Wenn jemand etwas "braucht, will, verlangt, wünscht u.s.w" der andere das alles aber "nicht braucht",
kann ihm dafür kein vorwurf gemacht werden, beiden nicht.
Der jenige der "braucht, will, wünscht u.s.w" kann versuchen dem anderen dafür Lust zu machen,
oder Wege zu finden, um ihn positiv auf solcherlei einzustellen.
Häufig hilft zu schauen, was der "nicht brauchende" vielleicht braucht.
Ist es nicht das gleiche, was dann?
Findet man das, kann man anfangen ihm da etwas zu geben.
Dann fühlt sich der, der das erste "nicht braucht" viel eher dazu bereit dem anderen auch etwas mehr zu geben.
Sollte der "brauchende" da aber nichts finden, muss er sich überlegen, ob er darauf verzichten kann oder nicht.
Danach verzichtet er, oder nicht.
Somit ist er dann auch derjenige, der die Beziehung beendet oder dennoch weiterführt.
Er hat damit selbst eine Verantwortung zu treffen.
Hat er sich selbst entschieden, kann der andere dennoch Verantwortung zeigen,
er versucht entweder, dem anderen zu sagen, nein, bitte bleib, ich geb dir dafür mehr, was du brauchst,
oder er lässt den anderen gehen.
Allerdings gibt es beim geben und nehmen Grenzen, manchmal will man nicht nur nichts geben oder annehmen,
sondern KANN nicht.
Beides kann aber schwer sein, nicht geben zu können und nicht nehmen zu können.
Somit ist letzten Endes entweder keiner Schuld, am Ende oder am weiterlaufen einer Beziehung,
oder beide.
Beide Seiten haben Rechte
Aber letzten Endes ist es immer am schwersten für den Part, der am meisten unter der Situation leidet.
Dieser Part hat somit auch meist die meiste Verantwortung, er steckt in einer Zwickmühle, bei der er entweder handeln muss,
oder es erdulden und daran vielleicht irgendwann ganz zerbricht.
Vorwürfe machen ist menschlich, aber es gibt immer zwei Seiten einer Medaille