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Schwiegertochter mag mich nicht...

Alleine schon die Tatsache, dass du die Kinder sehr magst, zeigt doch, dass im Grunde viel gut ist, das würde ich ausbauen und an dem würde ich mich festhalten.

Ich glaub, eigentlich scheitert ein harmonisches Miteinander schon daran, wenn man sich selten sieht und daher kaum aufeinander eingehen kann in dieser kurzen Zeit, die man miteinander verbringt.
Man fremdelt doch immer, wenn man sich nicht gut kennt.

Vielleicht liegt es nur daran, weil ihr euch ( noch) fremd seid und missdeutet.

Man kann nicht alles haben- du wohnst weit entfernt, diese Nähe, die dir lieb wäre ist leider nicht da, ich versteh, wenn dir das weh tut.
Ich könnte auch mehr Kuscheln mit ihnen vertragen, sehe aber ein, mit der Zeit ist meine Mama-Figur eher nur mehr eine Randfigur. Ihr Zentrum dreht sich jetzt um ihre eigenen Kinder und meine Schwiegerkinder haben nun meine Rolle über- sie sind die Begleiter und daher muss ich sie wohl mögen. Mag sie einfach, das wird sie merken und spüren.
Da brauchts keine Gespräche, man fühlt, wenn man angenommen wird. Lass sie das fühlen. Stille Freundlichkeit, weißt eh, die ist nicht schlecht bei allen, die noch nicht vertrauen.
 
Wenn sie dir einmal gespiegelt hat, dass sie sich in die Erziehung reingeredet fühlt, dann ist das zumindest bei ihr so angekommen, unabhängig davon, wie du es gemeint hast.
Das finde ich wichtig. Als Mutter magst du dann gedacht haben "Aber ich wollte doch nur.. " oder "Ich habs ja nur gut gemeint!" während sie maximal genervt war. Doch gerade das sind die Erfahrungen, die sich dann festsetzen und je nach Persönlichkeit sich dann auch nicht mehr kitten lassen, obwohl eigentlich gar nichts Gravierendes passiert ist. Für sie war es das, es scheint ihr gereicht zu haben. Zermarter dir nicht das Hirn, das muss nicht an dir liegen, sondern kann auch rein egoistische Motive deiner Schwiegertochter haben.

Tatsächlich hast du aber wenig Möglichkeiten, an der Situation etwas zu ändern, wenn die Schwiegertochter das nicht will. Sei eher froh, dass sie deinen Sohn nicht noch gegen dich aufzuhetzen versucht oder dass er sich davon nichts annimmt. Und darauf würde ich aufbauen. Sag ihm, dass du ihn und die Kinder gerne wiedersehen würdest, was er vorschlägt. Sie könnten ja auch dich mal besuchen kommen und ihr macht etwas Schönes. Frag ihn doch einfach nach einem Vorschlag und kommentiere nicht, wenn die Frau sich wie üblich rausziehen will. Mit 8 und 11 sind die Kinder jetzt noch nicht so alt, dass die Oma sie nervt - da wirst du noch schöne Situationen erleben können. Und die würde ich mir auch nicht nehmen lassen.

Ansonsten könntest du mal überlegen, wie du sonst noch Freude in dein Leben bringen kannst, so dass dich diese Geschehnisse nicht so runterziehen. Wie wäre es denn mit einer Leihomaschaft für eine Familie, die dringend Hilfe gebrauchen kann. Vielleicht bekommst du dort dann die Wärme, die du über deine leibliche Familie nicht so erhälst - und tust gleich noch etwas Sinnvolles und Gutes. Für geeignete Adressen könntest du mal bei der Diakonie oder der Caritas anfragen. Das Leihoma-Konzept ist mittlerweile in so mancher Stadt etabliert.
 
Ich kann dich verstehen, dass du die Situation traurig findest, aber du kannst ehrlich gesagt auch froh darüber sein, dass sie dir aus dem Weg geht. Ich sag dir jetzt mal warum: Ich habe nämlich ein ähnliches Problem mit meiner Schwägerin, die mich von Anfang an nicht leiden konnte. Das Problem ist, dass sie ständig bei ihren Eltern abhängt und wir uns zwangsläufig sehen, wenn ich meine Schwiegereltern besuche. Wir wohnen zudem auch nur ein paar Meter entfernt.

Ich brauche nur ein Wort mit meiner Schwägerin wechseln, und ich muss damit rechnen von ihr respektlos behandelt zu werden. Ich verlange von ihr nicht, dass sie mich mag, aber respektvolles Miteinander sollte schon möglich sein, wenn wir uns sehen. Vor ein paar Jahren war das teilweise richtig schlimm - da hat sie mir gerne unter dem Kaffeetisch gegen das Schienbein getreten oder auf den Fuß. Das macht sie aber heute zum Glück nicht mehr. Was aber geblieben ist: Sie fällt mir ständig ins Wort und wird sauer, wenn ich in ihrer Gegenwart mal die Hand meines Mannes in die Hand nehme oder ihm ein Bussi auf die Wange gebe.

Und da macht es deine Schwiegertochter in meinen Augen richtig - sie geht dir aus dem Weg, weil sie Stress/ Streit mit dir vermeiden will. Ich wünschte mir, meine Schwägerin würde dies auch so machen. Denn die Hoffnung, dass sich unser Verhältnis nach über 20 Jahren bessert, habe ich längst aufgegeben.
 
Aus deiner Schilderung entnehme ich, dass es zwar keinen offen ausgetragenen Konflikt gibt, aber eben auch kein inniges und liebevolles Verhältnis zwischen deiner Schwiegertochter und dir.

Du würdest dir wünschen, dass ihr inniger wäret und sie zum Ausdruck bringt, dass sie sich freut, wenn du da bist, das Gespräch sucht oder auch mal etwas nur für euch beide plant. Sie nutzt deine Besuche, um mal etwas Zeit für sich selbst zu haben, Freundinnen zu treffen und deinem Sohn und den Kindern gemeinsame Zeit mit dir zu ermöglichen.

Ich sehe da jetzt nichtmal ein 'nicht mögen', sondern unterschiedliche Bedürfnisse von dir und ihr betreffend Kontakt mit der Herkunftsfamilie ihres Gatten.

Als Mutter und Großmutter ist es doch schön für dich, wenn du jederzeit willkommen bist auch als Übernachtungsgast für ein paar Tage zu Besuch zu sein und das Wichtigste ist doch dass dein Sohn glücklich ist und es den Kindern gut geht.

Versuche deine Sehnsucht abzulegen, dass deine Schwiegertochter wie eine Vertraute / Freundin für dich sein sollte und begrüße sie einfach herzlich, wenn du ihr begegnest. Gib keine Tipps, egal wie liebevoll oder konstruktiv diese gemeint sein mögen. Wenn sie informiert, dass sie für sich etwas anderes geplant hat, kannst du fragen ob es etwas gibt, was du ihr Zuhause abnehmen kannst und wünsche ihr eine gute Zeit.

Du genießt dann einfach die gemeinsame Zeit mit deinem Sohn und den Enkeln und machst dir keine Gedanken darüber, ob sie 'vor dir flieht' oder ob sie vielleicht einfach nur die Gelegenheit nutzt, mal etwas Zeit für sich selbst zu haben.
 
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