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Streit mit dem Sohn - so machtlos

Ana, wir können nicht beurteilen, ob die Mail von deinem Ex ist. Woher sollen wir das können. Das einzige was du machen kannst, bringe das Geld in Sicherheit, damit dein Ex nicht daran kommt. Das ist WICHTIG!! Dein Sohn wird irgendwann hoffentlich wieder zur Vernunft kommen, dann kannst du das mit Geld mit ihm regeln.

Du musst ganz genau wissen, was du jetzt tun willst. Dein Ex geht dir am Popo vorbei und du verwaltest das Geld für deinen Sohn bis zu dem Zeitpunkt, an dem du wieder Vertrauen zu ihm hast.
Wenn er das Geld für den Führerschein braucht, dann besorge dir die Rechnung und bezahle sie.
 
Ja, vielleicht war die Bemerkung falsch. Aber zur Vorgeschichte: 1,5 Jahre lang hat mein Ex mir erklärt, dass es meinem Sohn bei mir nicht gut geht, dass ich ihn "psychisch zerstöre", dass er dringend von meinem und dem Einfluss seiner Eltern (also meiner Schwiegereltern) weg muss.

Auch hier zeigst du wieder das typische Kontraverhalten. Es geht hier nicht um dich oder deinen Mann. Es geht um deinen Sohn und wenn ihr da ein Umdenken erreichen wollt, dann musst du dich mit deinem EX an einen Tisch setzen und in irgendeiner Weise kommunizieren. Egal ob du das gut findest oder nicht.
Wie ich angenommen habe und wie du hier auch bestätigst sind da verletzte Gefühle auf beiden Seiten. Aufgestaute Wut über Jahre. Das sitzt tief und fest. Das kann nur ein guter Mediator oder Berater und Therapeut lösen. Auf normalem Weg sind die Fronten so verhärtet, dass ihr da nicht weiter kommt.
Passiert das nicht, spielt euer Sohn weiterhin jeden gegen den anderen aus.
Will dein Mann nicht, solltest wenigstens du dich weiterhin in Beratung und Therapie begeben.

Er hat das verweigert.
Unter bestimmten Umständen, wenn das Kindeswohl gefährdet ist, kann das bis zum 18. Lebensjahr auch unter Zwang passieren. Da dein Sohn aber schon 17 ist, sind die Chancen eher schlecht.



Was soll ich denn machen, wenn all meine Bemühungen völlig ins Leere laufen?

Du sagst jetzt, dass du alles versucht hast, aber ich sage dir, das hast du nicht. Du kannst deinen Ex immer wieder auf die sachliche Ebene ziehen, dass es um das Wohl eures Sohnes geht. Das funktioniert aber nicht, wenn dann Kommentare fallen, dass sein Vater einen Keil zwischen dich und ihn treibt. Sachlich, ohne Vorhaltungen. Das bekommt der Ex ja auch mit und das verhärtet die Fronten. Du könntest ihm einen Brief schreiben, ihn erneut zum Gespräch einladen. Dafür muss man aber auch über seinen Schatten springen und die gekränkte Eitelkeit hinter sich lassen.
Nochmal, es geht hier nicht um einen Rosenkrieg oder euch. Es geht hier um deinen Sohn und wenn man das immer wieder betont und auch der Gegenseite klar macht, würde es mit Wundern zugehen, wenn auf Dauer tatsächlich kein Durchkommen ist.
"Ich mache mir Sorgen um unseren Sohn:" Ohne Vorhaltungen, ganz sachlich.
Das setzt aber voraus, dass man sich und alles was war hinten an stellt und das fällt vielen eben so schwer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du musst ganz genau wissen, was du jetzt tun willst. Dein Ex geht dir am Popo vorbei und du verwaltest das Geld für deinen Sohn bis zu dem Zeitpunkt, an dem du wieder Vertrauen zu ihm hast.

Das ist kein effektiver Ratschlag, in einer Situation, die sich jetzt schon verhärtet hat. Der Leittragende ist und bleibt der Sohn. Es geht hier nicht um Kohle, sondern um das Wohl des fast erwachsenen Kindes und mit solchen Vorgehensweisen macht man alles nur noch schlimmer.
Dass direkte Zuwendungen direkt an die Fahrschule erfolgen sollten, haben ja schon etliche geschrieben. Im Sinne des Sohnes, sollte man nach so vielen Jahren aber in der Lage sein, zu den Bedürfnissen des Kindes sachlich miteinander zu argumentieren, ohne sich an die Gurgel zu springen.

Ihr müsst euch früher oder später ohnehin miteinander arrangieren. Spätestens wenn dein Sohn heiratet oder das erste Kind da ist, sieht man sich früher oder später eh.
So ein Ehedrama ist nie gut für die Kinder. Wie gesagt, sind Erfahrungswerte.
 
Ich hab den Beitrag der TE jetzt entdeckt und gelesen und ich wäre am Ende, wenn ich in Deiner Haut wäre. Man hört an Deinem ganzen Text heraus was für eine liebe, liebende, aufrichtige, ehrliche Mutter Du sein musst.

Wie schon jemand vor mir schrieb, würde ich mich auch fragen, ob nicht in Wahrheit der Vater schreibt, statt des Sohnes? Also die zuletzt richtig fiesen Sachen. Kommst Du denn gar ned mehr ran an ihn oder bist Du Dir sicher, dass es Dein Sohn schrieb? Wenn es wirklich so ist, dass Du persönlich gar nicht mehr an ihn ran kommst, nicht mehr von Angesicht zu Angesicht ohne deinen Ex und/oder die neue Frau, mit deinem Sohn sprechen kannst ODER sogar NUR per SMS, also Textnachrichten, dann würde ich eventuell auf ein Treffen bestehen. Dazu später mehr.

Diese Aussagen Du wärst ja nicht mehr richtig im Kopf, also wenn sich dein Sohn so gewandelt und sich so beeinflussen lassen hat ... dann ist das mMn nur ein Zeichen wie bedürftig er der Liebe seines Vaters ist und er ihm alles Recht machen will, auf einer Ebene, die ihm selbst natürlich gar nicht bewusst ist.

Also ich muss sagen, dass mich diese Situation auch in eine Lage bringen würde, wo ich mich fragen würde, was das Richtige zu tun wäre? (Obwohl ich mich frage, ob es das in diesem Leben überhaupt gibt?)
Ich würde zwischen 2 Stühlen stehen: nämlich,ob es dann so sein soll und mein Sohn seine eigenen Erfahrungen mit seinem Vater machen muss. Man liebt sein Kind und will es nicht verlieren. Aber das Leben hat aber auch für jeden seine Lektionen parat, die man meistens, wenn nicht immer auch irgendwie braucht. Denn EIGENTLICH wäre mein erster Impuls, dass ich ihn nicht ins offene Messer rennen lassen kann. Dass dieses Geld für IHN und nicht für deinen Ex bestimmt war, dass ich Angst hätte was mein Sohn noch alles zu durchleiden hätte, würde ich nichts tun.
Und aus dem Blickwinkel würde ich alles versuchen um an ihn ranzukommen und notfalls eine 3.objektive Partei einschalten. Vielleicht sowas wie eine Familien-Therapie oder wenigstens einen Mediator kontaktieren, die Situation schildern, denn ich habe den Eindruck, dass die neue Frau Deines Ex im Hintergrund die Fäden zieht. Berichtige mich, wenn ich da total falsch liegen sollte, FALLS du das weisst. (Und hast Du hinsichtlich dieses Verdachts darauf schon in einem anderen Post geantwortet auf jemand anderen, der diesen verdacht auch anmeldete oder sowas, dann musst das jetzt nicht nochmal erläutern. Ich hab noch nicht alles durchgelesen, weil ist ja echt viel mittlerweile, aber ich werde es noch nachholen.)

Ich kann sowas absolut nicht nachvollziehen, aber ich hab selbst schon des öfteren erlebt, dass neue Partner mit entweder dem mitgebrachten Kind des Partners oder der Mutter/Vater dieses Kindes starke Eifersuchts-Probleme haben. Da Dein Mann aber JETZT wo sie in seinem Leben ist so an Deinem Sohn zerrte und zu sich holte, habe ich eher die Vermutung, dass diese Frau vielleicht auf diese Weise entweder ein eigenes verpasstes Familien-Glück verwirklichen will, OHNE Dich oder dass sie einfach eifersüchtig ist, ihr das gegen den Strich geht mit Dir und den Sohn von dir weg haben wollte, und wenn er erstmal da ist, dann wird der Kontakt zu Dir torpediert und das Geld ist deinem Mann anscheinend sehr willkommen, bevor dann der endgültige Cut kommt. Also so kommt mir das ganze vor. Ich hoffe, ich irre mich.

Deswegen würde ich einen Mediator aufsuchen und alle, die neue Frau, Deinen Ex & Sohn auffordern dass ihr Euch da zusammen rauft, um mal alles unter einer objektiven Person zu klären. Das wäre bestimmt für deinen Sohn eine gute Gelegenheit zu sehen, wer es ehrlich mit ihm meint und wem es um was geht.

Es gibt da aber auch noch eine Stimme in mir, die sagt, dass mein Kind seine eigenen Erfahrungen machen muss, auch mit seinem Vater. Auch wenn man sein Kind immer sehr gern beschützt, und da kann ich ein Lied von singen.
Ehrlich gesagt bin ich da selbst überfragt, was das Richtige von beiden zu tun wäre. Da ich immer mehr den Eindruck habe, dass es um richtig gar ned geht. Aber wir sind ja immer alle so besessen von diesem Richtig.
 
Die widersprüchlichen Nachrichten sind schon merkwürdig. Ich habe auch den Eindruck, dass die ein oder andere Nachricht vom Vater geschrieben wurde. Ich würde den Sohn mal in einer ruhigen Minute die Nachrichten zeigen und fragen, ob diese von ihm sind. Und wenn sie von ihm sind, dann frage ihn, warum er mal so und mal so schreibt. Es muss ja irgendeinen Grund geben.
Ansonsten würde ich an deiner Stelle auch gar nicht mehr so viel mit dem Sohn schreiben. Sprecht lieber miteinander. Vor allem wichtige Dinge immer persönlich besprechen. Auch so Sachen wie die mit dem Geld und der Fahrschule. Da schreibst du dann einfach „Das würde ich gerne mit dir persönlich besprechen. Wann können wir uns mal treffen oder miteinander telefonieren?“
 
Ganz sicher steht er zwischen den Stühlen. Und ja - ich hab schon Wut im Bauch was meinen Ex angeht. Aber weniger wegen dem, was zwischen uns mal war als wegen dem, was er lange Zeit mit meinem Sohn gemacht hat.


Das ging so beinahe 10 Jahre lang ... bis die neue Frau in sein Leben trat.

Und jetzt erzählt mein Sohn meiner Schwiegermutter, wir hätten ja immer versucht ihm weiszumachen, dass der Papa ihn gar nicht wollte und deswegen den Kontakt unterbunden ...

Der Ex sucht jetzt natürlich ausflüchte und schiebt allen anderen in die Schuhe, warum er nicht da war. Und dein Sohn WILL das glauben, weil er an den ihn immer liebenden Vater glauben will. Sowas kenne ich auch. Meine Eltern haben sich immer gern gegenseitig schlecht gemacht und in der Familie meines Vaters wurde immer gegen meine Mutter gepowert. In beiden Herkunftsfamilien gab es Minderwertigkeitskomplexe ohne Ende und die wurden gern bei mir abgeladen. Oma eifersüchtig auf Schwiegertochter (meine Mutter) und umgekehrt.

Am besten wäre, wenn man da einfach ehrlich mit umgeht. Der Vater sollte sagen was wirklich Sache war, er mit sich beschäftigt war oder was auch immer und es trotzdem nicht heisst, dass er den Sohn nicht liebte. Aber um ehrlich sein zu können muss man auch erstmal mit sich ehrlich sein können. Ist noch sehr verstrickt in sich selbst, der Gute. Aber wir müssen uns wohl alle aus uns selbst heraus winden.
 
Da schreibst du dann einfach „Das würde ich gerne mit dir persönlich besprechen. Wann können wir uns mal treffen oder miteinander telefonieren?“
Das würde ich auch vorschlagen.
Dein Sohn ist in einem schwierigen Alter in unschönen Umständen.
Ich habe auch die Befürchtung einerseits,dass dein Ex ihn manipuliert.
Ob er tatsächlich selber die Nachrichten schreibt, bezweifle ich.
Er wir da versuchen wollen,deinen Sohn auf seine Seite zu ziehen.Wenm er die Nachrichten schreiben würde,wäre da wahrscheinlich Schluss,das würde er wohl nicht wollen oder akzeptieren.
Ich würde auch das Gespräch mit deinem Ex suchen.
Egal was ist,zeige deinem Sohn,dass du ihn liebst ohne Bedingungen,aber zeige auch ,dass deine Entscheidungen zu seinem Guten getroffen werden und spreche am Besten mit ihm,wenn ihr euch gegenüber sitzt.
 
Der Ex sucht jetzt natürlich ausflüchte und schiebt allen anderen in die Schuhe, warum er nicht da war. Und dein Sohn WILL das glauben, weil er an den ihn immer liebenden Vater glauben will.

Mit der Einstellung wird keiner weiterkommen und sich die Sache immer weiter verfahren.
Ich weiß nicht wie oft ich es noch sagen muss. Solange Kindesvater und Kindsmutter nicht in der Lage sind, sich an einen Tisch zu setzen und wie Erwachsene miteinander zu sprechen und der eine beim Sohn über den anderen herzieht, wird sich auch nichts ändern.
 
Ihr LIeben,

ganz vielen Dank für Eure zahlreichen Rückmeldungen, die ich gestern nicht mehr alle beantworten konnten.

Was das Gespräch mit meinem Ex angeht, das hier viele vorschlagen: Ich habe nahezu alles versucht, was ich mir vorstellen kann, aber er verweigert sich da völlig.

Als er im Mai 2021 wieder auf meinen Sohn zukam und den Kontakt wieder aufgenommen hat, habe ich mich darüber zunächst sehr gefreut, weil mein Sohn wirlich darunter gelitten hat, dass der Kontakt zu seinem Vater so schwierig war. Ich habe das gefördert und auch mit der neuen Frau mal gesprochen und ihr damals gesagt, dass ich mich freue, dass sie meinen Sohn so offen mit aufnimmt.

Im August 2021 begannen dann die Vorwürfe an mich. Fiese Nachrichten, ungefähr in dem Tonfall, den mein Sohn mir jetzt geschrieben hat. Drohungen, dass er ihn mir wegnimmt und dass er den Kontakt zu den Schwiegereltern unterbinden wird.

Ich hatte 2018 einen Burnout und 2021 eine psychisch schwierige Zeit nachdem mein damaliger Lebensgefährte mich nach 12 Jahren auf sehr unfeine Weise verlassen hat und wenige Wochen darauf mein Vater verstorben ist. Mein Ex-Mann weiß, dass ich mir in beiden Fällen psychologische Unterstützung gesucht habe, weil ich relativ offen damit umging, und nutzt das aus, um mir wirklich weh zu tun.

Ich habe seit August 2021 bei allen möglichen Stellen versucht, Unterstützung zu finden um mit ihm in ein konstruktives Gespräch zu kommen:

- Gespräche mit der Familienberatung
- Gespräche mit dem Jugendamt
- Gespräche mit der Schulsozialarbeiterin der Schule

Alle Stellen haben mehr oder weniger das gleiche gesagt: Wenn mein Mann nicht freiwillig an einer Mediation teilnimmt, kann ich ihn nicht dazu zwingen.

Ich habe darüber hinaus auch Gespräche geführt mit den Lehrern und auch dem Kinderarzt meines Sohnes, weil mir durchaus bewusst war, dass er darunter leidet. Auch hier konnte man mir aber nicht wirklich helfen, weil sein Vater jede Form des Gespräches verweigert hat.

Wenn jemand eine wirklich schlaue Idee hat, wie man jemanden zu einem konstruktiven Gespräch zwingen kann, der das absolut nicht will und jeden Gesprächsversuch meinerseits mit Bösartigkeiten und Vorwürfen beantwortet - ich bin absolut offen für Tipps.

Und bezüglich der Hinweise, dass ich mit meinem Sohn nicht schreiben, sondern persönlich sprechen oder zumindest telefonieren soll:

Als die Nachricht mit der Bitte um das Geld bei mir einging, habe ich genau das getan: Ihn gebeten, mich anzurufen damit wir das besprechen können. Hat er aber nicht getan, sondern weitere Nachrichten geschickt, die ich dann mit der im Eingangs-Beitrag erwähnten neutralen Rückfrage ( Bist Du sicher, dass der Führerschein so teuer kommt? ) beantwortet habe, was dann zu der Eskalation führte.

Ich kriege meinen Sohn nicht ans Telefon wenn er bei seinem Vater ist. Ich habe das so oft probiert und ihn gebeten, mich einfach mal anzurufen. Das klappt maximal, wenn er bei meiner Schwiegermutter zu Besuch ist. Dann können wir auch normal miteinander reden.

Auch hier: Wenn jemand einen guten Tipp hat, wie man einen 16jährigen dazu überredet, ans Telefon zu gehen - ich bin für gute Tipps absolut offen.

Zu der Frage, was er sagt, wenn ich ihn auf die bösen Nachrichten anspreche:

Wir hatten eine ähnliche Situation vor zwei oder drei Monaten. Danach war er noch einmal zu Besuch, und da habe ich ihn gefragt, warum er das geschrieben hat und danach den Kontakt zu mir unterbrochen.

Seine Antwort war: "Ich war wütend - und dann habe ich mich geschämt für das, was ich geschrieben habe und wollte darüber mit Dir nicht mehr sprechen."
 

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