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Suizid- Was denkt ihr darüber?

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Äh - reden wir hier gerade über die "wunderbaren Vorteile" einer Querschnittslähmung?! O_O Ich hoffe nur, dass das kein Betroffener mitkriegt, denn ich werd ja schon wütend, wenn ich lesen "naja, aber du kannst aus dem Fenster gucken..." O_O Ja, als Äquivalent für Bewegungsfreiheit, normale Einbindung in den Straßenverkehr, schnell-mal-eben-zu-Penny-Brot-holen usw usf ist das natürlich ein echter Vorteil!!

nee, is voll schlimm und besser sollten diese leute jammern, sich umbringen oder leiden. mein gott, fänd ich das anstrengend wenn mich andere leute aus zivilcourage so mitleidig angucken würden, wie du es hier verbal mit ihnen machst. "mitleid" kann auch eine unverschämtheit sein.
ich kenne eine frau im rollstuhl, die ihren weg damit gut gefunden hat. gibts auch. JEDER hat sein päckchen. obs jetzt eckig ist oder rund, mein gott....
ein "betroffener" ist nicht gleich "betroffener". jeder is anders und geht anders mit dingen um. weder ich noch du können im vorfeld über individuen urteilen.


Auch ich kann nur für mich sprechen und ich wäre erst mal sehr verzweifelt und würde mit dem Schicksal hadern. Und ich bin jemand, der eine positive Grundstimmung hat.
Es ist was anderes, zu sagen, dass man durch das Leid bestimmte Sachen schätzen gelernt hat und dass es daher auch zu einer positiven Entwicklung gereichte, aber "aus dem Fenster gucken..."?!
Wieso wird hier grad ein uU schweres Schicksal allgemein bagatellisiert, verharmlost und glorifiziert? Oder hab ich schon wieder zu früh die Krallen ausgefahren? 😀

du hast zu früh die krallen ausgefahren😀
jetzt mal im ernst. immer dieser schwermut hier. lacht mal ne runde, leute. am ende krepiern wir alle😀 egal, ob als schwarzer, weißer, doktor oder sonstwas. mir ist zumindest scheißegal, was mir passiert. ich finde einen weg. kannst du ja anders machen, joey-silver und erst verzweifeln und dann einen weg finden. ich spare den umweg.



Wo du das grad sagst und dieser "Es gibt immer eine Lösung"-Ton aufgekommen ist: In der obigen Radiosendung gabs einen Sterbehelfer (Spittler, wenn ich mich recht entsinne), der schilderte, was für Menschen zu ihm - er ist Gutachter für Sterbehilfevereine - kommen.

Die sind nicht einfach nur verzweifelt, die haben sich jahrelang Gedanken gemacht, das Für und Wider abgewogen - die sind abgeklärt. Und sie haben eine Entscheidung getroffen, die von dir, sunn, schon wieder nicht akzeptiert, sondern abgewertet wird: Du nennst es dumm.

ich schreib ja nur, was ich finde. wo ist das problem? die leute, die suizid begehen oder du oder der liebe gott können das ja anders sehen. ich find es dumm. man hat nur ein leben, bevor ichs beende geh ich lieber auf weltreise oder sowas.

Da gab es eine Frau, die hatte zum Zeitpunkt, wo der Mann sie traf, 50 Jahre Therapie hinter sich. 50 Jahre!! Ein halbes Jahrhundert! Fast doppelt so lang, wie ich lebe, hat diese Frau Therapie gemacht und ihr Schicksal nie verwinden können. Sie war vom Klavierlehrer missbraucht worden und der Vater hatte, nachdem das Kind sich der Familie anvertraut hatte, gesagt, dass sie weiter bei dem Mann Klavierunterricht machen muss. Natürlich wurde sie weiter missbraucht.

ich korrigiere mich: nach dieser therapie hätte ich mich wahrscheinlich auch umgebracht😀 nee, mal im ernst: für die frau tut es mir leid. sie hätte vermutlich nicht so viel zeit darauf verwenden sollen, die sache zu überwinden. wenn man ständig in sachen rumpuhlt, die eh schon schlimm waren. mein gott, da würd ich ja gaga werden, was mir schon alles wiederfahren ist. aufstehen, abhaken, nach vorne gucken, gute erfahrungen machen, wunde schließen.

ich werd hier jetzt wahrscheinlich ein paar aufgebrachte schreie ernten, weil ich kein tiefstes mitgefühl für die frau hab, aber ich hab so viel gesehen und gehört, dass ich es sachlich hinnehme. aus meiner perspektive erschließt sich mir ihre reaktion nicht. aber das musste sie selbst wissen. vermutlich war der therapeut einfach schlecht oder sie hat sich verrannt und etwas reingesteigert. was weiß ich. klassischer fall von hyperventilierung.😀

Und der Gutachter sagte einen ganz klugen Satz, nämlich, dass wir solchen Menschen nichts mehr anzubieten haben. Wir verstummen vor ihrem Schicksal, wir können ihnen nichts an Hilfe anbieten.
nee, man kann sich nur selbst helfen. die frau hätte da allein rauskommen müssen. aber bei der therapie hätte ich das vermutlich auch nicht geschafft.

Ich vermisse in dieser Debatte Respekt vor einer selbstbestimmten Entscheidung eines anderen.

hä? andere entscheiden sich selbst für das, was sie denken und tun. natürlich lass ich ihnen das. das kann ich finden wie ich will, so wie ich auch kein problem damit hab, wenn du es banane findest, was ich denke oder mache. jeder ist seines glückes schmied, auch unter schwierigen umständen (was auch immer das sein mag, in meinem denken gibt es nur mangelnde lösungen oder falsche bewertungen). wenn andere sich das leben nehmen wollen ist mir das scheißegal. das meine ich neutral. ich fühl mich da nicht verantwortlich. ist ja deren entscheidung. blos kann ich das nicht verstehen...

sein leben führt man allein, auch wenn andere einen begleiten können. wenn man das akzeptiert hat, ergibt sich daraus auch eine distanz zu andern, die anderen den raum zugesteht, zu machen, was sie wollen. ich sehe da keine respektlosigkeit.
 
Klar zählen deine Argumente für dich, es sind ja deine Gedanken die für dich Geltung haben. Aber...

a) ...wie kannst du da sicher sein, denn b...
b) ...wird man schnell als Ballast empfunden und die Leute distanzieren sich womöglich.
c) ...das ist der schwächste Trost...den ganzen Tag frei und aus dem Fenster starren? Vollkommen bewegungsunfähig?

endlich zeit, die ganze literaturgeschichte durchzuarbeiten. wie geil. andere beschweren sich über stress: kein stress. musik hören, die ganze klassik durch und dazu über alle komponisten lesen. wie cool. mein gott, stephen hawking saß auch im rollstuhl. katastrophe (ironie). zu b): ist dir noch nie aufgefallen, dass im leben immer einer kommt, der einen liebt? nur wenn man glaubt, es kommt keiner, versperrt man sich die sicht dafür. eine freundin geht, eine neue kommt. eine beziehung endet, eine neue beginnt. manche distanzieren sich, man findet neue, sucht anschluss zu gleichgesinnten, findet einen betreuer, etc. aber gut, wenn man es so macht wie du, dr. rock, und denkt, es kommt keiner, dann wirkt man immer traurig und verschlossen und menschen kommen weniger an einen heran. dann denkt man wieder, man hätte keine freunde etc. so beginnen depris, die bewahrheiten sich dann. ich sehe an der stelle zumindest kein problem.





Was nützt einem die Macht des Geistes wenn man komplett bettlägerig und auf Pflege angewiesen ist? Das meinte ich übrigens mit "handlungsunfähig".

promovieren. endlich.



Dann vergiss nicht dass andere Menschen u. U. nicht so zu denken gelernt haben und andere Dispositionen haben.
dann müssen sies lernen. dispositionen? kann man das essen? wers glaubt... der wird bestätigt. glaub ma!



Nach dem was du uns anvertraut hast ist es ganz sicher Scheiße, aber es gibt immer noch einen noch größeren Haufen.

icke hab noch mehr auf laga, wa?
lassen wir das, der haufen war natürlich zu klein😀 deswegen bleibt mir die gute laune..


Es ist nicht zwangsläufig dumm, es ist Verzweiflung.
in meinem weltbild liegen verzweiflung und dummheit gar nicht so weit voneinander entfernt. zumindest wenn man voraussetzt, dass kluges handeln lösungsorientiert denkt und verzweiflung somit im keim erstickt, bevor sie aufkommt. ich kenne verzweiflung, sollte sie mich erfassen, erwürg ich lieber sie als mich😀[/QUOTE]

Ich bin so weit von dir gar nicht entfernt wie du denkst, aber ich wiederhole mich gerne noch mal: Man kann nicht von sich ausgehen und behaupten; ich finde so oder so immer einen Ausweg bzw. einen Halt (was man ja auch gar nicht wissen kann, man kann es nur glauben, denn wie gesagt, es geht leider oftmals noch tiefer in die Scheiße...) und andere müssten das auch können bzw. beherrschen. Menschen lassen sich nicht vergleichen.
allem handeln geht das denken voraus. glaub es mir: eine zukunft existiert nie in der gegenwart, also ist es klüger, dass beste anzunehmen, weil man das passierende dementsprechend interpretiert. ich respektiere (ein gruß an joey-silver an dieser stelle) deine sichtweise, jedoch halte ich es für dumm, überhaupt etwas schlechtes anzunehmen. was soll das bringen? bauchschmerzen? aber kannst du ja so machen. is mir egal. für mich nicht, danke.

Es wird wohl nicht unbedingt jemand "just for Fun" sein Leben in den Müll werfen weil er gerade ein kleines Problemchen hat, dazu gehört wesentlich mehr und genau davon gehe ich auch aus.

ja, eine existentielle krise, ein problem, für das man keinen ausweg sieht, etwas, in das man sich verrannt hat.

wohlbemerkt sind diese dinge trotzdem zumeist psychischer natur, denn das wohlbekannte "dach über dem kopf" und "essen" ist in deutschland ja sicher.

wenn nicht psychischer natur:
beizeiten empfehle ich auch, dinge im voraus zu bedenken anstatt in dinge zu laufen, die einen später in den suizid treiben. vielleicht liegt er mir auch deshalb so fern, weil ich eventualitäten oder mögliche konsequenzen von handlungen mitbedenken kann. ein kind zu retten, nachdem es in den brunnen gefallen ist, ist natürlich schwerer.

aber das müssen leute selbser wissen. ist meines erachtens auch nicht so klug, nichmal im vorfeld zwei zentimeter nach vorn zu gucken, um zu schauen, ob man auch mit den negativsten konsequenzen der handlung leben könnte (schulden, beziehung etc). soll ich respekt vor allen leuten haben, die ihr gehirn nicht anschalten? das finde ich von anderen sehr egoistisch (ebenso wie ich depressive (ja, steinigt mich😀) sehr egoistisch finde). schließlich bemühe ich mich, anderen nicht immer emotional "auf der tasche zu liegen" und verantwortung für mein handeln zu übernehmen. sonst kann ich auch wieder in den kindergarten gehen.

hier werd ich jetzt wahrscheinlich viele kommentare des stils, ich sei "arrogant" etc hören. naja, mal schauen. bin gespannt.
 
Kurz und bündig: Natürlich sollte man einen vollzogenen Suizid nicht verurteilen, jedoch sollte man alle Hebel in Bewegung setzen diesen im Vornherein zu verhindern. Eine hohe Zahl derer, die den Freidtod wählen, hätte man mit professioneller Hilfe und Wiedereingliederung in ein soziales Netz helfen können. Leider kommt das viel zu selten vor und Betroffene haben natürlich selbst wenig Kraft und vorallem keine Konzentration mehr, ihre Probleme systematisch zu lösen.
 
Hi Sunn!
nee, is voll schlimm und besser sollten diese leute jammern, sich umbringen oder leiden. mein gott, fänd ich das anstrengend wenn mich andere leute aus zivilcourage so mitleidig angucken würden, wie du es hier verbal mit ihnen machst. "mitleid" kann auch eine unverschämtheit sein.
Hm, guter Hinweis. Ich war gedanklich mehr bei denen, die gerade in diesen Zustand gekommen sind - und denen sowas zu sagen, empfinde ich als Hohn. Ich würde versuchen, dich mit dem Rollstuhl zu überfahren... xD damit hätte ich dann ein neues Lebensziel... 😀 Nach einer Querschnittslähmung haben die Leute massiv erhöhte Suizidraten - wenn sie die ersten kritischen sechs Monate überstanden haben, haben sie eine Chance. Ich befand mich gedanklich in den ersten sechs Monaten. Und ich guck sie nicht mitleidig an. Ich stell mir eher vor, wie es mir ginge.

du hast zu früh die krallen ausgefahren😀
*einfahr*

jetzt mal im ernst. immer dieser schwermut hier. lacht mal ne runde, leute. am ende krepiern wir alle😀 egal, ob als schwarzer, weißer, doktor oder sonstwas. mir ist zumindest scheißegal, was mir passiert. ich finde einen weg. kannst du ja anders machen, joey-silver und erst verzweifeln und dann einen weg finden. ich spare den umweg.
Wieso, wer ist hier schwermütig? Hat ja keiner ausgeschlossen, dass man auch mit so nem Schicksal klarkommt, aber das so zu glorifizieren kommt mir schräg vor... ich brauche diesen Umweg - nicht über Verzweiflung, sondern über emotionale Einstellung, also quasi ne gefühlsmäßige Feinjustierung. Warum soll man nicht mal traurig sein über den Verlust von Lebensplänen, Körperteilen oder Menschen?

ich schreib ja nur, was ich finde. wo ist das problem? die leute, die suizid begehen oder du oder der liebe gott können das ja anders sehen. ich find es dumm. man hat nur ein leben, bevor ichs beende geh ich lieber auf weltreise oder sowas.
Du hast übrigens nicht auf meinen letzten Post geantwortet, wo ich die These aufwarf, dass du charakterlich von vornherein was hast, was andere nicht haben und dass das dein Glück ist.

hä? andere entscheiden sich selbst für das, was sie denken und tun. natürlich lass ich ihnen das. das kann ich finden wie ich will, so wie ich auch kein problem damit hab, wenn du es banane findest, was ich denke oder mache. jeder ist seines glückes schmied, auch unter schwierigen umständen (was auch immer das sein mag, in meinem denken gibt es nur mangelnde lösungen oder falsche bewertungen). wenn andere sich das leben nehmen wollen ist mir das scheißegal. das meine ich neutral. ich fühl mich da nicht verantwortlich. ist ja deren entscheidung. blos kann ich das nicht verstehen...
Hm, ok, ich muss vielleicht den Hintergrund erklären, was ich zur Zeit im Kopf habe. Ich hab jetzt gerade die Leute im Kopf, die sterbenskrank sind, die ne Lebenserwartung von wenigen Wochen haben und die vor Schmerzen wahnsinnig werden. Ich kann dabei nicht verstehen, warum die Gesellschaft sie zum Leben zwingen will und ihnen dann noch was vorsülzt von wegen "Schmerzen bilden den Charakter", "man muss auch Schmerzen aushalten können" und "es findet sich immer noch was Schönes" (??) - alles schon gelesen, meist von Glaubensvertretern.

wohlbemerkt sind diese dinge trotzdem zumeist psychischer natur, denn das wohlbekannte "dach über dem kopf" und "essen" ist in deutschland ja sicher.
Nein. Vor gar nicht allzulanger Zeit hätte ich das auch - wahrscheinlich mit der gleichen Vehemenz - behauptet (Mann, gleich bring ich noch den Satz: Jaja, komm du mal in mein Alter, dann wirst du sehen... xD).
Aber ich hatte nun die traurige Gelegenheit, mit anzusehen, wie ein psychisch kranker Mensch (Angst-/Panikstörung usw) durch alle Netze gefallen ist. Begonnen beim Frauenhaus, über das Obdachlosenheim bis hin zum Sozialamt.
Das ist leider ein Mythos, dass man in diesem Land so etwas sicher hat.

Wenn du wegen der Krankheit nicht telefonieren kannst, weil du anfängst, dermaßen zu stottern, dass die am anderen Ende auflegen, weil sie glauben, dass du sie verarschen willst; wenn du wegen der Sozialphobie nicht rausgehen kannst, weil dein Kopf außer Kontrolle gerät vor Angst; wenn deine Familie dich rausschmeißt, weil sie mit dieser Krankheit nicht klarkommt; wenn du zu deinem vermeintlichen Freund ziehst, der die Gelegenheit nutzt, um dich vollends sozial zu isolieren und dich gelegentlich krankenhausreif schlägt (wo du wegen der Sozialphobie aber nicht hinkannst); wenn du dann ins Frauenhaus und von dort aus ins Obdachlosenheim kommst; wenn du keine Wohnung findest, nicht zum Amt gehen kannst, weil du nicht raus kannst; wenn sich niemand mehr drum kümmert, niemand dir hilft - dann bist du am A****, Sunn.
Richtig ganz unten am A****.

Ich habe - ich bin geneigt zu schreiben "leider", aber eigentlich hat mir das die Augen geöffnet - diese Welten gesehen, in denen Menschen unter Bedingungen leben, die man sich nicht vorstellen kann.
Menschen, die nur noch entfernt an Menschen erinnert. Menschen, die dermaßen von Krebs, Alkohol und Gott weiß was zerfressen sind, dass ihre menschliche Form fast vollständig verloren gegangen ist.
Sie leben ein Leben, in dem nur ganz wenige Momente des Glücks sind, Momente, die nicht ausreichen, um den Schmerz zu übertünchen, die Wunden zu heilen, die das Leben gerissen hat, denn es werden immer weiter Wunden geschlagen.
Mit Vertrauen und "es kommt immer einer, der dich liebt" ist es in dieser Welt nicht weit her. Da kommt immer einer, der dich abzieht, wenn du schläfst, der dich zusammenschlägt, wenn er drauf ist usw.

schließlich bemühe ich mich, anderen nicht immer emotional "auf der tasche zu liegen" und verantwortung für mein handeln zu übernehmen. sonst kann ich auch wieder in den kindergarten gehen.
Du bist wieder bei "Weil ich das kann (was dein absolutes Glück ist), müssen andere das auch tun".

hier werd ich jetzt wahrscheinlich viele kommentare des stils, ich sei "arrogant" etc hören. naja, mal schauen. bin gespannt.
Nee, als arrogant erlebe ich dich nicht. Eher als - nicht böse gemeint - vom Schicksal hart sich selbst und anderen gegenüber geworden, mit wenig Verständnis für Leute, die etwas nicht können.
Du schmeißt - bildlich gesprochen - Leute, die ohne Arme geboren worden sind, ins Schwimmerbecken und schreist ihnen zu: "Weil ich das kann, musst du das auch können! Los, schwimm!! Mach schon!"
 
Nee, als arrogant erlebe ich dich nicht. Eher als - nicht böse gemeint - vom Schicksal hart sich selbst und anderen gegenüber geworden, mit wenig Verständnis für Leute, die etwas nicht können.
Du schmeißt - bildlich gesprochen - Leute, die ohne Arme geboren worden sind, ins Schwimmerbecken und schreist ihnen zu: "Weil ich das kann, musst du das auch können! Los, schwimm!! Mach schon!"

joey-silver, das, was du hier schreibst, stimmt. alles, was ich auf deine postings antworten würde, würde in die richtung gehen. ich sehe es so: ich kann das nicht, weil ich anders bin oder meine persönlichkeit so ist, sondern weil ich gelernt habe, dass die momente, in denen man unten ist, einem dabei helfen, aufzustehen, weil man keine andere wahl mehr hat. ich gebe dir recht, ich habe an der stelle mit anderen kein verständnis, weil es mich depressiv machen würde, mich mit dem gedanken zu identifizieren, dass es punkte im leben gibt, an denen es nicht weitergeht. in meinem leben existiert das -gewählt- nicht.

es hat auch nichts mit "charakterstruktur" zu tun, sondern das entscheidet ein jeder selbst, wie er/sie zu seinem/ihren leben stehen möchte. das hat was mit den gedanken tu tun, die man zulassen möchte.

ich bin jetzt nicht auf die details eingegangen deines posts- wie gesagt- aber ich verbleibe so, da ich meine sichtweise -zugunsten meiner lebensfreude- nicht ändern will. existentielle krisen sind psychisch anstrengend, ich kenne auch panikattacken, angst, finanzielle not, obdachlosigkeit. ich hab die ganze palette durch. ich hab immer einen weg gefunden, nicht, weil ich so toll bin, sondern einfach aus dem grunde, weil ich daran geglaubt hab.
 
Und es gibt welche die nicht mehr daran glauben das alles wieder gut wird.

Sie haben auch irgendwann keine Hoffnung mehr das alles wieder gut werden wird.

Kämpfen kann sehr schwer sein,grade wenn man nicht mehr möchte.
 
ich verstehe nicht, wie man nicht mehr möchten will. that's the jumping point. aufgeben ist feige.

Nicht mehr möchten will,wenn Dinge einfach zuviel werden.Wenn man es nicht mehr schafft die Dinge zu ertragen.

Krankheit,allgemeine Verluste usw.

Einfach wenn es in der Summe zuviel wird.

Egal für welchen Weg man sich entscheidet,feige ist niemand.

Ich finde es nur schade wenn man jemanden der Hilfe benötigt diese Hilfe versagt aus dem eigenen Egoismus heraus.
 
joey-silver, das, was du hier schreibst, stimmt. alles, was ich auf deine postings antworten würde, würde in die richtung gehen. ich sehe es so: ich kann das nicht, weil ich anders bin oder meine persönlichkeit so ist, sondern weil ich gelernt habe, dass die momente, in denen man unten ist, einem dabei helfen, aufzustehen, weil man keine andere wahl mehr hat. ich gebe dir recht, ich habe an der stelle mit anderen kein verständnis, weil es mich depressiv machen würde, mich mit dem gedanken zu identifizieren, dass es punkte im leben gibt, an denen es nicht weitergeht. in meinem leben existiert das -gewählt- nicht.
Ja, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Verstehe ich das richtig, dass du befürchtest, dass diese Gefühle von früher dich übermannen würden, wenn du sie noch einmal fühlst?

Ich meine das so: Ich hab auch einige krasse Zeiten durch und in der ersten Zeit konnte ich den Gedanken daran nicht zulassen, weil er zu schmerzhaft war. Nun, aus der Distanz der Zeit, kann ich diese Gefühle zulassen und zu mir selbst sagen: Mensch, das war wirklich hart und hat dich verletzt.

Dein Mantra ist also: Weiterrennen, nicht zur Ruhe kommen und wer Schwäche zeigt, fällt.

es hat auch nichts mit "charakterstruktur" zu tun, sondern das entscheidet ein jeder selbst, wie er/sie zu seinem/ihren leben stehen möchte. das hat was mit den gedanken tu tun, die man zulassen möchte.
Das würde ich weiter bestreiten. Es gibt Menschen, die haben dieses Vermögen nicht. So, wie einige ohne bestimmte Organe zur Welt kommen. Das fehlt denen einfach. (Ich hab auch Jahre gebraucht, um den Gedanken begreifen zu können...) Will dich auch nicht überzeugen, will das bloß als Gedanken anregen.

ich bin jetzt nicht auf die details eingegangen deines posts- wie gesagt- aber ich verbleibe so, da ich meine sichtweise -zugunsten meiner lebensfreude- nicht ändern will. existentielle krisen sind psychisch anstrengend, ich kenne auch panikattacken, angst, finanzielle not, obdachlosigkeit. ich hab die ganze palette durch. ich hab immer einen weg gefunden, nicht, weil ich so toll bin, sondern einfach aus dem grunde, weil ich daran geglaubt hab.
Meine Hochachtung 🙂 Ehrlich gemeint.

ich verstehe nicht, wie man nicht mehr möchten will. that's the jumping point. aufgeben ist feige.
Aaaach Sunn, jetzt holst du den nächsten Bewertungsbegriff raus xD Mann! "Dumm", "feige",... wie war das mit Respekt?! 😉

Nochmal: Was ist feige, wenn eine junge Frau, deren Unterleib vom Krebs so zerfressen ist, dass ihre Organe nach unten durchfallen (echter Fall), die vor Schmerzen teilweise das Bewusstsein verliert und kaum noch weiß, wer sie ist, sagt: Das ist unwürdig, ich will jetzt sterben. Wo ist die Feigheit?
 
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