Hallo Doppelmoppel, hier mal eine etwas andere Sichtweise. 😉
ich kann mich nämlich noch ein bisschen in deinen Sohn hineinversetzen, da ich früher als Jugendliche etwas ähnlich getickt habe. Ich mochte keine fremden Eindringlinge in die Familie und wenn nach denen sogar explizit Dinge oder Pläne ausgerichtet wurden, war das teilweise der Gipfel für mich. 😱 😀 Ich weiß auch nicht, ich fühlte mich anscheinend zurück gesetzt und habe mich z.B. gefragt, ob man bei Bedarf denn die Dinge nach mir genauso ausrichten würde (und meine Antwort darauf tendierte oft eher zu: nein, da hätte ich mich vermutlich einfach anzupassen und nicht die anderen).
Das Familienleben selbst war ja absolute Routine für jedes Mitglied, aber neu hinzukommende Gäste wurden besonders aufmerksam und rücksichtsvoll behandelt, kaum eine Bemühung für deren "Extrawürste" war zu viel, was ja irgendwie normal ist, sie sollen sich ja wohl fühlen, aber mich hat das damals latent genervt. Ich wünschte mir auch diese Aufmerksamkeit und diese Position, in der auch noch zählt was ich denke, möchte, ...
Naja, ich hab es halt irgendwie ertragen und mich nur ab und zu mal darüber beklagt.
Dir / euch kann ich nur empfehlen, auch wenn's komisch klingt, deinem Sohn jetzt ebenfalls (wieder) etwas mehr gezielte Aufmerksamkeit und Rücksicht entgegen zu bringen, damit er merkt, dass er auch noch wer ist und seine Geltung hat, trotz dem "Eindringling". ^^ Ich denke, das ist wichtig.
Und das geht eigentlich auch relativ leicht!
Du fragst: "Muss man denn wirklich erst nachfragen wenn man ein Essen verlegt obwohl ich genau weiß, dass der auch beim zweiten Termin Zeit hat und es ihm noch Tage vorher egal war, wann wir essen gehen ?"
Ich würde sagen: ja. Ihn zu fragen, ob es für ihn okay wäre ist schon etwas anderes, als ihn ungefragt vor vollendete Tatsachen zu stellen.
Ich hätte damals in so einem Fall sicherlich nicht nein dazu gesagt und wäre beleidigt gewesen, wenn man mich gefragt hätte. 😉