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Sollte das Affenhaus im Krefelder Zoo wieder aufgebaut werden?

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Natürlich kann man ständig oder hin und wieder Tier von hier nach dort verfrachten? Ob es den ganzen Logistikaufwand wert ist? Fraglich.
 
Tiere werden verfrachtet, wenn das für den Zuchtaustausch nötig ist oder wenn ausgewildert wird. Oder wenn Tiere "zwischengelagert" werden, für männliche Gorillas z. B. gibt es "Junggesellengruppen", aus der nach Bedarf, wenn irgendwo ein Altbulle stirbt, ein Tier in einen passenden, nicht verwandten Harem umquartiert wird. Mehr als ein ausgewachsenes Männchen pro Gruppe geht nämlich nicht.
 
Ich finde es falsch hier den Tierschutz weltweit mitsamt kolonialer Ausbeutung, Religionskriegen und co zum Hauptthema zu machen.
Es geht hier um das Affenhaus im Krefelder Zoo!

Ich habe eingangs auch gesagt, dass ich persönlich nicht für den Wiederaufbau spende und andere Prioritäten sehe, aber wir kommen nicht weiter wenn wir nur Dinge gegeneinander ausspielen.

Natürlich kann man Entwicklungshilfe kritisieren wenn man trotzdem immer noch viele Länder ausbeutet, aber Entwicklungshilfe für sich ist damit nichts schlechtes.
Sicherlich kann man der Meinung sein, es gäbe bessere Möglichkeiten sein Geld für gute Zwecke zu spenden als für das Affenhaus oder Zoos im allgemeinen.
Was ich dann aber immer als erstes solche Kritiker frage: Was tust DU denn?

Sollen doch die mal ganz kleinlaut sein, die noch nie einen Cent für Tierschutz im weitesten Sinne ausgegeben haben.

Ja, in einer perfekten Welt würden alle Tiere in freier Wildbahn leben. Diese Welt haben wir aber nur bedingt. Und niemand in diesem Thread wird z.B. die Wilderer in Afrika aufhalten können - Einheimische die ihr Wild schützen und Ausländische "Spaßjäger".

Ich finde es aber einfach gut wenn Menschen sich für Tiere einsetzen - egal ob sie für Zoos spenden, für Umweltorganisationen oder sogar selber vor Ort helfen.

Statt endlos zu überlegen, ob Zoos die beste Möglichkeit sind dem Artenschutz zu deinen und Menschen Tiere näher zu bringen, sollten die meisten lieber erstmal anfangen was zu tun. Oder zumindest nicht Menschen verurteilen, die für Zoos spenden und gerne ein Affenhaus haben.
 
Nachtrag:
Inzwischen die die drei Schuldigen Frauen zu Geldstrafen verurteilt worden, fechten aber das Urteil an.
Sie sollen 1800 bis 9000 € zahlen, abhängig von ihrem Einkommen.

Die Anfechtung ist für mich sinnbildlich dass die drei Damen vom Grill immer noch nicht die Verantwortung für ihre Tat übernehmen wollen. Sie haben eine Ordnungswidrigkeit begangen und damit fahrlässig viele Tiere getötet. Statt tiefer Reue versuchen sie jetzt möglichst straffrei davon zu kommen.

Indess soll künftig nicht ein einzelnes sondern mehrere kleine Affenhäuser entstehen. Dazu habe man das Gelände um 4.000 m² erweitert und plant gezielt bedrohte Affenarten zu fördern. Als Zoobesucher begrüßenswert, da der altmodische Betonbunker groß und stickig war. Wenn ich mal dort zu Besuch war, habe ich das Affenhaus eher gemieden.
 
Nachtrag:
Inzwischen die die drei Schuldigen Frauen zu Geldstrafen verurteilt worden, fechten aber das Urteil an.
Sie sollen 1800 bis 9000 € zahlen, abhängig von ihrem Einkommen.

Die Anfechtung ist für mich sinnbildlich dass die drei Damen vom Grill immer noch nicht die Verantwortung für ihre Tat übernehmen wollen. Sie haben eine Ordnungswidrigkeit begangen und damit fahrlässig viele Tiere getötet. Statt tiefer Reue versuchen sie jetzt möglichst straffrei davon zu kommen.
Was haben die Damen denn gemacht? Leichtsinnig und verbotenerweise (was sie nicht wußten) die (trotz Flugverbot frei verkäuflichen!) Himmelslaternen losgelassen. Mehr nicht. Daß man nicht kontrollieren kann wo die Dinger schließlich landen, liegt in der Natur der Sache, aber so weit haben die Frauen nicht gedacht. Rein zufällig hat es das Affenhaus erwischt, sie hätten genausogut jemandem die Wohnung abfackeln können oder ein Stück Wald.
Fahrlässigkeit speziell in Bezug auf die Affen kann man ihnen daher nicht vorwerfen. Die Geldstrafe ist daher auch nur mehr "pro forma" festgesetzt worden, einfach weil Schaden entstanden ist - der sich mit dem Geld nicht gutmachen läßt, denn kein Geld auf der Welt macht die toten Affen wieder lebendig. Und Unwissenheit schützt nach deutschem Recht bekanntlich nicht vor Strafe.
Durch diesen Fall erst ist die paradoxe Rechtslage - daß Himmelslaternen zwar legal gekauft werden dürfen, aber ihr Start verboten ist - so richtig aufgefallen. Warum soll man etwas kaufen dürfen, was man dann nicht verwenden darf? Die Frauen sind über diesen Irrtum gestolpert, die Affen haben dafür den Preis bezahlt. Und auch Reue macht die Affen nicht mehr lebendig.

... Richtig wäre gewesen, die Lieferer der Himmelslaternen mit zur Verantwortung zu ziehen. Es war schließlich ihr Produkt, das ganz von Natur aus ein Sicherheitsrisiko ist. ...
 
Nachtrag:
Inzwischen die die drei Schuldigen Frauen zu Geldstrafen verurteilt worden, fechten aber das Urteil an.
Sie sollen 1800 bis 9000 € zahlen, abhängig von ihrem Einkommen.

Die Anfechtung ist für mich sinnbildlich dass die drei Damen vom Grill immer noch nicht die Verantwortung für ihre Tat übernehmen wollen. Sie haben eine Ordnungswidrigkeit begangen und damit fahrlässig viele Tiere getötet. Statt tiefer Reue versuchen sie jetzt möglichst straffrei davon zu kommen.

Indess soll künftig nicht ein einzelnes sondern mehrere kleine Affenhäuser entstehen. Dazu habe man das Gelände um 4.000 m² erweitert und plant gezielt bedrohte Affenarten zu fördern. Als Zoobesucher begrüßenswert, da der altmodische Betonbunker groß und stickig war. Wenn ich mal dort zu Besuch war, habe ich das Affenhaus eher gemieden.

Das war so klar, das die Weiber das nicht einsehen wollen.
 
Was haben die Damen denn gemacht? Leichtsinnig und verbotenerweise (was sie nicht wußten) die (trotz Flugverbot frei verkäuflichen!) Himmelslaternen losgelassen. Mehr nicht. Daß man nicht kontrollieren kann wo die Dinger schließlich landen, liegt in der Natur der Sache, aber so weit haben die Frauen nicht gedacht. Rein zufällig hat es das Affenhaus erwischt, sie hätten genausogut jemandem die Wohnung abfackeln können oder ein Stück Wald.
Fahrlässigkeit speziell in Bezug auf die Affen kann man ihnen daher nicht vorwerfen.

Soweit ich das Urteil verstehe, wurde ihnen auch keine fahrlässige Tötung der Affen unterstellt. Das Urteil wäre sonst ja auch viel härter.

Durch diesen Fall erst ist die paradoxe Rechtslage - daß Himmelslaternen zwar legal gekauft werden dürfen, aber ihr Start verboten ist - so richtig aufgefallen. Warum soll man etwas kaufen dürfen, was man dann nicht verwenden darf? Die Frauen sind über diesen Irrtum gestolpert, die Affen haben dafür den Preis bezahlt. Und auch Reue macht die Affen nicht mehr lebendig.

... Richtig wäre gewesen, die Lieferer der Himmelslaternen mit zur Verantwortung zu ziehen. Es war schließlich ihr Produkt, das ganz von Natur aus ein Sicherheitsrisiko ist. ...

Also ist der Messerverkäufer Schuld wenn der Käufer jemanden mit einem Messer umbringt? 🙄

Die Verkäufer haben wie du sagst die Himmelslaternen legal verkauft. Die kannst du nicht haftbar machen. Man kann dem Gesetzesgeber vorwerfen, den Verkauf nicht verboten zu haben oder den Verkäufer dazu zwingen auf das Verbot der Nutzung hinzuweisen.
Juristisch strafbar sind Verkäufer aber zumindest bislang nicht gewesen.

Die Damen hingegen haben etwas rechtswidriges getan und du sagst selber "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht". Klar war es kein "schlimmes Verbrechen" sondern eher etwas wie eine brennende Kippe wegschmeißen. Aber auch hier reagieren die Gerichte sensibel wenn durch die Kippe ein Waldbrand entsteht.

Auch der Umstand dass Verkauf legal aber Nutzung dies nicht ist, gibt es vielfach. Auch Pfefferspray darf man erwerben, aber nicht gegen Menschen einsetzen. Die Händler verkaufen es gerne als Tierabwehrspray, weisen aber auch nicht explizit darauf hin.

Es gab sogar schon frühere Urteile zu Himmelslaternen:
In Hessen brandte mal ein haus im Wert von 300.000 € durch Nutzung einer Himmelslaterne nieder. Das Oberlandesgericht Frankfurt entschied, das die Beklagten durch die Benutzung der Fluglaternen ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt haben und daher für den Schaden aufkommen müssen.

Insofern haben sich die Damen fahrlässig verhalten und sind strafbar.
 
Ohne Erhaltungszucht in Zoos wird es vermutlich viele Affenarten in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Der Druck in ihrer Heimat durch Wilderer und die Urwaldzerstörung ist zu groß. Daher sind Affenhäuser leider eine Notwendigkeit.
 
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