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stationäre Therapie - Eure Erfahrungen

Gute oder schlechte Erfahrungen mit stationärer Therapie?

  • Gute Erfahrungen

    Teilnahmen: 12 63,2%
  • Schlechte Erfahrungen

    Teilnahmen: 7 36,8%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    19

Kampfmaus

Aktives Mitglied
Auf der psychosomatischen Station wo ich war, hatte ich Glück, denn dort wurde das Krankenhaus-Flair strikt vermieden = keine weißen Kittel beim Personal, die 2 Bettzimmer waren normal eingerichtet = Holzbetten und Möbel. Jeder hatte seinen eigenen Schreibtisch. Zwischen den Betten stand ein Regal das man von beiden Seiten nutzen konnte ohne das man durchsehen konnte, wie eine art Raumteiler.

Das war alles sehr angenehm. Auch die Station selbst war farblich warm eingerichtet. Man dachte wirklich nicht das man in einem KH ist. Sofern man nicht zur Stationstür raus ist.
War aber auch nur eine relativ kleine Station mit 17 Betten.
Exakt genau so.
 

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momo28

Moderator
Teammitglied
Was du beschreibst, ist in den psychosomatischen Kliniken Standard.

Es gibt Angebote, die man wahrnehmen sollte, wie eben Bewegung oder Ergotherapie, Maltherapie.
Jeden Tag eine halbe Stunde Einzeltherapie ist gut. In den meisten Kliniken sind es zwei Mal die Woche eine Stunde. Das ist zwar nicht viel weniger, aber der Kontakt findet nur an zwei Tagen statt und nicht an fünf.

Je mehr du bereit bist, dich auf die Therapie einzulassen, desto größer kann dein Gewinn daraus sein.
 

Weltkind

Aktives Mitglied
Hm, ich habe leider Phasen, an denen ich zu Selbstverletzungen neige... Habe ich dennoch ne Chance auf so nee offene Klinik? Wie sieht es mit Besuchszeiten und Privatsphäre aus? Kann mein Mann mich problemlos sehen? Wie ist das Therapie Programm aufgebaut? Wie würde das Klinik Personal auf mich reagieren wenn ich eventuell "Heimweh" habe?
Es gibt Kliniken, die mit gefährdeten Patienten Zusatzverträge abschließen, welche unterstützend wirken können. Vertragsbrüchig zu werden kann eine Hemmschwelle sein.
Zudem stehen in guten Kliniken immer leicht erreichbare Ansprechpartner zur Verfügung.

Der Erfolg/Misserfolg eines stationären Aufenthalts hängt nicht nur vom Patienten ab, sondern zu einem nicht unwesentlichen Teil auch von der richtigen Klinikwahl, dem passenden Konzept.

Der Unterschied ist nicht nur marginal, sondern kann sehr gravierend sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
D

Die Queen

Gast
Ah vielen Dank schon mal für den Input. Ich bin ehrlich gesagt noch immer unschlüssig, ob ich es wagen soll. Die Tagesklinik war für mich enttäuschend, der stationäre Aufenthalt ist noch immer beängstigend, da ich nicht mich zu meinem Mann zurückziehen kann... Aber andererseits fallen mir keine weitere Optionen ein.
 

Hajooo

Sehr aktives Mitglied
Der Erfolg/Misserfolg eines stationären Aufenthalts hängt nicht vom Patienten ab, sondern zu einem nicht unwesentlichen Teil auch von der richtigen Klinikwahl, dem passenden Konzept.
Fehlt da das Wörtchen "nur" ?
... hängt nicht nur vom Patienten ab ...

;) :)

Ja, das stimmt auch, mit der Klinikwahl und dem Konzept.
Bei mir hat es gut gepasst.

Gruß Hajooo
 

Hajooo

Sehr aktives Mitglied
Ah vielen Dank schon mal für den Input. Ich bin ehrlich gesagt noch immer unschlüssig, ob ich es wagen soll. Die Tagesklinik war für mich enttäuschend, der stationäre Aufenthalt ist noch immer beängstigend, da ich nicht mich zu meinem Mann zurückziehen kann... Aber andererseits fallen mir keine weitere Optionen ein.
Das ist in der Tat schwierig.
Jeder hat sein Selbstbild, spürt den eigenen Schmerz, sieht das sich eigentl. was ändern müsste, hat aber große Angst etwas neues zu wagen.

Das ging mir auch so.

Ich stellte mir die Frage, was denn die Alternativen sind und was schlimmstenfalls passieren könnte.

Na ja...
die schlimmste Alternative war so weiter zu machen wie bisher :(
Eine andere Therapieform
alles so "zu lassen"
etc.

Schlimmstenfalls hätte sich etwas zum positiven verändern können :D
Das hat es dann ja auch ;) :)

Vielleicht fragst du bei deinem Hausarzt oder Therapeuten nach Kliniken, von denen sie positives gehört haben oder hier im Forum.

Klinikbewertungen.de
scheint sehr fair zu sein, da habe ich auch bewertet.

Wenn du einige Kliniken favorisiert hast, besuche deren Webseiten.
U. U. kannst du dort einen Termin machen und die Klinik vorab besichtigen.

Ich kenne zwar keine Psychiatrien, kann mir aber kaum Vorstellen, daß es da weiß gekachelt wie im Schlachthaus ist :D

In meiner Klinik, waren die Bereiche gemütlich gestaltet, die Zimmer ebenso.
Eine Art (kleine) "Appartements" zwei Zimmer mit einem Bad, ab nem gewissen Alter oder nach Krankheitsbild waren es Einzelzimmer.

Bestimmt darf dich dein Mann besuchen.

Weiß gar nicht mehr ob es "bei uns" offizielle Besuchszeiten gab, aber die Zeiten zwischen den Therapieangeboten waren zur freien Verfügung.

Allerdings hatte ich teilweise so "erkennende" Therapiestunden, daß ich manchmal nur noch meine Ruhe wollte.

Abends um 10 mussten wir wieder in der Klinik auf dem Zimmer sein.

Alles rel. offen auf Vertrauensbasis, entsprechend der Klinikvereinbarung.

Gruß Hajooo
 
Zuletzt bearbeitet:

°°°abendtau°°°

Sehr aktives Mitglied
Ah vielen Dank schon mal für den Input. Ich bin ehrlich gesagt noch immer unschlüssig, ob ich es wagen soll. Die Tagesklinik war für mich enttäuschend, der stationäre Aufenthalt ist noch immer beängstigend, da ich nicht mich zu meinem Mann zurückziehen kann... Aber andererseits fallen mir keine weitere Optionen ein.
Das ist ganz normal. Nur falls Du das noch nicht weißt: Um einen diese Angst möglichst zu nehmen, kann man sich die Klink (oder eine andere) vorher anschauen. Natürlich vorher einen Termin machen.
Leider ist es ggf. schwierig, wenn man in seine Wunschklinik möchte. Gerade wenn die sich in einem anderen Bundesland befindet.

@Kampfmaus,

Ich weiß, nicht nur aus eigener Erfahrung, dass sich der Therapie-Erfolg nicht sofort bemerkbar macht/machen kann. Denn vieles hat sich sehr lange und somit tief "eingeschliffen". Das braucht, wie so oft, viel Zeit und Geduld mit sich selber. Auch Nachsicht kann nicht schaden, wenn mal was nicht so funktioniert wie man das gerne möchte.
Achtsamkeit ist ein ganz großes Thema. Bei Dir bestimmt auch. Ist ähnlich den Gruppenregeln. Man ist seine eigene Steuerfrau/Chefin bzw. sein eigener Steuerman/Chef.

Alles liebe und viel Kraft
abendtau
 

Weltkind

Aktives Mitglied
Fehlt da das Wörtchen "nur" ?
... hängt nicht nur vom Patienten ab ...

;) :)

Ja, das stimmt auch, mit der Klinikwahl und dem Konzept.
Bei mir hat es gut gepasst.

Gruß Hajooo

Danke, Hajooo! 🙂

Ja, mit Wörtern ist das so eine Sache seit einiger Zeit bei mir, manchmal doppelt, manchmal fehlt eins...

Geht nur relativ langsam und dann Kontrolllesen, und wenn keine Zeit dafür ist, kommen solche Dinge dabei raus.

Ich ändere es.
 
B

Bioniker

Gast
Eine Klinik und eine Therapie ist kein Wunschkonzert.
Ist ja Teil des Krankheitsbildes bei Psychischen Erkrankungen, das zu verdrängen, was dazu führte das man da landet.
Die Beteiligung des Patienten an der Reha Planung und ihrer Durchführung ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg.
Da wird man zu nichts gezwungen, aber wenn sich nichts geändert hat nach dem Aufenthalt, liegst nicht an der Einrichtung oder dem Personal da:
Die einzige Maßnahme, um Patienten zu motivieren, bleibt das persönliche Gespräch.
Von den Patienten wird Eigenmotivation erwartet, wenn sie an einer Rehamaßnahme teilnehmen.
Deshalb sollte sich der Patient aktiv an der Therapie beteiligen und den Vorgaben des Arztes folgen – und das wird auch von ihm erwartet.
Nicht das "Behandelt werden", sondern das eigene Handeln und das eigenverantwortliche Üben und Trainieren stehen im Vordergrund moderner Rehabilitationskonzepte.
 

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