Die Frage, die mich dabei bewegt, ist folgende: Wenn wir uns tatsächlich auf diesen Weg begeben, dass demokratisch und durch die Justiz legitimierte Projekt durch Demos einer Minderheit zu stoppen sind, wer entscheidet dann, welche Projekt gestoppt werden sollen und welche nicht?
Das Volk sollte das entscheiden.
Per Bürgerentscheid.
Ich schlage vor:
Bei Projekten ab einer bestimmten Summe und auch bei Projekten, die Leben/Landschaft nachhaltig verändern (z.B. ein UNESCO-Welterbe zerstören) sollte es automatisch einen Volksentscheid geben.
Und wenn die ursprünglich präsentierten Pläne sich ab einem bestimmten Grad (Kosten, Ausmaß der Zerstörung) ändern, muss es automatisch nochmal einen geben.
Im Zeitalter von Digivotes sollte das technisch machbar sein. Internetcafes gibt es schließlich an jeder Ecke.
Wenn man vorher gefragt wurde, wird man sich hinterher eher nicht beschweren.
Und dann kann die Polizei ihre eigentliche Arbeit machen, statt gezielt mit dem Wasserstrahl auf Bürger draufzuhalten, die nichts anderes wollen als Schaden von ihrem Land abzuwenden.
Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Kriminelle sich gerade ins Fäustchen lachen, weil soviele Polizeikräfte jetzt mit diesem blöden Bahnhof beschäftigt sind. Was für ein Schaden da im Hintergrund entsteht.
Das alles könnte man sich schenken, wenn man vorher fragt und sich so eine einwandfreie demokratische Legitimation beschafft.
Natürlich nicht für Titti und Kikki. Aber bei Jahrhundertprojekten wie diesem eben schon.
So teuer wie das, was jetzt abgeht, kann so ein Volksentscheid gar nicht sein.