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Spirituelle Zitate, die mich berühren

Jeden Monat schickte der getreue Schüler seinem Meister weisungsgemäss einen Bericht über seine Fortschritte.
Im ersten Monat schrieb er:"Ich verspüre eine Weitung meines Bewusstseins und fühle mich eins mit dem Universum." Der Meister warf einen Blick auf die Nachricht und warf sie weg.
Im nächsten Monat hatte der Schüler dies zu melden:"Ich habe endlich herausgefunden, dass das Göttliche in allen Dingen gegenwärtig ist." Der Meister verzog das Gesicht.
Im dritten Monat waren die Worte des Schülers voller Begeisterung:"Das Mysterium des Einen und der Vielen hat sich meinem staunenden Blick offenbart."
Der Meister schüttelte den Kopf und warf den Brief weg.
Der Brief des vierten Monats lautete:"Niemand wird geboren, niemand lebt und niemand stirbt, denn das Ego-Ich ist nicht." Der Meister hob seufzend die Arme und liess sie wieder fallen.

Im fünften Monat kam kein Brief, auch im sechsten und in den weiteren Monaten nicht, bis schliesslich ein ganzes Jahr vergangen war. Da fand es der Meister an der Zeit, seinen Schüler an die Berichtspflicht zu erinnern.
Die Antwort kam schnell, doch in diesem Brief stand nur:"Wen kümmert's?"
Ein Lächeln der Zufriedenheit breitete sich über das Gesicht des Meisters aus...-

Ramesh S. Balsekar - Wo nichts ist, kann auch nichts fehlen
 
Glück findet, wer durch eine harte Schule geht. Er versteht, dass eine Not nicht unbedingt eine Not und eine Freude nicht unbedingt eine Freude ist. Ständig drehen sie sich im Kreis, laufen dem nach, was sie mögen, und laufen vor dem davon, was sie nicht mögen – dabei besteht das größte Glück darin, sich einfach auf alles einzulassen.
Sawaki Kodo, japanischer Zen-Meister
 
Jeder von uns ist eine Welt. Diese Welt wird im Wachzustand durch Wahrnehmungen ins Leben gerufen. Die Wahrnehmungen des Sehens, Hörens, Tastens, Riechens und Schmeckens ordnen wir gewöhnlich der Außenwelt zu. Die Wahrnehmungen des Denkens, Fühlens, Erinnerns und Vorstellens verorten wir üblicherweise im Inneren unseres Körpers. Zusammengenommen bilden all diese Wahrnehmungen das, was wir als unsere Welt bezeichnen. Das heißt, alles, was in und um uns geschieht, ist Wahrnehmung.
Demnach kann es also keinen Denker geben, sondern nur Denken als Wahrnehmung. Ebensowenig kann es einen Handelnden geben, sondern nur Handeln als Wahrnehmung. Aber auch das vermeintlich von unserem Körper unabhängige Geschehen in der Außenwelt ist nichts als Wahrnehmung. Vor allem aber kann es in unserer Welt keinen Wahrnehmenden geben. Denn so intensiv wir auch in uns hineinforschen mögen, wir werden immer nur eins finden: Wahrnehmung, doch niemals einen Wahrnehmenden. Und auch in umgekehrter Richtung werden wir nicht fündig. Wir können noch so weit in den Kosmos hinaus- und noch so tief in die Materie hineinblicken. Niemals werden wir eine Substanz als Ursache unserer Welt entdecken. Es werden stets Wahrnehmungen sein, die unsere Welt ausmachen. Und sie werden nicht tiefer oder umfassender sein als andere. Sie werden immer nur das sein, was gerade ist. Und das, was gerade ist, wird immer nur durch unsere aktuelle Wahrnehmung definiert sein.


philosophieblog.de/azendrah
 
NICHTS AN DEM, WAS IST, DEUTET DARAUF HIN,
DASS IHM EINE SUBSTANZ ZUGRUNDE LIEGT.
NICHTS AN DEM, WAS IST, DEUTET DARAUF HIN,
DASS ES EINEM BEWUSSTSEIN ERSCHEINT.
NICHTS AN DEM, WAS IST, DEUTET DARAUF HIN,
DASS ES ETWAS ANDERES IST ALS DAS, WAS IST.


philosophieblog.de/azendrah
 

Das stimmt. Nur von wem wird es wahrgenommen?

Von niemand. Die Idee eines Wahrnehmenden ist nur eine Konstruktion. Darauf wies ja selbst Buddha schon hin. Also eigentlich ein alter Hut.

JE HÄUFIGER DIE FORMEL
VOM ICH ALS KONSTRUKTION DES GEHIRNS
WIEDERHOLT WIRD,
UMSO NACHDRÜCKLICHER STELLT SICH DOCH DIE FRAGE,
WAS, BITTE SCHÖN, EIN SUBSTANTIVIERTES PERSONALPRONOMEN
DENN SONST SEIN SOLL?


philosophieblog.de/azendrah
 
Naja,es ist doch einfach. So wie alles.
Da ist nur das, was ist. Hören. Sehen. Riechen. Schmecken. Denken.
Nennen wir es Wahrnehmung. (Im buddhistischen ist es zu den Skhandas erweitert)
Daraus konstruiert sich die Vorstellung eines Ichs.
Aber das Ich ist vergänglich und ohnmächtig.
Daraus entsteht einerseits die Vorstellung des Ichs als ewig, Selbst, Seele.
Und die Vorstellung des Ichs als allmächtig. Gott.
Irgendwann fallen diese Vorstellungen alle weg, dann bleiben nur noch Wahrnehmungen. Hören. Sehen. Riechen. Schmecken. Denken.
 
Alles ist gut. Alles. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles. Alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort, im selben Augenblick.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski

 
Erleuchtung ist nichts, nach dem du suchen kannst.
Erst wenn alles Suchen aufhört und du einfach anhältst und still bist, öffnet sich etwas von innen heraus.
Die Suche geht vom Verstand und den mit ihm verbundenen Strukturen aus, doch Erwachen und Klarheit
erscheinen dann, wenn diese Strukturen verschwinden.

Kiran


Die Antwort auf das Leben ist, das es keine Antwort gibt. Das Leben ist selbst die Antwort. Der Verstand wird wahrscheinlich weiterkämpfen und versuchen, etwas zu finden, was er tun und wählen kann, aber hier könnte entdeckt werden, daß das nicht möglich ist.

Tony Parsons
 
das leben braucht
keinen sinn
es ist sich selbst genug


philosophieblog.de/azendrah




wollen ist lediglich ein gefühl
welches handlungen begleitet
die ohnehin geschehen
oder eben ausbleiben


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