beim svv handelt es sich um eine schwerwiegende psychische erkrankung. das gehört in die hände von erfahrenen fachleuten. weil dem liegen umfassende probleme zugrunde. die müssen angegangen werden. selbstverletzendes verhalten durch weniger schädliche skills zu ersetzen ist ein langwieriger prozess, der von vielen rückschlägen begleitet wird.
man kann nicht einfach z.b. ritzen durch das schnalzen von einem gummiband ersetzen und alles wird gut.
wenn wir davon ausgehen, dass es jemand nicht nur macht für die aufmerksamkeit (und ich denke, das HR ist so strukturiert, dass wir erst mal von der ernsthaftigkeit des problems ausgehen), sind antworten wie "dann lass es" gleich zu setzen wie wenn man einem spielsüchtigen sagt: geh halt nicht ins kasino.
ich bin da sehr zwiegespaltet bei diesen öffentlichen skillslisten, weil man probiert das aus und merkt, das funktioniert so gar nicht und denkt im schlimmsten fall, das ist sowieso nichts für mich. dabei ist es einfach nur nicht richtig umgesetzt.
also kimi, such dir professionelle hilfe, leute, die sich auskennen.
zum einen kannst du dich an den sozialpysiatrischen dienst wenden. die können dir adressen nennen. wenn du sorge hast, deine eltern erfahren davon, dann gibt es auch anlaufstellen, wo du erst mal anonym bleiben kannst und man entwickelt mit dir zusammen eine strategie, wie du es deinen eltern mitteilen kannst, ohne dass es eine katastrophe wird.
du kannst dich zum beispiel an anja link von
http://www.borderlinetrialog.de/wenden. sie hört dir zu, kennt fachstellen, wo du gut aufgehoben bist und kann auch zwischen dir und deinen eltern vermitteln oder leute einschalten, die das tun können.
dabei ist es übrigens irrelevant, ob du borderline hast oder nicht, sie kennt sich auf jeden fall aus in der behandlung von selbstverletzendem verhalten. manchmal entwickelt sich so etwas zu wirklich großen problemen und es ist wichtig, dass du sehr früh die richtige hilfe bekommst. also wünsche ich dir den mut, dir jemanden zu suchen, der helfen und unterstützen kann.