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Schwierigste Entscheidung meines Lebens - Trennen oder Bleiben

Ich weiß aber eben, dass sie total locker und sorglos ins Leben reinlebt. Davon hätte ich auch persönlich auch gern mal ein Stückchen. Da ergänzen wir uns beide ziemlich gut.

Eine gewisse Sorglosigkeit finde ich gut, wenn es aber eine Gedankenlosigkeit ist und sie alles auf sich zukommen lässt, ohne nachzudenken und etwas zu planen, dann würde mich das stören. Das wirst Du dann ja in einem Gespräch mit ihr herausfinden.
 
An deiner Stelle wuerde ich herrausfinden was du willst, was kannst du akzeptieren und was nicht. Nicht Freunde fragen, nicht hier fragen. Einfach was du willst, wie soll eine Beziehung deiner Meinung nach aussehen? Ideal und wo kannst du Zugestaendnisse / Kompromisse machen? Geh da wirklich in dich um nicht in zwei Jahren deine Meinung komplett zu aendern.
Kaemmst du damit klar wenn sie sich nicht aendern wuerde? Du musst davon ausgehen das sie dies eventuell nicht will, nicht kann oder einfach nicht moechte. Wenn du damit Probleme hast dann ist eine Trennung wahrscheinlich das Beste.

Da noch eine Sache. Es gibt keine Planungssicherheit. Krankheit, Unfall, etc. all das kann alles ueber den Haufen werfen. Gut du kannst euch/dich versichern aber das ist ja auch nicht die Loesung.

Noch etwas privates. Meine Frau arbeitet und hat ziehmlich viel Stress. Ihre Arbeit beeinflusst unser Privatleben / Beziehung recht stark und leider recht negativ. Ich waere froh wenn sie nur bei Aldi an der Kasse arbeiten wuerde und daher weniger gestresst und weniger muede waere. Selbst wenn wir unterm Strich weniger haetten.
 
Du hältst dich für überlegen, weil Du einen Master hast. Und Du hast Angst von deinem Geld deine Familie finanzieren zu müssen. Ganz ehrlich, sie sollte sich jemanden suchen, der nicht so egozentrisch ist. Du denkst nun mal so, das wird man nicht ändern können, sie sollte sich besser trennen.

Mit der Geburt unseres Nachwuchses blieb meine Frau 3 Jahre zuhause, was völlig richtig war. Danach musste auch jemand nach der Schule da sein, also reduzierte sie ihre Stunden. Bis heute ist ihr Arbeitgeber nicht bereit das zu ändern, obwohl der Nachwuchs mittlerweile Abi hat. Die Karriere von Frauen ist leider viel zu oft nach der Babypause hin, aus dem Beruf ist man raus, andere können das auch und sind vielleicht direkt nach der Schule motivierter.
Wenn Du nicht die Hauptlast deiner Familie übernehmen möchtest, dann Gründe keine.

Ich verdiene zur Zeit ca. 5x so viel wie meine Frau, und es ist unser Geld.
 
Du solltest dir in erster Linie überlegen, ob du heiraten und Kinder willst, weil du es willst (weil das so zu deinem Lebenskonzept gehört), oder weil dein Umfeld meint, dass du das gefälligst zu wollen hast.

Wenn du ohnehin nicht sonderlich scharf auf heiraten, Kinder und so bist, dann brauchst du dir auch nicht darüber den Kopf zerbrechen. Jeder verdient was er verdient und im Falle einer Trennung nimmt jeder das mit, das er/sie angehäuft hat.

Solltest du noch Kinder wollen, würde ich sie nicht dazu drängen, dann jetzt eine Ausbildung anzufangen. Ggf. kann sie während sie die Kinder groß zieht ein Fernstudium machen oder eine Ausbildung, wenn die Kinder in die Schule gehen.

Wenn sie aber jetzt studiert oder ne Ausbildung sucht, dann ist sie 28 bis sie Studium/Ausbildung antritt und 31 wenn sie damit fertig ist. Wenn es nicht gerade eine sehr hochwertige Ausbildung ist, wird sie danach erst mal kaum einen Penny mehr verdienen, denn die meisten Firmen werden sie - aus Angst vor Schwangerschaft - nämlich nur dann einstellen, wenn sie sich mit besonders wenig Gehalt zufrieden gibt. Dann sollte sie erst mal mindestens 2 Jahre arbeiten, um in den Job reinzukommen, dann ist sie 33. Und wenn sie dann ein paar Jahre wegen Kindern aufhört, ist die Ausbildung ohnehin wertlos. Sprich: sie hat sich abgerackert wie blöde, um anschließend wieder genau dieselben Jobs zu kriegen, die sie im Moment auch hat. Zzgl. die Kosten, die ein Studium so mit sich bringt (bzw. der Minderverdienst in der Ausbildung).

Eigentlich lohnen sich jetzt Ausbildung/Studium nur, wenn diese in einem stark gesuchten und gut bezahlten Job ist (vieles ist zwar stark gesucht, aber zahlen will es keiner, darunter fast alle "Frauenberufe"), denn nur dann verdient sie genug, dass ihr das finanziell gewuppt kriegt, wenn du Stunden reduzierst damit sie arbeiten kann. Oder wenn sie keine Kinder bekommt, die ihr jegliche Ausbildung wieder wertlos machen.

Meines Erachtens nach ist der Zug für eine Ausbildung - solltet ihr Kinder wollen - für den Moment abgefahren (der nächste würde fahren, wenn die Kids in der Schule sind).

Du solltest dir also überlegen, ob du sie so haben willst, wie sie ist. Denn sie selbst scheint sich so wohl zu fühlen, wird also kaum einen Anreiz haben, sich zu ändern. Wenn du mit ihrem Werdegang nicht zurecht kommst, würde ich mich trennen, dann könnt ihr euch beide jemand passenderes suchen. Nur, wenn du sie so nehmen kannst wie sie ist, würde ich mal ein Gespräch anfangen von wegen wie die gemeinsame Zukunft aussehen soll. Und wie sie und die Kinder ggf. abgesichert werden sollen (Berufsunfähigkeitsversicherung, Lebensversicherung...).
 
Bedeutet, ich wäre mein Leben lang zum Arbeiten verdammt. Wenn Frau aber theoretisch auch auf eine gute Ausbildung zurückgreifen könnte, könnte die Frau auch arbeiten gehen und die Familie versorgen.

Verstehe ich das richtig, du arbeitest selber also nicht gerne und hättest lieber, dass deine Frau auch viel verdient, damit du selber Stunden reduzieren kannst und nicht Vollzeit arbeiten musst?
 
Sie hat aktuell ein konstantes Beschäftigungsverhältnis, auch unbefristet, aber leider eben nicht gut bezahlt.
Ist sie damit zufrieden und könnte sie damit als Single ihr Leben finanzieren?

Wenn ich gut verdienen würde und ich die Frau meiner Träume an meiner Seite hätte, dann würde ich mir nicht unnötig viel Gedanken machen.

Ich finanziere meine Partnerin und indirekt ihren missratenen Sohn auch. Zukunftsängste hatte ich früher auch. Aber inzwischen vertraue ich meinem Herzen und komme gut damit zurecht.
Ich habe keine Angst mehr davor, plötzlich meinen Job zu verlieren oder berufsunfähig zu werden. Ich lebe im Jetzt und möchte mein Leben zu zweit genießen.
 
Verstehe ich das richtig, du arbeitest selber also nicht gerne und hättest lieber, dass deine Frau auch viel verdient, damit du selber Stunden reduzieren kannst und nicht Vollzeit arbeiten musst?

Ganz so negativ sehe ich das nicht. Ich habe das jetzt eher so verstanden, dass er durchaus bereit dazu wäre, selber für Kinder Stunden zu reduzieren und er sich auch lieber um die Kinder kümmern als einer Lohnarbeit nachgehen würde. Bzw. dass er wohl gerne das gehabt hätte, was ich und mein Freund mal wollen: beide arbeiten Teilzeit und kümmern sich zu je 50% um Kinder und Haushalt. Das geht eben nicht, wenn einer nur Mindestlohn verdient, bzw. man muss sich dann finanziell stark einschränken. Das finde ich sogar prima von ihm, es gibt genug Männer, die die brotlose CARE-Arbeit am liebsten zu 100% der Frau überlassen, um nur selbst keine Gehaltseinbußen zu haben, um im Falle einer Trennung dann beleidigt zu sein, weil man ihr was von seinem Ersparten abgeben muss.

Den Wunsch, nur noch Teilzeit zu arbeiten, kann ich jedenfalls gut verstehen. Den habe ich manchmal auch, so sehr ich meinen Job auch mag. Mein Partner ebenfalls. Gerade in stressigen Projektphasen ist die Aussicht "irgendwann arbeite ich nur noch Teilzeit, das Geld wird schon reichen" schon etwas, das einem irgendwo auch Kraft und Zuversicht gibt. Seien wir mal ehrlich: wer würde nicht gerne aus dem Hamsterrad ausbrechen und mehr Freizeit haben?

Genauso ist es aber auch legitim, wenn die Freundin eben keine Lust auf Karriere hat und lieber einen - für sie - stressfreieren Job hat. Eben einen, wo man nachts nicht auch noch vom Projekt träumt und selbst abends beim Serien schauen mehr an die Arbeit denkt, als dass man was von der Serie mitkriegt. In den ungelernten Jobs ist es in meinen Augen leichter, die Arbeit auf der Arbeit zu lassen. Man arbeitet seine Stunden ab, hat meist feste Arbeitszeiten, am Monatsende kommt ein Gehalt von dem man irgendwie leben kann und gut ist.

Denn diesen Haken hat eine Karriere schon auch: es wird schlicht erwartet, dass man aufsteigt. Würde ich beim Aldi an der Kasse sitzen, ich würde morgens anfangen, abends aufhören und zwischendrin mal ein Regal einräumen. Und das immer schön weiter.

Ich dagegen verdiene zwar das Doppelte der Aldi-Kassiererin, aber von mir wird einfach immer erwartet dass ich mich weiterbilde. Privat, weil in der Arbeitszeit ist ja keine Zeit, um Programmiersprache AB zu lernen oder Zertifikat XY zu machen. Jedes Jahr dieser verdammte Development Dialog, bei dem besprochen wird, wie man sich denn im kommenden Jahr weiterentwickeln müsse könne und bei dem man partout nicht sagen kann, dass man mit der eigenen Position ganz zufrieden ist und eigentlich gar keinen Bock hat, sich nach Ende der Arbeitszeit noch weiter mit der Kacke zu beschäftigen (wird einem sonst als mangelnder Arbeitseifer ausgelegt). Wenn ich gewusst hätte, wie hoch der Weiterentwicklungsdruck ist, ich wüde im Nachhinein auch lieber an der Aldi-Kasse sitzen, Geld hin oder her.

Vielleicht geht es deiner Freundin ja auch so und sie hat lieber einen schlecht bezahlten Job, der ihr jedoch nicht zu sehr an die (mentalen) Kräfte geht, als immerzu zu noch höheren Leistungen angetrieben zu werden, obwohl es für sie längst "genug" ist.
 
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