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Schwanger, aber er weiß nicht, ob er das Kind will - oder die Abtreibung...

  • Starter*in Starter*in katzenpfote82
  • Datum Start Datum Start
Hallo Phelia
vielen DAnk für deine Antwort! Das stimmt ein wenig zuversichtlicher... Darf ich fragen, wie er reagiert hatte, als du mit dem ersten Kind schwanger wurdest nach nur drei Monaten? Hat er sofort gesagt, dass er - wenn du es bekommen wirst - bei dir bleibt? Dich unterstützt? Wie war deine finanzielle Situation zu dem Zeitpunkt? Wovon hast du deine Entscheidung abhängig gemacht? Und was hättest du getan, wenn er das kind nicht gewollt hätte?
(Entschuldige die vielen Fragen, aber ich habe bisher noch keinen getroffen, der einmal in derselben Situation war)
Tausend Dank für deine Antworten!
 
Ich danke Euch für Eure lieben Nachrichten! Das baut mich ein wenig auf!
Was mich am traurigsten macht und mich am meisten unter Streß setzt momentan, ist, dass er sich überhaupt nicht äußern möchte was er will und ab morgen für drei Monate beruflich auf einem anderen Kontinent ist.
Ich weiß aber auch, dass wenn er möchte, dass ich abtreibe (während er im Ausland ist), dass ich nicht mehr mit ihm zusammensein möchte. Ist das normal oder sind das die Hormone?
Ich reiße mich jetzt seit mehreren Tagen ihm gegenüber sehr zusammen. Ich zeige ihm nicht, wie schlecht es mir damit geht. Deshalb habe ich das Gefühl, dass ich bald platze und ihm beim nächsten Gespräch vor die Wahl stelle: Mir entweder zu sagen was er will oder mich nicht mehr anzurufen. Ich fände es zu feige von ihm einfach für drei Monate abzuhauen ohne einmal gesagt zu haben, was er will und mich mit der Situation hier alleine zu lassen! Ist das normal? Oder reagiere ich über?
Tausend Dank für EUre Antworten!
 
Also die Hormone wirbeln einen ganz schön durcheinander und man reagiert dann auch emotionaler als sonst. Für mich wäre es schwierig, mit einem Mann weiter zusammen zu sein, der eine Abtreibung wollen würde, aber nicht unmöglich.
Das Verlangen nach einer wäre definitiv das Aus.
Wirklich blöd, dass er jetzt ins Ausland geht. Ansonsten hättet Ihr mehr Zeit, Euch zusammenzusetzen.

Wie gesagt, dass er sich jetzt noch nicht klar äußert sehe ich nicht so tragisch - dumm nur, dass das mit dem Auslandsaufenthalt zusammenfällt.

Ich würde ihm (vielleicht per Mail/Brief) meine Gedanken mitteilen, aber jetzt kein klares Ja oder Nein von ihm verlangen. Wenn er das jetzt nicht kann, kann er es nicht, auch wenn Du versuchst, es zu erzwingen.

Es bleibt dabei, da ja auch die Zeit drängt, dass Du eine Entscheidung unabhängig von ihm treffen musst.

Geh doch auch mal zu einer Beratungsstelle. Das hat mir sehr gut getan. Ich bin wirklich neutral beraten worden und es tat gut, mich auszusprechen.
 
Hallo!
Also ich glaube, dass Männer solche Dinge einfach zu rational sehen: Weißt Du, er kann sich wohl niemals wirklich in Dich hineinversetzen und deswegen bringt eben sein Hirn einigen Argumente hervor, die Dir die Entscheidung (nach logischen Kriterien) erleichtern sollen. Das hier Logische Argumente nur nerven und weh tun checkt er vermutlich garnicht. (ich könnte mir vorstellen, dass er sogar, solltest Du jetzt plötzlich für eine Abtreibung sein, in die andere Richtung argumentieren würde)
Ich denke, der Typ warten auf deine klare Ansage und wird sich dann darauf einstellen (im prinzip hat er ja auch keine Wahl, als deine Entscheidung hinzunehmen)
Ich kann DIch wirklich gut verstehen, aber ich glaube, Du solltest ihn da einfach mal außen vor lassen. Du hast Dich ja offenbar schon für das Kind entschieden, also versuche Dich nicht so zu stessen. Ich weiß, es ist sicher furchtbar, wenn er sich so zurückhält, aber es muss eben nicht böse gemeint sein.
Hast Du denn Deine Familie in der Nähe? Deine Eltern, oder Geschwister? Ich denke, in so einer Situation braucht man seine Familie, oder Freunde, die einem Halt geben und helfen alles durchzuziehen. Vielleicht lässt sich dann auch die Sache mit Deinem Job besser meistern. (Wenn z.b. eine Oma da ist, die das Kind mal für ein paar Stunden nehmen kann). Wie sieht es mit seinen Eltern aus? Vergiss nicht: Selbst wenn ER sich gegen das Kind entscheidet, so wird es doch auch ein Teil seiner Familie sein und da gibt es vielleicht auf Verwandte, die zu Dir stehen werden.
Viel Glück!
 
Valerie hat Recht, dass sich (manche?) Männer nicht in eine schwangere Frau hineinversetzen können. Mein Mann hat unser erstes (natürlich auch das zweite) Kind wirklich gewollt und meine Entscheidung mitgetragen, war mir aber auch in vielen Dingen viel zu rational. Er war z.B, überhaupt kein Bauchstreichler.
Er hat mir nach der Geburt erzählt, dass er zwar vom Kopf her wußte, dass ein Baby in meinem Bauch wächst, er sich das aber emotional nicht vorstellen konnte.
Viele Männer sind erst bei der Geburt oder sogar danach überwältigt.
 
Nein, Sevi, da muss ich ganz stark widersprechen. KEIN Mann schafft es von einer Schwangerschaft genauso emotional mitgenommen zu sein wie eine Frau. Wir werden von den Hormonen überschüttet, wir fühlen später jeden Tritt etc.
Auch sind Baby und Mama ganz stark aufeinander fixiert. Die starke Bindung zwischen Kind und Vater kommt später.
Dass Rumeiere ist normal, aber hat ganz bestimmt nichts mit Emotionalität zu tun. Werdende Väter gehen an das Ganze eher rational ran. Du magst da die Ausnahme sein, trotzdem bleibst Du die Ausnahme.
 
schwangerschaft bedeuetet auch, geduldig werden. runterkommen - ruhig werden!!!
es sind erst wenige Tage vergangen seit dem Positiven Test, die beiden haben sich noch gar nicht richtig sehen können #
ich finde auch nicht, dass er "herumeiert". TE hat doch schon mitgeteilt, was sie will, oder habe ich das missverstanden?

per telefon oder gar sms ist solch ein Thema gar nicht zu bewältigen;
und wenn er möglicherweise hofft, dass sie sich umentscheidet, und das kind doch nicht will -
so kann er trotzdem ebenso in der lage sein, ihre entscheidung zu aktzeptieren - und das kind willkommen zu heissen.
das muss man doch nun wirklich nicht in den ersten wochen durchexerzieren -
und vor allem muss keine Pistole auf die brust gezielt werden...

kommt zeit, rat - und kind 🙂
 
Also ich glaube, dass es auch eine gewissen Art von "Selbstschutz" für den Mann ist, wenn er jetzt erstmal die Sache nur vom Kopf her sieht und sich noch nicht emotional auf das Kind einstellt. Stellt euch mal vor, er würde auf der Stelle intensive Vatergefühle entwickeln und am Ende will sie es doch abtreiben, oder nicht mit ihm zusammen sein.
Als Frau kann man eben das was in seinem eigenen Körper stattfindet nicht ausblenden, oder davon nicht emotional betroffen sein. Das geht als Mann eben doch- schließlich ist es nüchtern betrachtet der Körper einer Fremden. Er kann es ausblenden und versuchen nüchtern zu sehen.
Natürlich ist es für ihn auch eine emotionale Sache, aber an seiner Stelle würde ich auch "warten" bis ich meine Gefühle rauslassen kann.
 
Nein, Sevi, da muss ich ganz stark widersprechen. KEIN Mann schafft es von einer Schwangerschaft genauso emotional mitgenommen zu sein wie eine Frau. Wir werden von den Hormonen überschüttet, wir fühlen später jeden Tritt etc.

"Emotional mitgenommen" muss auch gar nicht sein und trotzdem ist wohl auch der Mann teil der Zeugung, trägt Verantwortung und entsprechende Konsequenzen! Also ist es auch für ihn eine Frage der richtigen Entscheidung, die wohl überlegt sein muss! Oder bist du da anderer Meinung?

Außerdem nützt eine Pistole auf der Brust herzlich wenig! Er kann auch Heute sagen das sie das gemeinsam durchstehen und morgen, oder kurz nach der Geburt trennt er sich von ihr! Es gibt keine Sicherheiten!
 
Also entschieden hatte ich mich bis Gestern noch nicht. Aber umso mehr ich darüber nachdenke, umso mehr geht mein Entschluss in Richtung "Kind behalten". Das ist mein Entschluss! Da wir uns heute das letzte mal sehen vor seinem langen Auslandsaufenthalt, werde ich ihm das auch so sagen.
Und dann möchte ich aber auch eine Meinung von ihm. In die eine oder andere Richtung. Ich muss mich schliesslich auch an Fristen halten (sollte ich eine abtreibung erwägen). Warum sollte er als mann neun Monate Zeit haben um sich zu entschließen, wie er zu seinem Kind steht? Außerdem möchte ich ihm in die Augen sehen, wenn er mir sagt, was er möchte! Via Telefon oder Skype ist es nicht dasselbe!

Familie habe ich hier leider nicht. Zurückziehen in meine Heimat ist auch keine Option. Mit meinen Eltern verstehe ich mich leider nicht gut. Großeltern gibt es nicht mehr.

Ich habe am Mittwoch ein Beratungsgespräch. Heute hatte ich dies bereits telefonisch. Sie werden mir aufzeigen, was für finanzielle Mittel und sonstige Unerstützung mir zustehen. Außerdem hoffe ich natürlich so schnell wie möglich im Anschluss wieder arbeiten gehen zu können. Um einen entsprechenden Betreuungsplatz werde ich mich bemühen. Ich wohne in einer Großstadt, da sollte es Tagesmütter o.ä. geben.

Ich wünsche mir für mein Kind eine intakte Familie, mit Vater und Mutter. Das werde ich ihm auch sagen. Sollte unsere Beziehung die neue Situation aber nicht überleben oder er es nicht wollten, dann sollte es nicht sein.

An dieser Stelle möchte ich allen, die mir geschrieben und "mitgefühlt" haben ein ganz großes DANKESCHÖN sagen! IHR habt mir sehr geholfen!
Eure Katzenpfote 😉
 

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