Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Suizid- Was denkt ihr darüber?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Also ehrlich. Diese Thematik beschäftigt nun schon seit Jahrtausenden die Menschheit. Wie soll so etwas bei einigen Zeilen im Netz Klärung finden?
Das ganze sollte einmal von denen, die sich darüber Gedanken machen von verschiedenen Seiten gesehen werden, zumal jetzt wieder ein Mord als ein Suizid getarnt werden sollte.
In ein paar Zeilen passen von mir lediglich die Worte: Genieße das Leben wann immer es Dir möglich ist. Behebe Deine Probleme so weit es möglich ist alleine und verzichte auf Hilfe, die eher eine Hilfe für die Inszinierer darstellt als für Dich. Egal wer sich gerade angesprochen fühlt, wird hoffentlich stimmen !!!
 
Hallo ihr Lieben,

ich wollte euch mal zu eurer Meinung fragen, wie ihr zu Suizid steht.. ich habe des Öfteren mal mit Freunden drüber geredet und manche meinten, dass einigen Leuten das Einfühlungsvermögen fehlt, dass sie sich (zum Glück) nicht vorstellen können, wie sich das anfühlt, wenn man nicht mehr Leben will. Andere hingegen sagen, dass das absolut egoistisch und dumm ist, weil Suizid keine Lösung ist und dadurch die Menschen im Umfeld verletzt und diese sich selbstvorwürfe machen und dass man das einfach nicht tun kann.

Meine Frage: Wie steht ihr dazu? Was denkt ihr darüber? (auch in Bezug auf aktive Sterbehilfe, wenn eine Person sich nicht mehr selbst das Leben nehmen kann)

Mich würde das wirklich sehr interessieren (nein, ich bin nicht suizidgefärdet, denke aber oft über das Thema nach).

Ich persönlich denke, dass es nicht gerechtfertigt ist, einer Person daraus einen Vorwurf zu machen, dass das egoistisch ist.. natürlich kommt es immer auf die Umstände an, vorallem, wenn die Person Familie (vielleicht sogar Kinder) hat, ist das sehr tragisch.. trotzdem glaube ich, dass es Umstände gibt, wo eine Person wirklich nicht mehr leben will und nicht mehr leben kann, ohne Qualen zu erleiden (seien es seelische oder körperliche). Meine Mutter z.B. lehnt das total ab, sie macht keinen Vorwurf, aber sie sagt, dass ja immer ein Weg ist und sie das garnicht nachempfinden könne.. Aber meine Mutter ist manchmal auch ein bisschen.. von einem anderen Stern. sowas wie SVV oder Suizid kam nie in ihrem Leben vor und sie kann damit glaub ich auch deshalb garnicht umgehen.

Wie seht ihr das? Würde mich über viele (auch noch so kurze Antworten) freuen!

LG, missladyjanna


Niemals.

Das wäre bedingslose Kapitulation und das Wort kenne ich nicht.

Die Garde stirbt, aber sie ergibt sich nicht.

Ich habe mehrfach an schwersten Depris gelitten (KLinik), aber nie an´s aufgeben gedacht.
 
Also ehrlich. Diese Thematik beschäftigt nun schon seit Jahrtausenden die Menschheit. Wie soll so etwas bei einigen Zeilen im Netz Klärung finden?
Es geht doch nicht um Klärung. Wichtig ist doch der Dialog. Gell? Sonst hättest Du doch hier nicht geschrieben. 😀

Suizid wird es immer geben. Grob gedacht, ist Suizid eine menschliche Reaktion auf etwas unmenschliches.

Das ganze sollte einmal von denen, die sich darüber Gedanken machen von verschiedenen Seiten gesehen werden, zumal jetzt wieder ein Mord als ein Suizid getarnt werden sollte.
Lol... Du glaubst wohl das sich die Suizidanten einfach mal eben so umbringen. Unbedacht bleibt dabei herzlich wenig.

In ein paar Zeilen passen von mir lediglich die Worte: Genieße das Leben wann immer es Dir möglich ist. Behebe Deine Probleme so weit es möglich ist alleine und verzichte auf Hilfe, die eher eine Hilfe für die Inszinierer darstellt als für Dich. Egal wer sich gerade angesprochen fühlt, wird hoffentlich stimmen !!!
Das Dumme dabei ist, das genau das nicht geht. Zum Beispiel, wenn der realistische Lösungsweg schon am Start durch schwere Depressionen blockiert wird.
Mit solchen o.ä. Sprüchen, mögen sie noch so stimmig sein, rennt man als Helfender gegen die Betonwand des Suizidgefährdeten.
Genau diese Betonwand gild es durchlässig zu machen, damit auch ankommt was man sagt.

Wer Suizidgedanken hat, sitzt wie in einer Zentrifuge. Dabei wird der Lebenssaft rausgeschleudert. Und dann kommst Du mit diesen Sprüchen. Das ist wie Öl ins Feuer. Glaub mir, damit dreht sich das Ding noch schneller! Eben weil sie bisher nicht funktionierten. Aus welchen grund ist dabei egal.

- Oft reicht nur die pure Anwesenheit, als Hilfe. Simples zuhören. Aufrichtigkeit, eines der Grundpfeiler Suizidgefährdeten zu helfen. Dazu gehört auch, dass man als helfender so ehrlich ist und sagt das man nicht weiter helfen kann, weil Ratlos. Auch das STOP sagen, darf als Selbstschutz sein! Sonst gerät man mit in diese Zentrifuge. So schnell kann man garnicht gucken wie das gehen kann.

Selbst wenn die Menscheit noch tausende von Jahre über dieses Thema redet, wenn nur einem damit geholfen wurde, ist das Ziel erreicht!

Such Dir ein Selbstmordforum und schau Dich dort mal um - über was man sich da alles Gedanken macht.
Gibt aber eher wenige die sich auch nach Außen öffnen, so das man als Gast lesen kann.


abendtau
 
Suizid bedeutet, sich selbst zu töten. Sowohl Selbstmord als auch Freitod sind mir zu emotional besetzt, darum verwende ich diesen Begriff.

Ich persönlich bin dabei der Auffassung, dass sich selbst zu töten durchaus die Lösung aller Probleme ist, denn am Ende existiere ich als Person nicht mehr, habe also auch keine Probleme mehr.
Ich stelle mir nur folgende Frage: Kann und darf Suizid als „Lösung“ angesehen werden für Menschen, die die Verlierer unseres Sozialsystems sind und um die es schade ist, wenn sie fehlen?
Was meine ich damit?

Ich meine: Es gibt Menschen, die entscheiden freiverantwortlich (wenige, aber sie tun es). Sie sehen: Jetzt ist (noch) alles gut, jetzt will ich mein Leben beenden.

Und es gibt Kranke, Arme, Traurige, Verlassene. Die wollen sterben, weil das Leben ihnen weh tut, weil niemand da ist, den es interessiert, wie es ihnen geht, weil sie keinen Ausweg mehr sehen und über ihre Existenz mit diesem letzten verzweifelten Schritt die Kontrolle behalten wollen.

Und um diese letzteren ist es schade, denn ihnen fehlt meines Erachtens „nur“ ein gutes Leben, in dem sie gewertschätzt werden, das freier von Belastungen ist, denen das Leben auch noch etwas geben kann.
Ethisch-moralisch geht das keinen was an, was ich mache. Egoismus kann man doch auf theoretischer Ebene den Angehörigen vorwerfen, da sie den Suizidenten behalten wollen.
Also mit den Kategorien sollten wir den Ball flach halten.

Ich finde weiter, dass wir als Gesellschaft zu wenig darüber reden und zu wenig ernst nehmen, was andere bedrückt – Angst vor dem Altenheim kann Leute dazu bringen, sich umzubringen. Solange wir diese Angst nicht ernst nehmen, werden sich weiter ungehört Menschen umbringen, die ein offenes Ohr bräuchten.

Wir leben leider in einer Gesellschaft, in der Menschen Angst haben müssen, dass ihnen, denen Kontrolle und Autonomie so wichtig ist, als einziger Ausweg geboten wird, dass sie zwangseingewiesen oder medikamentös ruhiggestellt werden, wenn sie sagen, dass das Leben manchmal einfach ätzend ist oder sie sterben wollen.
 
So, nach dem Lesen der Postings hier nochmal ein paar Anmerkungen:

Ich sehe das so: das eigene Leben ist das absolut wichtigste, das man hat.
Das stimmt nicht. Das Leben ist es nicht, es ist die Würde und Selbstbestimmtheit. Unzählige Menschen sind bereit (gewesen), zu sterben, solange der Tod nur selbstbestimmt ist.

Es ist definitiv feige, dass man nicht kämpft und stattdessen aufgeben will. Vor allem wenn es Menschen gibt die einen lieben, wie gesagt.
Feige? Was heißt denn "feige"? Ich zitiere mal Wiki: "Feigheit ist zunächst die vorwerfbare (kritisch gesehene) Neigung, sein Handeln durch Angst oder Furcht bestimmen zu lassen. Sie wird als seelischer Zustand beschrieben, in dem sich jemand aus Furcht vor einer Gefahr, einem Verlust, Schmerz oder Tod nicht stellt und aus der Sicht Dritter als ehrlos erweist."
Der Suizident stellt sich dem Tod. Mutig und furchtlos geht er in den eigens gewählten Tod (du siehst, auch entgegengesetzt kann man pathetisch werden, das hatte früher im alten Rom und sogar schon in der Bibel Tradition - mit einer der Gründe, vermutet man, dass in Japan so viele Suizide geschehen, denn dort gilt der Suizid (Harakiri) gerade als ehrenvoll.)

Sie hat auch oft keine Lust mehr gehabt - aber immer gesagt, dass das Leben ein Geschenk ist und man eben dafür kämpfen muss.
Es ist KEIN Geschenk, wenn ich es nicht ablehnen kann. Dann ist es eher eine aufgezwungene Bürde, eine Belastung.

Aber ich für meinen Teil denke, dass wir es denen, die nicht mehr leben dürfen schuldig sind, weiter zu atmen, zumal dann, wenn es keine äußeren Einflüsse gibt, die das verhindern.
Nein, niemand ist irgendwem etwas schuldig. Schon gar nicht den Toten. Woher sollte eine so geartete "Schuld" denn stammen? Aus der Zufälligkeit, dass der andere als Erster zB einen Schritt auf den Zebrastreifen gemacht hat, erfasst wurde und ich nicht? Nee?

Aber es gibt auch für die meisten Dinge eine Lösung! - eine die das Leben mit einbezieht, nicht das Sterben...
Nein, das ist mir zu oberflächlich. Denn das Leben definiert sich erst in Abgrenzung zum Tod - den Tod ausklammern zu wollen in einer Welt, in der wir jeder jede Sekunde sterben können, ist mE absurd.

Insgesamt fällt mir (nicht nur hier) auf, dass bei Suizid sofort die Wertungen einsetzen:
"Der ist krank, der darf sich umbringen"/ "Leid muss man auch mal aushalten" / "Der hat kein Recht, sich das Leben zu nehmen" / "Das Leben ist ein Geschenk" usw.

Wieso, frage ich mich, passiert es in einer aufgeklärten Gesellschaft, dass wir es einfach nicht akzeptieren können, wenn jemand - für uns scheinbar grundlos - sagt, er möchte nicht mehr leben?

Warum (mit Verlaub) labern wir ihn dicht, wollen ihn abhalten, bedrängen ihn, erklären, mahnen, ziehen auf, weisen ungefragt hin auf tausend Dinge usw?

Ich denke, wenn einer unserer Spezies, einer von uns, keinen Lebenswillen mehr hat, dann weckt das in uns den Instinkt, ihn vom Leben überzeugen zu müssen, weil es uns unbewusst widernatürlich vorkommt und uns auf einer tieferen Ebene anspricht: Er berührt in dem Moment unser persönliches Selbstverständnis, das darauf gepolt ist, weiterzumachen und das Leben als höchstes Gut zu betrachten.

Im Übrigen fehlen mir hier in der Betrachtung die Alterssuizide - eine zunehmende Zahl an Fällen. Suizide von Menschen (man schaue die Kunden von Kusch an), die einfach alt sind. Die 90 sind und nicht mehr wollen. Warum soll man denen was vom schönen Pflegeheim erzählen, warum soll man ihnen Palliativmedizin versprechen und die Vorteile der terminalen Sedierung loben?
Warum akzeptieren wir nicht, dass die Intensivmedizin so weit ist, unser Leben unglaublich auszudehnen und dass diese Ausdehnung nicht in jedem Fall gewünscht ist?

Und warum akzeptiert es die Gesellschaft total, wenn einer eine notwendige Behandlung verweigert und stirbt, nicht aber, wenn er durch "Suizid" sterben möchte?
Wieso sind wir beim einen paternalistisch, beim anderen nicht?

Fragen über Fragen... 🙂
 
Lol... Du glaubst wohl das sich die Suizidanten einfach mal eben so umbringen. Unbedacht bleibt dabei herzlich wenig.





Such Dir ein Selbstmordforum und schau Dich dort mal um - über was man sich da alles Gedanken macht.
Gibt aber eher wenige die sich auch nach Außen öffnen, so das man als Gast lesen kann.


abendtau

Eben, es wird mehr bedacht als die meisten denken.
Die Außenwelt sieht nur eine kurzschlussreaktion,
u.a. weil eben von diesen Gedanken, Plänen keiner etwas mitbekommen darf.
Sonst riskiert man seine Freiheit.

Kenne diese Foren, treib mich da auch rum 😉
Es wird ALLES mit einbezogen, bedacht auch an Angehörige, was ja meist bestritten wird.
Schlimm nur, das man sich schon fast in den Untergrund verziehen muß,
das ständig die Gefahr besteht, das solche Foren geschlossen werden.
Dabei kann es hilfreich sein, dort seine Gedanken loszuwerden
ohne dafür eingesperrt zu werden.



Suizid wird als egoistisch angesehen, weil man seinen Angehörigen Schmerzen bereitet
aber ist es nicht genauso egoistisch zu fordern das jemand nur für einen selbst am Leben bleibt,
egal wie schmerzhaft es für diesen wäre ?

Suizid ist keine Lösung ?
Vielleicht nicht aber er beendet Probleme nachhaltig.
 
Ich habe schon einige Versuche hinter mir, aber irgendjemand will wohl das ich nicht sterbe.

Schließ ich mich doch mal an.

Dann wollen wir mal ein Tabu brechen, 😉
das Tabu:
darüber redet man nicht.

Hab auch schon zwei Versuche.
Beim ersten fehlte das wissen ( vor ca. 18 Jahren)
Beim 2. die Mittel (vor knapp 2 Jahren)
Wie man daran sieht, begleiten mich diese Gedanken schon sehr lange,
nix kurzschluss.
Und ich finds blöd, das es nicht klappte, auch Jahre später.
 
Ich habe schon einige Versuche hinter mir, aber irgendjemand will wohl das ich nicht sterbe.

Wir hier wollen das alle nicht! 😉🙂

Ich hab einen Versuch glücklicherweise überlebt und wenn ich mich jetzt, Jahre später, emotional ein wenig zurück erinnere...nein, es war keine Kurzschlußhandlung, es war mehr das Ende einer umfassenden Abwärtsspirale aus der ich wirklich keinen Ausweg mehr gesehen habe.

Ich kann das heute also immer noch nachvollziehen und erinnere mich was alles mich dazu gebracht hat. Daher...no regrets, aber ich bin mehr als glücklich dass ich am Spiel des Lebens noch teilnehmen darf.
 
Ich finde es für einen Suizidalen gefährlich, für einen Ängstlichen aber beruhigend sich mit Nahtodforschung und Erfahrung zu beschäftigen. Diese Erfahrungen sind für diese menschen durchweg positiv bis wunderschön - keiner wollte mehr zurück.

Es gibt nämlich immer mehr Mediziner und Physiker die davon ausgehen, das das Gehirn nur ein Empfänger des Bewußtseins ist und das es tatsächlich eine immaterielle Dimension gibt und das das Bewußtsein somit keinen Körper braucht.....

googelt mal nach Pim van Lommel und Rupert Sheldrake
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben