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Sind Schulnoten notwendig?

Weil wenn es keine Leute gibt, die erkennen, dass etwas falsch läuft und dies nicht bei jeder sich bietenden Möglichkeit kund tun und auch im eigenen Beruf so leben, es nie umgesetzt würde. Und ich bin nicht allein.
In Deutschland wird das natürlich ein schwerer Weg, weil Lehrer Beamten sind und ich unterstelle das jetzt mal ganz pauschal, da bewegt sich selten etwas schnell.

Außerdem gibt es schon solche Schulen in Deutschland, es ist also nicht ganz so idealistisch wie du vermutest. Und es gibt Lehrer, die sich fortbilden und sich über hirngerechtes Lernen informieren und dies in ihrem Unterricht umsetzen. Auch bei uns. Dies ist mittlerweile auch Thema in der Lehrerausbildung zumindest im Grundschulbereich. Es wird sich etwas ändern ganz gewiss. Denn mit der heutigen Schulform schaffen es die Schüler auch nicht den Anforderungen gerecht zu werden. Da ist anderes gefragt als stupides auswendig lernen über die Zelle und ähnliches...

Also erstmal ist Lernen nicht gleich "stupides Auswendiglernen" - man kann Lernen (und übrigens auch Noten) durchaus auch positiv betrachten! Hirngerechtes bzw. ganzheitliches Lernen (worüber ich übrigens an der FH auch einen Kurs besucht habe) schliesst Leistung und Noten nicht aus!

Gesellschaftliche Entwicklungen gehen nunmal langsam vor sich. Wenn man daran teilhaben will, muss man in die Politik gehen... Wenn der "normale Bürger" einfach mal so leben will wie er es für richtig hält, ist das ok (solange er keine Gesetze bricht und es nicht auf Kosten der Steuerzahler tut). Aber die Schüler muss man nunmal auf das Leben vorbereiten wie es momentan ist - auch wenn sich in Zukunft etwas ändern könnte oder sollte.
 
Schade, dass wir nicht beide eine Schule nach unseren Idealvorstellungen aufmachen und die Kunden entscheiden lassen können.

Das wäre super! Bis jetzt kann ich nur sagen, dass meine Lehrmethoden bei meinen Schülern beliebt zu sein scheinen. Ich lasse sie regelmässig anonym Feedbackbogen ausfüllen (zu mir als Lehrperson, zu den Lehrmethoden und den Lerninhalten). Die Rückmeldungen sind grösstenteils positiv und die Leistungen der Schüler sind durchwegs gut! Ich stehe noch am Anfang meiner "Lehrerkarriere" - dafür bin ich ziemlich zufrieden mit dem Feedback der Schüler...
 
und die Leistungen der Schüler sind durchwegs gut!

Es gibt nur Zweien bei dir? Auch eine interessante Methode, mit der ich mich anfreunden könnte.

Meine Schüler mochten mich übrigens auch, als ich ihnen sagte, dass erst am Schuljahresende die Mappe bewertet würde - und zwar in einer Drittelung aus Eigeneinschätzung, Beurteilung der Klasse und meiner Bewertung, die ich wie weiter oben beschrieben vor allem nach dem individuellen Lernfortschritt gegeben habe, nicht vergleichend zwischen den Schülern. Da die Schulleitung (Privatschule für Grafik-Designer) Noten forderte, habe ich diesen Kompromiss gewählt und hatte einen entspannten Unterricht für alle Beteiligten.
 
Also erstmal ist Lernen nicht gleich "stupides Auswendiglernen" - man kann Lernen (und übrigens auch Noten) durchaus auch positiv betrachten! Hirngerechtes bzw. ganzheitliches Lernen (worüber ich übrigens an der FH auch einen Kurs besucht habe) schliesst Leistung und Noten nicht aus!

Gesellschaftliche Entwicklungen gehen nunmal langsam vor sich. Wenn man daran teilhaben will, muss man in die Politik gehen... Wenn der "normale Bürger" einfach mal so leben will wie er es für richtig hält, ist das ok (solange er keine Gesetze bricht und es nicht auf Kosten der Steuerzahler tut). Aber die Schüler muss man nunmal auf das Leben vorbereiten wie es momentan ist - auch wenn sich in Zukunft etwas ändern könnte oder sollte.


Es ist bei den Schülern auswendig lernen, deren Themen gerade nicht bearbeitet werden und die sich zwangsweise damit beschäftigen müssen. Und das sind von einer Klasse von 30 mindestens die Hälfte.

Entweder geht man in die Politik, oder, noch besser, man koaliert mit denjenigen, die Einfluss auf die Politik nehmen.

Ich denke, dass Schule (in Deutschland) anden Schülern vorbei geht. Sie bereitet den Großteil NICHT auf das Leben vor und ist extrem chancenungerecht. Und das gibt es mittlerweile schwarz auf weiß.

Die Schule in Deutschland erhält sich größenteils aus reinem Selbstzweck, die beamteten Lehrer zu unterhalten. Sie ist nicht im geringsten am Umfeld und an der Lebenswelt der Schüler orientiert.

Vielleicht ist das in der Schweiz anders und wenn du selbst Feedbackbögen ausfüllen lässt, finde ich das spitzenmäßig.

Ich überspitze hier natürlich auch, aber es gehört wirklich eine Reform her... in Bawü haben letzte Woche Eltern und Lehrer einen Verein zur Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems gegründet... das ist, und da muss ich dir echt Recht geben, die Welt in der wir... NOCH🙂 ... leben. EDIT: Noch schlimmer...
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/1969258

und

http://bildungsklick.de/pm/66734/ak...en-nun-auch-in-baden-wuerttemberg-gegruendet/
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt nur Zweien bei dir? Auch eine interessante Methode, mit der ich mich anfreunden könnte.

Klar gibt es nicht immer nur Zweien.. das wäre ja auch zu schön! 😛 Der Notendurchschnitt der Klasse liegt momentan etwa bei einer schweizerischen 4,7 (hierzulande ist ja die 6 die beste Note). Das wäre wohl bei euch ne 2- (oder gibt's bei euch auch das Zehntelsystem?).

Es gibt allerdings die Möglichkeit eines Gesprächs mit mir, wenn eine Note mal schlecht ausfällt. In den meisten Fällen gibt es die Möglichkeit, Prüfungen nachzuschreiben - als Chance sich zu verbessern. Bei Lernschwächen biete ich zweimal jährlich unentgeltlich Lerncoachings an (an Samstagen und Abenden) oder organisiere Nachhilfen.

Wenn Schüler einsehen, dass Noten keine Schikane der Lehrperson sind, sondern eine Chance für sie selbst, sich einzuschätzen, auf etwas hinzuarbeiten, dann werden Noten auch angenommen und geschätzt. Ich versuche immer zu kommunizieren, dass mir etwas daran liegt, dass meine Schüler meinen Unterricht als "Dienstleistung" betrachten und mich als "unterstützend" in ihrem eigenen Lernprozess und dass mir viel daran liegt wie sie sich in meinem Unterricht fühlen.
 
Wenn Schüler einsehen, dass Noten keine Schikane der Lehrperson sind, sondern eine Chance für sie selbst, sich einzuschätzen, auf etwas hinzuarbeiten, dann werden Noten auch angenommen und geschätzt. Ich versuche immer zu kommunizieren, dass mir etwas daran liegt, dass meine Schüler meinen Unterricht als "Dienstleistung" betrachten und mich als "unterstützend" in ihrem eigenen Lernprozess und dass mir viel daran liegt wie sie sich in meinem Unterricht fühlen.

Dein Idealismus freut mich - vielleicht ist die Situation in der "heilen Schweiz" auch nicht so extrem wie in Deutschland. Und wenn du die Beziehungsebene mit deinen Schülern so stark beachtest fängt das natürlich viel ab. Hoffe nur, dass du das durchhalten kannst und nicht zerrieben wirst.

Wie würde denn dein Rektor reagieren, wenn plötzlich die ganze Klasse nur Bestnoten hätte - würde er dich nicht drängen, höhere Maßstäbe anzulegen, damit die "Guten" auch wieder gut in Relation zu den "Schlechten" sind?

Habt ihr so was wie eine Hauptschule bei euch - wo die Absolventen sowieso fast keine Chance haben, später einen Ausbildungsplatz zu bekommen und wenn dann noch die schlechten Noten in der Überzahl sind, ist der soziale Abstieg fast vorprogrammiert. Diese Kinder können vieles, auch vieles gut - aber es taucht nicht im Zeugnis auf ... und irgendwann verlieren sie den Glauben daran, dass sie auch etwas wert sind völlig.
 
Hallo Werner,

wieso gleich wieder so missmutig. Es gibt auch in D solche Lehrer, welche die sich wie "whintewine" anstrengen.

Leider gibt es auch welche, die keinen Bezug zum Schüler herstellen können, die sich nur dafür interessieren den Lehrstoff zu vermitteln. Es ist halt nicht jeder zum Lehrer geboren, oder sie werden falsch ausgebildet.

Dame
 
Leider gibt es auch welche, die keinen Bezug zum Schüler herstellen können, die sich nur dafür interessieren den Lehrstoff zu vermitteln. Es ist halt nicht jeder zum Lehrer geboren, oder sie werden falsch ausgebildet.

Neulich kam eine Studie nach der sind (in Deutschland) ein Drittel der Lehrer ausgebrannt und ein weiteres Drittel kurz davor. Außerdem fanden die Forscher heraus, dass bei sehr vielen die Motivation zum Lehrerberuf in anderen Gründen (sicherer Job, Ferien, Halbtagstätigkeit) liegt als im Interesse am Unterrichten selbst.

Schon ein Grund, ein bisschen missmutig zu sein, findest du nicht 😉

Lehrer ohne Motivation: Burn-out? Viele Lehrer brannten nie - taz.de
 
Vor vielen Millionen Jahren gab es schon einmal viele Menschen auf der Erde, aber leider auch sehr viele, große und gefährliche Dinosaurier, Säbelzahntiger sowie massenhaft giftige Schlangen und Spinnen. 😱

Eines Tages beschlossen die Führer der Menschen ein große nein - eine riesige Mauer zu baun. Dreimal so groß und hoch wie die chinesische Mauer und kreisförmig.

Da die Menschen wirklich sehr unter den wilden Tieren litten und keinerlei Risiko eingehen wollten, beschlossen sie die Türen wegzulassen.
Schließlich war es ein riesiges Gebiet und es bot Platz genug für Alle.

Die ersten 500 Jahre waren friedliche Jahre. Es gab genug zu essen, zu trinken und die Menschen fühlten sich wohl in ihrer Haut.

Vielleicht etwas zu wohl, denn es wurden von Jahr zu Jahr mehr Menschen. Das Wasser wurde knapp, die Wohnverhältnisse beengter und durch diese Enge gab es auch mehr und mehr Auseinandersetzungen.

So konnte es nicht weitergehn!

Die Führer der Menschen setzten sich zusammen und berieten sich. Es war klar: es mussten strenge Regeln her, damit Schlimmeres verhindert werden würde und so erschufen sie Gesetze.

Das Wasser musste rationiert werden und so wurde jeder Person eine bestimmte Wassermenge pro Tag zugebilligt.
Auch die Nahrung musste rationiert werden.
Es mussten Regelungen gefunden werden um ein friedliches Mit-und-Nebeneinander der Menschen zu gewährleisten.
Ab Sonnenuntergang mussten die Menschen still und leise sein, damit Niemand gestört wurde.
Ehepaare durften ab sofort nur noch ein Kind haben.
Diese Kinder schickte man in bestimmte Häuser, weil sie all diese Regeln lernen mussten.

Sie sollten es einmal besser haben als ihre Eltern.
Und man erhoffte sich von diesen Kindern neue Ideen um die Zukunft der Menschheit zu retten.

Eine gewisse Zeit ging es wieder bergauf - aber dann begehrten die ersten Menschen auf.
Sie wollten mehr Wasser, mehr Kinder, mehr Nahrung......und sie ließen sich viel einfallen um an "mehr" zu kommen. Zur Not stahlen sie oder erpressten sie.
Um die Menschen zu schützen baute man Gefängnisse.
Aber auch das nutzte nicht lange.

Die Auseinandersetzungen wurden immer heftiger und heftiger. Die Führer diskutierten, debattierten und stritten sich. Die Unruhen in der Bevölkerung wurden von großer Gewalt geprägt. Neid, Missgunst und Hass griff um sich und irgendwann stritt fast Jeder mit Jedem. Das Leben wurde zur Hölle auf Erden.

Nach nur 595 Jahren gab es innerhalb der großen Mauer keine Menschen mehr. Es war ein großer Friedhof.

Was sie nicht wussten: außerhalb der Mauer hatten die Menschen die Dinosaurier, Säbelzahntiger und die giftigen Tiere besiegt und Niemand musste mehr in Angst leben.

Eine sehr, sehr alte Zigeunerin erzählte mir, dass nach vielen Zehntausenden Jahren Außerirdische die Erde besuchten.

Was sie fanden war ein großer Friedhof und eine kleine Gruppe von Menschen die innerhalb einer großen, kreisförmigen Mauer lebten.
 

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