Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Sind Kreationisten päpstlicher als der Papst?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Kontrovers? Gibt es denn Ansichten in denen die Hölle nichts Schlechtes ist bzw. keine Bestrafung darstellt? Wenn nicht, sind das alles nur Haarspaltereien. Wen interessiert ob ich in alle Ewigkeit gefoltert werde oder "nur" ein Paar Jahre oder ob das Höllenfeuer nur auf mittlerer Hitze läuft.

Im Prinzip sind genaue Angaben nicht möglich, Vorstellungen weichen daher voneinander ab.


Aber die Art und Weise, wie Du schreibst, klingt so nach „ist mir doch egal“ oder
„ist eh alles wurscht“. Ist das so? Oder regt Dich die Vorstellung auf, ggf. verurteilt zu werden?



Wenn ich gegen ein Gesetz(Gebot) verstoße und der Richter(Gott) mich daraufhin ins Gefängnis(Hölle) steckt dann wurde ich nicht nur beurteilt sondern am Ende eben auch verurteilt.
Was ist daran nicht korrekt?
Korrekt. Aber derzeit befinden wir uns nicht im Stadium der Verurteilung sondern der Beurteilung.

Hallo friek,
Du bist ein interessanter Mensch. Darf ich Dich fragen? Wie sieht Dein Weltbild aus? Hast Du einen Glauben, also irgendeine Art von Religiosität?

LG, Nordrheiner
 
Hallo Jusehr,
nur mal vorsichtig nachgefragt: Schreibst Du noch Deine Antwort zu meinen Fragen?
Oder gehen sie Dir zu nahe? Sag ruhig..

LG, Nordrheiner
 
Hallo Pike,
Du klingst aufgeschlossen. Darf ich mal persönliche Fragen stellen?
Wie sieht Dein Weltbild aus?
Hast Du einen Glauben?
Wenn ja, worin besteht dieser und woraus leitest Du ihn ab?
Gibt es Reibungsflächen mit „sehr gläubigen Menschen“, also Meinungsverschiedenheiten, die Du z.B. als ärgerlich empfindest?

Danke im voraus.

LG, Nordrheiner
Hallo Nordrheiner, vielen Dank für die Frage. 😉


Mein Standpunkt und meine Weltanschauung
Vorerst zwei Worterklärungen aus meiner Sicht:

GLAUBE: kein Zweifel oder Zögern über Sein und Wesen Gottes. Bedingungslose Anerkennung der Wahrheiten von Gott und Sammlung seiner Lehren und Glaubenssätzen.
RELIGION: geistiger Glaube, Anbetung Gottes, oder eine grundlegende spirituelle Überzeugung die ein göttliches Wesen enthält.

Meine Weltanschauung sieht wie folgt aus: Ich lehne jegliche religiöse Einrichtungen, Institutionen oder Gemeinschaften im großen Stil ab. Warum? Weil ab einer bestimmten Anzahl der Gläubigen, keiner die Kontrolle über Gedanken und das geistige Eigentum anderer hat. Es erfolgt immer eine Einschränkung, unter Kontrolle und Anleitung der Glaubenssätze der sogenannten Heiligen! Somit lehne ich jegliche Religion ab, versuche aber aus allen Schriften, für mich und meinen jetzige geistigen Zustand etwas zu entnehmen.

Ein großer Nachteil der Religion ist, dass sich eben bestimmte Gläubige erlauben, gegenüber anderen ihren Geist hervorzuheben und andere wiederum abzuwerten. Dieser Dualismus verursacht enorme Aggressionen und führt lediglich zu Konfrontationen zwischen den Gläubigen. Die Folge wird sein, dass sich immer mehr Menschen von Religionen zurückziehen und versuchen auf eigene Faust zu suchen.

Mein Glauben an Gott setzt sich aus vielen Fassetten zusammen. Ich möchte mir aber von keinem verbieten, meinen Glauben an Gott selbst formulieren zu dürfen und nach meinen geistigen Zustand für mich das Richtige zu finden. Wie schon erwähnt, nicht aus einer Religion, sondern aus mehreren Schriften für mich das Wahre (die Wahrheit) zu entdecken. Ich halte nichts davon alles gleich zu verstehen, oder zu versuchen nach i-welchen Zitaten oder Glaubenssätzen zu leben, sondern sehe es als riesen Lebensprozess das Leben zu verstehen.

Ich glaube an Gott, aber ich glaube nicht an das Bestehen der Religion. Da jede Religion eine Ausrichtung betreibt und das Spiel mit dem sauberen Wasser genauestens versteht.

Ich gebe zu, ich habe noch nie einen Menschen angetroffen bei dem das Wort „Glauben“ nicht eine Rolle gespielt hat. Ich sehe für mich den Glauben als ein Häuschen für die Seele. So wie die Liebe.

Das Bedürfnis nach Liebe und Glauben ist in uns allen eingeschlossen - die ich als Eigenschaft der menschlichen Natur sehe. Die einen werden vom Kindesalter herangeführt, die anderen finden zu ihren Glauben durch eine Schmerzerfahrung. Ich halte es für falsch, Kinder zu bekehren oder sie an (meinen) Gott heranzuführen. Das ist ein weiterer Paradox der Religion, der nur schwer zu bewältigen ist. Man befindet sich beim eigenen Kind und Gott im Zwiespalt. (Habe keine Kinder, resultiert nur aus Beobachtungen.)

Ich denke, jeder von den Gläubigen weiß und spürt, dass Gott an keinen Bedingungen stellt, sondern jeden selbst entscheiden lässt. Ich habe mir dann die Frage gestellt, ist das mein Gott der einen anscheinend macht mich zu lieben, mir zu helfen, der sich durch meine Gebete in der Liebe bestätigt fühlt und sich so zu besänftigen weiß? Reicht nicht einfach der Glaube daran, dass Gott in der Tat die Liebe ist? Das ist die Liebe, die nirgendwo sonst außer bei Gott zu finden ist.

Zu ihr suchen die Menschen, bewusst oder nicht – immer in Verbindung mit der Frage: Was passiert eigentlich nach dem Tod? Diese Horror-Vorstellung verursacht bei den meisten, dass sich für eine Religion entscheiden müssen, in der Hoffnung dort eine Antwort zu finden.

Das größte Verbrechen im Zusammenhang mit der Religion, ist zu versuchen von jemanden den Glauben in Frage zu stellen und daran vielleicht sogar zu verdienen. Ihn davon zu überzeugen, dass er ohne Religion sich als Ungläubiger fühlen darf und ist. Wer hat das zu verantworten? Wer trifft die Entscheidung, ist es der Gott der diese Religion zusammenhält und Anweisungen gibt?

Um es kurz abzuschließen: Ich fühle mich zu den Schriften von Osho hingezogen. Nicht hinter allen seinen Lehren oder Glaubenssätzen stehe ich ein, dass kann nun wirklich keiner für sich verantworten; da es i-wann zu Konfrontationen vom eigenen Geist führt, wenn bestimmte Glaubenssätze einfach nur stupide übernommen werden. Das gilt für alle Schriften!

Wenn ich nicht diese o.g. Bedenken hätte, wäre ich wohl gerne dem ZEN-Buddhismus komplett verfallen. Die nächste Frage ist: Muss ich mich wirklich entscheiden? Kann ich nicht einfach alle Schriften und Worte von allen Religionen für mich als richtig übernehmen, ohne jetzt einen Lebensplan danach aufstellen zu müssen?

Reibungsflächen:
a. Wenn andere Religionen schlecht gemacht werden
b. Wenn die Gläubigen versuchen Überzeugungsarbeit für eigenen Gott zu machen
c. Wenn die Gläubigen eigenen Gott als das einzig Wahre ansehen
d. Wenn die Gläubigen ohne Erlaubnis versuchen Menschen zu belästigen oder für ihre Gemeinde zu gewinnen
e. Wenn die Gläubigen und deren Administration auf manipulative Techniken oder Marketing zurückgreifen
f. Wenn in Schulen Religionsunterricht gemacht wird und die Lehrer nur eine Religion hervorheben
g. Wenn Kindern, die daran Interesse haben die eigenen Denkmuster und Ideen verboten werden
h. Wenn Kindern das Kind sein verboten wird und die eigenen Ansichten vom Leben und Glauben auf das Kind übertragen werden, solange, bis das Kind endlich die eigenen Glaubenssätze annimmt.
i. Wenn neue Erkenntnisse zu bestimmten Religionen einfach außeracht gelassen werden
j. Wenn sich Menschen für jemanden ausgeben und von der Administration zu Gottnahen gemacht werden
k. Wenn denGläubigen ihre Denkweise (Glaubenssätze) vorenthalten wird, oder sogar in Gemeinden extra-Bücher verfasst werden, die eine Richtigstellung der Glaubenssätze enthalten und die Denkweise nur in eine Richtung geleitet wird
l. Wenn Gläubigen durch ihre Stellung in der Religion verboten wird, selbst Ideen oder ihre Sichtweisen vom Glauben zu deuten.
m. Wenn Menschen die einem Glauben angehören wollen, bestimmte Kleidungen oder das (eine) Äußere auferlegt wird.
n. Wenn die Gläubigen von Religionen reden, ohne eine wirklich große Einsicht in andere Lehren zu werfen. (Zum Glück hat sich das bei vielen geändert)
 
Sehr guter Beitrag.Danke!

Deinen Punkten a) bis n) kann ich als Nichtgläubiger unbedingt zustimmen. Es wäre schön, wenn das auch die Gläubigen könnten.
 
wenn man im Thema „Evolutionstheorien“ mitreden will, empfiehlt es sich, vorab Information zu besorgen, lesen, Fachleute fragen. ...
🙂 würdest du dich nur mal dran halten.
...
Nein, auch Nicht-Biologen sollten sich durchaus mit den Evolutionstheorien beschäftigen und herausfinden, was interessante Erkenntnisse sind und was Theorien.
Ach, ich finde auch, dass jeder Operationen ausführen müssen darf und auch JumoJets fliegen – Ausbildung – ach was, wer braucht das denn. Basiswissen? Ach Blödsinn! Da liest man doch eben das Handbuch, das reicht schon.


Dich zu widerlegen ist nicht schwer. Sachargument 1: Schon alleine die Wahrscheinlichkeitsrechnung …
Auch hier leider wieder ein Beleg für deine Unkenntnis.🙁 Diesmal von der Wahrscheinlichkeitsrechnung.
Ich nehme an, dir sind die Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht bekannt sind. Daher zur Einstimmung: die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses errechnet sich aus dem Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten. Zum Beispiel: die Wahrscheinlichkeit, mit einem Würfel eine 'Sechs' zu würfeln, ist 1/6 (in Worten: ein Sechstel). Das heißt man muss im Durchschnitt 6 Mal würfeln, bis eine 'Sechs' gewürfelt wird. Würfelt man mit zwei Würfeln und will einen Sechser Pasch werfen muss man im Schnitt 36 Mal würfeln (1/6 * 1/6 = 1/36)
Je mehr Variablen teilnehmen, desto kleiner wird die Wahrscheinlichkeit. Hätte man z.B. 20 Würfel und wollte bei einem Wurf nur Sechser werfen, wäre die Wahrscheinlichkeit sehr klein.
Daraus schließt du, beziehungsweise die Kreationisten wovon du abschreibst, dass Evolution nicht sein kann.
Dabei versäumen es diese Leute allerdings die richtigen Werte für ihre Berechnungen zu verwenden.
Dazu ein Beispiel:
Auf einem Eichenblatt sitzt eine Ameise – ganz oben rechts. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Ameise, wenn sie unten am Stamm los läuft nach genau 35Minuten und 31 Sekunden auf genau auf DIESEM Blatt sitzen wird?
Angenommen, es gibt 1000 Möglichkeiten, wie die Ameise gelaufen sein könnte, und Tausend Blätter auf der sie sitzen könnte, 1000 unterschiedliche Möglichkeiten wie lange das Tier gebraucht hat, usw.
Die Wahrscheinlichkeit wäre dann (1/1000) * (1/1000) * (1/1000)* (1/1000)* … = ? Je nachdem wie viele Variablen man annimmt. Genau das ist die Rechnung die dir vorgekaut wurde.
Dabei kommt heraus: ‚völlig unwahrscheinlich!‘
Der Denkfehler ist, dass berechnet werden sollte welche bestimmte Ameise auf genau welchem Blatt sitzt, welche genauen Weg sie gegangen und genau welche Zeit sie gebraucht hat, usw.
Wie sieht aber die Wahrscheinlichkeit aus, wenn es um irgendeine Ameise ginge? Irgendein Blatt? … usw.
Die Berechnungen werden dann schon ganz andere.

Auch die Wahrscheinlichkeiten im Lotto zu gewinnen sind sehr, sehr klein... trotzdem gewinnen so gut wie jede Woche Leute. Komisch.

Deine Vorkauer haben ‚berechnen‘ wollen wie wahrscheinlich z.B. die Entstehung eines bestimmten Moleküls ist das wir heute in Zellen finden. Ihr Schluss: das ist so unwahrscheinlich, also kann keine Evolution stattgefunden haben.
Es musste aber gar nicht genau DAS Molekül entstehen. Irgendeines war genug. Und, dass genau das passiert ist hat man viele Male in Experimenten nachgewiesen.
Die anderen ‚Unwahrscheinlichkeiten‘ werden von deinen Vorkauern gerne in Bezug auf Strukturen heran gezogen. Das Auge ist ein beliebtes Objekt oder die Geißel von Bakterien. Solche Strukturen sind aber nicht ‚auf einen Schlag entstanden.
Als Beispiel nehme man einen Topf mit vielen Buchstaben, unter anderem auch K, R, E, A, T, I, O, N, I, S, und T. Jetzt sollst du das Wort Kreationist bilden indem du

  • Entweder 9 Buchstaben blind aus dem Topf ziehst die sofort ‚Kreationist‘ bilden willst oder
  • jeweils ein Buchstabe gezogen wird, passt er, behältst du ihn, passt er nicht ziehst du einen neuen.
Das ist eine sehr vereinfachte Darstellung von dem was in der Natur passiert.
Eine Mutation kann 'keine' Auswirkungen haben, 'positive' Auswirkungen haben oder ‚negativ‘ Auswirkungen haben. Ob etwas ‚positiv‘ oder ‚negativ‘ ist hängt zum Teil von der Umwelt ab. Die ‚Mutation‘ also die Veränderung ist nur ein Schritt. Die Selektion ist der zweite Schritt. Hat etwas Vorteile – kann z.B. besser Nahrung gesucht werden oder kann eine neue Nahrungsquelle benutzt werden, wird die Mutation erhalten bleiben und sich in der Population ‚anreichern‘. Ist sie negativ wird das Individuum Nachteile haben und evt. weniger Nachkommen.
Die Evolution findet also immer auf Populationsniveau statt - die einzelnen Individuen sind nur winzig kleine Bausteine.

Das ist keine einfache Kost und mit Wahrscheinlichkeiten und Statistik gut umgehen zu können - das erfordert jahrelange Erfahrung.


Sachargument Nr. 2
*lach* ist zwar kein ‚Sachargument‘, aber gut…
…, wenn es in der Materie eine Möglichkeit gäbe, dass durch Zufallsprozesse Information entstehen kann. …
Es entsteht jeden Tag ‚zufällig Information in der Materie‘. Die Materie sind die DNA Fäden mit den vier Buchstaben Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin. Wenn z.B. ein Kind mit dem Down-Syndrom auf die Welt kommt ist seine ‚Materie‘ so verändert, dass die Information nicht mehr stimmt. Bei jeder ‚Erbkrankheit‘ entsteht neue Information. Aber auch bei jeder Eizelle die befruchtet wird. Das Erbgut von Vater und Mutter wird neu gemengt und es entsteht etwas NEUES. Das Kind ist eben nicht genau wie die Eltern, es ist ähnlich.

… weil alle Baupläne der …
Du stellst dir anscheinend vor, dass diese ‚Baupläne‘ ähnlich den ‚Bauplänen‘ von Architekten sind. Diese Vorstellung ist falsch. Ein Bauplan in der Biologie ist eine Beschreibung eines ‚Taxons‘, also einer systematische Einheit von Lebewesen, z.B. einer Ordnung. Dabei gibt es vielleicht kein einziges Individuum das genau diesem ‚Bauplan‘ entspricht. Ich verstehe, dass es für Laien sehr schwierig zu begreifen ist. Ein Problem sind sicher die gleichen Begriffe für unterschiedliche Bedeutungen. Das ist wie der ‚Atlas‘ der kann auch ein Kartennachschlagewerk sein, aber auch ein Stoff oder der oberste Halswirbel oder ein Gebirge.

… Die Naturgesetze über nicht-materielle Größen, insbesondere die der Information, besagen, dass Materie niemals eine nicht-materielle Größe erzeugen kann.
Welches ‚Naturgesetz‘ sollte das sein? Was soll eine 'nicht-materielle Größe' sein? Hier musst du noch mal nachlesen und besser abschreiben.
Weiterhin gilt; Information kann nur durch einen mit Intelligenz und Willen ausgestatteten Urheber entstehen.
Wer sagt das? Das ist nämlich falsch. Dazu gibt es sehr, sehr viele Belege. Z.B. lebt auf jeder der Galapagos-Insel eine eigene Finkenart die sich alle aus einer Art heraus entwickelt haben. Das gleiche gilt für die dortigen Schildkröten.
Oder das Experiment von Lenski: er hält seit vielen Generationen Bakterien-Stämme in einem Medium aus Zucker und Citrat. Zucker dient ihnen als Nahrung, mit Citrat können sie nichts anfangen. Inzwischen hat sich ein Stamm verändert – man konnte zwei Mutationen in der DNA finden die dafür verantwortlich sind die sehr wohl Citrat als Nahrung verwenden können.
Es gibt noch hunderte von weiteren Belegen die genau den Zusammenhang zwischen DNA und der Ausprägung im Organismus zeigen und die erst vor kurzem entstanden sind.

Damit ist doch klar: Wer Evolution auch nur für denkbar hält, glaubt an ein Perpetuum mobile der Information. Jetzt kannst Du gerne versuchen, dieses Argument zu widerlegen. Kannst Du?
Nein, da ist nichts zu 'widerlegen'. Zumindest bei dir nicht. Wer sieht wie die Evolution auf der Erde wirkt kann staunen und wer sich mit der Evolutionstheorie befasst kann lernen wie sich Lebewesen, inklusive wir, uns entwickelt haben und wie sie sich noch stets entwickeln.
Deine ‚Argumente‘ sind nicht zu ‚widerlegen‘ weil du keine Argumente hast.
Etwas noch nicht erklären zu können ist kein Argument für einen ‚Designer‘. Außerdem musst du dich fragen:
Wer hat denn deinen Gott gemacht?
Deine Antwort wird sein: "Niemand. Gott ist ewig, Gott ist größer als wer weiß was…usw."

Wenn du behauptest, dass dein Gott ‚ewig’ sein kann – warum dann nicht das Universum? Oder das Vergehen und Entstehen davon? Es gibt Religionen, die genau so etwas behaupten.

Das führt uns zur Frage: Wenn es noch keine Regeln gibt – also wenn es noch keine nicht-materielle Größen (Information) gibt, wie konnten sich dann Regeln bilden? Stichwort: Perpetuum mobile.
Das ist falsch. Siehe oben. Deine ‚Gotteshypothese‘ ist keine Erklärung für deinen immer wieder in den Raum gestellten Begriff ‚Perpetuum mobile‘. Du hast anscheinend gar nicht verstanden was das ist. Mir fehlt von dir hier nur noch der Verweis auf den ‚2. Hauptsatz der Thermodynamik‘ 🙂
Arroganz kann ich nicht bestätigen. Du beureilst andere, obwohl Du die grundsätzlichen Argumente, die gegen die Evolutionstheorie sprechen (siehe Sachargument 1+2) nicht widerlegen kannst. Oder irre ich mich?
Ich entschuldige mich für den Begriff 'Arroganz'. Das war falsch. Es ist keine Arroganz, das ist Ignoranz. Und nein, ich ‚beurteile‘ niemand. Und doch, wenn du Argumente hättest könnte ich die auch widerlegen. Daher Ja: du irrst dich.
Genau, Ignoranz eben 🙂

Und all diese Ignoranz ist prima. Es ist in Ordnung, wenn jemand mit dem nichts zu tun haben will und, wenn du glauben möchtest ein Gott hat dich gemacht und du dich damit besser fühlst - tu das.
Lustig finde ich, dass euch Kreationisten und IDern aber anscheinend die Naturwissenschaften doch so wichtig seid, dass ihr dauernd versucht irgendwas zu widerlegen wovon ihr keine Ahnung habt. *lol*

Ach ja - zum Schluss noch. Diese Ausführungen sind nicht für dich, sondern für Leute die offen für wirkliche Erklärungen sind und denen 'Gott hats gemacht' zu wenig ist. Alle die Interesse haben können mich jederzeit zur Biologie etwas fragen.
 
Wenn ich nicht diese o.g. Bedenken hätte, wäre ich wohl gerne dem ZEN-Buddhismus komplett verfallen. Die nächste Frage ist: Muss ich mich wirklich entscheiden? Kann ich nicht einfach alle Schriften und Worte von allen Religionen für mich als richtig übernehmen, ohne jetzt einen Lebensplan danach aufstellen zu müssen?

Der Dalai Lama sagt dazu: Das Herz aller Religionen ist eins.

Gutes Buch, kann ich nur empfehlen. 🙂

Danke für Deine Darlegungen!
 
Lieber Polux,
nachdem ich meine erste Antwort zu Deinem Beitrag geschrieben habe, kam keine Antwort von Dir. Die Vermutung lag nahe, dass Du Dich verdünnisiert hast, weil ich mich evt. etwas hart ausgedrückt habe. Ich fragte mich, ob ich mich darüber freuen sollte oder nicht. Ich entschied, mich nicht zu freuen. Es kommt mir so vor, als ob wir beide vor einem Berg stehen – jeder auf einer anderen Seite, jedoch in Rufweite. Jeder von uns sieht eine andere Bergseite. Auf der einen Bergseite ist nur Wiese zu sehen, während auf der anderen Bergseite auch Bäume und Sträucher sowie einige Tiere zu beobachten sind. Das Schöne teilen verdoppelt die Freude. Teilen setzt das Daraufhinweisen, das Zeigen, voraus. Diese Erkenntnis ist meine Motivation, Dir zu antworten oder an ähnlichen Diskussionen teilzunehmen.
Wenn ich nachfolgend sachlich Stellung nehme, dann ist es mir schon wichtig, dass ich auch in der Sache richtig liege. Aus Rechthaberei ganz sicher nicht. Unser Bewusstsein ist für unser Ich so wichtig, wie die Augen für unser Gehirn. Ohne Augen könnte unser Gehirn „nur Sichtbares“ nicht wahrnehmen. Ohne Augen gibt es keine Sterne. Was die Brille für kurzsichtige Augen bedeutet, ist die Wahrnehmung unserer Seele für unser Bewusstsein. Ist unsere Wahrnehmung eingeschränkt oder einseitig, so erhält auch unser Gehirn bzw. unser Bewusstsein keine Informationen.
Was ich wahrnehme, löst in mir Freude, Liebe, Frieden aus. Dies mit anderen zwecks Verdoppelung zu teilen, ist mir wichtig. Das ist meine Motivation, mit Dir eine möglichst sportliche Diskussion fortzuführen.
Dich bloßzustellen oder zu beleidigen ist nicht mein Wille, sportlicher Wettkampf schon.
Sportlicher Wettkampf aus Zeitvertreib oder als Selbstzweck wieder nicht.

Wenn Du nachfolgend meine Beiträge liest, dann setze bitte immer das oben Geschriebene voraus.
(ich hoffe, dass ich verständlich schrieb, sonst bitte nachfragen)



LG, Nordrheiner

 
Hallo Polux,
Du schreibst in Deinem Beitrag 206 u.a. folgendes:
„Etwas noch nicht erklären zu können ist kein Argument für einen ‚Designer‘. Außerdem musst du dich fragen:
Wer hat denn deinen Gott gemacht?
Deine Antwort wird sein: "Niemand. Gott ist ewig, Gott ist größer als wer weiß was…usw."
Wenn du behauptest, dass dein Gott ‚ewig’ sein kann – warum dann nicht das Universum? Oder das Vergehen und Entstehen davon? Es gibt Religionen, die genau so etwas behaupten.“

Dazu meine Antwort:
Solche Fragen sind erst zu klären, nachdem die Erkenntnis auf beiden Seiten feststeht, dass Gott existent ist. Dies ist derzeit nicht der Fall. Die Frage nach der Existenz Gottes hängt davon ab, ob wir ein monistisches oder duales Weltbild haben. Die Annahme der Dualität ergibt sich aus unserer Beobachtung, daß es an der sichtbaren Welt Phänomene gibt, die nicht aus dieser heraus erklärt werden können. Also kann man eine unsichtbare Wirklichkeit behaupten, ohne zunächst irgendeine positive Aussage von ihr machen zu können. Das duale Wirklichkeitsverständnis geht von einer zweifachen Wirklichkeit aus. Es unterscheidet zwischen Immanenz und Transzendenz. Nimmt man ein duales Wirklichkeitsverständnis an, dann ist damit die Denkmöglichkeit eröffnet, dass transzendente Wirklichkeit auf die immanente wirkt oder anders ausgedrückt, dass ein unsichtbarer Gott in der sichtbaren Welt redet und handelt. Damit ist noch keine positive Aussage getroffen, wie das geschehen kann. Damit ist aber grundsätzlich die Möglichkeit gegeben, daß es in der empirischen Welt Phänomene geben kann, die nicht immanent-kausal erklärt werden können. Und auch richtig ist: Trotz aller wissenschaftlichen Forschung können wesentliche Fragen ungeklärt bleiben.
Das monistische Wirklichkeitsverständnis kennt nur eine Wirklichkeit, die Wirklichkeit der sichtbaren Welt, des Materiellen. In diesem Weltbild gibt es keinen Himmel als eigenständige Welt Gottes, keine Welt des Geistes. Entweder ist Geist nicht existent oder ein Produkt der Materie, eine Erscheinungsweise der physikalischen Wirklichkeit. Im Grundsatz des monistischen Wirklichkeitsverständnisses müßten alle Phänomene in der Immanenz durch innerweltliche Ursachen oder Gesetzmäßigkeiten erklärt werden können. Es ist dann zu erwarten, dass für jede neu auftauchende Frage sich in absehbarer Zeit auch eine Antwort einstellen wird.
Diese Erklärung ist ein Bild, wie der Berg aussieht, auf dessen einen Seite sich Atheisten befinden und auf der anderen Seite Christen oder Anhänger anderer Religionen.

Deine Fragen und Antworten darauf hängen wieder davon ab, welches Gottesbild ein Mensch hat. Mir ist eine apersonale als auch eine personale Gottesvorstellung bekannt. Nach meiner Meinung ist der Mensch im Blick auf die Erkenntnis von Wahrheit im allgemeinen und in der Erkenntnis Gottes ziemlich mittellos. Er kann zwar bestimmte Schlüsse ziehen oder Erwägungen anstellen, aber eine Erkenntnis über Gott kann er sich selbst nicht ohne Hilfe beschaffen. Ist Gott eine Person, dann besteht die Denkmöglichkeit einer Offenbarung z.B. durch Rede, denn wir gehen davon aus, dass eine Person im Normalfall auch reden kann. Diese Erklärung macht deutlich, warum manche Menschen mit dualem Wirklichkeitsverständnis sagen „Gott redete zu mir durch ….“ Und andere Menschen mit monistischem Weltbild dies nicht nachvollziehen können und die transzendente Welt und ihre Phänomene für Einbildung o.ä. halten.
Das Weltbild, dual oder monistisch, ist die Art und Weise der Beschaffung eines Hörgerätes, mit dem wir hören können was aus der transzendenten Welt heraus zu uns gesprochen wird… oder eben nicht.

Dies als meine Erklärung dafür, warum ein Gespräch zwischen Atheisten und Gläubigen (Christen) schwierig ist. Der Christ erzählt dem Atheisten von einem Phänomen, welches dieser aufgrund seines Weltbildes nicht wahrnehmen kann oder als „Einbildung“ interpretieren muß. Für den Atheisten sieht der „Berg“ von allen Seiten gleich aus. Aus der Sicht des Gläubigen (Christen) fehlen dem Atheisten „Brille“ und „Hörgerät“, von denen der Atheist (oder Agnostiker) behauptet, es gäbe sie nicht. Daß widerum die atheistische Erklärung für transzendente Phänomene oder Erlebnisse als Einbildung von Gläubigen (Christen) nicht akzeptiert werden kann, liegt sicher auch auf der Hand.

Ich hoffe, dass ich mich auch in diesem Beitrag verständlich ausdrückte, andernfalls bitte nachfragen.

LG; Nordrheiner

 
Das Wort "Gott" wird immer und sofort die Frage aufwerfen: Wer hat Gott gemacht? Die Parabel mit dem Berg ist anders: Der Gläubige steht vor der hohen Felswand und fragt sich, wie das Auge dort hoch gekommen ist. Auf die Spitze. Und er hat als sparsame Antwort nur das Wort "Gott". Währenddessen ist aber der Ungläubige, nämlich der "Evolutionist" auf der Hinterseite des Berges langsam und stetig die nicht steilen Wege nach oben gelaufen.
 
Das Wort "Gott" wird immer und sofort die Frage aufwerfen: Wer hat Gott gemacht? Die Parabel mit dem Berg ist anders: Der Gläubige steht vor der hohen Felswand und fragt sich, wie das Auge dort hoch gekommen ist. Auf die Spitze. Und er hat als sparsame Antwort nur das Wort "Gott". Währenddessen ist aber der Ungläubige, nämlich der "Evolutionist" auf der Hinterseite des Berges langsam und stetig die nicht steilen Wege nach oben gelaufen.

Dem kann ich nicht zustimmen. Nach meiner Beobachtung ist der Evolutionist noch lange nicht nach oben gelaufen. Es sind zu viele Fragen offen, so dass von Erreichen des Berggipfels nicht die Rede sein kann.
LG; Nordrheiner
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
M Wieso sind so viele negativ eingestellt Gegenüber uns ? Gesellschaft 23

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben