Hallo und Guten Abend !
@ Traumatisierter; (woher eigentlich der Username?)
Es mag enttäuschend für Dich sein, ich bin Atheist. Ich achte durchaus den religiösen Menschen, keinesfalls jedoch den Einfluß von Religion und Kirche bezüglich gesellschaftlich wichtiger Fragen. Im 3 Jahrtausend angekommen verweise ich diesbezüglich auf die „Fast-Hymne“ der ehemaligen Arbeiterpartei (SPD) „… es rettet uns kein höhres Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun, uns …“
Gewisse Strönungen bleiben mir dennoch nicht verborgen. Konservatismus, Calvinisten, nehmen wir ruhig die Kreationisten in den USA – m.E. nichts weiter als gefährliche Strömungen, die in keinster Weise der Mehrheit irgendeines Volkes dienlich sein können, auch dem deutschen Volk nicht. Den Einfluß von Religionen in der Geschichte bestreite ich nicht, wobei einerseits abzuwägen wäre mit welchem Ziel er realisiert wurde und zum anderen ist sicher festzustellen, daß es gerade Religion immer gut verstanden hat, sich auf Seiten der Herrschenden zu schlagen. Die Überwindung derartiger Aspekte sehe ich als eine Frage der Zeit. Ich stimme überein, daß gerade in der Phase des entwickelten Kapitalismus auch entwickelte Formen der Manipulation gegeben sind; letztendlich wird es aber ökonomischer Druck sein, der die Massen erkennen läßt, was läuft und daß gerade dies ihnen nicht dienlich ist.
Den Aspekt „D“ sehe ich bei weitem unkomplizierter. Deutschland sehe ich in den aktuellen Grenzen, eine Unterscheidung im Sinne verschiedener Bevölkerungsgruppen betreibe ich nur dahingehend, daß ich einerseits eine Gruppe habe, der das aktuelle System nützt, auf der anderen Seite „über den Tisch gezogene“ (ob sie es wahrhaben wollen oder Nicht!). Mit anderen Worten ausgedrückt „Klassenkampftheorie“! Logische Schlußfolgerung daraus, heute „in den Ofen schauende“ dürfen nicht nur an wesentlichen Aspekten der Macht teilnehmen, si e müssen diese perspektivisch übernehmen. Einen Interessenausgleich wird es nicht geben. Demokratie heißt „Volksherrschaft“ ! Soll das Volk wirklich in diesem Land das Sagen haben, heißt dies in aller Konsequenz zu handeln. Ein Zwischending kann es nicht geben. Daß momentan keinesfalls die Zeit reif ist, ist mir durchaus bewußt. Man diskutiert über Geißler und Schlauch, abgefrackte Vertreter des aktuellen Systems, man hält einen Rechtsstaat hoch, der den aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft bei weitem nicht mehr entspricht, man singt das Lied der Demokratie – fühlt sich aber in nicht unwesentlichen Punkten ausgeschlossen. Wenn heute, vertreten durch Sittler eine Bewegung denkbar erscheint (ich hoffe hier setzt sich etwas fort!), dann besteht gerade in Deutschland aber auch die Gefahr, daß mancher Einzelne noch gar nicht erkennen will, daß er Teil des Proletariats ist.
Daß Parteien andere Wege diskutieren ist doch logisch. Sie spüren die Gefahr für das eigene Überleben und im Gegensatz zu manch anderem denke ich wir haben es hier mit äußerst cleveren Personen zu tun. Sommer, der Gewerkschafts-Fuzzi, sah bereits am 06.03.2009 die Gefahr sozialer Unruhen. Man wird Wege und Mittel finden, die Massen abzuspeißen und sei es auf Kosten einer weiteren Verschuldung. In diesem Zusammenhang „Fehlentwicklungen im Rahmen der repräsentativen Demokratie!“ ??? … Hallo ! Demokratie ohne Volk kann es nicht geben ! Ich kann nichts dafür, daß es zu Zeiten bzw. im Ergebnis der französischen Revolution zu einer drastischen Änderung des Begriffes „Volk“ kam. Seither ist von Staatsvolk die Rede, Nationen bildeten sich. Die Übernahme demokratischer Kriterien aus der attischen Demokratie (Griechenland) steht seit dieser Zeit im Widerspruch zu dem, was wir unter Demokratie verstehen wollen.
Volk braucht keine Legitimation ! Eine wirkliche Demokratie hingegen benötigt Kontrolle und Rechenschaft. … dies aber sind wie, bereits weiter oben erwähnt, Gedanken, für die Deutschland noch schmerzhafte Erfahrungen sammeln wird.
Bereits heute geht es auf den Kern gebracht nicht mehr um den Bahnhof. Es geht um Macht ! Macht verlieren und Macht erhalten! Es wird deutlich, daß man einen Kompromiß sucht. Der „kleine Mann“ hat keine Macht – ein Kompromiß kann deshalb durchaus ein Gewinn sein.
Beobachten wir die Entwicklungen doch einfach mal weiter. Es ist eine Zeit des Erfahrungen Sammelns, des Lernens. Eine Zeit in der Gegebenes für viele auf der Waage steht und manches neubewertet werden muß.
Sich an Artikel des GG zu halten wird letztendlich vom Souverän keiner erwarten können. Zu sehr sind diese Worte (auch in seinem Namen) gebeugt und verbogen worden. Ein Souverän, ist es denn einer, hat jederzeit das Recht in seinem Namen zu handeln. Der Begriff Souverän schließ dabei durchaus ein Handeln im Sinne einer Anarchie aus.