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Selbstachtung

Zuerst möchte ich dir danken und meine Bewunderung bekunden für deine sehr offene, präzise Schilderung deiner Empfindungen.
NIEMAND ist unabhängig von der Meinung und den Gefühlen seiner Mitmenschen und da ich hier in diesem Zusammenhang schon Precht zitierte, in der Liebe wohl noch viel weniger.... Er ist der Meinung dass es in der Liebe insbesondere um die eigene Spiegelung in den Augen des Partner´s geht.
Ich habe in einer Beziehung mit freudigem Erstauenen vernommen, als mir gesagt wurde, ich sei wie ein Spiegel, wie ein blinkender Spiegel, in dem man seine posiviten Eigenschaften verstärkt und glänzend gezeigt bekäme. Ist das nicht wundervoll gesagt? Du wirst dir vorstellen können, wie wundervoll ich mich fühlte. "Ich bin doch aber doch gar nicht so wundervoll", ging mir durch den Kopf. Und ich antwortete, nach meiner Überlegung: "Weißt du, ich kann nur das sein, was duu in mir siehst."

Ja sicher, wenn ein Mensch ein Stinktier ist, wird kein Rosenduft von ihm aufsteigen.
Aber es kommt wesentlich auf die Empfindsamkeit, auf den geistigen Horizont des Parts an, was überhaupt empfunden oder verstanden werden kann. Somit begrenzt die eigene Pallette, dessen was man wahrnehmen kann.

" Liebe, wenn Du geliebt werden willst".(L.A. Seneca)
oh ja, genau, dieses Kredo könnte man als Übeschrift für mein Beispiel setzen:
Ich sehe es wie du und Truht, das man, wenn man etwas "schneller" ist als z.B. sein Lebenspartner sollte man innehalten, damit man miteinander Schritthalten kann und keiner zu viel tragen muß, um an das gemeinsam ausgemachte Ziel anzukommen.
Das kann man natürlich auch auf andere Lebenssituationen anwenden.

Mein jetziger Freund ist entzückend zu mir und ich habe wahrlich aufrichtige Gefühle, aber seine gewisse Distanz zu mir "beantworte" ich auch mit Distanz. Wobei ich paradoxerweise gar nicht der Meinung bin dass ICH das wirklich bin...
Wenn du es wirklich nicht bist, so wirst du in Sequenzen die Distanz abbauen. Vielleicht baut er sie unbewußt wieder auf, wenn es von ihm kommt, aber ich denke, das wird dann offensichtlicher, eindeutiger werden, von wem sich der Abstand ergibt.
Aber ich denke ein Mensch ist nicht mehr zu haben, als der Gegenpart zu haben ist...
wie ich schon oben schrieb: das wird sich zeigen, deine Bereitschaft zu mehr, wird die Weite bringen oder eben er nutzt die Möglichkeit nicht.
aber das ist eigentlich nicht das was ich mir von mir wünsche--- ich möchte ICH sein in meinen Emotionen und diese auch ausleben,ohne nachzudenken, "es" fehlt mir, manchmal sogar sehr....
Das wirst du nur machen, wenn du weißt, daß du nicht verletzt werden wirst.
Autonom sein, heisst auch Gefühle frei leben zu können, ohne die Gedanken zu haben, dass Distanz gewahrt werden "muss".
ja sicher....dazu fehlt jetzt ein Beispiel, weil... 😉.. es kommt immer drauf an, denke ich.
Und die Selbstachtung mir selber gegenüber verlangt mir eigentlich auch ab, dass ich meine Gefühle keinesfalls auch nur im Ansatz unterdrücke. Aber ich bin angreifbar, sehr sogar und da ist mein Bedürfnis nach Selbstschutz grösser als der Rest.
Daaas ist nach meinem Ermessen gaaanz normal.
Schade, aber ich werde auch da noch authentischer werden, ich bin davon überzeugt, weil es mein tiefes, inneres Bedürfnis ist.
[/QUOTE]Ich denke da wird die Zeit arbeiten und es kommt immer drauf an, auf so vielerlei drauf an. Schämen... dafür.., denke mußt du dich nicht.

Es wartet gespannt auf deine Antwort:
Gelinda
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch ich habe diese Entwicklung,wie du sie beschreibst mitgemacht und bin mich auch immer noch weiter am Entwickeln und ich glaub, dass diese Entwicklung nur der Anfang eines Ganzen ist. Lizzy
Lizzy- was ist das Ganze? Ich sehe als das Ganze, das Leben, das ganze Leben, dessen Ende keiner vorher kennt, normalerweise. Ich sehe als "angekommen" das Lebensende, denn vorher können so viele Änderungen sein, daß man sie sagen kann "ich bin angekommen". Es könnte nur sein, daß man so wie man jetzt, in dem Moment lebt= seinen Weg geht, daß man so weiterleben möchte. Mehr aber doch nicht? Denn dann wüßte man je: so wie es jetzt ist, wird sich mein Leben niemals mehr ändern. Wer das aber vorhersagen können würde, wäre das Schicksal selber. Mancher würde sagen: der liebe Gott selber.

Somit ist deine Feststellung: "daß du - Lizzy - angekommen bist", nach meiner Definition, ehrlich gesagt: vermessen.

FG Gelinda
 
...Bedürftigkeit wirklich von innen heraus losgelassen habe und endlich zu mir nach Hause kam, fand eine Entwicklung statt. Ich öffnete mich. Ich öffnete mich für andere Menschen. Die Menschen um mich herum waren dieselben - aber ich sah sie in einem ganz anderen Licht. Ich nahm den Fokus von mir und richtete ihn nach außen. Und was ich heute dadurch sehe und erlebe ist einfach schön, erfüllend und bereichernd. Ich treffe mich mit den gleichen Freunden wie früher und doch ist dei Begegnung eine andere. Ich lerne immer mehr Menschen kennen und es ist bereichernd. Aber es ist nur deshalb bereichernd, weil es nicht mehr um mich geht. 🙂 Hört sich paradox an - aber so ist es.
genau.. und daraus entspringt u.a. die eigene Wertschätzung, die eigene Selbstachtung - nach meinem Ermessen.
In unserer heutigen Gesellschaft kommen wir wieder zum Thema Respekt und Wertschätzung zurück, weil wir einen Grad von Respektlosigkeit und Entwürdigung erreicht haben, der einfach nicht mehr tragbar ist. ....Es gibt aber auch eine andere Ebene - und diese Ebene sitzt für mich tief im Herzen.
Ich denke, daß das in ein Herz gepflanzt werden kann, durch die Achtung der Entwicklung u.a. bestimmter Verhaltensweisen. zum Beispiel: In der Geschichte der Schulordnungen, weiß man, schwarz auf weiß, daß früher die Kinder für schlechte schulische Leistungen g e s c h l a g e n wurden, daß es ein Punktesystem= Schlägesystem gab. z.B. schlecht oder langsam Lesen= drei Schläge auf das Hinterteil usw. und so fort. Gerade das sollte in den Schulen aushängen und normale Allgemeinbildung sein. Weil ich finde man kann nur achten, was man hat, wenn man vergleicht, was wäre, wie es auch sein könnte oder aber, wenn man es nicht mehr haben würde.

Was war früher ein Lehrer - was ist er heute? Früher eine Respektsperson, wie ein Schiedsrichter -fast unanzweifelbar, heute - .... wissen alle, was aus diesem Berufsstand gemacht wurde. Ein Lehrer unterliegt,genau wie ein Richter, Zwängen, was nicht gut sein kann, wenn zuviel davon (Zwänge). Vernunft ist eben leider ein Fremdwort geworden, hinter deren Sinn keiner mehr so recht kommt, weil unsere Gesellschaft oftmals nur nach den Gesetzen des Kapitals geht. Und leider das Motto : "Besitz verpflichtet" vergessen wurde.

In meinem Freundeskreis ist es mittlereile schon zum running Gag geworden. Wir sagen: Hey, FOKUS!!!! ...wenn wir uns dabei ertappen, dass wir uns selbst zu sehr im Visier haben...😀
Du hast Freunde! Ich möchte auch solche Freunde haben.🙂🙂 Ich gestehe sie dir natürlich neidlos zu. 😉Betonung liegt auf AUCH und darauf, daß ihr so viel Gelegenheit habt, eure Freundschaft so viel Raum zu geben.
FG Gelinda
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Lizzy:
Und nur weil sie Dichter und Denker sind stimmt was sie so gedacht haben?Du mußt bedenken,sie lebten zu einer völlig anderen Zeit.Und man kann Lieben ohne Abhängig zu sein.Mit Abhängigkeit verliert man ein Stück seiner Freiheit.Ich möchte von niemandem abhängig sein auch nicht freiwillig.Und ich fühle mich dadurch frei.Und glaube mir das ist ein unglaublich tolles Gefühl.

Lizzy
Zitat von Nachtblume:
"Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand, und wie wäre der möglich ohne Liebe."
Johann Wolfgang von Goethe....
Lizzy - jeder Mensch, der aus LIEBE heiratet, der sich aus LIEBE mit einem Gefährten zusammen lebt: ist abhängig, freiwillig abhängig!! Jedes Kind ist abhängig von den Eltern und die Eltern von dem Kind. Normalerweise: Liebesverhältnisse!!

Du tätest mir voll Leid, wenn duuu nicht aus Liebe freiwillig abhängig wärest!

Dann müßte ich schreiben: Liebe Lizzy! Hiermit bekunde ich dir mein aufrichtiges Beileid.

FG Gelinda

 
Ich bin freiwillig abhänging, mein Gatte ebenso freiwillig - aus Zuneigung. Aber wir verschießen nicht die Augen davor, sondern wir leben bewußt danach.
Ich liebe Realisten. Ich bin Realist. Leute die immer "optimistisch" daherreden, sind mir suspekt.

Kannst du das verstehen?

FG Gelinda
 
Zuletzt bearbeitet:
Werte Lizzy!!
Warum sollen wir uns kennen müssen, um den Inhalt eines Satzes zu verstehen, zu reflektieren?

Freilich ist es immer so, daß alles und jedes einen Bezug hat (in Beziehung steht). Hier ist es aber nicht auf dich persönlich mit deinen ganz und gar perönlichen Umständen gemünzt. Sondern "allgemein persönlich".

FG Gelinda
 
Ich habe in einer Beziehung mit freudigem Erstauenen vernommen, als mir gesagt wurde, ich sein wie ein Spiegel. Ein blinkender Spiegel, in dem man seine posiviten Eigenschaften verstärkt und glänzend gezeigt bekäme. Ist das nicht wundervoll gesagt? Du wirst dir vorstellen können, wie wundervoll ich mich fühlte. "Ich bin doch aber doch gar nicht so wundervoll", ging mir durch den Kopf. Und ich antwortete, nach meiner Überlegung: "Weißt du, ich kann nur das sein, was duu in mir siehst."

Danke Gelinda, für diesen Abschnitt. Da steckt so viel drin. Ich würde gern den letzten Satz anders formulieren.

DU kannst das in mir sehen, was in dir ist!

Ist das nicht wunderbar? Es lässt das beim anderen, was seins ist und das bei mir, was meins ist 🙂
 
Da steckt so viel drin. Ich würde gern den letzten Satz anders formulieren.
DU kannst das in mir sehen, was in dir ist!
Ist das nicht wunderbar? Es lässt das beim anderen, was seins ist und das bei mir, was meins ist 🙂
Ja Truth, duu bist eben gänzlich selbstlos. Das erkenne ich dir an. ehmm😱 Aber ich, ich leide halt etwas an Eigenliebe, ich brauchte ein Stückelchen ab von dem Glanz.😱 Laß es mir, wenn ich, wem auch immer sage: ich kann bestenfalls das sein, was du in mir siehst. Ich nehme seinen Blick hin.
Du spornst "ihn" an noch mehr zusehen, weil du seine Eigenliebe quasi "provozierst"/anregst.

Wir können was spinnen, wir beide!🙂🙂 demnächst...ein Tuch aus Gedanken weben...

FG Gelinda
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja Truth, duu bist eben gänzlich selbstlos. Das erkenne ich dir an. ehmm😱 Aber ich, ich leide halt etwas an Eigenliebe, ich brauchte ein Stückelchen ab von dem Glanz.😱 Laß es mir, wenn ich, wem auch immer sage: ich kann bestenfalls das sein, was du in mir siehst. Ich nehme seinen Blick hin.
Du spornst "ihn" an noch mehr zusehen, weil du seine Eigenliebe quasi "provozierst"/anregst.

Wir können was spinnen, wir beide!🙂🙂 demnächst...ein Tuch aus Gedanken weben...

FG Gelinda

-schmunzel- Da kennst du mich nicht. 🙂 Selstbstlosigkeit ist für mich keine positive Eigenschaft. Gänzlich selbstlos bin ich nicht. In der Formulierung steckt doch genau das drin. Ich bin, wer ich bin. Was der andere in mir sehen kann, liegt allein an ihm und hängt von dem ab, was er in sich trägt. Das bedeutet nämlich gleichzeitig auch, dass ich nicht schlecht bin, nur weil der andere Schlechtes in mir sieht. Das ist nämlich die eigene "Schlechtigkeit".

Ich glaube, wenn uns Menschen wirklich bewusst wäre, dass das was wir in anderen sehen, immer ein Stück von uns selber ist, wäre die ganze Welt etwas heiler.

Es fühlt sich toll an, wenn uns jemand anderes so erhöht. Ich weiß😉 Ich kann auch in dem Gefühl baden. 🙂 Wenn der andere uns zu sehr erhöht, wirds kritisch. Denn das heißt, dass er sich selbst zu klein macht. Und das ist nicht gesund. Deshalb ist es für mich wichtig, diesen Satz - für mich - richtig zu formulieren. Du kannst ihn so für dich stehen lassen. Überhaupt kein Problem🙂
 

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