Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Sollte das Affenhaus im Krefelder Zoo wieder aufgebaut werden?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 86058
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Wie willst Du das ändern, in Ländern in denen Millionen Menschen arm sind und ein irrsinniger Siedlungsdruck auf die letzten noch vorhandenen Urwälder geht? Holzfäller, Jäger, Bauern mit Landbedarf, jeder will ein Stück vom Urwald. Und braucht es, um selber zu überleben. Das einzige was die Natur in vielen Teilen der Welt noch retten könnte, wäre eine fette Pandemie, die die Menschen radikal dezimiert - nicht Corona, sondern eher was wie Ebola, Sterberate 80 % und höher.
 
Da dies ein Extremereignis war, halte ich es für falsch, sich bei der Schuldfrage nur auf die Damen zu fixieren.

Es handelt sich bei solchen Ereignissen immer auch um Verkettungen.

Ich sehe beim Krefelder Zoo eine erhebliche Mitschuld.
Das Berufen auf eine gültige Brandschutzgenehmigung halte ich für eindeutig zuwenig Verantwortungsübernahme.
An "Silvester" fliegt Feuer in die Luft. Wir reden hier von nur 1 Tag (!) im Jahr - einen besonderen Tag mit Feuer in der Luft.
Holzkonstruktionen in einem Zoo hätte man an diesem Tag sehr verstärkt überwachen müssen.
Historische Gebäude mit alter aber noch gültiger Brandschutzgenehmigung erfordern eine zusätzliche Kontrolle. Die gültige Genehmigung macht sie ja nicht sicherer.....

Ich finde es deshalb entscheidend, festzustellen, wie schnell sich das Feuer entfacht hat.
Auch ein Holzbalken brennt nicht so schnell....

Wieso konnte sich das Feuer unbemerkt ausbreiten?

War das Affenhaus z.B. 1-2 Std. ohne Beobachtung durch Personal, wäre das m.E. an Silvester verantwortungslos.

Warum gab es nicht einmal billige Rauchmelder mit externer Alarmmeldung, wenn man gerne auf Überwachungspersonal verzichtet?
(Die Antwort des Zoo's war hier hier immer...war/ist nicht erforderlich, gemäß Brandschutz. Da hat der Zoo zu wenig Eigeninitiative gezeigt.)
 
Da dies ein Extremereignis war, halte ich es für falsch, sich bei der Schuldfrage nur auf die Damen zu fixieren.

Es handelt sich bei solchen Ereignissen immer auch um Verkettungen.

Ich sehe beim Krefelder Zoo eine erhebliche Mitschuld.
Das Berufen auf eine gültige Brandschutzgenehmigung halte ich für eindeutig zuwenig Verantwortungsübernahme.
An "Silvester" fliegt Feuer in die Luft. Wir reden hier von nur 1 Tag (!) im Jahr - einen besonderen Tag mit Feuer in der Luft.
Holzkonstruktionen in einem Zoo hätte man an diesem Tag sehr verstärkt überwachen müssen.
Historische Gebäude mit alter aber noch gültiger Brandschutzgenehmigung erfordern eine zusätzliche Kontrolle. Die gültige Genehmigung macht sie ja nicht sicherer.....

Ich finde es deshalb entscheidend, festzustellen, wie schnell sich das Feuer entfacht hat.
Auch ein Holzbalken brennt nicht so schnell....

Wieso konnte sich das Feuer unbemerkt ausbreiten?

War das Affenhaus z.B. 1-2 Std. ohne Beobachtung durch Personal, wäre das m.E. an Silvester verantwortungslos.

Warum gab es nicht einmal billige Rauchmelder mit externer Alarmmeldung, wenn man gerne auf Überwachungspersonal verzichtet?
(Die Antwort des Zoo's war hier hier immer...war/ist nicht erforderlich, gemäß Brandschutz. Da hat der Zoo zu wenig Eigeninitiative gezeigt.)

Jain. Zoo und Feuerwehr kann man kaum Schuld geben. Die Feuerwehr war schon 5 Minuten nach Meldung vor Ort, absolut vorbildlich.

Das Affenhaus hatte ein Beton Fundament und alle Brandschutzprüfungen bestanden. Dass Feuer "von oben" kommt ist wahrlich ein seltenes Ereignis.
Hauptgrund dürfte das Plexiglas gewesen sein. Im Gegensatz zu Glas ist Plexiglas brennbar. Hinzu kam vermutlich trockenes Laub, welches auf dem Dach lag und als brannbeschleuniger fungierte.

In den Medien wurde teilweise kritisiert, dass es keine Brandmelder gab, aber es ist fraglich ob die was gebracht hätten. Die sind nicht vorgeschrieben und in einem feuchten großen Tierhaus auch nur bedingt einsatzfähig.

Klar war das Gebäude alt und deswegen aus heutiger Sicht nicht ideal konstruiert, dürfte aber für viele Gebäude in Deutschland gelten.

Insgesamt eine Verkettung unglücklicher Umstände. Man muss aber ganz klar sagen, dass im gesamten Geschehen nur genau eine Partei wirklich was verbotenes gemacht hat: Die Frauen.
 
Von Feuerwehr habe ich nicht geschrieben. Nur vom Zoo.

Leider berufst Du Dich genauso steif auf die Einhaltung einer Genehmigung, wie es leider auch die Zoo-Leitung macht.

Ich meinte aber etwas anderes.

Wenn wir aufgrund einer historischen Gegebenheit eine lasche Genehmigung erhalten, die nicht auf dem Stand der Technik ist,
--> dann erfordert das stets eine stark erhöhte Eigeninitiative und eine besondere Verantwortung.

Wer eine möglichst geringe Eigenverantwortung wahrnehmen will, der MUSS seine Gebäude auf den neuesten Stand der Technik bringen.

Ich habe Mieter, die halten ihre Hasen gerne auf dem Balkon. Ist absolut legal und ggf. sogar besser als Haltung in der Mietwohnung.
Wer die Hasen an Silvester allerdings draußen lässt und womöglich noch auf eine andere Party geht und somit die Hasen nicht vor Einflug einer Rakete schützt, der handelt -trotz erfüllter Genehmigung- verantwortungslos.

Viele Gebäude haben veraltete (aber gültige, legale) Genehmigungen. Die Immobilienbesitzer/Verwalter müssen von daher erhöhte Vorsicht haben.
Wer das nicht will, bringt seine Immobilie auf den neusten Stand der Technik.

Oldtimer erhalten allesamt TÜV, obwohl z.B. Anschnallgurte fehlen oder sich die veraltete Lenkradstange beim Frontalunfall in den Fahrer bohrt.
Das Auto ist nicht plötzlich sicher, weil es TÜV hat. Die Oldtimer-Zulassung für den Straßenverkehr erfordert deshalb eine erhöhte Aufmerksamkeit und erhöhte Bereitschaft zur Verantwortung. Viel mehr als bei einem Auto, was auf dem neuesten Stand der Technik ist.

Eine gültige Genehmigung (weil ALT) ist KEIN Freipass - im Gegenteil. Sie ist komplizierter, weil ich selber zwingend mehr Aufmerksamkeit einbringen muss.
Im Zoo wäre das meines Erachtens:
--> während Silvester eine Präsenz von Wachschutz, sodass jede Stelle ca. alle 30-60 Minuten gesichtet werden kann (wenn man schon auf Brandschutzmelder verzichtet). Holzkonstruktionen ggf. öfters.
Meines Erachtens hätte das die Katastrophe verhindert (bin aber natürlich kein Experte).

Jain. Zoo und Feuerwehr kann man kaum Schuld geben. Die Feuerwehr war schon 5 Minuten nach Meldung vor Ort, absolut vorbildlich.

Das Affenhaus hatte ein Beton Fundament und alle Brandschutzprüfungen bestanden. Dass Feuer "von oben" kommt ist wahrlich ein seltenes Ereignis.
Hauptgrund dürfte das Plexiglas gewesen sein. Im Gegensatz zu Glas ist Plexiglas brennbar. Hinzu kam vermutlich trockenes Laub, welches auf dem Dach lag und als brannbeschleuniger fungierte.

In den Medien wurde teilweise kritisiert, dass es keine Brandmelder gab, aber es ist fraglich ob die was gebracht hätten. Die sind nicht vorgeschrieben und in einem feuchten großen Tierhaus auch nur bedingt einsatzfähig.

Klar war das Gebäude alt und deswegen aus heutiger Sicht nicht ideal konstruiert, dürfte aber für viele Gebäude in Deutschland gelten.

Insgesamt eine Verkettung unglücklicher Umstände. Man muss aber ganz klar sagen, dass im gesamten Geschehen nur genau eine Partei wirklich was verbotenes gemacht hat: Die Frauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Silvester ist für brandunsichere (häufig historische) Gebäude ungefähr das gleiche wie Schweißarbeiten an einem Dach, da muß eine Brandwache gestellt werden für den Fall, daß sich in den folgenden Stunden ein unbemerkter Schwelbrand entwickelt, wenn irgendwo Glutreste übersehen wurden.
In Nürnberg wurde das vor vielen Jahren bei einem Abstellgebäude für historische Eisenbahnen vergeigt, mit dem Ergebnis, daß das Gebäude (ein rarer alter Rundbau) samt aller darin stehenden kostbaren alten Loks und Waggons abgefackelt ist. Auch die alte Rekonstruktion des "Adler". Und das war keineswegs der einzige Vorfall dieser Art, weil Schweißarbeiten an Dächern (wenn Teerpappe als Dichtung neu angebracht wird) keineswegs selten vorkommen. Ergebnis: immer wieder Brände. Weil niemand an die nötige Brandwache denkt.

Bei einem Tierhaus ist es wegen Staub und Dämpfen, die ganz natürlich entstehen, schwierig mit Brandmeldern. Um so wichtiger ist dann die Vorsorge mit Feuerlöschsystemen (wieder: schwierig bei alten Gebäuden) und der häufigen Reinigung von Brandmaterial, wie gerade trockenes Laub auf dem Dach oder in Regenrinnen.
 
  • Like
Wertungen: Uri
Hauptgrund dürfte das Plexiglas gewesen sein. Im Gegensatz zu Glas ist Plexiglas brennbar. Hinzu kam vermutlich trockenes Laub, welches auf dem Dach lag und als brannbeschleuniger fungierte.
Plexiglas allein ist kein gutes Brennmaterial, das schmilzt nur und das Feuer geht aus. Hab ich mehrfach gesehen an Plexiglasscheiben, an denen sich Vandalen mit Kerzen betätigt haben, was anderes war ja auch in den Himmelslaternen nicht drin. Der auslösende Faktor dürfte tatsächlich das trockene Laub gewesen sein, wo niemand daran dachte es vor Silvester abzuräumen.
 
  • Like
Wertungen: Uri
Genau das meine ich.

Und es handelt sich beim Zoo ja wirklich nur um 1 Tag von 365 Tagen,
Eine Brandwache wäre deshalb ganz sicher keine große finanzielle Belastung.
 
Da hätte man sich nach der "guten alten Zeit" zurückgesehnt, in der der Nachtwächter auf dem Turm - der in erster Linie ein Brandwächter war, Brände passierten viel häufiger als feindliche Überfälle - noch eine Selbstverständlichkeit war.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben