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Suche Austausch mit Menschen, die toxische Familie und narzisstische Eltern erlebt haben

Eine meiner Freundinnen gab zusammen mit ihrem Mann ihrem einzigen Sohn echt alles, alles, was man sich als Kind nur wünschen kann- gestern wurde er selbst Papa. Ich bin schon neugierig, wie es bei ihnen so läuft.
Wenn du selbst Vater werden würdest, wie möchtest du das dann managen? Du wärst selbst sicher besonders liebevoll, dein Kind würde es anders haben, was ja wieder die "These" verwirft, dass man immer gleich macht, wie man es hatte.
Der junge Mann, von dem ich vorher sprach, der ist sanftmütig und irrlieb, keine Spur von Labilität. Was mich so wundert, diese Labilität haben auch meine drei Kinder nicht. Da gibts keine Launen- hättest du welche?
 
Wer ist denn da die Gesellschaft?
Ich habe so dumme Sätze weder jemals von mir gegeben, noch habe ich ein offenes Ohr für derartige Absonderungen anderer.

Was glaubst du denn, wie viele Familien es gibt, in den die perfekte Tochter als Vorbild oder Maßstab der Familie gilt, und der übergewichtige Sohn, der als Versager abgestempelt wird? Und der ist dann meistens der Leidtragende aller Probleme innerhalb der Familie. Niemand sieht dieses Leiden und die Tochter wird immer geliebt. Was viele aber oft nicht wissen, dass der junge Mann in eine Rolle gedrängt worden ist, aus der er selbst nicht mehr ohne Hilfe es herausschafft.
 
Niemand sieht dieses Leiden und die Tochter wird immer geliebt. Was viele aber oft nicht wissen, dass der junge Mann in eine Rolle gedrängt worden ist, aus der er selbst nicht mehr ohne Hilfe es herausschafft.
Lieber Chokolate, niemand wird geliebt, es sei denn, jener fasziniert, gefällt, ist so zu handeln, wie man es mag- deshalb gibts Zuwendung.
Wen liebst du? Du findest es okay, dass du deine Familie nicht magst, umgekehrt machst du ihnen Vorwürfe, weil sie dich nicht aushalten?
Mich würde niemand, keiner achten, schätzen, mich respektieren, mich mögen, sich mir gern zuwenden, wenn ich jenen nicht ebenso achten, respektieren, schätzen, mögen würde.

Hake diese Leute ab, mit denen dir nicht gelingt nett zu sein, such dir mit Charme, mit Zuwendung zeigen, mit gutem Auftreten neue Fans. Oder lass überhaupt los und frag nicht, wer dich liebt, wer nicht, das ist nicht relevant, dein Frühstück kann dir trotzdem gut schmecken, ebenso deine Hobbies, dein Leben, wie du es dir einrichtest und alles andere kann auch genossen werden- ganz ohne Bussis von irgendwem. Man busselt sich dann halt selbst.
 
Der VerBITTERte bockt, weil ihn keiner süß findet...
Also, manchmal entsetzt du mich ehrlich mit deinen Beiträgen!

Der TE hat nach einer derartigen Kindheit jedes Recht der Welt, verbittert und wütend zu sein und sich als erstes mal um seine eigene Heilung zu bemühen.

Erwachsene Menschen sind immer für ihr eigenes Tun verantwortlich, die sollten sich bitte nicht für ewig hinter ihrer Kindheit verstecken. Bevor das OPFER angehalten wird, mit dem TÄTER Mitleid haben zu müssen...da muss erstmal die eigene Heilung stattgefunden haben.

Aktuell darf, ich würde sogar sagen, MUSS der junge Mann wütend auf die Umstände sein, die ihm das Schicksal da beschert hat - gesunde Wut ist die Basis, dieses System zu verlassen.
 
Der TE hat nach einer derartigen Kindheit jedes Recht der Welt, verbittert und wütend zu sein und sich als erstes mal um seine eigene Heilung zu bemühen.
Man kann dieses Recht verwirken lassen, ewig und immer nachtragend zu sein.

Liebe Steppenwölfin, wer vergeben kann, loslassen, abhaken kann, wird sehen, dass er sich wegen dem ab jetzt endlich anderen Dingen zuwenden kann. Wer auf "ewig darüber verbittert sein" verzichten kann, der leidet dann logischerweise nicht mehr.
 
Man kann dieses Recht verwirken lassen, ewig und immer nachtragend zu sein.

Liebe Steppenwölfin, wer vergeben kann, loslassen, abhaken kann, wird sehen, dass er sich wegen dem ab jetzt endlich anderen Dingen zuwenden kann. Wer auf "ewig darüber verbittert sein" verzichten kann, der leidet dann logischerweise nicht mehr.
Der TE ist aber erst 23 und steckt noch mitten im System fest!!
Ich bin Mitte 50, habe meine Mutter seit 35 Jahren nicht mehr gesehen und kann seit einer Weile tatsächlich sowas wie Mitleid empfinden. Wobei meine Mutter beispielsweise nicht wegen einer üblen Kindheit geworden ist, wie sie ist, sondern aus einer Mischung aus genetischer Disposition und der Tatsache, dass ihr lebenslang quasi der Hintern vergoldet wurde.
Das sind mal zwei absolut verschiedene Ausgangspositionen von Opfern narzisstischer Verhaltensweisen.

Trotzdem war auch sie einfach verantwortlich für ihr Tun und jeder, der darunter gelitten hat, durfte dafür auch wütend und verbittert sein, ohne dass man das bewerten muss.
 
Ehrlich mal...zu der Zeit, als ich noch den sadistischen Psychospielchen meiner Mutter ausgesetzt war und meiner Wahrnehmung sowieso nicht so recht getraut habe...wäre da jemand gekommen, der mir empfohlen hätte, Mitgefühl zu haben, denn sie kann ja nicht für das, was sie tut - ich glaube, das wäre böse ausgegangen !!
Meine Oma hat das teilweise so betrieben und ich habe es immer als eine Art "unterlassene Hilfeleistung" betrachtet, das war schlussendlich fast schlimmer, denn die Oma wusste immerhin, was sie damit tat.
Und auch die hatte eine sehr goldige Kindheit, das weiß ich.
 
Hallo @Chocolate ,

ich selbst mag den Begriff Narzissmus nicht so sehr, bin aber auch mit viel Gewalt, Abwertung, klein machen & dem Versuch, mich kleinzuhalten aufgewachsen (in meinem Fall meine Mutter). Ich selbst bin schon mit 14 dort weg, zeitweise bei meinem Vater gelebt, dann auch Jugendhilfe (betreutes Einzelwohnen). Jetzt bin ich 33, also 10 Jahre älter als du, und merke leider immer noch, wie stark vieles nachwirkt, wie wirkmächtig die inneren Muster aus der Kindheit sind, trotz viel Therapie. Mein Bruder hat es hingegen weitestgehend unbeschadet überstanden.
Ich denke auch, das wichtigste ist, dass du zumindest bald räumliche Distanz bekommst, das macht schon mal einiges einfacher. Toll, dass du kurz davor stehst! Ich drücke dir die Daumen, dass alles gut klappt mit dem Auszug.

Von außen dachte ich beim Lesen des Threads, dass es ein bisschen so wirkt, als hättest du einen ganz schönen Panzer um dich herum aufgebaut. Das finde ich einerseits sehr verständlich, gleichzeitig macht es das vielleicht auch schwer, dich zu erreichen. Ich mag ungefragte Ratschläge auch kein bisschen, aber vielleicht hilft es manchmal auch, kurz innezuhalten, bevor du gegen Beiträge anderer argumentierst. 🙂

Alles Gute!
 
Was glaubst du denn, wie viele Familien es gibt, in den die perfekte Tochter als Vorbild oder Maßstab der Familie gilt, und der übergewichtige Sohn, der als Versager abgestempelt wird? Und der ist dann meistens der Leidtragende aller Probleme innerhalb der Familie. Niemand sieht dieses Leiden und die Tochter wird immer geliebt. Was viele aber oft nicht wissen, dass der junge Mann in eine Rolle gedrängt worden ist, aus der er selbst nicht mehr ohne Hilfe es herausschafft.
Wer glauben will, geht in die Kirche.
Ich denke, du musst noch viel lernen und begreifen.
Komm doch also erstmal bei dir selber an, anstatt in oberflächlichen Stories von allgemeinem Leid zu zergehen.
 

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