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Schwer erziehbares Kind, welches mir das Leben zur Hölle macht

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Und ich wundere mich, warum ich in meinem Job immer mehr beobachten kann, dass Kinder immer früher depressiv werden. Bei der Haltung wundert mich jetzt nun nichts mehr. Armes Deutschland. Kein Kind wird böse geboren. Dieses Kind muss seinen Vater regelmäßig betrunken sehen. Das kann ein Kind überhaupt nicht einordnen. Der Kleine ist völlig überfordert mit seiner Situation!

Das geht gewiss nicht gegen Alkoholiker. Ich weiß, wie schlimm diese Krankheit ist. Meine Tante ist trockene Alkoholikerin und mein bester Freund trinkt immer noch. Ich weiß, wie schwer es ist, da raus zu kommen. Ich verurteile den Vater des Jungen keineswegs. Aber die Mutter muss ihn vor Situationen schützen, die er in seiner kleinen Seele nicht verarbeiten kann. Das ist verdammt noch mal ihre Pflicht! Wenn sie es alleine nicht schafft, bietet das Jugendamt Hilfe an. Was nicht bedeutet, dass das Kind aus der Familie kommt. Der Kleine braucht therapeutische Unterstützung. Es geht hier nicht um Schuld. Die ganze Familie ist in einer schlimmen Situation. Aber wir sprechen hier von einem Kind. Die Verantwortung liegt ganz klar bei den Erwachsenen. Wenn sie nicht in der Lage sind, haben sie sich Hilfe zu suchen. Das geht so nicht. Das ist Kindeswohlgefährdung und damit strafbar!
...
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe TE,

es tut mir leid, wie das hier mit Edy abgelaufen ist. Ich beende die Diskussion hier. Das verwirrt dich nur und das kannst du in deiner Situation nicht gebrauchen. Ich hoffe ihr findet eine gute Lösung für alle Beteiligten.

Alles Liebe,
Eisblume
 
Ich wundere mich wirklich, was hier alles aus dem Eingangsbeitrag herausgelesen wird. *kopfschüttel*

@TE
darf ich fragen, wie alt du bist? Ich vermute mal noch relativ jung.

Zum besseren Verständnis, dein Neffe leidet total und kann es offensichtlich nicht anders rauslassen. Aggression ist häufig ein Zeichen für eine Depression.

Sollte es tatsächlich so sein, dass dein Neffe beim Vater immer noch mit Drogen- und Alkoholproblemen unmittelbar konfrontiert wird, hätte deine Schwester die Möglichkeit beim Jugendamt begleiteten Umgang zu beantragen.

Ansonsten kann ich mich dem ersten Beitrag von eisblume hier nur anschließen. Mir sagte mal jemand: Es gibt keine schwierigen Kinder, nur Kinder die Schwierigkeiten haben. Versuch es bitte mal aus diesem Blickwinkel zu sehen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass du ihm nicht deutlich machen darfst, dass du nicht damit einverstanden bist, wenn er deine Sachen kaputt macht.

Nur ein "Blag" ist er nicht, dein Neffe, sondern ein Kind, welches unsagbar leidet.
 
Danke, Sisandra.

Genau das wollte ich aussagen. Es tut mir leid für die TE, dass es eben so hitzig geworden ist. Das war nicht in Ordnung.

Liebe TE,

vielleicht kannst du ja nochmal im Ruhigen mit deiner Schwester sprechen. Das Jugendamt klingt natürlich erst einmal sehr abschreckend. Eine weitere gute Adresse ist der Kinderschutzdienst. Dieser ist in allen deutschen Städten vertreten, sicherlich auch in eurer Nähe. Hier werden Kinder und Eltern kostenfrei und ohne Hilfe anderer Behörden (Krankenkassen, Jugendämter) unterstützt. Eltern werden beraten und Kinder werden mit spielerischen therapeutischen Methoden stabilisiert.

Ist das vielleicht eine Möglichkeit?

LG, Eisblume
 
Noch eine Frage an die TE:

Wie sieht eigentlich deine Schwester die Situation? Hast du dich schon mal mit ihr darüber unterhalten?
 
Nur ein "Blag" ist er nicht, dein Neffe, sondern ein Kind, welches unsagbar leidet.
Aber rechtfertigt nicht, dass er alles zerstört, was er in die Finger bekommt.

Das könnte man ja auch auf Terroristen übertragen und jeden Kriminellen - macht man auch gerne in der Psychologie. 😉🙂

Schwere Kindheit.
 
Hallo

Am Besten ist es, wenn du dem Kind klare Grenzen setzt. Es muss lernen, mit Grenzen umzugehen weil man das auch später können muss und es wird ihm am Anfang gar nicht gefallen. Mit der Zeit jedoch wirken Grenzen auch beruhigend weil man genau weiss, wie weit man gehen kann und was dann kommt. Ich arbeite häufig mit behinderten Kindern zusammen und auch die kennen häufig keine Erziehung. Bei einem Wutanfall müssen die Kinder einfach zum Beispiel nach draussen oder in ihr Zimmer. Ihre eigenen Sachen dürfen sie ja kaputt machen. Wenn sie sich beruhigt haben, dürfen sie wieder zu den anderen. Es gibt Leute, die sagen, dass man später darüber reden soll aber ich bin mir nicht sicher, weil das oft für das Kind sehr beschämend ist und es in der zeit in der es allein war ja sich selbst Gedanken gemacht hat. Ausserdem hilft Sport. Dann ist das Kind müde und es lernt, wie es seine Energie abbauen kann. Du schreibst von einem Schwererziehbaren Kind. Das gibt es meiner Meinung nicht. Es sind alle Kinder gleich und man kann sie formen. Jedes Kind ist gleich schwer zu erziehen. Einfach mit den richtigen Tricks und das Kind muss es halt nachvollziehen können. Du kannst auch eine Liste machen und jeden Tag ohne ausraster gibt einen Punkt. Bei zehn punkten zum Beispiel geht ihr in die Gelateria, bei zwanzig ins Schwimmbad etc. Ausserdem sagst du, dass der Junge dir das Leben zur hölle macht. Nimm es nicht persönlich. Das spürt ein Kind. Gib ihm Sicherheit und das Gefühl, dass du weisst was du tust. Denn du tust das Richtige und wirst so eine wichtige Person in seinem Leben auf die er sich verlassen kannst.

Sei einfach zuverlässig und lass dich nicht abbringen. Am Anfang wird es schwieriger, aber schon sehr schnell wird es schnell besser werden!
 
Natürlich darf er keine Sachen kaputt machen. Das muss er auch wissen. Ihn zu unterstützen bedeutet nicht, jegliche Konsequenzen außer Acht zu lassen. Wenn man allerdings auf ihn eingehen könnte, ihn hören würde... Vielleicht müsste er dann gar nichts mehr kaputt machen. 🙄
 

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