So also ich muss da jetzt auch mal was zu schreiben:
1. Bordigirls Frage ist berechtigt, bist du Psychologin?
und jetzt ma zu den Zitaten:
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Also dein Ansatzpunkt sollte sein: weg von der Borderlinestörung...und wie geht das? Ganz einfach: schrittweise rein in die Eigenverantwortung...nicht mehr über die böse böse
Welt (die nicht zuhört..wieso auch, wer will ständig Gejammer hören?) wettern, sondern dich selber mal an der eigenen Nase packen und gucken wo deine Fehler derzeit liegen und woran du arbeiten musst.
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Ganz einfach? Es ist nicht ganz einfach! Es ist doch kein Schnupfen den man mit irgendwelchen Medikamenten weg bekommt und es auch keine Prüfung die man mit einfachen Lerntipps schafft. Es ist ein Problem! Ein tiefes, in sich verschlungenes Problem, welches mit jedem Tag wächst und mit dem die Welt im großen und ganzen nicht viel zu tun hat. Das Problem liegt in einem selbst und in dem Bild das man von sich hat.
Natürlich bekommt man auch Probleme von außen und ich finde es ist vollkommen legitim über die böse böse Welt zu wettern, denn die Welt ist böse. Ich rede nicht davon, dass alle ja soooo gemein zu mir sind, so ein Unsinn, die Welt ist unfair und ungerecht zu jedem und ja wir müssen damit leben und damit umgehen, aber genau das gibt uns auch das Recht über sie zu schimpfen.
Das niemand zuhört, ganz genau das ist das Problem. Es hört nämlich niemand zu. Die Welt (damit meine ich alle und mich eingeschlossen) ist selbstbezogen und egoistisch. Man findet selten einen Menschen, der zu einem hält und der einem zuhört, aber nach genau diesem sehnen wir uns. Oder etwa nicht`?
Woran die Fehler liegen? Sie genauer hin! Bordigirl listet ihre Fehler gerade vor deinen Augen auf. Man muss nur tiefer in ihre Gedichte gehen, sich damit auseinandersetzten und wenigstens versuchen zu verstehen.
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Die Achtung seiner Mitmenschen muss du dir so wie wir alle erst einmal verdienen und erarbeiten. Wieso sollte man dir da was schenken? Nur weil du derzeit psychisch krank bist? Das wäre dann ja wohl Diskriminierung wenn man dir ggü nicht dieselben Ansprüche stellen würde wie ggü allen, oder? Also beklag dich nicht und sieh zu deine Krankheit und dein Leben in den Griff zu kriegen, damit man dir zuhört!
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Man muss sein Leben in den Griff bekommen, damit jemand zuhört? Oh je sie das bitte nicht als Angriff, aber das ist vollkommener Schwachsinn!
Ist es ein Freund wenn er dir nur zuhört wenn du gesund bist? Was für Probleme hat der Mensch über die er reden möchte wenn er alles im Griff hat? Das Wetter vielleicht oder die KAtze die alles ankratzt? So Kleinigkeiten? Dafür lohnt es sich nicht einmal den Mund aufzumachen. (ich hoffe ihr versteht wie ich diesen Punkt meine)
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Ich halte es für falsch und auch würdeverletzend wenn man psyhisch Kranken ggü ne Schonhaltung fährt...das führt oft nur dazu dass Krankheit ggf funktionalisiert wird, also zum Schmarotzerdilemma der Art: ich bin krank, man muss mich füttern und pflegen und ich tu gar nix......diese Gefahr finde ich sehr groß. Achte ein wenig darauf, dass du nicht in dieses Verhalten verfällst und dich zu sehr in deinem Borderline häuslich einrichtest anstatt die Störung in die Wüste zu schicken.
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Jemand der wirklich krank ist und Probleme hat, erwartet kein Mitleid von der Welt. Eine Schonhaltung ist gegenüber allen Menschen falsch. Ob sie Probleme haben oder ob gerade jemand gestorben ist, man muss die Menschen alle gleich behandeln, aber mit Respekt und das macht leider kaum jemand.
Die die sagen ich bin krank sei nett zu mir, sind meiner Meinung nach nicht wirklich krank, sondern haben eine kleine Krise, nichts weiter. Irgendwann verfallen sie in ihr Selbstmitleid und kommen nicht mehr raus, nutzen es sogar zu ihrem Vorteil aus und das sehe ich nicht als psychisches sondern als menschliches Problem an.
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Du erklärst dich selbst zum Einzelgänger und kapselst dich aus Schiss verletzt zu werden ab somit machst DU selber es unmöglich dass dich jemand versteht..du befindest dich somit in einer frustrierenden und krank machenden Logik...hast dich selber drin verzappelt...sehnst dich nach Nähe aber lehnst sie gleichzeitig ab...ein lebender Widerspruch der ggf an sich selbst erstickt, wenn er keinen Ausweg für sich findet. Mein Rat: in Therapie mit dieser Denkhaltung knallhart aus einander setzen und mit ernsthaftem Bemühen versuchen da raus zu kommen...Hart an deinem Selbstbewusstsein arbeiten, viel Sport, viele Kontakte üben und pflegen (auch wenn es zunächst Horror ist und schwer fällt), raus aus dem Internet rein ins Leben etc.
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Du hast Recht! Viele Menschen sind nur Einzelgänger, weil sie Angst haben verletzt zu werden, doch hat das meist auch einen Grund. Sich ganz abzukapseln ist falsch. Doch darf man hier nicht vergessen, dass es Menschen gibt die nicht gerne unter vielen Leuten sind und darauf auch keinen Wert legen, die aber trotzdem kein gestörtes Verhalten zu ihrer Außenwelt haben. Viele Kontakte zu knüpfen ist nicht so wichtig, enge, tiefe Kontakte dagegen Lebensnotwendig *meine Meinung*
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Wichtig beim Vertrauen ist es natürlich in richtigem Maß zu vertrauen..niemals blind..sondern in Maßen. Und Basis dafür ist Selbstvertrauen. Dieses fehlt dir bisher und du wirst hart daran arbeiten müssen dir ein solides Selbstvertrauen auf zu bauen...je eher desto besser!
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Sehe ich auch als falsch an. Mein Selbstvertrauen ist sehr weit unten oder sehr schwach, vielleicht könnte man auch sagen kaum vorhanden (trotzdem stelle ich mich der Welt und bilde mir so gut es geht eine objektive Meinung und vertrete diese auch/ außerdem höre ich meinen Freunden zu und bin für sie da wie sie auch für mich und es gehtz nicht immer und immer nur um mich) und trotzdem vertraue ich, niemals blind natürlich, aber in kleinen Schritten. Selbstvertrauen und Vertrauen sind nicht ineinander verschlungen, sie kreuzen sich nur.
So jetzt mal genug. Ich warte erst einmal auf Antworten, damit jeder, der dazu was schreiben möchte seine Meinung zu dem Thema vertreten kann. Und ich hoffe ich habe mich nicht falsch ausgedrückt.
lg Honeystorm