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Streit mit dem Sohn - so machtlos

Am Ende kann man nur einen Konsens finden, wenn die Beteiligten dazu bereit sind.
Offensichtlich ist das beim Sohn und Vater im Moment nicht der Fall.
Insofern würde ich den Kontakt beschränken und auch nicht den Geldesel spielen.
Irgendwann begreift der Sohn schon, wie sein Papa tickt und wird zurückkommen.
Solange braucht man Geduld, Konsequenz und kann ihm zeigen, dass man jederzeit bereit ist zu sprechen, wenn das auf vernünftige Art und Weise geschieht.
 
Ich weiß ja nicht, mit was für einem Auge Du diesen Beitrag liest, aber Du willst mich scheinbar einfach irgendwie blöd finden. Darfst Du.

Ich finde dich nicht blöd. Ich begegne auch anderen, die meine Meinung nicht teilen mit Respekt. Es erscheint mir nur etwas seltsam, weil ich es von der Erziehung meiner Kinder so nicht kenne und das für mich Widersprüche sind.

Aber er will das scheinbar nicht - was ein Teil dessen ist, was mich belastet. Hättest Du erkennen können, hättest Du diesen Thread richtig gelesen. Und ich werde mich ihm nicht aufzwingen, weil es das vermutlich nur noch schlimmer macht.

Woher willst du eigentlich wissen, dass er die Nachrichten selbst schreibt? Solange er dir gegenüber nie artikuliert hat, dass er dich nicht sehen will, weißt du das doch eigentlich gar nicht.
Auch unter der Voraussicht, würde ich meinen Kindern nur dann Geld geben, wenn ich das persönlich mit ihnen bespreche.

Die Frage nach dem vielen Geld kam für mich überraschend - und ich kam nicht dazu, das mit ihm abzuklären weil es genau drei Nachrichten waren, bis er eskaliert war: Seine Frage, meine Bitte, mich deswegen anzurufen und als er nochmal nachfasste meine wirklich wertfreie Frage, ob das nicht etwas viel ist - da immer noch in dem Glauben, das wir dazu später telefonieren.

Auch hier, sowas bespricht man von Auge zu Auge, nicht persönlich und wenn es mehrerer Treffen bedarf und nicht per Nachricht. Es kann doch genauso gut sein, dass der Vater oder ein guter Freund mitbekommen hat, dass du den Führerschein finanzierst und zeitweise Zugriff aufs Handy nehmen. Und wenn würde ich das einem 16 Jährigen nie, aber auch niemals persönlich in die Hand drücken. Überweis das direkt an die Fahrschule, sonst ist das irgendwo, aber nicht da wo es ankommen soll.
Und ja. Ein Führerschein ist so teuer.

Da Du diesen Zeilen aber sicher auch wieder Dinge herausliest, die Du suspekt oder distanziert findest: Das war meine letzte Antwort auf Dich.
An dich und nicht auf dich und ich kann hier auch meine Meinung schreiben, wenn es dir nicht passt.
Das hier ist ja ein Forum.

Mir geht die Sache so schon nah genug, ohne dass ich mir von jemanden der Null Einblick in die ganze Situation hat, der keine Ahnung hat was ich schon alles versucht habe um diese Entfremdung zu meinem Sohn zu verhindern und der die sehr ungesunde Dynamik zwischen meinem Ex und mir nicht mal ansatzweise verstehen will oder kann

Entfremdung? Mit 16? Kindererziehung ist mit 12 oder 13 abgeschlossen. Wenn das Verhältnis bis dahin nicht fest ist, wird es auch danach nicht fester. Ist eine Bindung stark genug, kann über diesem Alter nichts mehr entzweien. Ja, genau das verwundert mich.
Das ist der Widerspruch den ich hier sehe. Du redest von Entfremdung, lässt dich aber damit abspeisen, dass irgendwelche Nachrichten kommen.
Einerseits hat er einen Kinderarzt, andererseits siehst du ihn mit 16 in dem Alter, dass er entscheiden kann, dich nicht sehen zu wollen. Dann schreibst du, es liegen fast 200 Kilometer zwischen euch, als ob dir das ganz gut kommt.
Ganz ehrlich. Wären das meine Kinder und sie wollen die Fahrschule machen, hätte ich die Bedingung aufgestellt, dass wir das entweder direkt besprechen und das auch mehrmals oder dass wir es lassen.
Nein, das passt meiner Meinung nach irgendwie nicht zusammen.
Bis meine Kinder 18 gewesen sind, hätte ich auch bei ihnen geklingelt, wenn solche Nachrichten gekommen wären. Oder erst recht dann um das direkt zu klären.
Ich hätte mich nicht mit Nachrichten zufrieden gegeben, dann aber gleichzeitig die Angst geäußert, dass eine Entfremdung passieren kann.
 
Ich würde mir an deiner Stelle eher Gedanken machen, ob das Geld auch für die Fahrschule genutzt wird und nicht für andere Dinge.
Einem 16 Jährigen 4000 Euro in die Hand zu drücken finde ich hier eigentlich am heikelsten an dem ganzen Faden. Da hätte ich einen Deal mit der Fahrschule am laufen, dass sie mir die Rechnungen schicken.
Meine Kinder waren in dem Alter recht vertrauenswürdig und trotzdem hätte ich das niemals als ein Betrag überwiesen. Bei meinem Sohn und bei meiner Tochter war es so, dass immer wieder kleine Beträge pro Fahrt gebraucht wurden.
Dadurch konnte das dann immer mal bezahlt werden.
Mit einem Mal die 4000 Euro das kenne ich so nicht.
Gerade wenn der Ex nicht vertrauenswürdig ist oder ein loses Verhältnis zum Sohn besteht würde ich niemals das ganze Geld am Stück überweisen. Normal regeln das Fahrschulen so auch nicht.
Das sind immer mal 3 stellige Beträge, die man dann von Mal zu Mal bezahlt.
Von meiner Tochter weiß ich noch, dass sie zuerst die Theorieprüfung bezahlen musste und dann ging es los mit den ganzen einzelnen Fahrten. Überlandfahrt, Autobahn. Da wurden dann immer mal 200 Euro oder 100 Euro fällig. Da müsste ich nachsehen.
Dadurch war es auch nicht am Stück so ein Batzen Geld, sondern immer mal eine kleine Summe, die sich gut abbezahlen ließ.

Offensichtlich ist das beim Sohn und Vater im Moment nicht der Fall.
Der Sohn ist das Ergebnis beider Eltern. In erster Linie ist es an den Eltern einen Konsens zu finden.
Ich stimme aber soweit zu, dass ich auch nicht blind 4000 Euro an irgendwelche Konten überwiesen hätte. Ich kenne auch keine Fahrschule, die mit einem Mal eine 4 stellige Summe verlangt. Man könnte dem Sohn auch in Häppchen das Geld überweisen. Auch das wäre ja ein Rahmen sich ab und an mal zu sehen.
Ich sehe hier beide Eltern als Mitbeteiligte und die TE trägt auch ihren Anteil dazu bei, dass die Situation so ist, wie sie eben ist.
Ohne persönliches Gespräch hätte es von mir kein Geld gegeben. Zumindest nicht als ein Betrag.


So etwas geht nur wenn die Beziehung zum Kind gut ist und das Kind sich den Besuch wünscht.
Dieser Sohn wünscht sich nicht den Besuch .
Es gibt Eltern, die das vor Gericht einklagen. Ob die Kinder wollen oder nicht.
Das ist sicher nicht der Königsweg, aber es ist auch recht einfach zu sagen, der will ja eh nicht, also nehme ich das als gegeben hin.
Meine Tochter hatte auch ihre Zickenphasen. Als sie mit 18 ausgezogen war, hatten wir uns mal richtig verkracht. Ich habe ihr trotzdem geschrieben und sie angerufen. Nachdem alles etwas ruhiger geworden war, konnte man auch wieder reden.
Wir haben hier nur diese eine Sicht. Es wäre interessant mal den Sohn oder den Ex Partner zu hören.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Situation scheint tatsächlich völlig verfahren zu sein und der Vater immer wieder die Gelegenheit zu nutzen, den Sohn mindestens zu instruieren oder eher zu manipulieren, wie er dir @TE zu begegnen hat. Du scheinst mir schon sehr reflektiert zu sein und natürlich kennst du deinen Ex-Mann hier besser als jeder andere. Nicht jede selbst durchgemachte Situation lässt sich einfach auf andere übertragen, einfach weil die Menschen dahinter unterschiedlich sind. Ich kann daher auch verstehen, dass du hier sehr rigoros formulierte Stellungnahmen und Empfehlungen als übergriffig empfindest - diese Auffassung teile ich übrigens.

Deinen Ex-Mann wirst du vermutlich nicht mehr ändern, der scheint gar nicht zu kapieren, was er mit dem Jungen macht. Und wenn er sich bei dieser räumlichen Distanz verweigert, dann bleibt wohl auch tatsächlich nur, sich dem zu fügen und zu schauen, dass du zumindest das änderst, worauf du Einfluss hast. Und das ist vor allem dein eigenes Verhalten, zumal dein Sohn ja auch nur dann mit dir spricht oder schreibt, wenn er es möchte.

Ich würde dem Sohn sagen, dass dir sein Verhalten weh tut, du dich verletzt fühlst und zurückgewiesen und zu Unrecht angegriffen. Aber auch, dass du nicht bereit wärst, dich mental krankreden zu lassen. Ich empfinde es z. B. als Frechheit, über deine sportlichen Aktivitäten abfällig zu sprechen als seien sie ärztlich verordnete Therapien. Ich finde, dass dein Filius hier eine Grenze überschreitet und sehr respektlos auftritt. Das solltest du dir nicht gefallen lassen und offen aussprechen, dass du dazu nicht bereit bist. Ob der Vater der Treiber dahinter ist oder nicht ist eigentlich egal. Von einem jungen Mann dieses Alters sollte man schon eine angemessene
Wortwahl erwarten dürfen und auch dass er weiß, wo er eine Grenze überschreitet. Wenn der Vater vom ihm möchte, dass er dir gegenüber so auftritt, sollte er Rückgrat zeigen und sich verweigern. Ich kann nicht erst meiner Mutter bildlich gesprochen eine Backpfeife verpassen und dann sagen, es täte mir leid und als Sahnehäubchen dann noch die Hand aufhalten. Und wenn dein Sohn das nicht kapiert, dann solltest du dich zurückziehen, bis er von selber darauf kommt. Eventuell ist dann eine Weile Funkstille; du hast dir ja aber nichts zu Schulden kommen lassen, das weiß er auch. Irgendwann kommt er schon wieder an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn sich ein 16 j Sohn von der Mutter abwendet
spielen vermutlich noch andere Dinge eine grosse Rolle von denen wir nichts wissen .
Hinzu kommt der Einfluss vom Vater.

Oft kommen Kinder später wieder zurück.
 
Wenn sich ein 16 j Sohn von der Mutter abwendet
spielen vermutlich noch andere Dinge eine grosse Rolle von denen wir nichts wissen .
Hinzu kommt der Einfluss vom Vater.

Oft kommen Kinder später wieder zurück.

Wir kennen hier ja nur die eine Sicht. Es wäre daher wichtig mal den Sohn oder den Vater zu hören.
Entweder der Sohn hat diese Phase und kommt dann irgendwann wieder und der Kontakt verstärkt sich oder es ist nicht so und dann wird das wohl nicht von heute auf morgen gekommen sein. Der junge Mann ist 16. Der hat damit über 14 Jahre auch mit der Mutter zusammen gelebt. Das ist prägend und nicht von der Hand zu weisen. Ist die Bindung stark, hält das auch sowas aus. Ist sie gestört, kann man das bearbeiten.

[Zitat entfernt]
(...)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zur Vorgeschichte: Mein Sohn ist letzten November zu seinem Vater gezogen. Irgendwo gibt es dazu auch schon einen Beitrag von mir.

Mein Ex-Mann ist überhaupt erst vor zwei Jahren wieder im Leben meines Sohnes aufgetaucht. Die beiden haben sich nur sporadisch hin und wieder mal ein paar Stunden am Wochenende gesehen. Lange hat mein Ex nicht mal Unterhalt bezahlt.

Seit er eine neue Freundin (zwischenzeitlich Frau) hat, erzählt er mir, was ich in den 12 Jahren davor in der Erziehung unseres Sohnes alles falsch gemacht habe - und erklärt das auch unserem Sohn.

Er hat fast 1,5 Jahre alles daran gesetzt, meinen Sohn zu sich zu holen und war dann eben im November letzten Jahres auch erfolgreich.

Als mein Sohn ausgezogen ist habe ich zu ihm gesagt: "Ich habe Angst, dass Dein Vater einen Keil zwischen uns treibt und ich Dich verliere." Und er sagte darauf hin: "Das wird nicht passieren."

Außerdem sagte er damals: "Bei Dir weiß ich, dass Du mich lieb hast, auch wenn ich nicht bei Dir wohne. Bei Papa weiß ich das nicht."

Nun, seit er ausgezogen ist, gan es immer Gründe, warum er an den ausgemachten Besuchs-Wochenenden nicht zu mir kommen kann. Seit November war er gerade 6x hier zu Besuch.

Außerdem streiten wir seit seinem Auszug irgendwie ständig um Geld - etwas, das ihm vorher NIE wichtig war. Da ist es mal seine Forderung, ihm weiter Taschengeld zu zahlen, mal macht er richtig Stress, weil sein Vater dringend seine Steuer-ID für die Steuererklärung braucht und ich die nicht binnen 20 Minuten liefere, weil sein Vater dadurch angeblich viel Geld verliert.

Nach solchen Diskussionen werde ich regelmäßig für mehrere Tage auf sämtlichen Kanälen geblockt, ohne dass ich ihn erreichen kann.

Ich versuche meine Nachrichten an ihn schon immer sehr neutral zu formulieren, keine Vorwürfe, nur Fragen. Freunde, denen ich die Nachrichten gezeigt habe, bestätigen mir, dass mir das wohl gelingt. Trotzdem word er oft sehr ausfällig. Telefonieren verweigert er eigentlich immer - es sei denn, er ist mal ein Wochenende bei der Oma, dann könne wir auch miteinander reden.

Und jetzt ist das Ganze total eskaliert. Er weiß seit ein paar Wochen, dass ich eine größere Summe für ihn angespart habe - gedacht für Führerschein,Studium, ggf. erst eigene Wohnung.

Er macht gerade seinen Führerschein mit 17 - und ausgemacht war, dass ich von der angesparten Summe die eine Hälfte bezahle, die andere zahlt sein Vater. Seine Oma hat jetzt auch noch EUR 1.000,00 zugesteuert wie sie mir erzählte.
Jetzt kam vorgestern eine Nachricht von meinem Sohn bei mir an, ob ich ihm EUR 4.000,00 überweisen könne, er wolle die Fahrstunden "selbst bezahlen". Sein Vater gäbe schon so viel zum Führerschein dazu, dass er zumindest die Fahrstunden bezahlen wolle.

Auf meine vorsichtige Rückfrage, welche Kosten sein Vater denn noch trägt, wenn er die Fahrstunden zahlt und die Oma mit ihrem Anteil sicher die Anmelde- und Prüfungsgebühren abdecke und dass er sicher keine EUR 4.000,00 für die Fahrstunden brauche kam eine wirklich bitterböse Nachricht, in der er mir unter anderem an den Kopf wirft "paranoid und von Sinnen" zu sein, ich "die Augen vor der Wahrheit verschließe" und überhaupt "dringend einen Termin bei einem Psychiater ausmachen solle, da bei mir ja offensichtlich "irgend etwas nicht stimmt".

Außerdem hat er mir geschrieben, dass er jetzt "fertig mit mir sei" und "ich nichts mehr von ihm erwarten brauche".

Er sei jetzt ein "besserer Mensch" dank seinem Vater und dessen enuer Frau, das liese er sich "für Geld und gute Worte" nicht mehr nehmen.

Dabei habe ich nichtmal gesagt, dass er kein Geld bekommt sondern nur die Summe hinterfragt - ich wollte das einfach verstehen.

Wir hatten vor seinem Wegzug ein wirklich gutes und inniges Verhältnis. Streit hatten wir fast nur, wenn sein Vater sich irgendwo eingeschaltet hat. Noch im Jahr vor seinem Wegzug hat er mal zu mir gesagt: "Ich möchte meinen Kindern mal so ein Vater sein wie Du mir eineMutter warst."

Ich vermute sehr stark, dass mein Sohn meinem Exmann von dem Geld erzählt hat und dieser ihn manipuliert, dass er das Geld einfordert, damit mein Ex die Hand darauf bekommt. In seiner letzten Nachricht formulierte mein Sohn "Wir brauchen das Geld nicht. Behalte es."

Mein Ex kann mit Geld nicht umgehen - zahle ich das meinem Sohn aus, ist es weg, so sicher wie das Amen in der Kirche.

Mir tut das furchtbar weh ... Freunde bestätigen mir, dass ich nichts falsch gemacht habe. Aber ich komme an meinen Sohn nicht mehr ran. Ich verliere ihn, ohne dass ich auch nur eine Ahnung habe, was er mir eigentlich vorwirft und warum die Besuche bei mir seinem "Seelenheil schaden".

Ich weiß, dass ich im Moment nicht viel tun kann als zu akzeptieren. Aber vielleicht hat hier doch jemand einen Tipp, was ich tun kann damit die Tür nicht völlig zugeht?
Einfach abgrenzen und abwarten.
Mach jetzt bloß keinen devote Schritt auf ihn zu und behalte bloß das Geld.
Mach deinem Sohn klar, dass es DEIN Geld ist, nicht seines.
 
Ich an deiner Stelle wäre knallhart. Kontakt abbrechen zu deinem Sohn und ihm bloß kein Geld mehr geben.
Dein ex hat sich Jahrelang nicht um seinen Sohn gekümmert. Er wird ihn früher oder später Fallen lassen und spätestens da wird er begreifen das er einen Fehler begangen hat.
 

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