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Selbstachtung

Nein,du brauchst nicht die Reflexion anderer,nur deine eigene.Und das hat mit Selbstachtung und auch Selbstliebe zu tun.Du mußt nur dir gefallen und niemand anderem sonst.

NIEMAND der nicht als Eremit lebt, kann ohne die Reflexion anderer leben, das ist grosses Selbstbelügen. Dann wärst du nämlich konturlos...

Folgende Zeilen dazu sagen für mich alles :

Denn wenn ich quasi von Natur aus nichts bin, so bin ich abhängig vom Urteil anderer Menschen. Nur im Austausch und im Vergleich mit den anderen entdecke und erkenne ich, was ich bin.
Wären wir alleine auf der Welt, hätten wir vermutlich gar kein ICH. Denn wer und wie ich bin, weiss ich vorallem dadurch, wer und wie ich nicht bin.

Unser Selbst und unser Selbstwertgefühl speisen sich also aus der Selbstbestätigung. Die Eigenschaften, die wir uns zuschreiben, die Stärken und Schwächen, die Vorstellungen von unserer Attraktivität, unserem Charme, unsere Wirkung verdanken sich dem sozialen Schach mit unserer Umwelt. Und kein Mensch kann vollständig daraus ausbrechen, dass er sich vergleicht.
Wir beobachten andere, und wir beobachten dabei, wie wir beobachtet werden. Reterierte Empathie: Das auf sich selbst zurückbezogenen Mitgefühl. Die Fähigkeit des Menschen auf diesem Gebiet erreicht schwindelerregende Höhen und dürfte in dieser extremen Form im Tierreich einzigartig sein: "Ich kann verstehen, dass sie verstehen, dass ich sie verstanden habe."

Wir wissen, wer wir sind, wir wir uns von anderen unterscheiden. Unsere Talente, Fähigkeiten und positiven Eigenschaften fallen uns auf, weil wir sehen, dass andere Menschen sie nicht oder in geringerem Maße haben. Das Gleiche gilt auch für unsere Eigenheiten und Schwächen. Menschen reagieren auf uns anders als auf andere Menschen.
Aus all dem bildet sich unser WISSEN um uns selbst, unser Selbstbild (wiiiie wahr!!!!).
Es ist nichts als der vielfach gefilterte Widerschein des Bildes, das andere von uns haben.
Dabei geniessen wir insofern einen Freiraum, als wir die Urteile über uns unterschiedlich gewichten. Das Bild, das uns nahestehende Menschen von uns haben, ist zumeist wichtiger als das Fremder. Allerdings gilt das nicht immer. Doch wer generell mehr daran interessiert ist, weit entfernt stehende Menschen zu beeindrucken als seine nahen Freunde und Angehörige, hat ohne Zweifel ein ernsthaftes Problem mit seinem Selbstbild: der Schein ersetzt das Sein.

Wir erkennen uns wieder als den- oder diejenige, für den oder die wir uns halten. Und für wen wir uns halten, hängt davon ab, für wen uns andere halten. Gerade deswegen gehört Missachtung zu den Gefühlen, die wir am wenigsten ertragen. Die Achtung der anderen ist ein wichtiger Jungbrunnen unseres eigenen Wertschätzens.

Es ist unser Bild im Auge des anderen, das uns selbst KONTUR verleiht. Und das wichtigste all dieser Bilder ist jenes Bild, das uns ein Mensch zuwirft, den wir mehr schätzen als alle anderen--- einen den wir lieben, und der uns liebt.

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Hallo Nachtblume,

schau mal hier: Selbstachtung. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Damit hast Du vollkommen Recht.

Nur kommt es immer auf das Maß an , in dem wir von Reflexionen anderer abhängig sind.
 
Zitat von lizzy

Menschen, die sich mögen, machen sich keine Gedanken darüber, ob andere sie mögen oder schlecht von ihnen denken. Sie nehmen sich an und akzeptieren sich mit all ihren Fehlern und Schwächen. Ja, sie haben so etwas wie eine heimliche Liebesaffäre mit sich.
Kommentar von Gelinda:
So ganz einfach ist das mit dem "sich selbst lieben" nicht und dem "unabhängig von anderer Leute Meinung", denn irgendwie bedarf es (immer?) oft einer Reflexion. Auch und gerade ist das in jungen Jahren ein Problem. Ab welcher Erfahrung oder ab welchem Alter würde das zutreffen mit dem"unabhängig von...."?
Coco Chanel sagte einmal:
Das Gesicht einer Zwanzigjährigen hat die Natur geschaffen,
das Gesicht einer Dreißigjährigen das Leben,
aber mit Fünfzig hat man das Gesicht, das man verdient.
Diesen Spruch von Lizzy habe ich kommentiert, in Bezug auf Reflexion.


Ich möchte noch mal meine Frage: Ab welcher Erfahrung oder ab welchem Alter würde das zutreffen mit dem "unabhängig von...?" stellen. Wie sehr ihr das?

Denn es bedarf immer einer Erziehung des Menschen, was nun mal mit dem Annehmen, von Meinungen und Hinweisen, bzw. Anweisungen (besonders die von nahestehenden Personen) verbundnen ist.

FG Gelinda

p.s. Nachtblume hat bereits eine wesentliche Antwort gegeben. Mein Beitrag war zwar geschreiben, wurde leider
von mir zu spät gepostet, und ich konnte erst ihres Beitrags danach lesen.




 
Zuletzt bearbeitet:
Wie ich schon zu Nachtblume gesagt habe:

Es ist niemals jemand vollkommen unabhängig, da wir soziale Wesen sind.

Es kommt nur auf das richtige Maß an.
 
Richtig Chris, da sind wir uns also komplett einig.

Aber solche Aussagen :
Menschen, die sich mögen, machen sich keine Gedanken darüber, ob andere sie mögen oder schlecht von ihnen denken. Sie nehmen sich an und akzeptieren sich mit all ihren Fehlern und Schwächen. Ja, sie haben so etwas wie eine heimliche Liebesaffäre mit sich.

sind tootaler Selbstbetrug und wie mein Beitrag oben von einem mir sehr geschätzten Philosophen und Publizisten sagt -- DAS gibt es oben genannter Form überhaupt gar nicht. Ausser man lebt als Eremit in einer Höhle 😛 und hier gibt es eben Menschen die sich eben genauso verkaufen wollen und nicht merken wie sich selbst verschaukeln. Denn unser Wissen um unsre Fehler, Schwächen und positiven Eigenschaften nähren sich nunmal aus dem dem sozialen Schach mit unserer Umwelt!
Sicher gebe ich dir Recht, dass das RICHTIGE Ausmaß entscheidend ist!!!
 
Vielleicht machen Menschen, die sich mögen weniger Gedanken ob andere sie mögen oder nicht, als welche, die sich selber nicht besonders mögen.

Könnte man sich darauf einigen?
 
wird man in einer Gruppe abgelehnt, aus irgenwelchen Gründen, wird das wohl JEDER bemerken, ob er sich nun Gedanken drum macht oder nicht. Nur wie soll das mit der Gruppe funktionieren, wenn sich alle oder sich zu viele gegenseitig ablehne?

Es ginge nicht. Es würde immer ein Behinderungsgrund sein. Also muss man, ob man will oder nicht, einen Kompromiß finden, wenn man dann in der Gruppe verbleiben will oder muß.

FG Gelinda
 
Man kann sich aber eine Gruppe suchen, die einem am ehesten entspricht, so dass man nicht allzuviele Kompromisse machen muss.
 
Selbstreflexion und die Reflexion der eigenen Person durch Mitmenschen sind wie ich finde ein sehr, sehr spannendes Thema und man kann viel hieraus lernen! Wir haben dieses in Bad Bramstedt auch gemacht, in der psychosomatischen Fachklinik. Und das Bsp von Gelinda finde ich auch interessant, auch übertragbar darauf wenn man in einem Team arbeiten muss.....

Die Reflektionen meines Freundes zu meiner Person waren auch sehr hilfreich für mich. Er will mir nur Gutes, eine gute Bez. zu mir und es ist wichtig, finde ich, was er fühlt und denkt in Bezug auf mich und meinem Verhalten. So entsteht doch auch ein Teil des Austausches in einer Bez. zu einem Lebenspartner. Alles andere würde heissen-- ich bin wie ich bin, ob ich den anderen verletze oder, oder, egal -- ich werde mich so benehmen wie ich meine und Punkt. Ob es im Umgang mit dem eigenen Kind, dem Partner oder sonstigen Menschen sind -- keine Reflektionen durch andere Menschen zulassen, hiesse im Grunde nichts anderes als den Dialog cutten. Das würde sicher über kurz oder lang zu Einsamkeit führen...

 
Die Gratwanderung ist die, sich sowohl auf jemanden einzulassen, als auch sich abgrenzen zu können und nicht alles anzunehmen, was einem angereicht wird.

Ich kenne Menschen, die extrem schlecht unterscheiden können, ob etwas hilfreich sein soll oder ob man ihnen bloss ein schlechtes Gewissen machen will und Ihnen die Schuld für etwas zuschieben will, weils praktischer ist.

Zu einer habe ich neulich gesagt: "Man muss sich nicht jeden Schuh anziehen, der einem vor die Füsse geschmissen wird."
 

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