst. Vielleicht finde ich, dass ich mit meinem Leben gestraft worden bin - und du kommst daher und erzählst was von Glück. Du nimmst den Menschen und seine Sorgen, sein Leid und seinen Schmerz damit ganz offensichtlich NICHT ernst, du ignorierst damit, wie es ihm tatsächlich geht.
Und auf dieser Basis über Suizid zu reden, ist schwierig.

Ich finde viel eher, dass egal0815 (und bandit, hab da letztens was gelesen) und alle anderen noch am Leben sind, dass hat nur am Rande mit Glück zu tun. Ich ziehe eher den Hut vor dieser Leistung, für das Wiederaufstehen, das Zähnezusammenbeißen, das Aushalten. Das ist eine enorme Leistung, unter diesen Umständen weiterzumachen und zu überleben.

nee, darüber würd ich mich auch nicht freuen. aber das ist auch nicht das "leben", sondern scheinbar umstände während deines lebens, die dir die kräfte rauben. was das ist, weißt du besser als ich.
Es ist nicht alles rational begründbar - und wenn wir davon ausgehen, dass einige Suizidenten (berechtigte) Hassgefühle ihrer Kindheit internalisiert haben und dieser Hass sich nun gegen sie richtet (Selbstmord als "verkappter" Mord an anderen - These von F. Riemann), sag mir doch einfach mal, wie du das lösen möchtest. Möchtest du den Selbsthass "herausoperieren"? Ihn lokalisieren und ausschneiden? Man kann nicht alles therapieren. Leider.

beheb doch einfach das, was dir kräfte raubt.
Das ist eine sehr oberflächliche und empathielose Aussage. Ich freue mich für dich, dass du niemals in deinem Leben in einer Situation warst, in der du das scheinbar grundlose Gefühl hattest, dass die Erde dich anzieht, dich nach unten zieht und du dir nur wünschst, endlich Ruhe zu haben.

Schau dir Enke an: Was hättest du ihm gesagt? Ändere die Umstände? Welche denn? Er hatte einen Topjob, er war ein Idol, er hatte eine Frau, ein Kind. Sein Leben war von außen in Ordnung (bis auf den Tod des anderen Kindes, wenn ich mich recht entsinne). Was hat ihn kaputt gemacht? Hättest du ihm auch gesagt, dass er das glücklichste Spermium ist?

Ich möchte nicht gemein werden, darum spare ich mir den letzten Satz, der mir auf der Fingerspitze liegt...
 
ich finde es unverständlich, dass du nicht zu schätzen weißt, dass du lebst. alternative wäre NICHTS. nicht alle spermien haben das glück, das du hast! ich habe demut vor dem dasein. wieso freust du dich nicht? all die schönen dinge, die es gibt!

Etwas ähnliches hat Richard Dawkins mal gesagt, sinngemäß: "Es könnte aufgrund genetischer Vielfalt Milliarden und Abermilliarden Menschen geben, die es aber nie geben wird - DICH aber gibt es." Ich mag diesen Satz und ich bin in der glücklichen Situation bzw. lebe in glücklichen Umständen, dies auch so zu empfinden.

Dann gibt es aber auch Menschen, deren Hinchemie lässt eine solche Ansicht leider nicht zu, die werden in miserabelste Umstände hineingeboren und haben weder die Kraft noch bekommen sie die Unterstützung, diese zu ihren Gunsten zu verändern. Geschweige denn gibt es Umstände, die sicher nicht oder kaum zu ändern sind. Ob ich die Kraft hätte mein Leben zu lieben, wäre ich querschnittsgelähmt, unmündig und handlungsunfähig? Schwer depressiv? Oder hätte ich schlimmen SMB erfahren, der mich innerlich völlig aufgefressen hat?

Ich habe auch Demut vor dem Dasein, basierend darauf dass ich in der glücklichen Lage bin, ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben führen zu dürfen. Nicht jedem ist das vergönnt.
 
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Also....

1. Die Idee von Joey ( das mit dem kontrollierten, legalen Suizid ) finde ich natürlich genial - bin schon seit Jahren ein Verfechter einer solchen Idee. ( Ob es nun zwei oder drei oder vier Beratungstermine sein müssen, Wartezeiten zwischen den Terminen ein, zwei oder drei Monate sind unwesentliche Detailfragen ).

2. Danke an sunn für das Thema Sicherheit. Ich glaube schon, dass für manche der Wegfall der Frage "wie stelle ich es im Zweifel an" einfach Kapazität für andere Dinge freischaufelt. Und die Sicherheit, gehen zu dürfen, und dass, ohne irgendwelche Lokführer oder Autofahrer zu schädigen, schon auch einen sehr stark positiven Effekt haben kann.

3. Irgendwo kam im Zusammenhang mit Dignitas die Geldfrage auf. Also sollten wir - ich glaub es ja eh nicht - jemals so ein System in Deutschland installieren, und das, wie so vieles auch schon , wieder nur für die Reichen sein, dann sollten wir vielleicht mal überlegen, ob es für Deutschland nicht an der Zeit wäre, als Land Suizid zu begehen.... 🙁
 
3. Irgendwo kam im Zusammenhang mit Dignitas die Geldfrage auf. Also sollten wir - ich glaub es ja eh nicht - jemals so ein System in Deutschland installieren, und das, wie so vieles auch schon , wieder nur für die Reichen sein, dann sollten wir vielleicht mal überlegen, ob es für Deutschland nicht an der Zeit wäre, als Land Suizid zu begehen.... 🙁

Nee, zur Zeit ist die Idee eher (ungewollt) umgekehrt -_-'''
Nämlich: Der Gesetzentwurf will die gewerbsmäßige Suizidbeihilfe unter Strafe stellen - das heißt, die entgeltliche, auf Dauer angelegte Suizidbeihilfe.
Mit der Folge, dass NUR die gewerbsmäßige Suizidbeihilfe unter Strafe stehen soll... = sonstige unentgeltliche Suizidbeihilfe wäre erlaubt.

Ob DAS Gesetz in seiner jetzigen Form die Lesungen im BT übersteht, wage ich zu bezweifeln.. ok, sagen wir: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Liebe Sunn, glaubst du, dass ein gutes und interessantes Gespräch mit jemandem zustande kommt, der am anderen Ende des Meinungsspektrums steht, wenn du ihm zu Anfang gleich deine Sichtweise aufdrücken willst?

ein gespräch besteht grundsätzlich aus zwei sichtweisen, das ist ein faktum. ich drücke niemandem meine sichtweise auf, jeder entscheidet selbst, ob er die welt schwarz sehen will oder seinen blick auf anderes richtet. natürlich ist in diesem forum zu erwarten, dass hier viele menschen sind, die dinge schnell überbewerten, anstatt sich am kleinen zu freune. das ist mir hier schon häufiger begegnet. und das hat wenig mit den gemachten erfahrungen zu tun.
denn -wie auch immer hier der eindruck von mir sei- ich habe ein objektiv gesehen sehr schweres leben, nicht nur hinter mir, sondern auch aktuell. ich halte mich mit 4 nebenjobs über wasser, ich bin mit sozialhilfe großgeworden, mit einer mutter, die mich bis heute ablehnt und zu der ich keinen kontakt habe. in meiner familie gibt es keinen zusammenhalt und ich werde grundsätzlich kritisiert.

ich will hier nicht von mir schreiben, denn ich habe demut vor meinem leben, mache das beste daraus und lebe tatsächlich gern. egal was war, kommt, wie auch immer. ich nehms auf und freu mich auf den nächsten "intelligenztest" (sprich: herausforderung). was ich sagen will ist: die vorurteile mir gegenüber, nur, weil ich sage, DAS LEBEN IST SCHÖN! sagen viel über euch, über das, was ihr wahrnehmen wollt. es KANN faktisch nicht daran liegen, welche umstände man hat, denn ich habe, objektiv gesehen, sehr schwere und könnte so mancherlei der jammer-threads selbst geschrieben haben. ich hätte zumindest keine probleme damit, sie zu füllen.

aber: ICH WILL SO NICHT SEIN, ICH WILL DAS LEBEN LIEBEN.
und das ist das EINZIGE, was eine zufriedene person, von einer unzufriedenen unterscheidet. meine grundstimmung ist gut. weil ich es so will. weil ich nicht klagen will, sondern schlechtes versuche zu beheben und gutes schätze.

Vielleicht finde ich, dass ich mit meinem Leben gestraft worden bin - und du kommst daher und erzählst was von Glück.

dieser satz sagt nichts über dein leben, sondern über negative bewertungsmuster, die du positiven vorziehst. es ist nicht meine schuld, dass das ein faktum ist. die einen kommen ins gefängnis und machen nur scheiße, andere nutzen ihre zeit dort und promovieren. gibt es alles.

Du nimmst den Menschen und seine Sorgen, sein Leid und seinen Schmerz damit ganz offensichtlich NICHT ernst, du ignorierst damit, wie es ihm tatsächlich geht.
nein, undankbare menschen nehmen sich selbst und ihr leid zu ernst, so muss es heißen. ich habe nicht umsonst zeit damit verbracht, über das leben nachzudenken, um allem zuzustimmen, selbst wenn es sich keiner logik (führt zum glück) entbehrt. ich kann sekundär das leid der anderen beheben, indem ich verständnis zeige, ja. aber das gegenüber versteht das grundproblem nicht, was ihn/sie immer wieder zu schweren problemen führt. insofern stoße ich an, dem glück des andern zu liebe.

Ich finde viel eher, dass egal0815 (und bandit, hab da letztens was gelesen) und alle anderen noch am Leben sind, dass hat nur am Rande mit Glück zu tun. Ich ziehe eher den Hut vor dieser Leistung, für das Wiederaufstehen, das Zähnezusammenbeißen, das Aushalten. Das ist eine enorme Leistung, unter diesen Umständen weiterzumachen und zu überleben.


Es ist nicht alles rational begründbar - und wenn wir davon ausgehen, dass einige Suizidenten (berechtigte) Hassgefühle ihrer Kindheit internalisiert haben und dieser Hass sich nun gegen sie richtet (Selbstmord als "verkappter" Mord an anderen - These von F. Riemann), sag mir doch einfach mal, wie du das lösen möchtest. Möchtest du den Selbsthass "herausoperieren"? Ihn lokalisieren und ausschneiden? Man kann nicht alles therapieren. Leider.

ich würde sogar nich weiter gehen und sagen, man kann NICHTS therapieren, wenn es der klient nicht will. insofern liegt die lösung da, dem anderen zu raten, sich gedanken zu machen, die ihm besser tun, dinge mit humor zu sehen und nicht so verbissen durchs leben zu gehen, sondern es als ein wunderbares geschenk zu sehen.


Das ist eine sehr oberflächliche und empathielose Aussage. Ich freue mich für dich, dass du niemals in deinem Leben in einer Situation warst, in der du das scheinbar grundlose Gefühl hattest, dass die Erde dich anzieht, dich nach unten zieht und du dir nur wünschst, endlich Ruhe zu haben.

diese aussage verletzt mich zutiefst, weil sie keinerlei wahrheitsgehalt hat und ich es anmaßend finde, was dort steht.

Schau dir Enke an: Was hättest du ihm gesagt? Ändere die Umstände? Welche denn? Er hatte einen Topjob, er war ein Idol, er hatte eine Frau, ein Kind. Sein Leben war von außen in Ordnung (bis auf den Tod des anderen Kindes, wenn ich mich recht entsinne). Was hat ihn kaputt gemacht? Hättest du ihm auch gesagt, dass er das glücklichste Spermium ist?

ich weiß nicht, wer enke ist, aber wenn er nicht darauf schaut, was er nicht hat, sondern darauf, was er hat, wär er zufriedener.

Ich möchte nicht gemein werden, darum spare ich mir den letzten Satz, der mir auf der Fingerspitze liegt...

ich verstehe deinen ärger nicht. ich sehe dinge anders aber bin zufrieden. warum soll ich anderen dann nicht empfehlen: machts doch so wie ich?
 
Ob ich die Kraft hätte mein Leben zu lieben, wäre ich querschnittsgelähmt, unmündig und handlungsunfähig? Schwer depressiv? Oder hätte ich schlimmen SMB erfahren, der mich innerlich völlig aufgefressen hat?

Ich habe auch Demut vor dem Dasein, basierend darauf dass ich in der glücklichen Lage bin, ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben führen zu dürfen. Nicht jedem ist das vergönnt.

zum oberen:
JEDE situation hat ihre vor- und nachteile. die kunst liegt darin, sich die vorteile der eigenen situation bewusst zu machen und diese zu seinen gunsten auszubauen. mir ist mein schicksal mittlerweile egal. meinetwegen kann ich auch erblinden, auch das hat seine vorteile. wobei ich das sehen schätze.

zum unteren:
die gedanken sind frei, das ist die größte selbstbestimmung, die jeder mensch hat. mein leben ist zur zeit nicht "würdevoll", aber ich weiß zu schätzen, was ich habe. durch die richtigen gedanken.


bezug zum thread: suizid ist was für leute, denen die lösungen ausgehen. nicht mehr, nicht weniger. könnte mir nicht passieren. gibt es keine lösung, fängts an, interessant zu werden. alles eine frage der einstellung....
 
zum oberen:
JEDE situation hat ihre vor- und nachteile. die kunst liegt darin, sich die vorteile der eigenen situation bewusst zu machen und diese zu seinen gunsten auszubauen. mir ist mein schicksal mittlerweile egal. meinetwegen kann ich auch erblinden, auch das hat seine vorteile. wobei ich das sehen schätze.

Welchen Vorteil liefert dir beispielsweise die traurige Situation, in der du nach einem schweren Unfall querschnittsgelähmt und vollkommen handlungsunfähig bis zum Rest deines Lebens nur noch vegetierst und zu keiner eigenen Handlung mehr in der Lage bist?

Dein Schicksal mit der kalten Mutter und dass du 4 Jobs zum durchkommen brauchst, ist sicher heftig und du trägst deinen Packen, jedoch bist du handlungsfähig, stehst allen Anschein nach auf eigenen Beinen und scheinst auch geistig auf der Höhe zu sein. Es gibt aber Lebensgeschichten, die gehen noch viel weiter nach unten...

zum unteren:
die gedanken sind frei, das ist die größte selbstbestimmung, die jeder mensch hat. mein leben ist zur zeit nicht "würdevoll", aber ich weiß zu schätzen, was ich habe. durch die richtigen gedanken.

Dein Leben ist auf jeden Fall, zumindest soweit ich hier lesen kann, so würdevoll, dass du selbstbestimmt handeln und leben kannst und das ist das, denke ich, ausschlaggebende. Die Gedanken sind nämlich alles andere als frei, wenn du an schweren Depressionen erkrankst oder deine Hirnchemie anderweitig völlig aus der Bahn geworfen wird.

bezug zum thread: suizid ist was für leute, denen die lösungen ausgehen. nicht mehr, nicht weniger. könnte mir nicht passieren. gibt es keine lösung, fängts an, interessant zu werden. alles eine frage der einstellung....

Die Tatsache dass Menschen unterschiedlich belastbar sind und unterschiedliche Fähigkeiten haben geht dir völlig ab, wie mir scheint. Ich finds gut dass du davon überzeugt bist auch noch in der größten Scheisse einen Sinn zu sehen, ob dir das aber wirklich gelingt, sollte es (hoffentlich nicht!) soweit kommen, ist eine andere Frage.

Und Suizid ist in erster Linie ein Menschenrecht und sollte nichts sein, aufgrund dessen man über den Betroffenen ein moralisches Urteil fällt..."Er hätte es doch eigentlich schaffen müssen..."...

Es gibt Situationen, in denen sind Lösungen nicht mehr erkennbar oder greifbar, aus meiner eigenen Historie ist mir das bewusst..
 
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