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Suche Austausch mit Menschen, die toxische Familie und narzisstische Eltern erlebt haben

Chocolate

Mitglied
Hey zusammen,
ich bin 23 und suche Gleichgesinnte, die wie ich in einem toxischen Elternhaus aufgewachsen sind – besonders mit einem Vater, der stark narzisstisch geprägt ist.

Mein Vater zeigt seit meiner Kindheit ein Verhalten, das mich emotional kaputt gemacht hat. Er ist manipulativ, kontrollierend, übergriffig – und übernimmt nie Verantwortung. Wenn etwas schiefläuft, bin immer ich schuld. Wenn ich etwas Eigenständiges mache, reagiert er mit Wut, Spott oder gespieltem Mitleid. Seine Nähe ist oft so kalt und entmenschlichend, dass es mir den Boden unter den Füßen zieht.

Ich war immer der Sündenbock in unserer Familie. Meine Schwester, die früher mal näher zu mir stand, übernimmt mittlerweile selbst seine Muster, verteidigt ihn ständig und tritt nach mir, wo sie kann. Mein Alltag ist geprägt von emotionaler Kontrolle, Überwachung, Abwertung – bis hin zu absichtlichen Provokationen oder Demütigungen. Selbst die Haustiere (vor allem unsere Katze Balu) bekommen manchmal seine Wut ab, was mich besonders wütend und hilflos macht.

Trotz alledem habe ich nie aufgehört, nachzudenken. Ich erkenne seine Muster, kann sie analysieren, und ich weiß mittlerweile: Das, was mir passiert, ist nicht meine Schuld.

Ich bin aktuell noch dort zuhause, aber ein Auszug in ein betreutes Wohnhaus steht bevor – das wird mein Befreiungsschritt. Danach will ich arbeiten, finanziell unabhängig werden und langfristig in die Schweiz auswandern, dort ein neues Leben aufbauen. Ich will irgendwann Familie, Liebe, ein Zuhause, das sich sicher anfühlt.

Ich suche Menschen, die Ähnliches erlebt haben. Die wissen, wie es ist, sich klein, wertlos oder innerlich allein zu fühlen – aber trotzdem den Willen in sich tragen, etwas Besseres aus ihrem Leben zu machen. Ich will mich austauschen: über Erfahrungen, Gedanken, Heilung, oder auch einfach nur mal ein offenes Ohr finden.
Am liebsten mit Leuten, die wirklich verstehen, wie es sich anfühlt, wenn der eigene Vater eher wie ein Gegner wirkt als wie jemand, der einen liebt.
 
Liebe @Chocolate,
kennst du das Buch "Abschied von den Eltern" von Howard Halpern?
Es ist schon ein bisschen älter, war aber für mich immer immens hilfreich.

Im Tagebuchbereich findest du meine Geschichte, die einen ganzen Haufen von dem beinhaltet, was du suchst.
Wenn du hier im Forum ein bisschen kramst, findest du noch mehr solche Lebenswege.

Will sagen: du bist nicht allein damit und du schaffst es da auszubrechen, wenn du das willst.
 
Liebe @Chocolate,
kennst du das Buch "Abschied von den Eltern" von Howard Halpern?
Es ist schon ein bisschen älter, war aber für mich immer immens hilfreich.

Im Tagebuchbereich findest du meine Geschichte, die einen ganzen Haufen von dem beinhaltet, was du suchst.
Wenn du hier im Forum ein bisschen kramst, findest du noch mehr solche Lebenswege.

Will sagen: du bist nicht allein damit und du schaffst es da auszubrechen, wenn du das willst.
Ich bin ein Er. Keine Sie. 😄

Also irgendwelche Bücher kaufen brauche ich nicht, das finde ich auch sinnlos für mich, ich tausche mich wenn eher mit Gleichgesinnten in einem Chat aus. Das bringt viel mehr, als nur irgendwie von jemandem die Lebensgeschichte in einem Buch zu lesen.
 
Eigentlich bräuchtest du das bloß als Geistesstörung anerkennen und als krankhafte Form, die wegen seiner Kindheit so wurde, weil er komische Eltern hatte.

Unsere Mutter wurde von ihrer Mutter verachtet, gehasst, furchbar misshandelt, weil sie von einem Mann war, der diese Frau im Stich gelassen hat und vom ersten Tag an gabs Horror und Gewalt, das zog sich bis zum Ableben der Oma hin- nicht ein Tag war tröstlich. Das hatte zur Folge, dass unsere Mam bissi "komisch" war. Sie triggerte dauernd, sie war sehr leicht von einer Sekunde auf die andere umgeworfen, verlierte dann die Fassung und haute zu wie ein Bulle mit riesen Kräften und zerbrach dabei Besenstiele auf unseren Rücken, trat Türen ein, brüllte dabei extrem aufgebracht etc.- daran konnte sie sich nachher aber nicht erinnern. Sie behauptete immer, ich habe euch noch nie geschlagen, ihr lügt.

Bei mir ist das der Grund, wieso ich unrechtes Benehmen und Verhalten nicht wirklich anrechne, ich vermute dann auch, der hat etwas, das ihn gerade stresst, es ist eine Schutzreaktion, ein Muster, das eintritt ab einem Punkt, wo er ausrastet- ähnlich, wie ein wunder Hund, der beisst.

Ich glaub nicht, dass man das noch heilen kann, sie ist gestorben und aus dieser Welt verschwunden, ich habe drauf geachtet, dass sich das bei uns in unserer Generation nicht wiederholt.
Bei mir selbst kamen auch noch Nachwehen zutage, ich hab eine Sozialphobie einerseits ( bis zu einem bestimmten Nähegrad gibts aber kein Problem) und wirkliche Nähe braucht immer sehr lange, bis ich die annehmen kann und zulassen kann. Ich kann das aber gut managen, dass man das akzeptiert und mir nicht anrechnet.

Alles, was die Vorgenerationen mitgemacht haben, das wirkt leider auf uns alle mit ein. Man kann nur hoffen, dass man trotzdem irgendwie umgehen lernt und zurechtkommen lernt, mit dem, was wir so in uns tragen an "Erbgut". Man kann doch niemanden lebenslang böse sein, der selbst nichts dafür kann, der selbst ein "armer Hund" ist.

Ich weiche solchen Leuten aus, ich weiß, meist führt das zu nichts, wenn man diskutiert und versucht, sie "gerade" zu machen. Nicht einsteigen drauf und aus dem Weg gehen- sie leben nicht mit mir mehr und so bleibt es. Das ist mein Territorium, da hat so etwas keinen Platz. Das ist der Grund, wieso es mir gut geht heute. Die Welt ist groß genug, um ein Eck zu finden, wo man seine Ruhe hat. Das wünsch ich dir auch, lieber Sohn eines kranken ( krankgemachten) Mannes.

Zugleich- wir wären nicht, hätts diese nicht gegeben. Ich finde mein Dasein schön. Trotzdem es so war. Ehrlich gesagt, wenn ich zurückblicke, es gab nicht ausschließlich offene Gefühle dieser Natur, sie konnte auch sehr anders sein, wie wir doch alle.
 
Also irgendwelche Bücher kaufen brauche ich nicht, das finde ich auch sinnlos für mich, ich tausche mich wenn eher mit Gleichgesinnten in einem Chat aus. Das bringt viel mehr, als nur irgendwie von jemandem die Lebensgeschichte in einem Buch zu lesen.

Mir haben (empfohlene) Bücher oftmals geholfen, ebenso Blogs und Podcasts.
Aber dann: viel Erfolg beim Suchen und Finden ähnlich Betroffener, hab eine gute Zeit in irgendeinem Chat!
 
Eigentlich bräuchtest du das bloß als Geistesstörung anerkennen und als krankhafte Form, die wegen seiner Kindheit so wurde, weil er komische Eltern hatte.

Unsere Mutter wurde von ihrer Mutter verachtet, gehasst, furchbar misshandelt, weil sie von einem Mann war, der diese Frau im Stich gelassen hat und vom ersten Tag an gabs Horror und Gewalt, das zog sich bis zum Ableben der Oma hin- nicht ein Tag war tröstlich. Das hatte zur Folge, dass unsere Mam bissi "komisch" war. Sie triggerte dauernd, sie war sehr leicht von einer Sekunde auf die andere umgeworfen, verlierte dann die Fassung und haute zu wie ein Bulle mit riesen Kräften und zerbrach dabei Besenstiele auf unseren Rücken, trat Türen ein, brüllte dabei extrem aufgebracht etc.- daran konnte sie sich nachher aber nicht erinnern. Sie behauptete immer, ich habe euch noch nie geschlagen, ihr lügt.

Bei mir ist das der Grund, wieso ich unrechtes Benehmen und Verhalten nicht wirklich anrechne, ich vermute dann auch, der hat etwas, das ihn gerade stresst, es ist eine Schutzreaktion, ein Muster, das eintritt ab einem Punkt, wo er ausrastet- ähnlich, wie ein wunder Hund, der beisst.

Ich glaub nicht, dass man das noch heilen kann, sie ist gestorben und aus dieser Welt verschwunden, ich habe drauf geachtet, dass sich das bei uns in unserer Generation nicht wiederholt.
Bei mir selbst kamen auch noch Nachwehen zutage, ich hab eine Sozialphobie einerseits ( bis zu einem bestimmten Nähegrad gibts aber kein Problem) und wirkliche Nähe braucht immer sehr lange, bis ich die annehmen kann und zulassen kann. Ich kann das aber gut managen, dass man das akzeptiert und mir nicht anrechnet.

Alles, was die Vorgenerationen mitgemacht haben, das wirkt leider auf uns alle mit ein. Man kann nur hoffen, dass man trotzdem irgendwie umgehen lernt und zurechtkommen lernt, mit dem, was wir so in uns tragen an "Erbgut". Man kann doch niemanden lebenslang böse sein, der selbst nichts dafür kann, der selbst ein "armer Hund" ist.

Ich weiche solchen Leuten aus, ich weiß, meist führt das zu nichts, wenn man diskutiert und versucht, sie "gerade" zu machen. Nicht einsteigen drauf und aus dem Weg gehen- sie leben nicht mit mir mehr und so bleibt es. Das ist mein Territorium, da hat so etwas keinen Platz. Das ist der Grund, wieso es mir gut geht heute. Die Welt ist groß genug, um ein Eck zu finden, wo man seine Ruhe hat. Das wünsch ich dir auch, lieber Sohn eines kranken ( krankgemachten) Mannes.

Zugleich- wir wären nicht, hätts diese nicht gegeben. Ich finde mein Dasein schön. Trotzdem es so war. Ehrlich gesagt, wenn ich zurückblicke, es gab nicht ausschließlich offene Gefühle dieser Natur, sie konnte auch sehr anders sein, wie wir doch alle.
Mein Vater hat, glaube ich, so in der Form keine "Geistesstörung", aber keine Ahnung, ob es dafür auch eine Definition im Sinne der narzisstischen Persönlichkeitsstörung gibt. Fakt ist halt nur, ja
er hatte in dem Sinne "komische" Eltern, wobei das noch untertrieben ist. Mit dem Gürtel geschlagen, abends nach der Schule zu Hofarbeiten gezwungen, wenn er sich den Aufforderungen seines Vaters widersetze, gab es vielleicht Schläge, weiß ich aber nicht. Ich sage mal so, er weiß schon das er selbst der Sündenbock in seiner Familie damals war, und das seine Geschwister die Lieblingskinder waren. Ich weiß natürlich am Ende auch nicht, was in seinem Kopf genau vorzugehen scheint, er ist aber fakt auf jeden Fall selbst traumatisiert, aber hat sein Trauma wahrscheinlich bis heute nicht anerkannt, denn hätte er sich professionelle Hilfe gesucht, wäre er heute ein ganz anderer Mensch. Seinen inneren Schmerz wird er bestimmt auch mehr oder weniger kennen. Es ist sein Umgang mit seinem Problem, so zu tun, als wäre er ein normal gesunder Mensch. Und ich habe schon so viele Male versucht empathisch auf ihn einzureden, jedes Mal lief es ins Leere. Ja, mein Gott was soll man da noch tun? Das ist ein armer, kleiner Mann, der alles, was man ihm, und was er seinen Kindern angetan hat, mit ins Grab nehmen wird.
 
Hey zusammen,
ich bin 23 und suche Gleichgesinnte, die wie ich in einem toxischen Elternhaus aufgewachsen sind – besonders mit einem Vater, der stark narzisstisch geprägt ist.

Mein Vater zeigt seit meiner Kindheit ein Verhalten, das mich emotional kaputt gemacht hat. Er ist manipulativ, kontrollierend, übergriffig – und übernimmt nie Verantwortung. Wenn etwas schiefläuft, bin immer ich schuld. Wenn ich etwas Eigenständiges mache, reagiert er mit Wut, Spott oder gespieltem Mitleid. Seine Nähe ist oft so kalt und entmenschlichend, dass es mir den Boden unter den Füßen zieht.

Ich war immer der Sündenbock in unserer Familie. Meine Schwester, die früher mal näher zu mir stand, übernimmt mittlerweile selbst seine Muster, verteidigt ihn ständig und tritt nach mir, wo sie kann. Mein Alltag ist geprägt von emotionaler Kontrolle, Überwachung, Abwertung – bis hin zu absichtlichen Provokationen oder Demütigungen. Selbst die Haustiere (vor allem unsere Katze Balu) bekommen manchmal seine Wut ab, was mich besonders wütend und hilflos macht.

Trotz alledem habe ich nie aufgehört, nachzudenken. Ich erkenne seine Muster, kann sie analysieren, und ich weiß mittlerweile: Das, was mir passiert, ist nicht meine Schuld.

Ich bin aktuell noch dort zuhause, aber ein Auszug in ein betreutes Wohnhaus steht bevor – das wird mein Befreiungsschritt. Danach will ich arbeiten, finanziell unabhängig werden und langfristig in die Schweiz auswandern, dort ein neues Leben aufbauen. Ich will irgendwann Familie, Liebe, ein Zuhause, das sich sicher anfühlt.

Ich suche Menschen, die Ähnliches erlebt haben. Die wissen, wie es ist, sich klein, wertlos oder innerlich allein zu fühlen – aber trotzdem den Willen in sich tragen, etwas Besseres aus ihrem Leben zu machen. Ich will mich austauschen: über Erfahrungen, Gedanken, Heilung, oder auch einfach nur mal ein offenes Ohr finden.
Am liebsten mit Leuten, die wirklich verstehen, wie es sich anfühlt, wenn der eigene Vater eher wie ein Gegner wirkt als wie jemand, der einen liebt.
Hey, das erinnert mich doch sehr an meine Mutter, auch wenn die nie so schlimm war. Ich habe dir mal meinen Beitrag hier verlinkt.
Wir haben den Vorteil, dass wir ungefähr gleich alt sind, also wenn du schreiben willst, nur zu.
 
Das ist ein armer, kleiner Mann, der alles, was man ihm, und was er seinen Kindern angetan hat, mit ins Grab nehmen wird.
Wie ist das bei dir?

Wenn man genau hinschaut, dann hat dein Vater dir praktisch dauernd "erzählt", guck, so war man zu mir, ich lasse dich das auch fühlen.

Vermutlich hilft da nur eins, es selbst anders machen, diesen blöden Kreislauf beenden und somit solche Auswüchse aussterben lassen.

Heute schau ich den Neffen und Nichten und den "Neuen" zu, wie jene zu ihren Kindern sind und muss oft nur staunen, so ganz anders, als wir es noch hatten- viel achtsamer, viel behutsamer, wesentlich reifer als wir es konnten, sind sie. Wäscht sich das aus?
Meine Kinder schlagen war ein absolutes Tabu. Aber laut Schilderungen meiner Kinder gabs auch viele Bewegungen, die sie schrecklich empfanden und das sie deshalb bei ihren Kindern anders machten.

Auch schlechte Beispiele helfen der Welt, sich zu bessern.

Ich sehe keinen Sinn dahinter, sich mit anderen zusammen zu tun und über die Eltern zu schimpfen. Wie man sehen kann, die konnten irgendwie auch nichts dafür.
Mich freuts jedenfalls, dass meine Enkerl keine Kindheit haben, wie ich sie noch hatte, oder eben wie unsere Eltern sie hatten. So traurig gehts nicht mehr zu.
 
Seine Nähe ist oft so kalt und entmenschlichend, dass es mir den Boden unter den Füßen zieht.
So gings mir auch. Mich interessiert deshalb auch kein Foto von ihnen, ich mag nicht mal Blumen ans Grab bringen, oder wie meine Geschwister es haben, zu Jahrestagen schnulzige Blabla halten. Für mich sind sie begraben. Weinen gibts nicht über sie, auch nicht grämen- eher ( wie es auch du vor hast, Chokolate) eher weggehen und zurücklassen, mit Erde zudecken und was Neues drauf bauen.

Ich wünsch dir jedenfalls zukünftig so, wie du es magst. Du bist ja erwachsen und kein Kind mehr und bist nun dein eigener Erzieher und Betreuer. Tröste dich, indem du es dir ab nun voll nett machst und dich solchen Leuten entziehst.
 

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