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Streit mit Bruder

Ja, die Hilfe habe ich jetzt auch organisiert (keine Ahnung, warum das nicht vorher möglich war oder sie es nicht wussten). Aber die paar Stunden reichen nicht. Deshalb habe ich auch die Grundreinigung gemacht und alles so organisiert, dass man es leicht erhalten kann.

Das ist schön und wenn die Eltern mehr Hilfe brauchen, können sie sich welche organisieren.
Aber ich komme nicht weiter: mein Bruder ruiniert den Plan mit dem Kochgerät, so dass ich zwei kaufen muss. Dann nimmt er die iPads, die ich für die Kochanleitungen nehmen wollte. Dann liegt eine Woche, nachdem ich alles aufgeräumt und ein Ordnungssystem hatte, wieder Kinderspielzeug quer im Wohnzimmer. Es ist ein Fass ohne Boden, weil die nicht mitmachen.
Das ist nicht Dein Problem. Müssen hättest Du gar nichts. Wenn es Deine Eltern stört, müssen die sich selbst wehren.
Wenn nicht gekocht wird oder werden kann, gibt es so segensreiche Einrichtungen wie "Essen auf Rädern".
Was wäre die Alternative? Meine Eltern verkommen lassen? Ärger nicht äußern?
Die Alternative wäre , Hilfe zu organisieren. Wobei die das auch selber für sich organisieren könnten.
Ich will natürlich, dass es Ihnen gut geht und deshalb mache ich das. Es ist auch sinnvoll, was ich tue: jedes Geschenk hatte seinen Sinn und jede Tätigkeit auch.
Ich habe praktische Kleidung gekauft, neue Therapeuten für meine Mutter gefunden, nun die Haushaltshilfe, habe die Grundreinigung gemacht so dass die Haushaltshilfe alles einfach erhalten kann.

Dann ist doch jetzt alles notwendige organisiert und es sollte für Dich erledigt sein.
Aber das mein Bruder so wenig macht, das war mir nicht klar. Ich war erschrocken, ganz ehrlich.

Das ist ein Ding zwischen Deinen Eltern und dem Bruder.
Aber Verständnis für meine Reaktion gibt es nicht. Da heisst es einfach: dann komme nicht mehr und kaufe nichts mehr.

Dann tue das auch nicht mehr. Das war ja eine klare Ansage.
Meine Mutter leidet ja auch darunter, dass er so wenig macht, das hat sie mir selbst gesagt. Aber in der Konfliktsituation steht sie zu ihm.
Dann muss sie sich halt selber wehren. Wenn sie das nicht tut und ihn in Schutz nimmt, dann ist es wie es ist und kann so schlimm nicht sein.
Ja, warum nutzen sie die Geräte nicht selbst? Weil mein Bruder dann sagt: "Ich nehme das mal mit hoch, das kann ich brauchen." und die sagen nichts dagegen oder denken, er und die Kinder können mehr damit anfangen als sie.

Das ist das Problem Deiner Eltern. Da kannst Du nichts tun.
Meinen Anteil sehe ich so:
Ich bin großzügig, weil ich eine Freude machen und helfen will. Ich habe geholfen, weil Not am Mann war und weil ich wollte, dass es meinen Eltern gut geht. Mit beidem ging ich über meine Grenze, habe ich über meinen faulen Bruder geärgert und bin dann ausgeflippt anstatt diplomatischer zu sein oder mir (wie beim letztem Mal) auf die Zunge zu beissen.

Wie geht Ihr mit der Situation um?
Jetzt weißt Du, dass sich die Dankbarkeit in Grenzen hält und tust sowas nicht mehr.

Na ja, ich hab mal gewaschen und war geschockt wie die Waschküche aussah (acht leere Waschmittelpackungen - schmeisst man die nicht weg? Und Waschpulver auf dem Boden etc). Dann han ich einen Rechen gesucht und in die Garage geschaut und da hätte man gar nichts gefunden, alles war kreuz und quer.

Im Eingangsbereich vom Haus steht eine Kommode, da lag auch nur Müll drauf (im wahrsten Sinne des Wortes, auch das Papier eines Schokoriegels).

Dass er sich dann auch noch die iPads krallt war einfach zu viel für mich. Und bedankt hat er sich noch nie, ich hab seinen Kindern schon so viel Geld gegeben, auch zur Geburt etc. Kam noch nie was.
Auch das ist ein Problem zwischen Deinen Eltern und dem Bruder. Wenn die es zulassen, dass alles im anderen Haushalt verschwindet, ist es deren Sache. Nicht Deine.
Und das hat mich so geärgert. Jeder mehrtägige Besuch hat mich eine vierstellige summe gekostet, ich habe in einem Affenzahn geschuftet, dann noch die Ausgaben für die Geräte, und dann haben meine Eltern nicht mal mehr die iPads!
Und mein Bruder sitzt rum! Der, oder seine Frau, müssten nur die Treppe runter gehen.

Das war Deine freiwillige Entscheidung, das zu tun. Es hat ja keiner um Hilfe gebeten.
Es war nett, keine Frage, aber Du siehst ja, dass es zu nichts führt, langfristig.
Aber jetzt wurde mir ja gesagt, ich brauche nicht mehr kommen und nichts mehr kaufen, weil ich bin ja so ein böser Mensch!

Dann tue das nicht mehr. Besuchen ja, den Rest nein.


Ich habe mich mit einigen nahestehenden Leuten unterhalten und denke, dass der einzige Ausweg ist, dass meine Eltern ausziehen. Die Menschen kann man nicht ändern, aber es kann ja nicht so weiter gehen und von selbst bessert sich der Zustand des Hauses und des Gartens nicht.
Darauf hast Du keinen Einfluss. Das ist die Entscheidung Deiner Eltern.[/QUOTE]
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Beiträge.

Ganz ehrlich - die Beträge im Sinne von "selber schuld", "niemand hat darum gebeten", "du willst dir etwas erkaufen" finde ich nicht hilfreich.

Zum einen - ich bin hin gefahren, nachdem meine Mutter mich angeschrieben hat.
Davor hatte ich es angeboten, aber es wurde abgelehnt. Dann kam der Impuls von ihr.

Zum anderen - ich erwarte nichts und brauche nichts. Trotzdem finde ich das Verhalten meines Bruders und seiner Frau falsch und meine Eltern leiden darunter (sie sprechen beide mit der Frau nicht).

Trotzdem kann ich meine Familie nicht einfach hängen lassen.
Die sind wie der Frosch im Kochtopf - das Wasser wird immer heißer und sie merken es nicht.

Mich haben nun schon mehrere Leute darauf angesprochen und ich kann das nicht einfach ignorieren.
Wenn Ihr das so haltet: Eure Entscheidung, aber ich bin nicht so.

Ich treffe vielleicht nicht immer den richtigen Ton, aber das heißt nicht, dass alles was ich mache falsch ist.

Die Einstellung: "geht mich nichts an" ist einfach nicht meine.

Die Aussage, ich wollte mir "Liebe erkaufen" ist ehrlich gesagt übergriffig und sagt meiner Meinung nach mehr über den Poster aus, als über mich.
Das würde ich dann wohl doch eher mit einer Rolex oder anderen glamorösen Geschenken versuchen, nicht popeligen spiessigen Haushaltszeug .
 
Dass dein Bruder alles richtig macht, wie manche hier schreiben, finde ich nicht.
Manche Beiträge hier finde ich echt hart, aber im Kern ist etwas Wahres dran.
Es wäre gesünder für dich, wenn du emotional etwas Abstand gewinnen könntest. Das ist halt nicht für jedem so einfach, schon gar nicht, wenn man mittendrin steckt.
Aber ja, du machst deren Probleme zu deinen Problemen und ärgert dich, wenn deine Hilfe nicht dankend angenommen wird.
Lass los. Es ist tatsächlich Aufgabe deiner Eltern und deines Bruders miteinander zu kommunizieren. Die leben unter einem Dach und müssen miteinander klarkommen oder eine andere Lösung finden.
Alles Gute!

Meine Eltern haben meine Hilfe dankend angenommen.

Es war mein Bruder mit dem ich gestritten habe. Dem wollte ich gar nicht helfen.
Meine Eltern stehen halt immer dem bei der angegriffen wird, dem messe ich nicht viel bei.
 
Wichtig ist, @evelin, dass du mit dir und dem, was du tust, im Reinen bist. Unabhängig von irgendwelchen (verständlichen) Erwartungen.
Ich wollte meiner Mutter zu Lebzeiten auch immer eine Freude machen, habe auch Geld dafür ausgegeben - entweder sie hat es nie geschätzt, oder mir zumindest diesen Eindruck vermittelt. Die letzten Jahre war ich es, nicht ihre Lieblingstochter, die sich um sie gekümmert hat. Ich wusste einfach, ich mache das Richtige. Drei Monate vor ihrem Tod, mit 91, hat sie zum ersten mal zu mir gesagt: ich hab dich lieb.

Danke für den verständnisvollen Beitrag.

Ganz ehrlich - und auch nach mehreren Tagen Reflexion: ich erwarte gar nichts.
Ich brauche keinen Dank, schon gar kein Geld, auch keine Anerkennung.
Ich will einfach nur eine Lösung und dass die nicht versumpfen.

Der fett hervorgehobene Satz von dir - das sehe ich auch so.
Was ich mache ist schon richtig, ich hab mich halt im Ton vergriffen und war undiplomatisch.
 
Das ist keine gute Idee.
Denn das werden sie auf keinen Fall tun, wie ich die Lage einschätze.
Du kannst ihnen den Vorschlag machen, aber rechne nicht mit Zustimmung.

Da hast Du wahrscheinlich recht.

Ich weiß halt nur nicht, wie ich die Sache lösen kann.

Meine Eltern kommen mit dem großen Haus und Garten nicht mehr klar, meine Mutter leidet darunter, dass mein Bruder und seine Frau nichts tun.

Ich habe mich jetzt mal entschieden, meinem Bruder und seiner Frau einen Brief zu schreiben.

Eine Verwandte sagt, ich solle geduldiger sein, aber das entspricht nicht meiner Natur. Das finde ich echt schwer.
Das ist auch beruflich so: ich analysiere ein Problem und löse es. Dieses dahin siechen ist nichts für mich.
 
Reiche deinem Bruder die Hand und die geschwisterliche Liebe wird siegen.
Nichts ist wichtiger als Familie.
 
Zum einen - ich bin hin gefahren, nachdem meine Mutter mich angeschrieben hat.
Davor hatte ich es angeboten, aber es wurde abgelehnt. Dann kam der Impuls von ihr.
Ich habe das Gefühl, daß sie sich eigentlich etwas anderes erhofft hat - Versöhnung mit dem Bruder, oder daß der Bruder endlich eigenen Ehrgeiz entwickelt, wenn Du Dich engagierst. Aber das war Fehleinschätzung ihrerseits, er ist wie er ist und wird sich auch nicht ändern. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
 
Das ist schön und wenn die Eltern mehr Hilfe brauchen, können sie sich welche organisieren.

Das ist nicht Dein Problem. Müssen hättest Du gar nichts. Wenn es Deine Eltern stört, müssen die sich selbst wehren.
Wenn nicht gekocht wird oder werden kann, gibt es so segensreiche Einrichtungen wie "Essen auf Rädern".

Die Alternative wäre , Hilfe zu organisieren. Wobei die das auch selber für sich organisieren könnten.

Woher weißt Du das? Kristallkugel?

Und nein, es gibt nicht überall "Essen auf Rädern" oder ähnliches, nicht in jedem entlegenen Dorf.

Zudem: man muss erstmal mental dahin kommen. Und nicht jeder kommt alleine klar.
 
Ich habe das Gefühl, daß sie sich eigentlich etwas anderes erhofft hat - Versöhnung mit dem Bruder, oder daß der Bruder endlich eigenen Ehrgeiz entwickelt, wenn Du Dich engagierst. Aber das war Fehleinschätzung ihrerseits, er ist wie er ist und wird sich auch nicht ändern. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Ich glaube da kenne ich mich gut genug: ehrlich gesagt nicht.

Wenn er in Buxtehude wohnen würde und meine Eltern hätten ein schönes Leben: wäre total ok für mich, mir ist wirklich total egal was er von mir denkt.

Ich denke aber auch, dass er sich nicht ändern wird.
 

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