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Monarose
Gast
Was hat dieser Beitrag mit dem Thema hier zu tun? 😕
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Hallo Monarose,
schau mal hier: Suizid- Was denkt ihr darüber?. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Dann wollen wir mal ein Tabu brechen, 😉
das Tabu:
darüber redet man nicht
Joey, ich hab mir ein paar Gedanken über deine Gedanken gemacht..😉..bin aber etwas hin- und hergerissen. Das ist sicher alles gut gemeint, aber du gehst davon aus dass jemand der die Absicht hat, Suizid zu verüben, noch die Kraft und vor allem das Vertrauen hat, sich um die Beweggründe seiner Entscheidung zu kümmern, wenn ich dich richtig verstehe.
Und ohne jetzt schwarz zu malen – bei mir zumindest wärst du mit deinem gut gemeinten Plan gescheitert. Ich kann natürlich nur von mir reden, aber wie gesagt, es war keine Kurzschlusshandlung sondern der letzte Ausweg aus einer – wie Abendtau es bereits schrieb – für mich unmenschlichen Entwicklung bzw. unmenschlichen Befindlichkeit. Ich wäre weder in der Lage gewesen, mich noch für derartige Schritte aufzuraffen noch hätte man bei mir überhaupt ein offenes Ohr dafür gefunden noch hätte ich so eine Hilfe überhaupt gesucht.
Man hätte noch nicht einmal mich selber gefunden um mir unter die Arme zu greifen, weil ich (bis auf einen damaligen „Freund“) alles für mich behalten habe.
Einige Körperliche sowie Psychische Erkrankungen sind sogut wie nicht heilbar.
Willst Du für diese nicht heilbaren einen Schein entwickeln das sie sich das Leben nehmen dürfen?
Und dabei ggf Hilfe bekommen?
Hi Joey, 🙂
great to read you back... 😉
Wo liegt der Unterschied zwischen deiner Gruppe „typische Protestsuizide“ und der nächsten, nicht näher spezifizierten Gruppe? Ich meine, ich hätte aufgrund der von dir genannten Beweggründe durchaus in diese „Protestgruppe“ gepasst, aber das Wort „Protest“ ist hier unpassend, finde ich. Ich wollte nicht protestieren, ich wollte mich von allem befreien, was mich in mir und um mich herum kaputtgemacht hat. „Protest“ beinhaltet noch die Komponente „ändere was“ bzw. „Hoffnung“; über den Punkt war ich aber längst hinweg.
Das Thema und deine Fragen sind nicht leicht. Will man einen solchen Menschen helfen, muss man ihn frühzeitig erreichen und ihn auffangen. Und wenn möglich – zumindest denke ich so – ihn nicht mit Gewalt auffangen und ihn zur nächsten Psychiatrie schleppen, sondern ihm auf Augenhöhe begegnen und an die Hand nehmen. Ich kann nicht sagen, ob und wie man mir hätte helfen können, aber wenn, dann wäre das auf freundschaftlicher Basis sicher besser gewesen als durch organisierte, staatliche Hilfe. Wahrscheinlich hätte die mich nur abgeschreckt.
Ok Leute, ich richte mich mal an euch, Rose, Dr. Rock und egal0815 (und alle anderen, die sich angesprochen fühlen). Ich hoffe, ich trample nicht auf euren Nerven rum 😀 Aber egal0815 hats ja schon gesagt: Es geht dabei auch darum, ein Tabu zu brechen und darüber zu reden. Hoppe sagte mal, der Suizid sei ansteckend - ich halte das für Bullshit und für den gefährlichen Versuch, eine vermeintliche "Verlockung" zu unterdrücken - und im Zuge dessen auch jeden Gesprächsansatz.
Ich schreibe gerade eine Arbeit über den Suizid und das Verbot der Beihilfe dazu. Und im Zuge dessen mache ich mir Gedanken über Alternativen und ich würde von euch - klingt doof, aber ist so - als Fachleuten, als Betroffene, wissen, wie ihr das seht, ob ihr sowas gut finden würdet und wie es euch damit gehen würde.
Die Idee wäre, den Suizid derart freizugeben, dass man zu bestimmten Anlaufstellen gehen kann, um ihn zu "beantragen". Stellen, die nicht gleich einweisen oder einfach nur zum Hausarzt überweisen, sondern die erst einmal ein Erstgespräch anbieten und dabei ein bestimmtes, vorgeschriebenes Prozedere durchlaufen.
Ich stelle mir vor, dass für "Gesunde" eine Zeit von einem Jahr veranschlagt würde, in der ein volles Programm durchgezogen würde, um die Ernstlichkeit dieses Wunsches zu prüfen.
Dabei würde es vorsehen, dass ein Arzt (sofort anschließend, nicht drei Monate später) den Kandidaten körperlich untersucht, um eine körperliche Ursache entweder zu beheben oder auszuschließen.
Danach würde eine psychiatrische Untersuchung (sofort, auch nicht drei Monate später) folgen, um auszuschließen, dass jemand in einem vorübergehenden Zustand ist, der ihn zu diesem Entschluss bringt.
Weiter würde ich eine Schuldner-/ Familien-/ Ausbildungs-/... beratung anschließen wollen, ihn uU sogar in die Struktur der Anlaufstelle einbinden dh. ihn als Fachberater miteinbeziehen wollen, sofern er sich dazu in der Lage sieht.
Und wenn der Kandidat am Ende immer noch sagt, er will sterben und er wird von diesem Gedanken nicht abrücken, würde er in diesem System ein Mittel dazu bekommen.
Das klingt in den Ohren von vielen erstmal ziemlich krass - ich mache seit Tagen nichts anderes als Leute, die am Anfang völlig empört wegen dieses Vorschlags sind, davon zu überzeugen 😀
Eure ehrliche Meinung dazu würde mich wirklich interessieren.
Liebe Grüße,
Joey
Klingt sehr kompliziert.
Ob dafür die Kraft reichen würde in so einer Situation,
ist fraglich.
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