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Suche Austausch mit Menschen, die toxische Familie und narzisstische Eltern erlebt haben

Trotz alledem habe ich nie aufgehört, nachzudenken. Ich erkenne seine Muster, kann sie analysieren, und ich weiß mittlerweile: Das, was mir passiert, ist nicht meine Schuld.
Genauso ist es. Dies zu erkennen ist der erste Schritt um sich innerlich von einem toxischen Elternhaus zu lösen. Der zweite, lebenswichtige Schritt ist tatsächlich, sich auch physisch zu befreien. Deine Pläne auszuziehen, solltest du so schnell wie möglich umsetzen, denn jeder Tag dort hat auch psychische Auswirkungen auf dich.

Es ist gut, dass du Erfahrungsaustausch suchst aber mach nicht den Fehler, nur über deinen Vater zu schimpfen, sonst würdest du ihn gedanklich immer bei dir behalten und dies würde dein Leben weiterhin negativ beeinflussen, ob er nun physisch da ist oder nicht.

Du siehst ja wie sich deine Schwester wegen der Umstände verändert hat, womöglich ist dein Vater auch nur so geworden weil auch er in einer toxischen Umgebung aufgewachsen ist. Mit dir hat das nichts zu tun. Er kann nicht anders, er ist nicht so geboren sondern wurde so gemacht. Vielleicht hilft dir das, ein wenig milder über ihn zu urteilen. Er verdient nicht deine Wut sondern dein Mitleid. Er kann sich nicht mehr ändern, du schon. Aber das funktioniert nur wenn du tatsächlich ausziehst. Nicht nur reden, sondern auch tun.
 
Ich kenne das leider nur zu gut. Diese Erfahrungen haben mein weiteres Leben stark beeinflusst. Ich musste leider feststellen, dass viele Personen emotionalen Missbrauch als etwas Triviales ansehen oder ihn gänzlich in Abrede stellen, daher würde ich den privaten Austausch per PM bevorzugen.
 
Und es ist leicht zu sagen - dies @nachfolgende Kommentare -, man wäre ja "nun erwachsen".
Ja, das ist leicht zu sagen, weil es Tatsache ist!
Und nein, man legt nicht einfach etwas ab. Erfahrungen, Prägungen und Probleme gehen nicht einfach weg. Als erwachsener Mensch habe ich aber eine Wahl wie ich damit umgehe, ob und wie ich meine Geschichte integriere. Erwachsene Menschen sind keine hilflosen Kinder mehr.
 
Wie ist das bei dir?

Wenn man genau hinschaut, dann hat dein Vater dir praktisch dauernd "erzählt", guck, so war man zu mir, ich lasse dich das auch fühlen.
So ungefähr kann man das wirklich fühlen. Wie oft er gesagt hat, wenn er irgendwas gemacht hat, bei ihm war das auch so. Weil mein Eindruck ist auch der, dass er irgendeine Gleichgerechtigkeit im Sinne seiner eigenen Kindheit will.
 
Ja, das ist leicht zu sagen, weil es Tatsache ist!
Und nein, man legt nicht einfach etwas ab. Erfahrungen, Prägungen und Probleme gehen nicht einfach weg. Als erwachsener Mensch habe ich aber eine Wahl wie ich damit umgehe, ob und wie ich meine Geschichte integriere. Erwachsene Menschen sind keine hilflosen Kinder mehr.
Ja, aber das Bild, das die Gesellschaft einem vermittelt, hat irgendwie nur Standard Floskeln. "Wenn ich das geschafft habe, dann schaffst du das auch". "Du bist alt genug, kümmer dich um dein Leben". Aber es steckt oft hinter so Problemen viel mehr als nur angebliche Faulheit. Wenn du von Anfang an mit unfairen Karten bespielt wirst, und in eine Rolle gedrängt wirst, die dich jahrelang kaputtgehen lässt, dann ist das Leben einfach schwer. Klar, es gibt sicher einen Weg da raus. Aber das ist nicht einfach mal so gelöst, in dem man "einfach mal" etwas verändert. Ein Benzinmotor braucht auch Benzin, damit er startet. Er startet nicht, nur weil er technisch einwandfrei ist. So ungefähr kann man das als Vergleich oder Beispiel nehmen.
 
Ja, aber das Bild, das die Gesellschaft einem vermittelt, hat irgendwie nur Standard Floskeln. "Wenn ich das geschafft habe, dann schaffst du das auch". "Du bist alt genug, kümmer dich um dein Leben". Aber es steckt oft hinter so Problemen viel mehr als nur angebliche Faulheit. Wenn du von Anfang an mit unfairen Karten bespielt wirst, und in eine Rolle gedrängt wirst, die dich jahrelang kaputtgehen lässt, dann ist das Leben einfach schwer. Klar, es gibt sicher einen Weg da raus. Aber das ist nicht einfach mal so gelöst, in dem man "einfach mal" etwas verändert. Ein Benzinmotor braucht auch Benzin, damit er startet. Er startet nicht, nur weil er technisch einwandfrei ist. So ungefähr kann man das als Vergleich oder Beispiel nehmen.
Wer ist denn da die Gesellschaft?
Ich habe so dumme Sätze weder jemals von mir gegeben, noch habe ich ein offenes Ohr für derartige Absonderungen anderer.

Und nein, ein scheixx unlebendiger Motor, eine gebaute Maschine mit spezifizierter Funktion, ist überhaupt kein Vergleich.

Was ist denn für dich das Problem, die zugewiesene Rolle aufzugeben?
Was möchtest und wünschst du von deinem Vater? Wirst du das je bekommen?
 
Deine Pläne auszuziehen, solltest du so schnell wie möglich umsetzen.
Ich stehe meinem Durchbruch nur noch 1 Schritt davor. Sobald ich die E-Mail vom Wohnhaus bekomme, dass dort ein Platz für mich frei wird, dann muss ich den Rest mit meinem Sozialarbeiter besprechen, und wie es dann aussieht mit dem Kostenträger. Da wurde alles schon in die Wege geleitet.

womöglich ist dein Vater auch nur so geworden weil auch er in einer toxischen Umgebung aufgewachsen ist. Mit dir hat das nichts zu tun.
Ja, das ist mir natürlich klar.

Er verdient nicht deine Wut sondern dein Mitleid.
Also, ich habe mal gesagt, es tut mir vielleicht leid, dass er selbst keine schöne Kindheit hatte. Soll ich aber deshalb jetzt sagen, armer Papa, du tust mir so leid, und trotzdem tust du mir das alles hier an, und dafür soll ich dir deswegen verzeihen? Wohl kaum oder besser gesagt nicht! Die eigene Kindheit ist niemals eine Rechtfertigung dafür, dass man mit seinen eigenen Kindern so umgeht. Denn dann könnte man ja auch sagen, und wenn ein Pädophiler ein Kind missbraucht, soll dieser Junge mit dem Täter spüren und Mitleid haben, weil er vielleicht selbst etwas erlebt hat, was ihn dazu geführt hat? Also die eigene Vergangenheit ist niemals ein Grund, deshalb anderen Menschen leid anzutun. Es gibt heutzutage wahrscheinlich 1000 Möglichkeiten, sich professionelle Hilfe zu suchen. Niemand ist dazu gezwungen, sein Leid sein ganzes Leben lang mit sich herumzutragen. Und ich weiß auch heute schon, sollte mein Vater eines Tages, wenn ich mir was Eigenes aufgebaut habe, versuchen mir in den A**** zu kriechen oder sonst was, werde ich ihn stehen lassen. Weil das, was er mir angetan hat, das ist nicht zu verzeihen und ich werde wahrscheinlich Jahre brauchen, um das halbwegs irgendwie zu verarbeiten, um danach irgendwie ein normales Leben zu führen.
 
Aber es steckt oft hinter so Problemen viel mehr als nur angebliche Faulheit.
Ich war mal bei einem Vortrag, der lautete: schlimme und faule Kinder gibt es nicht.
Da ging es auch darum, wieso Kinder nicht erwartungsgemäß das bringen, was sie durchaus bringen könnten- wäre ihnen wohl zumute...

Wir sind zwar erwachsen, aber ich glaub, bei uns ist es nach wie vor so. Wie du sagst, wie kann man volle Leistung erwarten von einem Motor, der blockiert, oder nicht richtig bet(d)ankt ist?
Wir streiken doch auch, wenn wir nicht mit dem versorgt sind, was unseren Erwartungen entspricht.

Was erwartet eigentlich dein Erzeuger, deine Mitmenschen, dein Umfeld von dir? Oder was erwartest du selbst von dir?
Was erwarten wir von uns?
 

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