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Ständig Ärger mit der Kollegin

Gut möglich, aber auch wenn die TE diesen Ehrgeiz hätte, müsste die Kollegin ihn deshalb noch lange nicht haben.
Das hatte ich auch nicht geschrieben. Allerdings klang dein Hinweis in #41 so, als wäre das grundsätzlich etwas Verpöntes, das sie sich abgewöhnen müsste. Da mir das zu absolut klang hatte ich ergänzt. Und mit "gesund" hat das m. E. gar nichts zu tun. Es ist in der aktuellen Konstellation lediglich unangemessen, die Bedürfnisse der beiden nicht als gleichberechtigt anzusehen.
 
Das hatte ich auch nicht geschrieben. Allerdings klang dein Hinweis in #41 so, als wäre das grundsätzlich etwas Verpöntes, das sie sich abgewöhnen müsste. Da mir das zu absolut klang hatte ich ergänzt. Und mit "gesund" hat das m. E. gar nichts zu tun. Es ist in der aktuellen Konstellation lediglich unangemessen, die Bedürfnisse der beiden nicht als gleichberechtigt anzusehen.

Ich persönlich finde ein sich aufreiben für den Job, ungesund, ja. In manchen Branchen mag das üblich sein oder als notwendig erachtet werden, gesund finde ich es trotzdem nicht.
Workaholismus ist im Endeffekt auch nur eine Sucht. Aber jeder darf den Süchten frönen, die ihn erfüllen. Hatte auch ne Kollegin, die Spaß dran hatte, jeden Tag 10 Stunden im Büro zu sitzen. Verstand ich nicht, war aber ihr Ding. Die wirkte aber auch nicht gestresst, die machte das gern.
Die TE wirkt aber nicht erfüllt, sondern massiv gestresst auf mich. Und wenn das so ist, dann muss sie da eher an sich arbeiten, als zu erwarten, dass ihre Kollegin sich ähnlich stresst.
 
Ich kann hier keinen extremen Druck erkennen. Die TE thematisiert selber ja auch etwas ganz anderes.

Dass Mitarbeiter gut zu tun haben ist nichts Neues. Wenn da jeder gleich wechseln würde.. na, halleluja. Die Unternehmen haben allesamt in den letzten 10-15 Jahren massiv abgebaut, da Personalkosten nun mal den dicksten Batzen auf Kostenseite ausmachen. Leider ist die Arbeit nicht genauso weniger geworden. Daher ist eben nun jeder stärker gefordert und man muss mit der dünnen Personaldecke klarkommen. Natürlich hauen Krankheitszeiten da besonders rein. Das zu lösen ist aber Aufgabe der Führungskräfte, nicht der Mitarbeiter untereinander.

Es gibt zudem auch Stellschrauben, um damit klarzukommen und sich besser aufzustellen, solange es mit dem Stress keine auf Dauer angelegte Extremsituation ist. Und die reichen von der Anpassung des eigenen Anspruchs (es muss nicht alles 100%ig sein, 80% reichen meist völlig), Verbesserung des eig. Zeitmanagements oder auch Stärkung der Fähigkeit, nein sagen zu können, der Vereinfachung von Prozessen bis hin in die Freizeit, dass man sich gegenüber Maßnahmen öffnet zur Stärkung der individuellen Resilienz.

Stress wuppt man dann gut, wenn er nicht non-stop besteht, sondern immer auch Phasen möglich sind, in denen die Batterien wieder aufgeladen werden können.

Ob das alles der TE weiterhilft bei der Lösung ihres Problems weiß wohl nur sie selber. Schade, dass sie so mundfaul ist und nicht auch selber zum Austausch beiträgt. 😞
 
Ob das alles der TE weiterhilft bei der Lösung ihres Problems weiß wohl nur sie selber. Schade, dass sie so mundfaul ist und nicht auch selber zum Austausch beiträgt. 😞

Ich war übers Wochenende verreist.

Die Situation im Büro wird sich wohl leider nie so richtig entspannen, befürchte ich. Heute früh gab es wieder eine unangenehme Überraschung für mich. Meine Kollegin vermittelt mir das Gefühl, als ob ich ein lästiger Feind bin, den man mit allen Mitteln bekämpfen muss. Sie hat mir schon in der Anfangszeit gesagt, dass sie lieber alleine im Sekretariat wäre bzw. ist sie wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass das auch so sein wird (auf die Idee gekommen, sich im Vorstellungsgespräch danach zu erkundigen, ist sie nicht).

Es ist wohl das Beste, wenn ich mir im kommenden Jahr eine andere Stelle suche.
 
Ich war übers Wochenende verreist.

Die Situation im Büro wird sich wohl leider nie so richtig entspannen, befürchte ich. Heute früh gab es wieder eine unangenehme Überraschung für mich. Meine Kollegin vermittelt mir das Gefühl, als ob ich ein lästiger Feind bin, den man mit allen Mitteln bekämpfen muss. Sie hat mir schon in der Anfangszeit gesagt, dass sie lieber alleine im Sekretariat wäre bzw. ist sie wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass das auch so sein wird (auf die Idee gekommen, sich im Vorstellungsgespräch danach zu erkundigen, ist sie nicht).

Es ist wohl das Beste, wenn ich mir im kommenden Jahr eine andere Stelle suche.
Ja - und bis dahin schadet eine gewisse LMAA-Einstellung nicht.
 
Eine andere Alternative wäre zu lernen, sich zu arrangieren, wie man mit solchen Widrigkeiten umgeht und gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie man gut miteinander klar kommen kann. Wie ich das anstellen würde hatte ich in #37 ja bereits geschrieben.

Mit dem Anspruch, mit dem du unterwegs zu sein scheinst (erst kommen meine Bedürfnisse und dann - wenn überhaupt - die der anderen) wirst du überall anecken. Wenn du dann immer weiterziehen möchtest bekommt dein Lebenslauf mit der Zeit einen negativen Touch des Job-Hoppers und du schneidest dir dabei am Ende ins eigene Fleisch. Denn natürlich möchten auch Vorgesetzte langfristig kalkulieren und nicht jemanden einstellen, der schon bei kleinen Widrigkeiten das Handtuch wirft.
 
Eine andere Alternative wäre zu lernen, sich zu arrangieren, wie man mit solchen Widrigkeiten umgeht und gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie man gut miteinander klar kommen kann. Wie ich das anstellen würde hatte ich in #37 ja bereits geschrieben.

Mit dem Anspruch, mit dem du unterwegs zu sein scheinst (erst kommen meine Bedürfnisse und dann - wenn überhaupt - die der anderen) wirst du überall anecken. Wenn du dann immer weiterziehen möchtest bekommt dein Lebenslauf mit der Zeit einen negativen Touch des Job-Hoppers und du schneidest dir dabei am Ende ins eigene Fleisch. Denn natürlich möchten auch Vorgesetzte langfristig kalkulieren und nicht jemanden einstellen, der schon bei kleinen Widrigkeiten das Handtuch wirft.
Zum gemeinsamen Weg braucht es zwei, die den guten Willen zeigen.
Wenn das nicht der Fall ist, ist es sinnlos.
Ich finde schon, dass versucht wird sich zu arrangieren, aber wenn zwei Menschen zu unterschiedlich ticken ist auch das schwierig.
Ich würde den Übereifer einstellen und mich an die Arbeitszeiten halten und damit hat es sich dann.
 
Zum gemeinsamen Weg braucht es zwei, die den guten Willen zeigen.
Wenn das nicht der Fall ist, ist es sinnlos.
Ich finde schon, dass versucht wird sich zu arrangieren, aber wenn zwei Menschen zu unterschiedlich ticken ist auch das schwierig.
Ich würde den Übereifer einstellen und mich an die Arbeitszeiten halten und damit hat es sich dann.
Ich habe zumindest in den Beschreibungen der TE noch nicht einmal ansatzweise etwas von einem Versuch auf Augenhöhe gelesen, um zu einer Einigung zu gelangen. Wenn man das alleine nicht hinkriegt, kann ein Mediator als neutraler Vermittler unterstützen, so wie ich es anfangs vorgeschlagen hatte. Einfach abzuhauen ist der Weg des geringsten Widerstandes, spricht aber nicht wirklich für Konfliktfähigkeit, geschweige denn für Professionalität. Ein Job ist kein Wunschkonzert, immer wieder müssen Kompromisse gemacht werden. Wer das nicht mal irgendwann lernt wird immer unzufrieden von einer Stelle zur nächsten hüpfen und wie hier die TE immer die Fehler bei den anderen, nie bei sich sehen.

Hinter dem "lästigen Feind" können ganz einfach Ängste stecken. Warum spricht man dazu nicht mal proaktiv, so dass die Karten auf den Tisch kommen?! Als ich damals aus meiner Elternzeit in den Vorstandsassi-Job zurückkehrte war da auch plötzlich eine Kollegin, eben meine Vertretung. Sie trat mir auch sehr biestig entgegen, denn sie hatte schlichtweg Schiss, jetzt überflüssig zu werden. Ich hab mir das kurz angeschaut, dann haben wir geredet... und eine für beide gute Lösung gefunden. Hätte ich nicht die Initiative ergriffen, wäre die Sache vermutlich eskaliert. So hatte mein/unser Chef von den Unstimmigkeiten noch nicht einmal etwas mitbekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Kollegin und ich arbeiten seit rund 3,5 Jahren zusammen. Die Probleme haben bereits in der Einstellungsphase begonnen. In der Stellenanzeige stand damals klar und deutlich, dass Sekretärinnen in Teilzeit UND Vollzeit gesucht wurden. Für mich war das klar, dass nicht nur eine Sekretärin gesucht wurde, sondern mindestens zwei (wenn nicht sogar drei). Als meine Kollegin die Zusage bekam, war das für sie selbstverständlich, dass sie die einzige Sekretärin bei uns sein würde.

Meine Kollegin hat ein schwaches Selbstwertgefühl und braucht viel Lob, Anerkennung und Bestätigung von anderen Personen. Deshalb schleimt sie bei den höhergestellten Leuten in unserem Team. Ich hingegen bin in ihren Augen nur eine unerwünschte Konkurrentin, die ihr ein Stück der Anerkennung, die sie so sehr braucht, „wegnehmen“ könnte. In den ersten Wochen hat sie mir mehrere DIN A4 Zettel mit ganz vielen Punkten geschrieben, die ich unbedingt an mir verändern müsste, damit es für sie passt (klingt unglaublich, war aber wirklich so). Anfangs war ich noch freundlich, aber irgendwann habe ich ihr ganz deutlich zu verstehen gegeben, dass ich diese Arbeitsstelle nicht angetreten habe, nur um ihr alles Recht zu machen und nach ihrer Pfeife zu tanzen.

Ich weiß sehr wohl wie es ist, auch mal nachzugeben und zurückzustecken. In meinen früheren Jobs habe ich mich u. a. mit Müttern von schulpflichtigen Kindern vertreten. Die meisten Leute in unserem Freundeskreis haben entweder Kleinkinder oder schulpflichtige Kinder. Für meinen Mann und mich ist es ganz natürlich, dass die Freunde mit Nachwuchs die Termine vorgeben und wir uns weitestgehend anpassen, weil wir die Flexibleren sind.
Am Arbeitsplatz ist meine Kollegin die Flexiblere, die viel weniger Termine hat. Während mein Mann und ich einen guten Kontakt zu unseren Herkunftsfamilien pflegen und einen gut funktionierenden Freundeskreis haben, hat meine Kollegin außer ihrem Partner keine weiteren sozialen Kontakte. Ihre Familie will mit ihr nichts zu tun haben, Freunde hat sie keine. Obwohl sie ihre Freizeit meistens zu Hause verbringt und selten verplant ist, lässt sich mich immer mal wieder spüren, dass ich von ihrem Wohlwollen abhängig bin, wenn ich mal privat etwas vor habe und später ins Büro kommen/früher Feierabend machen/frei haben möchte. Das ärgert mich sehr. Wenn sie mal etwas geplant hat, stelle ich mich doch auch nicht quer, wenn ich zur gleichen Zeit nichts vor habe.

Es ärgert mich auch sehr, dass sie immer wieder versucht, mich in fachlicher Hinsicht ins Abseits zu drängen. Meine Kollegin neigt dazu, sämtliche Aufgaben, die unserem Chef und dem restlichen Team besonders wichtig sind, an sich zu reißen und darauf zu bestehen, dass ausschließlich sie dafür zuständig ist. Wenn ich auch einen Teil davon erledigen möchte, stresst sie rum und weigert sich, mir etwas abzugeben. Umgekehrt drückt sie sich vor Aufgaben, die wenig bis keine Bedeutung haben und wälzt sie auf mich ab. Z. B. sind wir beide gemeinsam für die Reinigung unseres Kühlschranks zuständig. Glaubt ihr, meine Kollegin hat in 3,5 Jahren auch nur ein einziges Mal den Kühlschrank und das Gefrierfach sauber gemacht? Ich habe sie immer mal wieder darum gebeten, die Reaktion war jedes Mal dieselbe: „Ja, mach ich!“ Mit dem Ergebnis, dass sie es nicht gemacht hat.
Diesmal werde ich das Gefrierfach zufrieren lassen, bis kein Lebensmittel mehr reinpasst. Und wenn mich jemand fragt, warum das zugefroren ist und keiner sich darum gekümmert hat, werde ich sagen, dass ich nicht alleine zuständig bin und es nicht einsehe, dass immer nur ich das machen soll.

Leider kann ich mit ihr keine echten Gespräche führen, weil sie sich mir gegenüber nicht öffnen möchte. Unserem Chef und den anderen Leuten im Team erzählt sie schon einiges über sich, mir gegenüber ist sie verschlossen. Das war schon immer so.
Ich bin gleich in den ersten Tagen offen und aufgeschlossen auf sie zugegangen, weil ich mich auf unser Kennenlernen und die Zusammenarbeit gefreut hatte. Sie hat sich dann bei unserem damaligen Chef beschwert, ich würde zu viel quatschen und sie von der Arbeit abhalten. Mit den anderen Leuten unterhält sie sich durchaus gerne, nur mit mir nicht. Es ist sehr frustrierend, wenn man immer wieder verzweifelt probiert, mit jemandem gut auszukommen und ständig auf Ablehnung stößt.
 

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