"Glaube heißt an etwas zu glauben wobei das, an was ich glaube, etwas anderes sein muss als das, was ich bin. Glaube setzt einen Glaubenden voraus, also ein Ich und ein Objekt. Ich glaube an etwas, das noch kommt, an etwas, was sein sollte. Ich glaube an die Zukunft, an eine höhere Macht usw. und so trenne ich mich von dem, was ich bin, von dem, was wirklich ist. Das heißt ich entferne mich mit Lichtgeschwindigkeit von mir selbst und das ist die Tragik des Glaubens! Ich glaube an alles, außer mir selbst. Glaube mag wichtig sein, doch man sollte tiefer sehen, denn das Essentielle, das, was wir wirklich sind, hat mit Glauben nichts zu tun. Der Glaubende erschafft den Glauben, wobei, wie bereits erwähnt, das Objekt nie das Subjekt sein kann. Gott ist nicht das Wort "Gott"!"
"Sehnsucht ist eine Sucht. Wenn das Herz des Menschen von der heiligen Kraft berührt und erweckt wird und er den Ruf wirklich hört, dann kann er gar nicht anders als ins ewige Licht einzugehen. Doch das ist nicht sein persönlicher Entscheid wie er vielleicht meint, das entscheidet das göttliche Universum. Der Ruf ist reine Gnade und das Ende allen Suchens und aller Sehnsüchte."
"Es ist wichtig, daß du das erkennst, daß Stille kein Gedanke und auch kein Gefühl ist! Nicht-Sein ist etwas unergründbar Tiefes, doch Nicht-Sein ist nicht, nichts sein! Stille, die man erfahren kann, ist nur die Ruhe des Egos. Die Stille, die man in der Meditation erlebt, ist nicht die letzte Stille, sondern die meditative Ruhe des Ego! Ich wüßte auch nicht, wie man ohne Ego meditieren könnte, denn die Meditation ist das Bemühen des Egos, nicht Ego zu sein."
"Was ich den Menschen vorlebe, Ist Folgendes. Man kann hier mit der Familie, mit Kindern, Arbeit und Verantwortung leben und trotzdem vollkommen unbegrenzt und frei sein in der Welt.
In der Welt, aber nicht von der Welt. Mit beiden Füßen am Boden und den Kopf im Universum."
Mario Mantese