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Sollte das Affenhaus im Krefelder Zoo wieder aufgebaut werden?

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Ich habe nicht behauptet, Zoos würden gar keinen Artenschutz betreiben. Ich sage aber, man könnte es besser machen, ohne Besucher, Fokus komplett auf Artenschutz gerichtet.
Und wer kommt für die Kosten für den Unterhalt der Tiere auf? Denk mal darüber nach!

Zoos sind übrigens auch Park- und Erhohlungsanlagen. Warum sollte man diese dem Besucher vorenthalten?

[...][FONT=&quot]Durch ihr umfangreiches Wissen und ihren Einfluss durch sehr hohe Besucherzahlen - bundesweit jährlich rund 40 Millionen - haben Zoos eine wichtige Stellung im Artenschutz inne und können vor allem in der Umweltbildung viel bewirken, was der NABU mit einer gemeinsamen Erklärung mit dem Verband Deutscher Zoodirektoren unterstrichen hat.[/FONT]

[FONT=&quot]"Es ist wichtig, vor allem die nachwachsenden Generationen über die Ursachen des Artensterbens aufzuklären", so Finke. "Die Hauptrolle der Zoos sollte die Bildung sein, nicht das bloße Zeigen der Tiere. Denn der Arterhalt in Gefangenschaft lebender Tiere kann nur eine Übergangslösung darstellen. Im Vordergrund sollte immer der Biotopschutz stehen, denn nur dadurch ist es möglich, ganze Ökosysteme mit all ihren besonderen Vertretern zu erhalten."[/FONT]
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/artenschutz/zoos.html
 
Das könnte man anders regeln, wenn es den Deutschen denn wichtig genug wäre. Den Deutschen ist aber nur das einsperren und angaffen wichtig.


Hast du schon mal überlegt, dass diese Tiere ja auch Futter benötigen und Pflege? Das muss ja alles irgendwie finanziert werden, z.B. durch Eintrittspreise.
 
Ja, den Gedanken habe ich berücksichtigt. Man streicht die Besucher und ersetzt Eintrittspreise durch Spenden, staatliche Zuschüsse und so weiter. Deswegen schrieb ich ja: Wenn es den Deutschen wirklich um Artenschutz ginge, bräuchte man Zoos in der Form, wie wir sie haben, überhaupt nicht. Deswegen lasse ich Artenschutz als Argument auch nicht gelten: Den will man gar nicht, man nimmt ihn höchstens nebenbei mit.

Und wenn man dennoch darauf pocht, der Bevölkerung irgendetwas zu geben, gibt es auch da zig Möglichkeiten: Installierte Kameras in den Gehegen mit Livestream (nun könnte man natürlich über Privatsphäre diskutieren^^), Einblicke durch Mitarbeiter und Experten und so weiter. Aber nein, es muss die Wildkatze sein, die irgendwo im Gehege liegt, damit der Deutsche "Kontakt" zum Tier hat 🙄 Und das gibt uns besonders viel?

Wir sind reich genug, wir können etwas für die Erhaltung von Arten tun, aber stattdessen fordern wir Gefangenschaft als Erlebnis.

Wer ist wir? Bezahlst Du dann die Spenden? Oder die Steuer?
 
Ja, den Gedanken habe ich berücksichtigt. Man streicht die Besucher und ersetzt Eintrittspreise durch Spenden, staatliche Zuschüsse und so weiter.
Das würde bei weitem nicht ausreichen um die Kosten zu decken. Ich würde zwar davon ausgehen, dass die Spendenbereitschaft hoch wäre, aber eben nicht ausreichend. Es ist häufig nötig, Menschen etwas zu bieten und dafür eben Geld zu verlangen um Kosten zu decken.

Und wenn man dennoch darauf pocht, der Bevölkerung irgendetwas zu geben, gibt es auch da zig Möglichkeiten: Installierte Kameras in den Gehegen mit Livestream (nun könnte man natürlich über Privatsphäre diskutieren^^), Einblicke durch Mitarbeiter und Experten und so weiter. Aber nein, es muss die Wildkatze sein, die irgendwo im Gehege liegt, damit der Deutsche "Kontakt" zum Tier hat 🙄 Und das gibt uns besonders viel?
Zoocams gibt es auch heute schon. Das ist aber nicht dasselbe wie die Tiere live zu erleben. Ich persönlich benötige auch Zoobesuche für meine künstlerische Arbeit in der ich mich auch für den Arten- und Naturschutz einsetze. Ich muss aber dafür die Tiere und ihre Bewegungsabläufe live in 3D sehen können. 2D über Kameras oder Dokus bringt mir nicht viel. Sorry, ich weiß nicht wie ich es erklären soll, aber es ist einfach anders.
 
Die Besucher bekommen ohnehin nur den "öffentlichen" Teil jedes Zoos zu Gesicht, der zur Besichtigung freigegeben ist, aber nicht die Wirtschaftshöfe, wo das Futter zubereitet wird, oder die Kranken- und Aufzuchtstationen für kranke Tiere oder empfindliche Jungtiere, die ungestört von Besuchern bleiben müssen.
An jedem Zoo hängt erheblich mehr dran als nur der sichtbare Teil. Der Nürnberger hat z. B. ein eigenes landwirtschaftliches Gut, wo das Pflanzenfutter für die Tiere angebaut wird (biologisch natürlich, für Zootiere will man nichts gespritztes), und wohin auch Tiere zur gesonderten Betreuung ausgelagert werden.
 
Ohne das Affenhaus in Krefeld wären die Tiere in einem anderen Affenhaus in einem anderen Zoo gewesen, wo es nicht gebrannt hat. 🙄 Hinterher kann man immer geschwollen daherreden und alles besser wissen, daher: ziemlich dummes Argument. Was wäre denn gewesen, wenn die dämlichen Himmelslaternen ein Wohngebäude mit Menschen darin abgefackelt hätten? Hätte genauso passieren können!
 
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