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Sollte man Hartz 4 abschaffen?

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Daoga

Urgestein
Bei einem BGE muss nicht zwingend eine Inflation kommen.
Nur wenn es ein BGE "durch die Hintertür" ist, also kein Geld auf die Hand, sondern beispielsweise Sachleistungen, die wirklich nur der in Anspruch nimmt, der sie unbedingt braucht, und auf die jeder andere freiwillig verzichtet. Jeder (vermeintlich) erhöhte Geldfluß zieht zwangsläufig eine Inflation hintennach, weil sich die Wirtschaft ganz reflexartig auf die (scheinbar) erhöhten Konsummöglichkeiten einstellt.
 

Kareena

Namhaftes Mitglied
Mmmh. Deutschland hatte vor Corona ein weitaus viel besseres Gesundheitssystem als Italien. Nach Corona kam dann das Erstaunliche. Das Land mit dem besseren Gesundheitssystem nimmt Maßstab an dem schlechten Gesundheitssystem und setzt sich gleich, in dem das Schlechte bei der Beurteilung vorne steht, gegen die gesamte Menge an Experten, die dazu beitrugen, dass wir ein besseres Gesundheitssystem hatten.

Das BGE in Finnland wurde nun als Maßstab genommen, ohne dass es bei uns getestet wurde. Finnland hat ein ganz anderes Lebenssystem als wir. Norwegen sogar ist das Land mit den besten Lebensbedingungen, obwohl dort der höchste Steuersatz gezahlt wird.

Bei einem BGE bei uns könnten jene, die meinen, es nicht zu brauchen, eine Spende tätigen, falls sie ein gutes Herz haben. Doch jene, die "gar nicht können oder nur schwer" in unserem System, hätten die Chance, sich trotzdem zu beteiligen, und das auf ihre mögliche Weise, statt kriminalisiert und unterdrückt zu werden oder in vielen Fällen sich mit einem unmenschlichen Strafzwang rumärgern müssen, den sie nicht gut, bis gar nicht bewältigen können.

Niemand würde mehr wegen Krankheit einfach gefeuert oder weil er keine "vorgeschriebene" Leistung bringen kann, im Gegenteil, er könnte sich regenerieren und ohne Druck gesunden und dann wieder einsteigen.

Um das zu fassen, muss der Versuch unternommen werden "für die Menschen" zu denken und zu empfinden und nicht "gegen sie" wie es am laufenden Band getan wird. In einem System, wo Konkurrenz die Nr 1 ist, statt gemeinsam das Beste für alle zu wollen, kann alles Gute nur scheitern.
Was die mit ihrem Geld machen wäre dann ja ihre Entscheidung. Spenden ist immer eine gute Sache. :)
 

Daoga

Urgestein
Niemand würde mehr wegen Krankheit einfach gefeuert oder weil er keine "vorgeschriebene" Leistung bringen kann, im Gegenteil, er könnte sich regenerieren und ohne Druck gesunden und dann wieder einsteigen.
Wie kommst Du auf diese Idee? Auch in BGE-Zeiten bräuchten Arbeitgeber Arbeitnehmer, die zuverlässig jeden Tag erscheinen und ihre Arbeit zuverlässig verrichten. Wer das nicht bringt, wird ersetzt. Und braucht später gar nicht mehr auftauchen. Kein Arbeitgeber, keine Fabrik, kein Ladenbesitzer kann es sich leisten, den Betrieb tagelang wenig bis gar nicht laufen zu lassen, weil zu viele Arbeitnehmer sich einfach wegen "Regeneration" abgemeldet haben. Für Regeneration gibt es schließlich Wochenenden und Urlaub.
... und es gibt bekanntlich immer noch ausländische Arbeitskräfte, die kein BGE bekommen und die Stellen der faulen, gepamperten Deutschen mit Kußhand übernehmen täten. Und zwar ohne den Arbeitgeber ständig mit unerlaubten Fehlzeiten "wegen Regeneration" zu belasten.
 

Kareena

Namhaftes Mitglied
Nur wenn es ein BGE "durch die Hintertür" ist, also kein Geld auf die Hand, sondern beispielsweise Sachleistungen, die wirklich nur der in Anspruch nimmt, der sie unbedingt braucht, und auf die jeder andere freiwillig verzichtet. Jeder (vermeintlich) erhöhte Geldfluß zieht zwangsläufig eine Inflation hintennach, weil sich die Wirtschaft ganz reflexartig auf die (scheinbar) erhöhten Konsummöglichkeiten einstellt.
Nicht perse..


Inflation entsteht, wenn die Geldmenge steigt oder die Gütermenge zurück geht. Solange sich an einem Grundeinkommen an beidem nichts ändert, entsteht auch keine Inflation. Eine Finanzierung durch Geld drucken wäre allerdings nicht nachhaltig. Das Geld für das Grundeinkommen muss immer an anderer Stelle eingenommen werden.

Die eigentliche Frage die man sich diesbezüglich stellen müsste wäre die Höhe des Grundeinkommens im Vergleich zu dem, was man davon kaufen kann. Dabei gilt es, unterschiedlichen vorgeschlagenen Höhen sauber voneinander zu unterscheiden. Da sich durch veschiedene Steuerveränderungen auch die Preise ändern würden, sind die konkreten Zahlen nur im Gesamtkontext zu verstehen und meistens nicht vergleichbar.
 

mikenull

Urgestein
Ich nehme auch nicht an, daß ein BGE so einfach zu einem Stichtag kommen wird. Aber man wird sicherlich die strengen Regeln von Hartz 4 abmildern oder - je nach Regierung - sogar ganz fallen lassen.
Man weiß ja auch nicht, was nach dieser "Krise" ( Corona ) kommen wird und wie stark die Auswirkungen sein werden.
 

Kareena

Namhaftes Mitglied
Es wird doch leider etwas "Neues" mit Altem beargumentiert. Das hab ich auch bei Gregor Gysi zuletzt gesehen. Er hatte es auch nicht begriffen, weil er aus dem Vorhandenen ins noch nicht Vorhandene dachte. Das BGE ist eine völlig neue Lebensweise, die kann man nicht einfach mit dem Istzustand beurteilen. Denn selbstverständlich würde sich die gesamte Lebensweise ändern. Und das zum Positiven für alle. Negativ wird es, wenn das Neue einfach in das Alte reingepflanzt wird. Das tun übrigens jene, die es von Anfang an gar nicht haben wollen, stärker als jene, die es nicht gut erfassen können, weil es unbekannt ist.

Gysi war vor der Bundestagswahl 2017 in meiner Stadt. Da gab es eine kostenlose Veranstaltung mit ihm als Gast. Ich war quasi eine Zuschauerin. Da wurde er auch wegen dem BGE gefragt und es kam leider auch die Antwort die du bereits geschrieben hast. Ich sehe es genauso das BGE ist eine Art Transformation und es wäre eine Art neue Gesellschaft. Das andere wirkt zu altbacken und passt nicht mehr in die Zukunft.

Wer das Alte festhalten will, wird mit dem Neuen scheitern. Deshalb funktioniert Europa in der Version der EU auch noch nicht. Es könnte gut funktionieren, wenn das richtige Europa direkt von Beginn an in der Struktur BGE gebaut würde. (Unter Richtiges Europa verstehe ich "Die Vereinigten Staaten von Europa" in Demokratie - und nicht die EU Diktatur aktuell)

Wer wie viel bekommt, ist erst mal unwichtig, weil es komplettes Neuland ist. Es muss für alle gewollt und für alle gemacht werden.

Man muss halt abwarten und dann kann man weitersehen.
 

Kareena

Namhaftes Mitglied
Ich nehme auch nicht an, daß ein BGE so einfach zu einem Stichtag kommen wird. Aber man wird sicherlich die strengen Regeln von Hartz 4 abmildern oder - je nach Regeirung - sogar ganz fallen lassen.
Mit der CDU wird es leider schwierig. Ich kann es mir nur bei SPD, Grüne und den Linken vorstellen. AFD und FDP werden Gott sei Dank eh nicht in der Regierung sein. Die CDU bräuchte ein Skandal damit sie irgendwelche Stimmverluste erzielt.
 

Dahlie

Mitglied
Das BGE sollte für alle gelten.
Das würde zumindest auch die absichern, die z.Z. aus dem System fallen, wie Freiberufler etc.
Das Alg gab es ja schon bevor es unter dem Namen Harz bekannt wurde.
Damals gab es unter der CDU aber auch noch einen höheren Spitzensteuersatz mit dem das finanziert wurde und noch nicht so viele Firmen mit Briefkästen in Steueroasen, die zur legalen Steuerhinterziehung genutzt werden.
Das Problem mit Harz ist, das es Leistungswillen eher bestraft statt es zu fördern.
Das müsste beim BGE besser umgesetzt werden.
Sagen wir mal als Beispiel, es gibt 1000€ BGE.
Steuerfreier zuverdienst bis 2000€ und dann in 500€ Schritten immer um 2,5% die Steuer zu erhöhen.
Wer dann 52.000€ im Monat bekommt, würde dann bei 50% Steuern liegen, was noch unter dem Spitzensteuersatz liegen würde, den es mal unter der CDU gab.
Auch der gut verdienende Freiberufler oder Selbstständige der das System mitfinanziert, der dann mal keinen Auftrag und Einkünfte hat, würde dann nicht mittellos werden.
Das müsste sich ändern und dann würde das BGE sicherlich gut umsetzbar sein.

Wenn alle Firmen ihre Steuern korrekt leisten würden, sollte sich auch die Infrastruktur daraus finanzieren lassen und das Dilemma wie z.B. der baufälligen Brücken oder des Gesundheitssystems mit dem Notstand der Krankenhausversorgung hätte so nicht sein müssen.
Dann hätte so ein Virus nicht so eine Kriese verursachen können, wie wir sie derzeit haben.
 
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