Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Streit mit dem Sohn - so machtlos

Liebe Ana,
ich denke,du kannst im Moment nicht viel tun,als deinen Sohn zu zeigen,dass du ihn liebst ,dass du für ihn da bist,wenn er dich braucht und wenn er das möchte.
Wenn es zu einem Gespräch unter Augen kommt,gib ihm zu verstehen,warum du dir Sorgen machst,mach ihm klar, wofür du das angesparte Geld gedacht hattest.
Schenk Vertrauen darin,was du deinem Sohn bisher vermittelt hast.Ich hab auch schon bei meinem Kindern gedacht,dass ich alles falsch gemacht habe und dann zu einem anderen Zeitpunkt zeigen sie wieder,dass das ,was mir wichtig war,doch verhandeln ist.
Du kennst deinen deinen Sohn am Besten.
Worauf hat er schon immer gut darauf reagiert? Wenn du hartnäckig warst? Oder ,wenn du dich zurück gezogen hast?
Versuche Vorwürfe zu vermeiden ( wie " Du rufst nie an!!") und teile deine Gefühle mit.( Z.B. "Du fehlst mir gerade.")
Vielleicht könntest du mal vorschlagen,dass ihr ,wenn möglich,für ein paar Tage gemeinsam irgendwo hinfahren könnt,ein verlängertes Wochenende,oder ähnliches.
16,17 ist ein so ein schwieriges Alter.
Es kostet viel Überwindung, richtig zu reagieren,mit dem was man von den Kindern so an den Kopf geschmissen bekommt.( Meine Erfahrung und die von Freundinnen).
Besonders schwierig jetzt die Situation mit dem negativen Einfluss von deinem Ex.
So,wie wir Fehler machen,machen das auch unsere Kinder.Ich Versuche mich zu entschuldigen,wenn ich im Nachhinein sehe,dass ich überreagiert habe.Inzwischen machen das meine Kinder auch.
Ich wünsche dir,dass dein Sohn erkennt,dass du für ihn da bist und euer Verhältnis wieder so eng wird,wie es war.
LG
 
Die Frage ist schlicht und ergreifend: Er droht mir den Kontakt abzubrechen, und ich wollte wissen, wie ich verhindern kann, dass die Tür völlig zugeht. Und da kamen hier in diesem Thread gute Tipps, die ich beherzigen werden.
Schön, dass du hier schon hilfreiche Tpps bekommen hast. Ich hoffe, sie bringen dich ein Stück weiter.
Hast Du ihm mal wirklich und ehrlich mitgeteilt wie es dir mit der Situation geht? Pupertirende Jugendliche leben in ihrer eigenen Welt und können nicht nachvollziehen, dass die Eltern sich Sorgen und Gedanken machen.
Rede wirlich mal ganz offen und ehrlich mit ihm. Teile ihm mit was in DIR vorgeht. Bitte ihn darum dir zu sagen was in IHM vorgeht.
 
Kinder und Jugendliche sind Egoisten, die in ihrer eigenen Welt leben.

Dass der Junge das gute Verhältnis zu seiner Mutter und auch die Mutter als selbstverständlich, normal und gottgegeben ansieht ist einfach so. Ohne, viel dazu tun zu müssen. Die Mutter ist da, liebt einen, hält zu einem und das wird sich nicht ändern - das ist glaube ich, die Sicht der Kinder/Jugendlichen. Die Mutter als unverwundbare, fixe Konstante.

Der Vater ist ein Wackelkanditat. Für den muss man etwas tun, der geht sonst wieder.

Auf der einen Seite ist dieses blinde Vertrauen und Selbstverständnis ja gut so. Auf der anderen Seite ist dein Sohn kein Kind mehr.

Wenn der Junge Kontakt haben möchte, dann sollte er den bekommen. Wenn er keinen Kontakt möchte, dann eben (zur Zeit) nicht. Auf Drängen und zu viel Nachfragen reagieren Teenager allergisch. Auf Desinteresse aber ebenso - Herrgott, ein schwieriges Thema ...
 
@Mond-Wind Danke für Deinen Input.

Tatsächlich habe ich jetzt seit vier Wochen keinen Kontakt mehr zu meinem Sohn. Er hat mit seinem Vater seine letzten Möbel hier abgeholt und demonstrativ seinen Haustürschlüssel auf dem Tisch liegen lassen - das hier ist jetzt nicht mehr sein zuhause. Garniert wurde das mit einer sehr, sehr bösen Nachricht an mich. Er musste verbrannte Erde hinterlassen - vermutlich, damit er für sich selbst den Rückweg verbaut ( so hat es die Dame vom Jugendamt ausgedrückt - siehe unten ).

Ich glaube, es geht ihm nicht gut damit.

Ich hatte vor drei Monaten in seinem Zimmer eine Notiz von ihm gefunden ( so drapiert, dass ich ihn beim putzen finden musste ) in der er schreibt, dass es ihn zerreißt, sich entscheiden zu müssen, ob er seine "geliebte Mutter" oder seinen "geliebten Vater" verlieren muss. Sein Vater hatte damals wohl Druck gemacht, dass er sich entscheiden muss, wo er wohnen möchte.

Geschrieben hat er das wohl noch vor seinem Auszug, weil er schreibt "soll ein 15jähriger so eine Entscheidung treffen müssen?" und er ist ein paar Tage nach seinem 16. Geburtstag zu seinem Vater gezogen.

Ich hatte ihn damals darauf angesprochen und ihm gesagt, dass er mich niemals verlieren wird - egal, wo er wohnt. Egal, was er sagt oder tut. IEr hat mich einfach nur wortlos umarmt, als ich ihm das gesagt habe.

Ich gehe davon aus, er musste sich jetzt aber entscheiden - und die Entscheidung ist für seinen Vater gefallen, weil er den einfach in seinem Leben viel zu selten hatte.

Ich hatte vor zwei Wochen ein Gespräch mit dem zuständigen Jugendamt und dort hat man vorgeschlagen, meinen Sohn zumindest mal zu einem Gespräch einzuladen um zu sehen, ob es ihm wirklich gut geht. Ich weiß nicht, ob er die Einladung bekommt wenn sie an die Adresse seines Vaters geschickt wird, und er muss diese Einladung auch nicht annehmen - es ist nur ein Gesprächsangebot. Und selbst wenn er es annimmt wird und darf das Jugendamt mir keine Details aus dem Gespräch mitteilen. Aber für mich ist es wichtig, hier nochmal ein Signal an ihn zu senden: "Du bist mir nicht egal. Auch, wenn Du mich gerade mit aller Macht von Dir wegstößt."

Vier Wochen habe ich beinahe täglich geweint weil ich es so schlimm finde, so völlig aus dem Leben meines Sohnes ausgeschlossen zu sein. Seit drei Tagen wird es langsam besser. Ich weiß, dass ich nichts getan habe, was meinem Sohn erlaubt, mich so zu behandeln wie er es gerade tut. Und ich weiß, dass er das nicht aus sich heraus tut.

Was mich verletzt ist, dass er im Moment lieber den Wahrheiten seines Vaters glaubt als seinen eigenen Erinnerungen zu vertrauen. So hat er zum Beispiel zu seiner Oma gesagt: "Ihr habt mir immer erzählt, der Papa wollte mich nicht - das war eine Lüge". Dabei habe ich ihn oft genug getröstet, wenn sein Vater wieder mal nicht auf seine Nachrichten oder Einladungen zu seinem Geburtstag reagiert hat - ihm immer wieder versichert, dass sein Papa ihn lieb hat, auch wenn er das nicht immer so zeigen kann.
Aber er will das gerade glauben. Er will seinen Papa lieb haben können - und das geht im Moment nur, wenn er mich hasst.

Auch wenn es mir sehr, sehr schwer fällt: Ich lerne gerade, das zu akzeptieren und hoffe, dass er irgendwann wieder den Weg zu mir findet.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Mond-Wind Danke für Deinen Input.

Tatsächlich habe ich jetzt seit vier Wochen keinen Kontakt mehr zu meinem Sohn. Er hat mit seinem Vater seine letzten Möbel hier abgeholt und demonstrativ seinen Haustürschlüssel auf dem Tisch liegen lassen - das hier ist jetzt nicht mehr sein zuhause. Garniert wurde das mit einer sehr, sehr bösen Nachricht an mich. Er musste verbrannte Erde hinterlassen - vermutlich, damit er für sich selbst den Rückweg verbaut ( so hat es die Dame vom Jugendamt ausgedrückt - siehe unten ).

Ich glaube, es geht ihm nicht gut damit.

Ich hatte vor drei Monaten in seinem Zimmer eine Notiz von ihm gefunden ( so drapiert, dass ich ihn beim putzen finden musste ) in der er schreibt, dass es ihn zerreißt, sich entscheiden zu müssen, ob er seine "geliebte Mutter" oder seinen "geliebten Vater" verlieren muss. Sein Vater hatte damals wohl Druck gemacht, dass er sich entscheiden muss, wo er wohnen möchte.

Geschrieben hat er das wohl noch vor seinem Auszug, weil er schreibt "soll ein 15jähriger so eine Entscheidung treffen müssen?" und er ist ein paar Tage nach seinem 16. Geburtstag zu seinem Vater gezogen.

Ich hatte ihn damals darauf angesprochen und ihm gesagt, dass er mich niemals verlieren wird - egal, wo er wohnt. Egal, was er sagt oder tut. IEr hat mich einfach nur wortlos umarmt, als ich ihm das gesagt habe.

Ich gehe davon aus, er musste sich jetzt aber entscheiden - und die Entscheidung ist für seinen Vater gefallen, weil er den einfach in seinem Leben viel zu selten hatte.

Ich hatte vor zwei Wochen ein Gespräch mit dem zuständigen Jugendamt und dort hat man vorgeschlagen, meinen Sohn zumindest mal zu einem Gespräch einzuladen um zu sehen, ob es ihm wirklich gut geht. Ich weiß nicht, ob er die Einladung bekommt wenn sie an die Adresse seines Vaters geschickt wird, und er muss diese Einladung auch nicht annehmen - es ist nur ein Gesprächsangebot. Und selbst wenn er es annimmt wird und darf das Jugendamt mir keine Details aus dem Gespräch mitteilen. Aber für mich ist es wichtig, hier nochmal ein Signal an ihn zu senden: "Du bist mir nicht egal. Auch, wenn Du mich gerade mit aller Macht von Dir wegstößt."

Vier Wochen habe ich beinahe täglich geweint weil ich es so schlimm finde, so völlig aus dem Leben meines Sohnes ausgeschlossen zu sein. Seit drei Tagen wird es langsam besser. Ich weiß, dass ich nichts getan habe, was meinem Sohn erlaubt, mich so zu behandeln wie er es gerade tut. Und ich weiß, dass er das nicht aus sich heraus tut.

Was mich verletzt ist, dass er im Moment lieber den Wahrheiten seines Vaters glaubt als seinen eigenen Erinnerungen zu vertrauen. So hat er zum Beispiel zu seiner Oma gesagt: "Ihr habt mir immer erzählt, der Papa wollte mich nicht - das war eine Lüge". Dabei habe ich ihn oft genug getröstet, wenn sein Vater wieder mal nicht auf seine Nachrichten oder Einladungen zu seinem Geburtstag reagiert hat - ihm immer wieder versichert, dass sein Papa ihn lieb hat, auch wenn er das nicht immer so zeigen kann.
Aber er will das gerade glauben. Er will seinen Papa lieb haben können - und das geht im Moment nur, wenn er mich hasst.

Auch wenn es mir sehr, sehr schwer fällt: Ich lerne gerade, das zu akzeptieren und hoffe, dass er irgendwann wieder den Weg zu mir findet.
Tut mir leid das so zu sagen aber du solltest froh sein ihn los zu sein. Dein Sohn ist richtig undankbar.
Ich an deiner Stelle würde ihm auch kein Geld oder Unterhal mehr schicken. Du warst all die Jahre für ihn da sein Vater nicht. Also muss er auch die Konsequenzen tragen.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
H Streit mit den Eltern wegen Hausbau Familie 41
A Eskalierender Streit mit der Mutter Familie 20
G nach Streit Kontaktabruch zur Schwester, wie vorgehen? Familie 15

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben