Das ist ziemlich typisch.Wenn ich (fast) nichts fühle komme ich gut klar aber wenn ich von meinen Gefühlen und Gedanken übermannt werde und ich entweder extrem euphorisch oder extrem niedergeschlagen bin kommt es oft dazu oder wenn ich besonders viel Angst habe oder gestresst bin.
In diesen Momenten laufen unbewusste Prozesse ab, die in der Kindheit verinnerlicht wurden. Es kommt zu Aggression gegen sich selbst. Vielleicht denkt man, man hat es verdient, und hinterher fühlt man sich besser.
Vielleicht hilft es dir, wenn du dir vergegenwärtigst, dass du es nicht verdient hast, sondern dass du es verdient hast, dass man/du verständnisvoll und fürsorglich mit dir umgehst. Dass die negative Bewertung zu Unrecht von außen kam und nicht stimmt. Das braucht sicher viel Zeit.
Außerdem kann es helfen, wenn du aufmerksam bist und aufpasst, in welchen Situationen sich Anspannung aufbaut, um rechtzeitig auf die Bremse zu treten, bevor du den Point of no return erreichst. Dafür braucht es Erfahrung, sodass du gleich merkst, das ist jetzt so eine Situation, wo es gleich passieren könnte, und viel Achtsamkeit.
Vielleicht würde eine erneute stationäre DBT helfen? Es kann ja sein, dass es mit dem Regeln einhalten diesmal besser klappt?