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Schwierigste Entscheidung meines Lebens - Trennen oder Bleiben

Hat sich eine beworben?
Super.
Die kann ja dann für dich mit arbeiten, da du deinen anderen Fäden zufolge erwerbslos bist.
Ich bin Rentner und nicht erwerbslos und habe eine Ausbildung mit 15 Jahren gemacht und über 40 Jahre in die Rentenkasse einbezahlt. Aber mein vorhergehender Beitrag (wenn Du das gelesen hast), so wollte ich nicht enden. Ich habe immer gearbeitet und nicht von anderen Leuten gelebt. Jetzt bin ich halt schwer krank (das kann jedem passieren). Aber ohne Ausbildung wäre ich wohl schnell arbeitslos gewesen.
 
Man weiß doch nicht, wenn man sich verliebt - und dank Hormonen sowieso nicht Herr seiner Sinne ist😉 - immer genau, was einen irgendwann mal stören wird. Man verliebt sich, lernt sich kennen, kommt zusammen. Und am Anfang ist man blind, alles ist rosig, man denkt an den Moment und nicht an die Zukunft.

Und wenn man dann irgendwann merkt, dass man sich vorstellen kann mit demjenigen für lange (oder sogar immer) zusammenzusein und Kinder zu haben, da wird man kritischer, analysiert den Charakter und das Verhalten. Und was man am Anfang noch liebestrunken als unwichtig angesehen hat, sieht man nun mit geschärftem Blick in Hinblick auf die Zukunft.

Mit 20 hätte ich das so gesehen, aber mit 30 kopflos verlieben, ohne seine eigenen Bedürfnisse dabei im Blick zu haben und potentielle Kandidaten danach auszusieben? Never.
Hätte ich das nicht im Blick behalten, hätte ich mich intendiv auf jemanden eingelassen und ihn damit längerfristig sehr verletzt, da völlig unterschiedliche Lebensentwürfe. Das wäre mir zu egoistisch gewesen.
 
Und nochmal, was ich unter einer guten Ausbildung verstehe:
Ich habe in einer großen und international bekannten Firma gearbeitet. Die waren sozial sehr engagiert. Die boten Lehrplätze mit zukunftsorientierten Berufen an (vor allem technische Berufe). Die hätten gerne viel mehr weibliche Lehrlinge eingestellt; aber es hat sich niemand gemeldet. Die (die Frauen)wollten lieber Friseuse oder so werden, also Berufe, wo man nichts verdient. Deshalb ist der Lohn von Männern und Frauen auch so unterschiedlich. Da sind die Frauen selber schuld (mein Mitleid hält sich in Grenzen)
 
Mit 20 hätte ich das so gesehen, aber mit 30 kopflos verlieben, ohne seine eigenen Bedürfnisse dabei im Blick zu haben und potentielle Kandidaten danach auszusieben? Never.

okay, Du bist so, nicht jeder bedenkt das von Anfang an.
Du, TE, hast bisher offensichtlich daran Dich nicht so gestört, aber jetzt machst Du Dir halt Gedanken.

Haben Dir unsere Antworten bisher etwas helfen können?
 
Es kann auch nach hinten losgehen, wenn sie jetzt noch studiert. Ist bei mir und meinem Freund quasi so passiert.

Hätte er mich vor 5 Jahren - als es mit dem Langzeitstudentendasein nicht so lief und ich am liebsten Hausfrau und Mutter gewesen wäre - gefragt, ob wir heiraten und Kinder bekommen sollen: ich hätte sofort ja gesagt, meine ohnehin mickrige Karriere hintenangestellt, ihm die Steuerklasse 3 gegeben und ihm und seiner Karriere den Rücken freigehalten. Nebenher vermutlich schon noch fertig studiert, aber in gemütlichem Tempo, seine Karriere wäre stets vor meine gegangen.

Tja, auch ihm war es wichtig, dass ich erst "ordentlich was verdiene". Ihm zuliebe habe ich sogar dafür gesorgt, unser Gehalt ist mittlerweile fast gleich und womöglich überhole ich ihn sogar noch.
Es gibt jetzt nur ein Problem: ich mag meine Karriere. Ich habe ebenfalls Gefallen daran gefunden, überdurchschnittlich zu verdienen. Das mit Steuerklasse 3 kann er jedenfalls schon mal vergessen. Und auch das mit den Kindern überlege ich mir gerade 2mal. Genauer gesagt: ich erwarte, dass auch er seine Stunden halbiert und den Nachwuchs hütet, denn jetzt werde ich garantiert nicht mehr für die Kinder aufhören. Ich denke gar nicht daran, je weniger als Teilzeit zu arbeiten, er soll seine Stunden (und dadurch auch sein Gehalt) gefälligst ebenfalls zum Zwecke der Kinderbetreuung halbieren. Und jetzt ist es mir auch egal, wenn er dann nicht mehr z.B. Projektleiter werden kann, weil die Stelle nur an Vollzeitler vergeben wird. Früher hätte ich alles für seinen Aufstieg getan, ich hätte ja überproportional mitprofitiert. Heute sehe ich lieber zu, den guten Posten selbst zu kriegen.

Daher solltest du es dir gut überlegen: wärst du bereit, den Preis einer Karrierefrau zu zahlen? Kannst du damit leben, wenn sie sich so verändert, dass sie - erstmal Blut geleckt - ihre eigene Karriere deutlich vor die deine stellt? Dich in puncto Kinder immer auf "in 2 Jahren" vertröstet, um es dann wieder um 2 Jahre hinauszuschieben, weil wieder ein Karriereschritt winkt, der erstmal Vorrang hat? Wenn sie von dir erwartet, dass du die Stunden reduzierst oder gar ganz aufhörst, denn bei ihr läuft es ja gerade so gut...?

Und was machst du, wenn du für sie nicht mehr der tolle Gutverdiener bist, der ihr ein so schönes Nest bereitet? Wenn sie selber gut verdient, wirst du umso mehr mit anderen Dingen punkten müssen, denn mit Geld wirst du sie dann nicht mehr beeindrucken können, das muss dir klar sein.

Du musst dir eben überlegen: willst du eine Frau, die deine Karriere pusht, dir später mal die Care-Arbeit abnimmt? Dann ist es optimal, dass sie so wenig verdient, denn je weniger sie verdient, umso weniger wird sie dem Geld hinterhertrauern. Das wäre dann eben eine klassische Familie wie vor 50 Jahren (im Notfall springt Vater Staat ein, verhungern muss in Deutschland keiner, du kannst ja auch ne Lebensversicherung abschließen).

Oder ist es dir wichtiger, dass deine Frau ebensoviel verdient, auch zu dem Preis, dass du bei der Care-Arbeit dann aber genauso herangezogen wirst? Also auch dein Gehalt schrumpft, weil von dir erwartet wird, ebenfalls Stunden zu reduzieren?
 
Es kann auch nach hinten losgehen, wenn sie jetzt noch studiert. Ist bei mir und meinem Freund quasi so passiert.

Hätte er mich vor 5 Jahren - als es mit dem Langzeitstudentendasein nicht so lief und ich am liebsten Hausfrau und Mutter gewesen wäre - gefragt, ob wir heiraten und Kinder bekommen sollen: ich hätte sofort ja gesagt, meine ohnehin mickrige Karriere hintenangestellt, ihm die Steuerklasse 3 gegeben und ihm und seiner Karriere den Rücken freigehalten. Nebenher vermutlich schon noch fertig studiert, aber in gemütlichem Tempo, seine Karriere wäre stets vor meine gegangen.

Tja, auch ihm war es wichtig, dass ich erst "ordentlich was verdiene". Ihm zuliebe habe ich sogar dafür gesorgt, unser Gehalt ist mittlerweile fast gleich und womöglich überhole ich ihn sogar noch.
Es gibt jetzt nur ein Problem: ich mag meine Karriere. Ich habe ebenfalls Gefallen daran gefunden, überdurchschnittlich zu verdienen. Das mit Steuerklasse 3 kann er jedenfalls schon mal vergessen. Und auch das mit den Kindern überlege ich mir gerade 2mal. Genauer gesagt: ich erwarte, dass auch er seine Stunden halbiert und den Nachwuchs hütet, denn jetzt werde ich garantiert nicht mehr für die Kinder aufhören. Ich denke gar nicht daran, je weniger als Teilzeit zu arbeiten, er soll seine Stunden (und dadurch auch sein Gehalt) gefälligst ebenfalls zum Zwecke der Kinderbetreuung halbieren. Und jetzt ist es mir auch egal, wenn er dann nicht mehr z.B. Projektleiter werden kann, weil die Stelle nur an Vollzeitler vergeben wird. Früher hätte ich alles für seinen Aufstieg getan, ich hätte ja überproportional mitprofitiert. Heute sehe ich lieber zu, den guten Posten selbst zu kriegen.

Daher solltest du es dir gut überlegen: wärst du bereit, den Preis einer Karrierefrau zu zahlen? Kannst du damit leben, wenn sie sich so verändert, dass sie - erstmal Blut geleckt - ihre eigene Karriere deutlich vor die deine stellt? Dich in puncto Kinder immer auf "in 2 Jahren" vertröstet, um es dann wieder um 2 Jahre hinauszuschieben, weil wieder ein Karriereschritt winkt, der erstmal Vorrang hat? Wenn sie von dir erwartet, dass du die Stunden reduzierst oder gar ganz aufhörst, denn bei ihr läuft es ja gerade so gut...?

Und was machst du, wenn du für sie nicht mehr der tolle Gutverdiener bist, der ihr ein so schönes Nest bereitet? Wenn sie selber gut verdient, wirst du umso mehr mit anderen Dingen punkten müssen, denn mit Geld wirst du sie dann nicht mehr beeindrucken können, das muss dir klar sein.

Du musst dir eben überlegen: willst du eine Frau, die deine Karriere pusht, dir später mal die Care-Arbeit abnimmt? Dann ist es optimal, dass sie so wenig verdient, denn je weniger sie verdient, umso weniger wird sie dem Geld hinterhertrauern. Das wäre dann eben eine klassische Familie wie vor 50 Jahren (im Notfall springt Vater Staat ein, verhungern muss in Deutschland keiner, du kannst ja auch ne Lebensversicherung abschließen).

Oder ist es dir wichtiger, dass deine Frau ebensoviel verdient, auch zu dem Preis, dass du bei der Care-Arbeit dann aber genauso herangezogen wirst? Also auch dein Gehalt schrumpft, weil von dir erwartet wird, ebenfalls Stunden zu reduzieren?
Super statement
 
Das du in deinem Alter jetzt unbedingt heiraten, Haus kaufen und Kinder zeugen musst, sehe ich jetzt erst einmal nicht. Da würde ich mir auch keinen Druck von aussen machen lassen, nur weil alle anderen ja schon die erwarteten Enkelkinder gezeugt haben.
Die Einkünfte würde ich jetzt mal nicht in den Vordergrund stellen, sondern tatsächlich eher die Frage, warum sie keine Ausbildung hat oder machen möchte. Und warum scheint das in ihrer Familie so normal zu sein?
Wir haben uns finanziell immer irgendwie abgewechselt. Mal hab ich meinen Mann finanziell unterstützt, derzeit ist es umgekehrt. Hätte ich ohne eine vernünftige Ausbildung auch nicht geschafft.
 
Erst mal Danke für all Eure Beiträge. Ich werde auf jeden Fall noch mal den Schritt gehen und mit meiner Freundin erneut genau über dieses Thema reden. Ich wollte mir hier nur mal eine externe Meinung einholen, weil wie gesagt bei meinen Freunden ist die Meinung auch ziemlich geteilt, fast genau so wie hier. In dem Thread hier gibt es teilweise auch ziemliche schwarz/weiss Meinungen. Ich denke aber im Großen und Ganzen, dass ich ein paar gute Ansätze finden konnte. Danke euch dafür.

Ein paar Leute schreiben, dass ich meine Freundin nicht verbiegen soll. Das will ich auch nicht und habe ich ja auch zu keinem Zeitpunkt gemacht. Aber es ist auf alle Fälle echt sehr wichtig, dass wir da intensiv gemeinsam drüber reden und unsere Zukunftspläne zusammenpassen. Das haben wir bisher quasi fast nie getan. Vielleicht will sie ja mittlerweile auch von sich aus noch eine Ausbildung machen, um nach einem neuen/anderen Job Ausschau zu halten. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht will sie sofort Kinder kriegen, vielleicht aber auch erst in 3 Jahren. Man kann sich auf alle Fälle eine gemeinsame Zukunft aufbauen, wenn man es denn wirklich will. Also -> wird drüber geredet.

Daher solltest du es dir gut überlegen: wärst du bereit, den Preis einer Karrierefrau zu zahlen? Kannst du damit leben, wenn sie sich so verändert, dass sie - erstmal Blut geleckt - ihre eigene Karriere deutlich vor die deine stellt? Dich in puncto Kinder immer auf "in 2 Jahren" vertröstet, um es dann wieder um 2 Jahre hinauszuschieben, weil wieder ein Karriereschritt winkt, der erstmal Vorrang hat? Wenn sie von dir erwartet, dass du die Stunden reduzierst oder gar ganz aufhörst, denn bei ihr läuft es ja gerade so gut...?

Sie muss ja keine "Karrierefrau" sein. Es gibt da kein Schwarz und Weiss mMn. Ich bin ja selbst auch kein "karrieregeiler" Mann, sondern habe einen ruhigen Job, der mich nicht überfordert, aber dennoch relativ viel Geld abwirft.

Und dass ich meine Stunden reduziere während sie arbeiten geht, da hätte ich absolut gar kein Problem mit. Ich würde mich auch gerne intensiver um meine potenziellen Kinder kümmern. Aber genau das wäre halt dann extrem dumm zu tun wenn mein Job viel mehr Geld abwirft als der meiner Freundin. Bedeutet, ich wäre mein Leben lang zum Arbeiten verdammt. Wenn Frau aber theoretisch auch auf eine gute Ausbildung zurückgreifen könnte, könnte die Frau auch arbeiten gehen und die Familie versorgen. Ich kenne viele Paare wo sowohl Mann als auch Frau arbeiten gehen und sich die Kindererziehung aufgeteilt wird. Ich sehe da kein großes Problem.

Andererseits haben einige andere User auch widerum recht. Mit Steuerklasse 3 kann sich unser kombiniertes Gehalt schon deutlich sehen lassen. Könnte. Aber dann sind wir wieder beim Thema finden der "eierlegenden Wollmilchsau" wie einige User hier geschrieben haben.

Das muss man sich dann daher schon mal genau überlegen.

okay, Du bist so, nicht jeder bedenkt das von Anfang an.
Du, TE, hast bisher offensichtlich daran Dich nicht so gestört, aber jetzt machst Du Dir halt Gedanken.

Haben Dir unsere Antworten bisher etwas helfen können?

Genau. Ich habe mir da anfangs keine großen Gedanken gemacht. Vielleicht hätte ich mir da vorher eben intensiver Gedanken drüber machen sollen. Definitiv. Das ist jetzt zwar scheisse, aber ist halt so passiert. Ich kann es nicht mehr rückgängig machen. Tut mir leid. Eure Antworten haben mir wie gesagt schon etwas helfen können. Erster Schritt ist für mich jetzt mal mit meiner Freundin genau drüber zu reden wie sie sich denn die Zukunft mit uns beiden vorstellt. Denn bisher hat sie mich auch nicht darauf angesprochen. Ich weiß dementsprechend halt auch nicht was sie sucht. Ich weiß aber eben, dass sie total locker und sorglos ins Leben reinlebt. Davon hätte ich auch persönlich auch gern mal ein Stückchen. Da ergänzen wir uns beide ziemlich gut.
 

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