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Selbst-Optimierung auf Teufel-komm-raus...

Guten Morgen!

Ich seh das so ähnlich wie mein Vorposter.

Du musst zuerst einmal herausfinden, was du eigentlich willst. Deiner Schilderung nach bringt dir Kalorienzählen und ins Fitnessstudio gehen keine Freude. Willst du das wirklich tun?

Ich glaube: nein. Ich habe das Gefühl, du bist "eigentlich" ganz glücklich in deinem Körper, oder? Trotzdem machst du diese ganzen Sachen, weil du denkst, "die Gesellschaft" verlangt das von dir.
Aber das ist nicht so, wirklich. Das ist nur in deinem Kopf.

Ja, an sich bin ich ganz zufrieden mit meinem Körper. Mal davon abgesehen, dass ich unverhältnismäßig kurze Beine hab und daher Probleme mit dem Hosenkauf, ist mein Körper ok.
Er trägt mich durchs Leben, ich kann den Sport treiben, der mir Spass macht, er ist gesund…
Aber es ist halt Speck dran und dieser Speck ist gesellschaftlich einfach verpönt, weil es ja nur ein bisschen Disziplin erfordert und jede Frau das gefälligst erreichen kann.
Ehrlich gesagt, gefallen mir diese „Female Fitness Models“ nicht mal wirklich – wenn ich die Wahl hätte und die Zahnfee mir so eine Figur bringen würde – ich würde sie nicht wollen und mein Freund auch nicht. https://www.google.de/search?q=female+fitness+models&biw=1920&bih=955&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=Ro1IVdm2NqOjyAOMi4HQAw&sqi=2&ved=0CAYQ_AUoAQ&dpr=1
Zumal ich es sterbenslangweilig finde, meine Freizeit hantelschwingend zu verbringen.
WAS mir Spass macht, ist es, zusammen mit meinem Freund lecker essen zu gehen, gemeinsam was Feines zu kochen und zusammen zu essen (nur eben nicht gedünstetes Gemüse und Salat mit Putenbrust und als Nachtisch Magerquark mit Obst)


Wenn du herausgefunden hast, was DU wirklich möchtest, was für eine Art Leben du führen möchtest, unabhängig davon, was du denkst, dass andere Leute von dir erwarten, dann kannst du anfangen, dein Umfeld so zu gestalten, dass es dir hilft, statt gegen dich zu arbeiten. Im Moment machst du mit vollem Bewusstsein total viele Dinge, die dich eigentlich unglücklich machen. Du umgibst dich mit Leuten, die völlig andere Werte haben als du, du vergleichst dich mit anderen, du verbringst deine Freizeit mit Dingen, die dir nicht gefallen und gibst dafür sogar noch Geld aus..
Wie wäre dein ideales Umfeld? Erlaub dir mal ein wenig zu träumen. Vielleicht eins, in dem es gar keine Abnehm-Foren gibt und keine Hochglanzmagazine mit Fotos von dünnen Frauen. Und dann versuch, dein wirkliches Umfeld diesem Idealbild anzugleichen. Du wirst die Abnehm-Foren und die Hochglanzmagazine nicht abschaffen können, aber du kannst daran arbeiten, sie aus deinem Kopf und deinem Leben zu verbannen. Du MUSST dir diese Sachen nicht anschauen 🙂 Es ist okay, wenn du dich dafür nicht interessierst.

Nochmal: diese Zwänge existieren nur in deinem Kopf. Niemand kann machen, dass du dich schlecht und minderwertig fühlst, wenn du nicht auf irgendeinem unterbewussten Level zustimmst.

Natürlich, die normale Umgebung, die die meisten Menschen so haben, begünstigt ein solches Denken sehr, das streite ich nicht ab. Klar, man wird ständig damit konfrontiert. Du genauso wie ich - aber im Gegensatz zu dir schenke ich diesen Dingen einfach keine Beachtung, wenn sie mich nicht interessieren. Ich geh einfach weiter zur nächsten Nachricht. Ich halte mich nicht damit auf und überlege mir "welche Parallelen könnte ich jetzt zu meinem Leben, zu meinem Körper ziehen?"
Mein ideales Umfeld…
Eben ganz normale Menschen, große, kleine, dicke, schlanke… bei denen es darum geht, Zeit miteinander zu verbringen, gemeinsam Spass zu haben und schöne Sachen zu erleben und das Thema „Gewicht und Figur“ einfach kein Thema IST, weil es schönere und wichtigere Themen gibt.
Beruflich und bei einem Teil meines Freundeskreises ist das ja schon der Fall. Meine Kollegin ist auch mollig, aber sie hat sich so akzeptiert, wie sie ist und das Gewicht ist auch kein Thema bei ihr.
Das Problem sind halt Frauen, die ich in diesem Abnehmforum gefunden habe und mit denen ich eine Zeitlang auch zusammen in einer WhatsApp-Gruppe war und wo es dann echt nur um Low-Carb, Sport, Eiweiss-Shakes o.ä. ging. Zum Glück bin ich aus dieser Gruppe seit einiger Zeit raus.
Mit einer bin ich aber noch befreundet und bei ihr kreisen die Gedanken fast nur um das Thema. Sie ist IT-Consultant und erstellt sich ellenlange Excel-Tabellen dazu und versucht immer wieder, mich für die Low-Carb-Ernährung zu begeistern…
 
Was ich auch so total gruselig finde, sind die Motivationssprüche, die man dazu findet….
„Life begins at the end of your comfort zone“
“Act like a lady, train like a beast”
“Train insane or remain the same”
“No pain, no gain”
…und natürlich der Klassiker “Nothing tastes as good as skinny feels”
All das impliziert “Menschen, die sich für ihr Aussehen quälen, sind bessere Menschen”. 🙁

 
Und ich denke auch immer öfter „WARUM???“ Warum ist in der heutigen Zeit die Selbstoptimierung SO wichtig? Liegt es an den Medien und an solchem TV-Trash wie „GNTM“?

Was zum Kuckuck ist "GNTM"? 😕

Ganz kurz von mir dazu und ich hoffe ich kann es verständlich formulieren; die Frage könnte schlicht und ergreifend sein, wer das Recht hat jemand anderem vorzuschreiben bzw. anzugeben, was anzustreben ist bzw. ab wo welches "Optimum" erreicht ist.

"Optimum" ist für mich ein schwammiger Begriff den jeder Mensch für sich selbst füllen muss. Wenn du auf Glotze und sonstige Meiden verzichtest, du für deren Botschaften also nicht empfänglich bist, fühlst du dich doch wohl in deiner Haut, verstehe ich dich richtig? Also hast du dich doch bereits optimiert und es dir in dir gemütlich gemacht, fühlst dich wohl, bist zufrieden...welche Rolle spielt es dann noch, ob andere Leute bzw. die Medien andere "Standards" für "Optimierung" haben bzw. vertreten? Deinen Optimierungsstandard setzt du doch selbst.

Kann man mein Kauderwelsch verstehen?
 
Das Problem sind halt Frauen, die ich in diesem Abnehmforum gefunden habe und mit denen ich eine Zeitlang auch zusammen in einer WhatsApp-Gruppe war und wo es dann echt nur um Low-Carb, Sport, Eiweiss-Shakes o.ä. ging. Zum Glück bin ich aus dieser Gruppe seit einiger Zeit raus.
Mit einer bin ich aber noch befreundet und bei ihr kreisen die Gedanken fast nur um das Thema. Sie ist IT-Consultant und erstellt sich ellenlange Excel-Tabellen dazu und versucht immer wieder, mich für die Low-Carb-Ernährung zu begeistern…

Da hast du doch dein Problem schon identifiziert. Ich habe durch ein anderes Forum und durch eine FB-Gruppe auf besagtem Fratzenbuch einen Kontakt, der Bodybuilder ist. Der postet sehr viel so aufgeblasene Lex Luger-Verschnitte, übrigens auch so aufgepumpte Frauen. Fürchterlich. Ich möchte gar nicht wissen, wies im Bodybuilderforum so zugeht. Und mit diesen Abnehmforen wird es wohl ähnlich sein. Da werden einige drin sein, da ist das schon krankhaft. Alles was du beschreibst, dürfte doch schon bald die Kriterien für eine Essstörung erfüllen. Aber wahrscheinlich wird man das nicht diagnostizieren, weil die Frauen ja übergewichtig sind und es dann ja plötzlich richtig und normal zu sein scheint, wenn sich das ganze Leben nur um das eigene Gewicht und Diäten dreht. Ich würde behaupten, so geht eine solche Krankheit los.
 
Was ich auch so total gruselig finde, sind die Motivationssprüche, die man dazu findet….
„Life begins at the end of your comfort zone“
“Act like a lady, train like a beast”
“Train insane or remain the same”
“No pain, no gain”
…und natürlich der Klassiker “Nothing tastes as good as skinny feels”
All das impliziert “Menschen, die sich für ihr Aussehen quälen, sind bessere Menschen”. 🙁

"Insane" ist genau das passende Wort dafür 😀 Das unterstreicht meine These nochmals.
 
Ich persönlich finde einen flachen Bauch einfach schöner, als so ein Fettschwarte die über den Hosenbund quillt. Das hat gar nichts mit Optimierungswahn zu tun, sonder mit normalem, gesunden Ästhetik empfinden. Und hand aufs Herz: So werden das die meisten "zufriedenen" Dicken auch sehen. Wer aus irgendeinem Grund von diesem Ideal abweicht hat genau zwei Möglichkeiten: Abspecken oder abfinden. Es wird doch niemand dazu gezwungen sich dieser Norm zu unterwerfen und wer sich als erwachsener Mensch so von den bösen Medien manipulieren lässt, selber Schuld.
 
Warum gilt man als Frau inzwischen als schwach und unfähig, wenn man neben Full-Time-Job, Familie und Hausarbeit nicht auch noch eine „Ernährungsumstellung“ (ß lies „Diät“) und ein straffes Sportprogramm durchzieht? Und wie schafft man es, auch mit ein paar Pfunden mehr selbstbewusst zu sein und zu sagen „Hey, ich genieße mein Leben auch mit Übergewicht und wenn mir nach einer Pizza ist, dann ess ich die einfach?“
Ehrlich gesagt, ist mir diese Problematik auch schon aufgefallen.
Wenn ich Fernsehsendungen wie "Detective Laura Diamond" sehe, frage ich mich schon, wohin das führen soll. Das ist eine super toll aussehende, taffe und durchtrainierte, beruflich super erfolgreiche, allein erziehende Mami die sich nebenher noch durch die ständige Überlegenheit allen Männern gegenüber auszeichnet.

Und ich finde es schade, dass immer mehr Frauen scheinbar diesen wahnwitzigen Anspruch bei sich selbst verwirklichen wollen.
Niemand ist perfekt, und niemand kann alles super toll gebacken kriegen. Kein Mann, und nicht einmal die stärkste Frau.

Meine Meinung zum Thema Selbstoptimierung:
Du darfst gerne du selbst sein. Das ist gut und richtig so.
 
Ich persönlich finde einen flachen Bauch einfach schöner, als so ein Fettschwarte die über den Hosenbund quillt. Das hat gar nichts mit Optimierungswahn zu tun, sonder mit normalem, gesunden Ästhetik empfinden. Und hand aufs Herz: So werden das die meisten "zufriedenen" Dicken auch sehen. Wer aus irgendeinem Grund von diesem Ideal abweicht hat genau zwei Möglichkeiten: Abspecken oder abfinden. Es wird doch niemand dazu gezwungen sich dieser Norm zu unterwerfen und wer sich als erwachsener Mensch so von den bösen Medien manipulieren lässt, selber Schuld.

Genau solche Aussagen sorgen dafür, dass sich Frauen mit ein paar kg mehr auf den Rippen so sch*** und schuldig fühlen... 🙁
 
Zum Glück bin ich männlich und kann selbst entscheiden für welche gesellschaftlichen Zwänge ich mich schuldig fühlen muss, und welche mich peripher tangieren können.

😛

nein, sorry. Falscher Smiley.
Der passt leider besser:

🙄

Denn das ist nicht mehr witzig, sondern einfach nur noch bemitleidenswert.
 
Genau solche Aussagen sorgen dafür, dass sich Frauen mit ein paar kg mehr auf den Rippen so sch*** und schuldig fühlen... 🙁


Ich verstehe das.. ich nehme auch gerne mal Sachen persönlich und mache mir damit das Leben schwer. Aber das MUSS nicht so sein! Mach das nicht!

Ist doch egal, was irgend eine random Person aus dem Internet schön findet. Oder? Angenommen, das hier wäre ein Thread über Haare.. Haarfarben, Haarformen, Frisuren.. und jemand würde sagen "also ich finde gefärbte Haare einfach schöner als dieses Strassenköterbraun, das man überall sieht". Würdest du dich da auch schuldig fühlen? Und das Gefühl haben, dass du deine Haare jetzt ändern MUSST, um "der Gesellschaft" besser zu gefallen? Oder würdest du nicht vielleicht belustigt über so eine ziemlich harte Aussage über ein ziemlich banales Thema schmunzeln und es einfach abhaken?

Was der User XY schön findet und was nicht, hat nichts mit dir zu tun. Das geht nur ihn/sie was an und höchstens noch die Frauen, für die er/sie sich interessiert, oder eben nicht, wegen den Fettschwarten vielleicht 😀 Du musst nicht jedem gefallen. Hauptsache du gefällst dir, und deinem Mann 🙂
 

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