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Sollte das Affenhaus im Krefelder Zoo wieder aufgebaut werden?

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Ein Zoo ist sicherlich keine natürliche Idealumgebung für ein Tier. Ob es dem Tier aber in freier Wildbahn (gejagt von Menschen und anderen Tieren) immer besser geht, sei dahingestellt.

Aber die meisten Zoos sind heute mit höheren Standards versehen und die Tiere leiden nicht. Zoos sind wichtige Orte um den direkten realen Kontakt zur Natur zu erleben. Sie tragen zum Artenschutz bei - meist alleine durch Eintrittsgelder und Spenden finanziert.

Insofern finde ich die demokratische Abstimmung hier sinnlos. Der Zoo darf - wenn er das Geld zusammen bekommt - das Affenhaus natürlich wieder aufbauen.

Ich persönlich finden den Artenschutz in der Natur wichtiger als Zoos und spende selber für den NABU und WWF aber nicht für Zoos. Gleichwohl sollte man Zoofreunde nicht verurteilen. Menschen, die Zoos Geld spenden, mögen Tiere und sie wollen was gutes tun. Und wenn sie das Affenhaus wieder aufbauen wollen, dann lasst sie doch.
 
Andreas ich weiß nicht, du müsstest mich mal in der Stadt sehen, da leide
ich echt, ich mag keine Zoos und ich mag da auch niemanden einsperren
der gerne von Baum zu Baum springt oder was weiß ich wie viele Kilometer
am Tag laufen möchte.
Ich war oft mit den Kindern im Zoo, ich finds furchtbar.

Aber die Menschen machen was sie wollen..........

Ich glaube tatsächlich, dass die meisten Tiere in den meisten Zoos nicht leiden.

Ja, ein Leopard läuft in der freien Natur kilometerweit und kann das in Gefangenschaft nicht.
Genau wie der Mensch auch nicht natürlich lebt wenn er 10 stunden am Tag im Büro sitzt.
Aber "leiden" ist das nicht.

Es ist unmöglich einen Zoo vollkommen natürlich zu gestalten. Die Einschränkung des Tieres steht im Konflikt mit dem Nutzen von Zoos (Artenschutz, Nähe zu Tieren etc.).

Ich bin davon überzeugt, dass Zoos einen wichtigen Beitrag leisten Menschen mit Tieren in Kontakt zu bringen. Es ist eine Sache wenn man im Fernsehen hört, dass der Löwe vom Aussterben bedroht ist. Ein Tier in weiter ferne. Wenn man so einen Löwen aber mal aus der Nähe sieht, kann das die Einstellung ändern. Das Tier ist plötzlich zum greifen nah, nicht mehr nur auf dem Papier sondern lebendig und atmend.

Warum schlägt den Affen eine solch große Welle des Mitleids entgegen? Es sterben täglich vermutlich hunderte oder tausende Affen weil sie gejagt oder ihr Lebensraum zerstört wird. Aber diese Tiere bei uns berühren uns! Wir brauchen die Nähe um zu begreifen. Zoos bringen Menschen Tiere und den Schutz von Tieren näher.

Wenn Leoparden dafür nicht so weit laufen können, dann kann ich mit dem Kompromiss leben.

Das wahre Leid ist nicht die Zoohaltung von Tieren. Das Leid ist die massenhafte Ausrottung von Tieren überall auf der Welt! Jede Minute, die ihr gegen Zoos argumentiert, wäre besser in Argumentationen und Unterstützung für den Artenerhalt investiert.
 
Längst nicht jedes Tier "leidet" eingesperrt, weil die meisten Tiere auch in der Natur eingesperrt sind, in ihre Reviere nämlich, und jedes Tier, das dessen Grenzen mutwillig überschreitet, muß damit rechnen, vom Nachbarn angegriffen und unter Umständen sogar getötet zu werden. Weiß jeder, der schon mal kämpfende Amselhähne gesehen hat, und bei Löwen z. B. gibt es bei Grenzübertritten Mord und Totschlag. Jeder Zoo achtet auf die natürlichen "Grenzen" jedes Tieres, denn auch ein sehr kleiner Lebensraum ist für die meisten Tiere akzeptabel, wenn er dafür "konkurrenzsicher" ist. Die Werte dafür sind von Art zu Art unterschiedlich, Löwen beispielsweise sind auch in Natur äußerst faul und schlafen bis 23 Stunden am Tag, und in der restlichen Stunde reißen sie sich auch nicht ein Bein aus, wenn sie nicht jagen müssen, deshalb kommen sie im Zoo mit einem ziemlich kleinen Gehege aus, während Wölfe als echte "Rennmaschinen" extrem große Gehege brauchen. (Weshalb die wenigsten Zoos Wölfe halten, und auch viele Hunde total artungerecht gehalten werden, mit viel zu wenig Auslauf pro Tag.)
 
Lebensgroße Animatronics zum Anfassen für all die Tiere, die man nicht anfassen kann als Besucher (Tiger, Büffel, alles was gefährlich oder empfindlich ist) wären eine gute Ergänzung für Zoos, allerdings sind die verdammt teuer und nutzen sich schnell ab (Kunstfell), deshalb wäre das eine teure Anschaffung.
Mit Menschenaffen direkt in Kontakt kommen ist für Zoobesucher schon seit Jahrzehnten verboten, weil das Risiko der Übertragung gefährlicher Krankheiten (vom Mensch auf den Affen, nicht umgekehrt) viel zu groß war, früher als man Besucher zuweilen mit Schimpansen oder Gorillababys schmusen ließ, starben die Tiere regelmäßig an übertragenen Erregern.
 
Andreas ich weiß nicht, du müsstest mich mal in der Stadt sehen, da leide
ich echt, ich mag keine Zoos und ich mag da auch niemanden einsperren
der gerne von Baum zu Baum springt oder was weiß ich wie viele Kilometer
am Tag laufen möchte.
Ich war oft mit den Kindern im Zoo, ich finds furchtbar.

Aber die Menschen machen was sie wollen..........

Du vermenschlichst die Tiere. Tiere haben kein Verständnis für "Freiheit" wie ein Mensch, sie haben instinktgesteuerte Bedürfnisse, und wenn die befriedigt sind - nach Futter, Partnern, sicheren Rückzugsorten etc. - dann sind sie glücklich. In "Freiheit" drohen einem Tier zahllose Gefahren, durch Raubtiere, Hunger, schlechter Witterung und Angriffe von Artgenossen, deren Reviergrenzen sie versehentlich verletzen. Sogar die vermeintlich "freien" Raubvögel am Himmel sind nicht unbegrenzt frei, sondern haben feste Reviere, die zu verlassen Ärger mit den Nachbarn bringen wird. (Wie unlustig z. B. Adler sind, sich "frei" in die Lüfte zu erheben, solange sie vom Menschen versorgt werden, hat schon Konrad Lorenz vor langer Zeit miterlebt. Der hielt seine Versuchstiere so frei wie er konnte, um sie unbeeinflußt beobachten zu können, und hat so manche "Vermenschlichung" als Trugschluß erkannt.)
 
Sogar die vermeintlich "freien" Raubvögel am Himmel sind nicht unbegrenzt frei, sondern haben feste Reviere, die zu verlassen Ärger mit den Nachbarn bringen wird. (Wie unlustig z. B. Adler sind, sich "frei" in die Lüfte zu erheben, solange sie vom Menschen versorgt werden, hat schon Konrad Lorenz vor langer Zeit miterlebt. Der hielt seine Versuchstiere so frei wie er konnte, um sie unbeeinflußt beobachten zu können, und hat so manche "Vermenschlichung" als Trugschluß erkannt.)
Die meisten Greifvögel sind faul. Die fliegen tatsächlich nur wenn sie müssen.
 
Ich musste hier viel OT und nicht so nette Beiträge löschen.

Bitte bleibt beim Thema, eröffnet keine Nebendiskussionen und begegnet euch mit Respekt.

Danke
 
Die meisten Greifvögel sind faul. Die fliegen tatsächlich nur wenn sie müssen.

Vögel sind generell faul, sie sind Weltmeister im Energiesparen und dazu gehört, sich nicht mehr zu bewegen als unbedingt nötig, und gerade Fliegen kostet sehr viel Energie. Deswegen darf man sich nicht wundern, Greif- und viele andere Vögel im Zoo in geradezu winzigen Käfigen zu sehen, oder die Falken beim Falkner, die fast den ganzen Tag festgebunden auf ihren Stangen sitzen. Das entspricht auch ihrem Verhalten in der Natur, wenn sie weder Futter suchen noch ein Revier verteidigen müssen. Ausnahme: Raben- und Papageienvögel, die sind hochintelligent und daher sehr aktiv, die brauchen mehr Freiraum als die meisten anderen Arten. Oder mehr Beschäftigung.
 
Dann ist die unschöne Tatsache, dass Zoos moralisch nicht vertretbar sind, das sage ich doch die ganze Zeit. Tiere in Gefangenschaft zu halten, damit sie der Unterhaltung dienen und wir Menschen uns mit dem Gedanken wohlfühlen können, dass sie es dadurch "irgendwo da draußen, vielleicht irgendwann in der Zukunft wieder geben könnte" ist nicht in Ordnung, Artenschutz offensichtlich nur ein Vorwand.
Ist kein Vorwand, weil einige Tierarten schon wieder erfolgreich angesiedelt und ausgewildert wurden. Mongolisches Urwildpferd, Arabische Oryxantilope, Wisent und einige andere. Auch für in der Natur zahlenmäßig stark ausgedünnte Arten wie die meisten Tigerarten und einiges an Kleintieren dienen Zoos als genetische Reserve, damit die Inzucht unter den wenigen verbliebenen Tieren die Arten nicht endgültig killt.
Deinen Post lese ich so, daß es Dir lieber wäre, wenn die Arten "moralisch" endgültig aussterben, als vorübergehend in Zoos über schlechte Zeiten gerettet zu werden. Aber der Tod ist nie moralisch. Nur endgültig.
 
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