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Suizid- Was denkt ihr darüber?

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Mich beruhigt es immer, wenn Menschen fragen, wie andere "darüber denken". Das heißt, sie sind noch ziemlich interessiert an den Ansichten anderer und nicht fällig.
Darüber hab ich noch nie nachgedacht aber ich frage oft nach Meinung anderer beim Gespräch. Einseitige Gespräche finde ich eher langweilig, die Zeit beim einseitigen Austausch ist mir einfach zu schade.
 
"Einseitiger Austausch" ist ein Widerspruch in sich.

Ich frage mich, was man bei diesem Thema groß austauschen soll.

Entweder, man ist krank und müde und kickt sich raus.

Oder man will auch mal was Schickes sein und schwadroniert rum.

Die Sinnhaftigkeit eines "Austausches" zu diesem Thema erschließt sich mir nicht so recht.
 
Suizid? Schlimm. Es gibt Leute die einfach psychische Krankheiten haben und daher diesen Weg gehen, ohne sich bewusst zu sein.

Meinst du man ist sich dieser Tragweite der Entscheidung nicht bewußt ?
Das halte ich für Blödsinn.


Ich kann auch nicht verstehen wieso man R. Enke so hochjubelt und ihm sogar für seine Leistung(Suizid) einen Straßennamen gegeben hat.


Wo wurde er hochgejubelt ?
Es war wohl eher so, das viele erst da bewußt wurde, wie gefährlich
Depressionen werden können.
Die STrasse wurde wohl nicht nach ihm benannt, weil er Suizid beging.
Nee, eher weil er ein Herrausragender Sportler war,
die wenigsten schaffen es zum Nationaltorhüter.


Die Leute die Gedanken haben und trotzdem ein Leben führen, dafür täglich kämpfen, die verdienen mein größten Respekt, aber sicher nicht einer der aufgegeben hat, wie er.


Genauso sollte auch die Entscheidung respektiert werden, wenn man eben
nicht weiter kämpfen will.


Wer die Entscheidung trifft, soll machen, aber an die Angehörigen denken und vielleicht den Schritt erklären. Verstehen tue ich es nicht. Jeder muss mit Problemen kämpfen, so ist das Leben gestrickt...

Wieder ist das wohl der Angehörigen wichtiger?
 
Was macht es denn besser?

Rumgeheule?

"Einseitiger Austausch" ist ein Widerspruch in sich.

Ich frage mich, was man bei diesem Thema groß austauschen soll.

Entweder, man ist krank und müde und kickt sich raus.

Oder man will auch mal was Schickes sein und schwadroniert rum.

Die Sinnhaftigkeit eines "Austausches" zu diesem Thema erschließt sich mir nicht so recht.


Hm, du siehst den Sinn nicht, ok.
Aber ist es besser, das Thema weiter totzuschweigen
wie Tausende Jahre zuvor ?
 
Das Thema wurde irgendwann totgeschwiegen?

Ist an mir vorbeigerauscht.

Naja, dann ist es ein gerechter Ausgleich, wenn jetzt so ein Hype drum gemacht wird.
 
Das Thema wurde irgendwann totgeschwiegen?

Ist an mir vorbeigerauscht.

Naja, dann ist es ein gerechter Ausgleich, wenn jetzt so ein Hype drum gemacht wird.

Da ist aber einiges an dir vorbeigegangen. 😉
Früher ( ist noch gar nicht so lang her) wurden Suizide vertuscht,
damit ja keiner die Wahrheit kennt, was issn das anderes als Totschweigen ?

Und auch heute machen sich einige nen Kopp, wie es nach Unfall oder natürlichem
Tod aussehen könnt um die Angehörigen zu schonen.

Wo gibts da n Hype ?
Der ist an mir vorbeigegangen. 😉
 
Zunächst möchte ich fiv für seine/ihre ? tollen Beiträge danken. Nicht nur was Du denkst finde ich sau gut, sondern auch die Art, wie Du es rüberbringst.

Ich würde der einen Aussage von fiv, dass man, weil man Hilfe in unserer Gesellschaft nur bekommt, wenn man sein restliches Leben aufgibt, noch um einen Punkt erweitern. Man kann, wenn man Suizidgedanken hegt, nur Hilfe bekommen, wenn man bereit ist, sich für Geisteskrank erklären zu lassen ( einige Beweise hier im Thread, manigfaltige Beweise im Forum ). Ich schrieb es schon im anderen Thread zum Thema : Für mich ist offensichtlich, dass die angeblich Hilfsbereiten durch die Tabuisierung des Suizid und eben die Knüpfung der Hilfe an, für manche inakzeptable Bedingungen, ihrer eigenen Hilfe im Wege stehen.....

Zitat :

"Es ist immer egoistisch, so zu handeln, wie es (vermutet) das Beste für einen selber ist."

Dieser Satz formuliert es sehr treffend. Damit kann man sicher auch einen Suizid als egoistisch deklarieren.
Nur wirft sich mir die Frage auf, ob jemand, der will, dass ein anderer etwas tut oder eben nicht tut, nicht aus den gleichen Motiven handelt ? Wenn also Suizid egoistisch ist, dann ist der Wunsch der anderen, den Suizid nicht durchzuziehen, mindestens genauso egoistisch.

Und da ein Suizid kraft Definition immer mein Leben beendet ( und mein ist doch, so weit meine Deutschkenntnisse reichen, ein besitzanzeigendes Fürwort ?? ), würde ich sagen, dass mein Egoismus immer über dem Egoismus der Anderen stehen muss, rein aus der Logik heraus.
 
Wenn also Suizid egoistisch ist, dann ist der Wunsch der anderen, den Suizid nicht durchzuziehen, mindestens genauso egoistisch.
Bravo, ich könnte es nicht treffender formulieren und dem Rest deines Beitrages stimme ich ebenfalls zu.

Für mich ist offensichtlich, dass die angeblich Hilfsbereiten durch die Tabuisierung des Suizid und eben die Knüpfung der Hilfe an, für manche inakzeptable Bedingungen, ihrer eigenen Hilfe im Wege stehen.....
Eben. Ich kann ja natürlich nur von mir selbst sprechen, aber hier haben Leute im Forum gefordert, dass ich meine Wohnung aufgebe, meine Ausbildung abbreche und überhaupt. Das ist völliger Irrsinn, weil es das vernichten würde was mich täglich überhaupt noch aufstehen lässt. Hätte ich keine Ausbildungsstelle, wüsste ich mit mir überhaupt nichts mehr anzufangen. Mein Problem ist, dass mir eben für alle Dinge außerhalb meiner Ausbildung die Motivation fehlt, aber das interessiert kaum jemanden. Wenn man ein einziges Mal auch nur das Wort 'Nein' in seine Gedanken nimmt, kommt gleich der virtuelle Foren-Prügelmob an.
😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

habe das Thema gerade gelesen und mir gedacht, dazu nun etwas zu schreiben.

Ich selbst habe tatsächlich eine gespaltene Meinung zum Thema "Suizid".
Ich habe mir auch schon so manches Mal vorgestellt, wie es wäre, würde ich einfach nicht mehr sein.

Den endgültigen Schritt bin ich jedoch nie gegangen - ich habe es nicht einmal versucht.
Ich sehe dann immer meine Mutter, die 8 Jahre um ihr Leben gekämpft und im Anschluss verloren hat. Ich sehe ihre Kraft einfach auszuhalten und weiter zu machen.

Sie hat auch oft keine Lust mehr gehabt - aber immer gesagt, dass das Leben ein Geschenk ist und man eben dafür kämpfen muss.

Ich glaube manche Menschen interpretieren die ein oder andere Situation falsch, haben evtl. sogar eine Depression und nehmen daher alles sehr persönlich und Allgemein (Zufälle werden personalisiert und für grundsätzlich anerkannt etc.). Sie wollen dann aus einer Laune heraus sterben und ziehen sich somit aus der Affäre, weiter machen, ertragen - leben zu müssen.

Für jeden einzelnen bin ich mir sicher ist es dann das einzige was Sinn ergibt und das einzige, was die Situation zu lösen im Stande ist.

Aber ich für meinen Teil denke, dass wir es denen, die nicht mehr leben dürfen schuldig sind, weiter zu atmen, zumal dann, wenn es keine äußeren Einflüsse gibt, die das verhindern.

Es gibt so viel Traurigkeit.

Aber es gibt auch für die meisten Dinge eine Lösung! - eine die das Leben mit einbezieht, nicht das Sterben...
 
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