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sterben

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start

Hallo Mr. Pinguin,

schau mal hier: sterben. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Guten Abend liebe Schreiber/in und Leser/in,

weiß gar nicht wie ich sie anschreiben soll.

Wieder sind so zahlreiche Antworten gekommen, und ich muss sagen, wir freuen uns sehr.
Viele ihrer Worte habe ich mir sehr zu Herzen genommen, und bin nochmal in mich gekehrt.Nun ich versuche zu verdrängen, weil ich denke meine Frau braucht mich.
Wir waren nun das erste mal gemeinsam in Lisa´s Zimmer, und es war ein sehr komisches Gefühl.
Es ist so verdammt schwer, Lisa fehlt an jeder Ecke, in jedem Augenblick.
Dieser Schmerz, er ist unbegreiflich. Von Tag zu Tag wird mir bewusster das sie fort ist, und bleibt.

Es muss weiter gehen,das höre ich täglich. Aber es geht nicht weiter, sobald man nach hause kommt steht die Zeit wieder still.

und nun sitze ich hier weider, denke am meine Kleine.
Warum musste sie gehen, wieso ausgerechnet sie?
Warum muss ein so junger Mensch gehen?Warum schon jetzt?Warum auf diese Art und Weise?

All diese Fragen und noch viele mehr gehen mir durch den Kopf.
Meine Frau hat seit gestern ein großes Tief, ist sehr depressiv und agressiv, es ist schwer an sie ranzukommen.

Lisa, meine Micky wir vermissen dich sehr
in ewiger Liebe dein Papa



Sagt doch einfach "du" zu uns, wie eure Lisa es auch tat.

Ja, jetzt ist wohl die Zeit, in der alles stillzustehen scheint. Die Zeit, zu bleiben - im Schmerz, in den letzten Stunden eurer Tochter, in ihrem Leben mit der Krankheit.

Bleibt in dieser Zeit, jeder auf seine Weise, denn in diesem tiefsten Leid ist wirklich erst einmal jeder ein Stück weit für sich allein.

Es wird die Zeit kommen, in der alles wieder in Bewegung gerät, in welcher Form auch immer - aber dazu ist es noch viel zu früh, es ist doch grad ein paar Wochen her, dass eure kleine Große gegangen ist zu dem, der sie schuf.

Aber nicht nur ihr seid bewegt, hier zu lesen, dass Lisa, dass ihr nicht vergessen seid - auch uns - und da kann ich sicher für die meisten von uns sprechen - berührt es sehr, dass ihr euch immer mal wieder meldet und uns so Anteil nehmen lasst an der Trauer und diesem Prozess des weiteren Abschieds von eurer Tochter.

Vielleicht mögt ihr eines Tages euch sogar hier anmelden, es würde persönlicher, näher - wenn ihr euch danach fühlt, dann würden wir uns sehr darüber freuen.

Bleibt bewahrt in dieser so unendlich schweren Zeit - mit liebem Gruß

Christa
 
Liebe Eltern von Lisa,

ich habe die Zeilen von Eurer Tochter gelesen -

aber konnte einfach nichts dazu schreiben,

obwohl ich es so gerne getan hatte,

...es hat mich traurig gestimmt, dass sie soviel Stärke zeigt-
sich auch noch Gedanken macht um Euch,
mehr als um sich selber- so schien es mir...

...ich war aber froh um die lieben Worte der Mituser-
die wirklich größtenteils die richtigen Worte für Eure starke Tochter gefunden haben.

Nach wie vor, fällt mir nicht ein,
was ich Euch Tröstendes schreiben könnte,
so sehr ich um Worte ringe-
mir fällt nicht viel ein....

...dennoch,

ich bin mir sicher,
Lisa ist bei Euch,
sie spürt und fühlt ...
sie ist dort,
wo es keine Krankheit mehr gibt-
...dort, wo es nur die Liebe gibt,
auch die Liebe, die ihr an sie aussendet...

...auch das sind vielleicht nicht die richtigen Worte,
...aber ich schreibe sie nicht, um sie zu finden,

denn nichts fällt mir ein,
dazu, wie ihr Euch wohl fühlen müsst....

...Lisa ist und bleibt Euer Kind,

und sie war so stark,

es ist schön, dass ihr nun weiter auf Lisas Spuren bleibt-
und Euch mit all den lieben Usern hier unterhaltet,
die einfach passende Worte gefunden haben-
um Eurer Kleinen doch ein paar liebe Stunden zu schenken,

auch wenn ich beschämt bin, dass ich es nicht konnte ...

...wünsche Euch ganz ganz viel Kraft und auch,
dass ihr irgendwann Euren Verlust lernen könnt,
zu begreifen,
obwohl das Unbegreiflich ist- ...
...

...Stille Grüße,
Sissy
 
Hallo liebe User,

nach langer Zeit und sehr viel trauer, in uns kehrend, Wut und Verzweiflug die in einem aufkommt möchte ich hier mal wieder schreiben.
Es ist für mich eine Art nähe, die mir meine Tochter hier hinterlassen hat.
So schwer und schmerzhaft das auch ist, hier immer wieder zu lesen, so gut tut es auch zu gleich.

Und immer wieder neue Menschen die hier schreiben, die mit uns trauern und uns Kraft schenken.
Ich danke euch dafür.

Ostern,
Ostern war sehr schlimm für uns, zu viele Erinnerungen, zu schmerzhaft.
Wir sind geflüchtet, Hals über Kopf, in den Flieger hauptsache nicht zu Hause sein.
In London konnten wir dann durchatmen, zwar auch nur für kurze Zeit aber es ging.

Kaum ist man wieder zu Hause, erdrückt einen alles, die Trauer die man beiseite geschoben hat, ist wieder da, und sie tut so unendlich weh.

Diese Hilflosigkeit, dieses nichts tun zu können, um etwas an der Situation zu ändern, nicht die Zeit zurück drehen zu können, sie frisst einen auf.

So oft, schon beinahe zu oft sagen wir das lieber wir als unsere geliebte Lisa hätten gehen sollen.


Immer wieder bekommen wir Briefe von Klassenkameraden/in , Freundin und Mitfühlenden Menschen die Lisa näher kannten, denen Lisa auch sehr fehlt.
Wir sammeln diese Briefe , und Samstags versammeln wir uns dann in Lisa´s Zimmer, und lesen uns die Briefe, Gedichte vor.
Manchmal sind Gutscheine oder Geld drin die wir dann aufheben und regelmäßig Blumen auf Lisa´s Grab nieder legen.
Wir haben es aufgegeben darum zu bitten keine Geldbeträge mehr bei zu legen. ( es war uns unangenehm)

Meine Frau, hat mal gute und mal schlechte Tage, in den guten Tagen, steht sie auf, isst regelmäßig, duscht sich, gestern war sie sogar bereit einen Termin beim Friseur zu machen.
und heute,
heute liegt sie wieder im Bett, aufstehen will sie nicht.
Frühstück ist noch unangerührt und reden tut sie auch nicht.
Aber weinen.
Manchmal weine ich mit ihr, manchmal nehme ich sie in den Arm, drücke sie an mich, und sage ihr das Lisa immer bei uns sein wird, ich versuche sie zu beruhigen, das trösten habe ich aufgegeben, das kann und will ich nicht.
Ich möchte ihr ihre Trauer lassen, doch befürchte ich das sie immer weiter in eine tiefe Depression, trauer und Lustlosigkeit abrutscht.


Ich habe Angst das durch den tiefen verlust unsere Familie zerbricht.
Ich denke das Lisa das nicht gewollt hat, aber ich weiß auch nicht wie ich das wieder richten soll.


Ich danke euch fürs zuhören bzw lesen

gruß Helmut
 
Lisa mein Engel,
wir vermissen dich.
Seit dem du nicht mehr da bist, ist nichts mehr wie es mal war.
Die Welt hat ihre Liebe und ihre Farbe für uns verloren.
SIe ist trist und schwarz, alles hat diesen Grauschleier um sich.
Lachen ist so schwer das es schon fast unmöglich ist.
Jeder vermisst dich auf seine Art und Weise, und keiner wird dich je vergessen.

Wir werden dich immer in unserem Herzen tragen, in uns wirst du weiter leben, in all deinen Freundin und bei den Menschen bei denen du etwas Freude und zuversicht ins Herz getragen hast.

Du mein Kind, hattest immer ein solch großes und offenes Herz für jeden, du hast immer auf andere geachtet, egal wie es dir gerade ging.
Ich hoffe das du da wo du jetzt bist Glücklich bist, keine Schmerzen mehr hast all das tun kannst, was du schon immer tun wolltest.

Was würde ich geben, um in dein lachendes Gesicht zu schauen, und mich mit dir zu freuen.
Es waren kleinigkeiten die dich so Glücklich gemacht haben.


In liebe, dein dich vermissender Papa
 
Hallo Lisas Papa


Lisa schaut von oben auf Euch herab jeden Tag jede Stunde jede Sekunde

Sie die kleine grosse starke,hatte so Angst davor was gerade mit Dir passiert

Du weinst:wein:.

Lisa hatte keine Angst vor dem Tod Ihre grösste Angst war es

Ihre Familie traurig zurück zulassen.

Höre in Dich hinein Lisa ist da, in Eurem Herzen immer.

Ihr Körper hat nun keine Schmerzen mehr,aber Sie wäre so traurig wen Sie Dich so weinen sähe.


Lisa wollte stark sein für Euch,Sie ist gegangen
Ihr werdet wieder stark werden
um Lisas Erinnerungen
an Ihr Lachen mit dem Gedanken,Schatz: einmal Engel in unserem Herzen
nun Engel in der Unendlichkeit.
Alles braucht seine Zeit.

Lg OldCat
 
Hallo Helmut,

seid Ihr beide denn in psychologischer Behandlung?

Ich halte das gerade im Falle Deiner Frau für sehr erforderlich!

Klar, es ist wichtig, die Trauer rauszulassen, sie auszuleben usw....., aber man sollte sich nicht fallen lassen. Ist einfach gesagt...., ich könnte es auch nicht, aber genau deshalb solltet Ihr Euch dringend Hilfe besorgen.

Alles Liebe, tulpi
 
Lieber Helmut.
Ich glaube, daß einem nichts so sehr den Boden unter den Füßen wegziehen kann wie der Tod des eigenen Kindes.
Daß man als verwaiste Eltern in die tiefste Verzweiflung gerät, aus der man lange, lange nicht herauskommt.
In vielen Städten und Gemeinden gibt es Selbsthilfegruppen für verwaiste Eltern.
Ich kann mir vorstellen, daß eine solche Gruppe auch für Euch sehr hilfreich wäre.
Wer könnte Euren Schmerz besser nachempfinden als andere Eltern, denen es genauso ergeht.
Lisas größte Sorge war nicht ihr eigener naher Tod, sondern wir Ihr damit zurechtkommt.
Sie hätte sich sicher gewünscht, daß es leichter für Euch wird.
Sie hätte sich gewünscht, daß das Leben für Euch weitergeht.
 
Hallo ihr lieben,

ja wir sind in Behandlung, nur geht meine Frau nicht mehr hin.
Schon seit einiger Zeit nicht mehr, sie will es nicht.
Am Anfang hatte sie sich auch noch unter kontrolle, aber dann ginng es los.
Auch heute, ist sie nicht zum aufstehen zu bewegen.
Sie liegt mit dem Nachthemd von Lisa im Arm im Bett und rührt sich kein bisschen.


Ich habe ihr schon so oft gesagt, das sie auch noch einen Sohn hat, der sie braucht, der seine Schwester verloren hat, aber davon will sie in solchen Momenten nichts hören.
 
Hallo Familie Brandt

Ich schließe mich den Worten meiner Vorrednerin an.

Aus den Texten Lisas war aber eben jene Sorge zu lesen die nun Realität ist.
Das ihnen das Leben ohne sie entgleist,das war ihre größte Sorge.
Dies ist bestimmt kein Vorwurf denn das was sie erleben mussten wünsche ich niemandem.
Ihre Frau und auch sie sollten vielleicht in Erwägung ziehen sich psychologische Hilfe anteil werden zu lassen.
Vielleicht wäre auch eine Trauerbewältigungsgruppe etwas für sie.

Wir alle können ihren Schmerz nicht nachvollziehen weil wir kein Kind verloren haben,aber wir fühlen mit ihnen,jeden Tag.

Lisa war ein wirklich tolles Mädchen,niemand kann ihren Schmerz nachvollziehen.
Aber ihr Leben darf nicht mit Lisas Tod zuende sein,wenn sie 12 war sind sie selber auch noch nicht alt und haben noch viele Jahre vor sich.
Und diese sollten sie nicht in Trauer und Wehmut verbringen,das hätte Lisa nicht gewollt und wir,die wir mit ihr und ihnen in Kontakt stehen/standen auch nicht.

LG
Shorn
 
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