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Schwer erziehbares Kind, welches mir das Leben zur Hölle macht

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Melde dich beim ja oder irgendeiner Nieren stelle.

Der kleine ist überfordert und unglücklich und hat ein recht darauf dass ihm aus dieser Situation geholfen wird.

Er selbst kann sich daraus nicht befreien und hätte was besseres verdient.

Er ist nicht Schuld an seinem verhalten, die Situation ist es. Wenn ich dann les dass er die Situation ausnützt, frag ich mich wieviel Intelligenz die Leute die sowas von sich geben haben mögen.
 
Das was im Eingangsthread beschrieben wurde, hätte von meiner Familie auch kommen können, die zwar keine Drogen nehmen/genommen haben aber sie wunderten sich immer warum ein Kind (egal ob es bei uns Geschwister, meine Nichte oder Neffe wäre) es überhaupt wagen kann, Wutanfälle zu bekommen weil sich die Erwachsen nie bewusst waren, dass sie sich einfach nur falsch verhalten. (Die Rede ist diesmal NICHT vom Herumnörgeln, weil ein Kind Grenzen bekommt und unbedingt seinen Willen durchsetzen will mit aller Kraft.)

In unserer Familie war es so, da galten (und gelten heutzutage immer noch) Kinder als "Grünschnabel, Neumalklug, ("Das Ei will wieder Klüger als die Henne sein" wurde oft gesagt) und allgemein dumm. Kinder die nicht Konfirmiert sind, haben demnach keinen gesellschaftlichen Respekt und keine Würde des Alters entsprechend verdient.
-..
Ich weiss noch als ich Klein war. Ich durfte nie Wütend werden, egal um was es ging. Dann drohte man mir mit Liebesentzug und ich sei ein böses Kind. Böse Kinder würden kein Mittagessen bekommen, dies sei nur für Liebe Kinder zugedacht. Alles total bescheuerte, lang überholte komplexe irre Einstellung eines Erwachsenen - ich weiss.
Aber wenn du, liebe Gast-TE dann auch nur ansatzweise denken solltest, das Kinder von sich aus "Gestört" sein sollen, dann bin auch ich der Meinung, dass du dem Kind zuliebe fachliche Hilfe holen solltest.
Dein Neffe es hat nicht verdient so behandelt zu werden.
Und ich dresche nun nicht auf dich ein. Aber mich ettäuscht sowas und macht mich sauer, wenn ich sowas lese.
 
Wo bin ich denn hier gelandet?

Alle "schreien" nach Liebe. Ich erlebe hier selbst nur Angriff. Daß die Emotionen bei solch einem Thema in einem Hilferuf Forum explosiv werden, kann ich nachvollziehen. Ich fühle auch mit dem Kind, weiß allerdings auch um meine Unfähigkeit und Hilflosigkeit in solch einer Situation.

Angriffe dieser Art hätte mich zum Rückzug bewogen. Hat sich die TE eigentlich schon geäußert zu Euren Rat"schlägen"? Ich habe sie nicht wahrgenommen oder habe ich sie überlesen?

Ich war auch einmal mit dem Sohn meines Freundes verzweifelt. Es ist keine vergleichbare Situation, denn er ist nicht aggressiv oder klaut oder macht Sachen kaputt. Er hat einfach nur pubertiert und genau so, wie ich es derzeit auch getan hat. Er hat mich nur soweit zu Weißglut gebracht, daß ich ihn mal richtig angebrüllt habe. Auch nicht gut, gel? Ich will nur sagen, wir sind Menschen! Nun gut, in meinem Fall ist es nicht eskaliert, im Gegenteil, seitdem ist er liebenswert nett zu mir und wenn er mich dann mal wieder reizt, dann sagt er kurz vorm Buchsenschluß: War nur Spaß 😛.

Ich will nur sagen, Eltern, Erwachsene verzweifeln und gebe Edy somit Recht, daß jedes Kind eine Entscheidung sehr sehr früh fällt.

Was ich raten würde...ist:

Erstmal, sich klar zu machen: Das erst einmal alles okay ist. Der Junge schreit nach Hilfe und Du bist mit den Nerven und Latein am Ende. Das "Blag" sehe ich auch als Hilferuf. Ich finde es auch gut, daß Du den Jungen 2 bis 3! Mal in der Woche nimmst. Meine Hochachtung. Ich hätte schon längs kapituliert.

Das wäre auch mein Vorschlag:

Du solltest kapitulieren, daß Deine Kompetenzen erreicht sind. Ich, aber das bin ich und niemand anders, würde möglicherweise auch das dem Kind sagen, selbst dann, wenn es 7 Jahre alt ist. Mit der Wahrheit kam ich immer am Allerweitesten, auch bei Kindern. Doch, ich würde sagen, daß ich nicht mehr kann und es mir weh tut, wenn meine Sachen kaputt gemacht werden. Daß ich ihn wirklich mag und auch sein Leid sehe, nur ist dies auf Dauer kein Zustand.

Dann würde ich mir Hilfe holen. So eine Art Supernanni, oder wie die heißen. Ich glaube, Eisblume hat Dir schon Adressen mit auf dem Weg gegeben. Ich finde auch eine Therapeutin, die Spieltherapie oder Maltherapie macht toll. Gibt es keine Klinik für Kinder? Einfach mal stationäre Therapie MIT Einbezug der Eltern, der Tante?

Ich bin sicher, für alles gibt es eine Lösung, nur die Lösung sieht nicht so aus, daß man an Eltern oder Tante durch Angriff und "Leistungsanforderung" zerrt oder beim Kind etwas fordert, was er nicht geben kann. Ihm fehlen die Lösungen für sein Leid. In erster Liebe, und ich bin mir sicher, die kann er erstmal nicht im familären Umfeld finden.

Ihr braucht alle Hilfe. Kein Angriff, Hilfe.

Ich weiß nicht mal, ob Du das alles hier noch liest. Alles Gute für Euch.

Liebe Grüße

Kolya
 

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