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Selbstachtung

Reflexion heißt ja nicht, daß ich mich in den Meinungen der anderen sonnen will. Selbstliebe - das klingt für mich immer, wie im eigenen Saft schmoren= negativ.
Ich bin der Meinung, daß man seine Meinung dem anderen selten so ganz knallhart sagen muß, man sollte dem anderen immer die Möglichkeit geben, sein Gesicht zu wahren.
Vor allem finde ich wichtig, für die Möglichkeit alles zur Zufriedenheit zu regeln, daß man seine Kritik oder eben Erwartungen rechtzeitig äußert und nicht erst gute Miene macht und dann nicht mehr den Berg an zu ändernden Dingen überschauen kann.

FG Gelinda
 
Die Gratwanderung ist die, sich sowohl auf jemanden einzulassen, als auch sich abgrenzen zu können und nicht alles anzunehmen, was einem angereicht wird.

Ich kenne Menschen, die extrem schlecht unterscheiden können, ob etwas hilfreich sein soll oder ob man ihnen bloss ein schlechtes Gewissen machen will und Ihnen die Schuld für etwas zuschieben will, weils praktischer ist.

Zu einer habe ich neulich gesagt: "Man muss sich nicht jeden Schuh anziehen, der einem vor die Füsse geschmissen wird."

Sicher ist das so. Es gibt auch Menschen die einen böswillig manipulieren wollen. Das ist für mich überhaupt nicht der Punkt und EXTREMES Abhängigmachen von den Meinung anderer ist auch nicht "mein Thema", da sind wir uns in unseren Meinungen auch einig.
WAS ich meine ist wenn jemand sich hinstellt und meint - in diesem Zitat was Gelinda hier nochmal reinzitierte-- er ist ÜBERHAUPT nicht abhängig von den Meinungen anderer Menschen. DAS gibt es eben schlichtweg nicht und das hat noch nicht mal mit unterschiedlicher Meinungsbildung zu tun-- es ist Fakt.
Es sei denn wir reden über einen beziehungsunfähigen Egomanen, der wie ein Eremit lebt....

Nachtblume
 
Ja Chris, ich bin immer so blauäugig, solche falschen Personen kommen bei mir immer nicht vor.

Ich bin der Auffassung für normalen Umgang, daß man zu seinen Fehlern steht und nicht andere in die Schuhe schiebt.

FG Gelinda
 
Ich bin Nachblume sehr dankbar, über ihre Art der Diskussion, wie sie meine Haltung in Worte fassen kann und auch so eindeutig formuliert, daß sich keiner beleidigt fühlen kann. Ich finde ihre Art sich in dem Diskussionsthema abzugrenzen bewundernswert, was ich leider nicht so gut kann.
Ich fühle mich glücklich, wenn ich immer mal wieder Menschen begegne, die eine für mich verständliche Meinung vertreten.

FG Gelinda 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja Chris, ich bin immer so blauäugig, solche falschen Personen kommen bei mir immer nicht vor.

Ich bin der Auffassung für normalen Umgang, daß man zu seinen Fehlern steht und nicht andere in die Schuhe schiebt.

FG Gelinda

Es gibt nunmal solche Menschen und mit denen muss man rechnen, damit man keine bösen Überraschungen erlebt.

Nicht nur im Privatleben, sondern auch im Job.
 
Selbstliebe ist niemals negativ.Genausowenig wie die Selbstachtung.Aber wenn du meinst du bist von der Meinung anderer über dich abhängig ist es ja nicht mein Problem.Denn ich mache mich nicht von der Meinung anderer abhängig.Ist auch ein Stück Freiheit das man damit erlangt.

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"Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand, und wie wäre der möglich ohne Liebe."
Johann Wolfgang von Goethe....
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Aber ich weiss dass deine Weisheiten gewichtiger sind als von grossen Philosophen, Dichtern und Denkern....😉

 
Ich bin Nachblume sehr dankbar, über ihre Art der Diskussion, wie sie meine Haltung in Worte fassen kann und auch so eindeutig formuliert, daß sich keiner beleidigt fühlen kann. Ich finde ihre Art sich in dem Diskussionsthema abzugrenzen bewundernswert, was ich leider nicht so gut kann.
Ich fühle mich glücklich, wenn ich immer mal wieder Menschen begegne, die eine für mich verständliche Meinung vertreten.

FG Gelinda 🙂[/QUOTE]

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Danke, Gelinda! Wobei ich die richtige Balance im realen Leben noch nicht gefunden habe.... NIEMAND ist unabhängig von der Meinung und den Gefühlen seiner Mitmenschen und da ich hier in diesem Zusammenhang schon Precht zitierte, in der Liebe wohl noch viel weniger.... Er ist der Meinung dass es in der Liebe insbesondere um die eigene Spiegelung in den Augen des Partner´s geht.

Mit dem anderen Geschlecht das ist eh eine ganz vertrackte Sache bei und mit mir...🙄 Da komme ich leider so gar nicht aus Strukturen heraus, die in meiner Kindheit entstanden... Ich WEISS darum und kann diese Gefühle dennoch nichts aus meinem emotionalen persönlichen Katalog ausradieren. Das sind Gefühle die sind in gewissen Momenten so übermächtig, dass ich es gar nicht recht beschreiben kann. Ich weiss dass ich mehr auf mich zählen müsste, dass ich mehr von mir halten müsste... Und ich kann es klarer annehmen, wenn ich grosse Wertschätzung von einer mir nahestehenden Frau erhalte --als von einem Mann.... Ich wusste bei meinen letzten Beziehungen um die aufrichtige Zuneigung für mich, wobei die letzte eben starke Abhängigkeitsanteile hatte, die aber von mir mit genau diesen unguten Gefühlen "beantwortet" wurde.
Aber es ist wohl oft so, dass wir ähnlich emotional "antworten" in Beziehungen, daran glaube ich mittlerweile fest... Hierzu folgendet SEHR passender Sinnspruch :
" Liebe, wenn Du geliebt werden willst".
(Lucius Annaeus Seneca)

Mein jetziger Freund ist entzückend zu mir und ich habe wahrlich aufrichtige Gefühle, aber seine gewisse Distanz zu mir "beantworte" ich auch mit Distanz. Wobei ich paradoxerweise gar nicht der Meinung bin dass ICH das wirklich bin...

Aber ich denke ein Mensch ist nicht mehr zu haben, als der Gegenpart zu haben ist... aber das ist eigentlich nicht das was ich mir von mir wünsche--- ich möchte ICH sein in meinen Emotionen und diese auch ausleben,ohne nachzudenken, "es" fehlt mir, manchmal sogar sehr.... Autonom sein, heisst auch Gefühle frei leben zu können, ohne die Gedanken zu haben, dass Distanz gewahrt werden "muss".
Und die Selbstachtung mir selber gegenüber verlangt mir eigentlich auch ab, dass ich meine Gefühle keinesfalls auch nur im Ansatz unterdrücke. Aber ich bin angreifbar, sehr sogar und da ist mein Bedürfnis nach Selbstschutz grösser als der Rest. Schade, aber ich werde auch da noch authentischer werden, ich bin davon überzeugt, weil es mein tiefes, inneres Bedürfnis ist.


Gruss
Nachtblume
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber Truth,ich brauche mir selber doch nichts mehr erklären.Es ging doch darum,wie ich es anderen erklären soll.Ich für mich weiss es doch längst.Ich habe meine Antworten und ich lebe sie.

Liebe Grüsse Lizzy

Hallo Lizzy,

sorum meinte ich das nicht. Ich meinte schon die Erklärung anderen gegenüber. Wenn du das, was du erfährst, lebst, lebst du es ja in allen Situationen. Auch dann, wenn dich jemand nicht versteht. Auch dann, wenn jemand ganz andere Ansichten hat als du.

Wir Menschen sind soziale Wesen. Andere Menschen sind wichtig für unsere Entwicklung. Ich kann sie als einen Teil dieses Lebens sehen, oder ich kann sie völlig isoliert von mir sehen. Aber Isolation ist etwas furchtbares. Was geschieht wirklich, wenn ich mich in Gesprächen mit anderen "erkläre". Eigentlich suchen wir doch nach Verständnis, nach der Zustimmung dessen, was wir glauben, denken, fühlen. Und warum tun Menschen das? Wenn du alles ausblendest und nur das Wesentliche betrachtest, geht es immer nur darum, diese Isolation aufzuheben.

Vor einiger Zeit war ich in einem Gespräch verwickelt und ertappte mich dabei, wie ich meine Meinung und Ansicht ganz fest vertrat. Urplötzlich hielt ich inne und fragte mich: Und? Was bringt es dir jetzt wirklich, wenn DU recht hast. Was bringt es dir wirklich, wenn deine Meinung als die richtige anerkannt wird? Was wird es ändern? Es ist nur eine Meinung.Es sind Worte! Lebe was du glaubst und erfährst, dann musst du nicht darüber reden. Und das zu leben was ich erfahre ist nochmal was ganz anderes als es zu vertreten. Es zu leben erfordert volles Bewusstsein. Erfordert, dass ich reflektieren kann. Erfordert, dass ich das Leben geschehen lasse und schaue, was passiert. Denn wir entwickeln uns doch ständig. Wir kommen tatsächlich niemals an. Aber das ist ja auch das Schöne. Sonst würde doch irgendwann Stillstand eintreten. Und das Leben braucht Bewegung. Braucht Fortschritt. Fortschritt bedeuet Austausch mit anderen auf gleicher Augenhöhe. Ohne das permanente Verlangen, dem anderen meins aufzudrücken. Wenn ich nicht mehr erklären muss, aus tiefer innerer Überzeugung, ist es ein Stück Befreiung - weil ich tatsächlich das Menschsein lebe. Und Menschsein bedeutet für mich, dass ich in der Begegnung mit anderen Menschen, das Gute nicht nur sehe, sondern erlebe. Hört sich vielleicht abgefahren an, aber so erlebe ich es.

Jeder hat etwas zu sagen. Jeder hat etwas erlebt. Jeder glaubt an etwas. Warum soll meines immer das sein, worum es tatsächlich geht?

Für mich gewinnt der Spruch von John Lennon immer mehr an Bedeutung: Leben ist das was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen. Diesen Satz forme ich immer wieder für mich selber in ganz verschiedenen situationen um. Hier würde ich mir sagen: Leben ist das was passiert, während du eifrig dabei bist, nur deine Meinung zu vertreten.🙂

Verwirrend viel Text - sorry, hab einfach so darauf losgeschrieben.
 
War gestern on und hab antworten wollen in Bezug auf "sich aus der Mitte" nehmen. Hab es auch gemacht, bis ich rausgeflogen bin und I-Net weg war. Ganzer Text futsch. Ärgerlich. Also hier der 2. Versuch 🙂

Vorweg, ich find euren Dialog zum Thema Reflektion sehr spannend.

Also, was ich meinte mit "sich aus der Mitte" nehmen. Ich hol einfach mehr aus. Darauf bin ich gekommen, als ich mich und meine Bedürftigkeit unter die Lupe genommen haben. Als Kind war es wichtig geliebt zu werden. Mein Zuhause war nicht gesund (wessen Zuhause ist das wirklich?). Also bestand im Prinzip mein inneres Lebensziel darin, das zu finden, was ich nicht hatte. Wenn ich mein Leben im Rückblick betrachte und bis ganz in die Tiefen gehe, war es der verzweifelte Versuch geliebt zu werden. Als ich diese Bedürftigkeit wirklich von innen heraus losgelassen habe und endlich zu mir nach Hause kam, fand eine Entwicklung statt. Ich öffnete mich. Ich öffnete mich für andere Menschen. Die Menschen um mich herum waren dieselben - aber ich sah sie in einem ganz anderen Licht. Ich nahm den Fokus von mir und richtete ihn nach außen. Und was ich heute dadurch sehe und erlebe ist einfach schön, erfüllend und bereichernd. Ich treffe mich mit den gleichen Freunden wie früher und doch ist dei Begegnung eine andere. Ich lerne immer mehr Menschen kennen und es ist bereichernd. Aber es ist nur deshalb bereichernd, weil es nicht mehr um mich geht. 🙂 Hört sich paradox an - aber so ist es.

In unserer heutigen Gesellschaft kommen wir wieder zum Thema Respekt und Wertschätzung zurück, weil wir einen Grad von Respektlosigkeit und Entwürdigung erreicht haben, der einfach nicht mehr tragbar ist. Es gibt Unis und Forscher, die sich mit diesem Thema beschäftigen und Konzepte erstellen, um in Schulen, Unternehmen und in der Politik wieder das zu integrieren, was für eine positive Entwicklung Notwendig ist: Respekt und Wertschätzung. Das geschieht auf der ebene des sozialen Verhaltens. Es gibt aber auch eine andere Ebene - und diese Ebene sitzt für mich tief im Herzen. Mich selbst aus der Mitte zu nehmen bedeutet für mich, dem anderen so viel Raum zu lassen, dass er SEIN kann. Es bedeutet für mich, den anderen überhaupt zu sehen. Komischer Weise, wenn der Blick nach außen gerichtet ist und nicht immer nur auf sich selbst, sehe ich mich selbst plötzlich klarer. Ich sehe und spüre und weiß, was mir wirklich gut tut. Ich setze meine Grenzen rechtzeitig und gesund.

In meinem Freundeskreis ist es mittlereile schon zum running Gag geworden. Wir sagen: Hey, FOKUS!!!! ...wenn wir uns dabei ertappen, dass wir uns selbst zu sehr im Visier haben...😀
 

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